seit Kita-Eingewöhnung wie ausgewechselt - wissen nicht mehr weiter

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von kalleminga 02.04.11 - 11:24 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist 11,5 Monate alt geht seit 3 Wochen zur Eingewöhnung in die Kita. Es läuft so lala: beim Abschied weint er immer, lässt sich aber schnell von der Erzieherin beruhigen. Er ist sehr auf sie fixiert, spielt kaum und will ausschließlich von ihr getragen werden. Immerhin: sie macht es. Zusätzlich war er seit 1 Woche ein wenig krank (Durchfall, erkältet) und der 8. Zahn ist gekommen. Laut KiA ist sonst alles in Ordnung.

Seitdem ist er extrem anhänglich und ich darf ihn z.B. daheim nicht mehr auf den Boden setzen, weil er sofort anfängt zu weinen. Oder wenn er schlafen soll, darf ich ihn nicht mehr in sein Bett legen (auch nicht schon schlafend, er wacht sofort auf). Oder wenn er etwas haben will, das er nicht bekommt, ist es für ihn ein Weltuntergang. Ich kann seine Wut/Trauer/Angst (je nach Situation) schon nachvollziehen aber anstrengend ist es dennoch.

Vor 2 Wochen hat dann das Schreien angefangen: er lässt sich fallen, brüllt wie am Spieß, schrill, volle Kehle, läuft rot an, schwitzt und ist nicht mehr zu beruhigen. Das macht er manchmal bis zu 4 Stunden am Stück und ich komme nicht an ihn ran. Nicht durch essen, trinken, spielen, schaukeln, singen, Papa, ignorieren, Nähe geben, Abstand halten - nichts hilft.

Meine Nerven liegen total blank, es geht mir richtig schlecht, weine viel und habe das Gefühl auf ganzer Linie zu versagen. Was kann ich tun? Wie kann ich ihm helfen?

Verzweifelte Grüße
kalle

Beitrag von deenchen 02.04.11 - 11:52 Uhr

Dein Kind ist noch ein Baby!!!! Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Kind so reagiert, es ist einfach noch zu klein um von der Mutter getrennt zu werden.

Beitrag von kolbo-sauri 02.04.11 - 13:32 Uhr

Schrecklich, was manche Kinder in so frühem Alter mitmachen müssen...

Beitrag von enyerlina 02.04.11 - 23:09 Uhr


absolut auf den Punkt gebracht! wobei man mal die 8 Wochen alten Babys erwähnen muss :-( die schon abgegeben werden.

Beitrag von purzel 02.04.11 - 13:36 Uhr

Da bin ich absolut der gleichen Meinung.

Beitrag von pegsi 02.04.11 - 17:47 Uhr

Was für eine gequirlte Scheiße!

Meine Tochter habe ich mit einem Dreivierteljahr eingewöhnt, und sie hat weder geweint beim Weggehen noch Schreianfälle bekommen.

Die Eingewöhnung muß einfach ans Kind angepasst werden. Wenn es länger braucht, dann kann man nicht nach zwei Wochen beschließen, daß es eingewöhnt sei.
Ich war über zwei Wochen dabei, bevor ich überhaupt das erste Mal rausgegangen bin. Meine Tochter liebt ihre Kita heiß und innig und will immer hin.

Beitrag von louchen24 02.04.11 - 21:43 Uhr

Da hast du Recht, das arme Kind tut mir echt Leid:-(

Beitrag von kaktuszahn 02.04.11 - 22:54 Uhr

kann mich pegsi nur anschließen... selina ist mit 12 monaten in die kita gekommen- die eingewöhnung ging super schnell und sie hat sich nur zum positiven verändert...

manche haben hier echt den schuß nich mehr gehört... unglaublich-
ich misch mich sonst nie ein, aber das jetzt... :-[

Beitrag von enyerlina 02.04.11 - 23:08 Uhr



es freut mich sehr das ich heute soviel positive Beiträge gegen Kitas finde..

warum keine Tagesmutter??? hier erfährt ein Kind viel mehr Aufmerksamkeit, Bezug und wird sie vielleicht später auch noch kennen.


lg

Beitrag von sillysilly 02.04.11 - 11:57 Uhr

Hallo

nicht alle kleinen Kinder gewöhnen sich schnell woanders ein - nicht jedes Kind ist ein Krippenkind

wenn Du wirklich arbeiten mußt, dann müßt ihr da wohl durch ...... aber dann mußt du ihm auch viel Wut, Zorn und Hilflosigkeit zugestehen, bis er sich an die Veränderung gewöhnt hat.
Er braucht dich in der restlichen Zeit dann halt doppelt und dreifach.
Der Alltag dort ist nicht immer einfach, und manche Kinder wollen eben nur die Mama und nicht einer von vielen sein.

Viele Kinder lieben die Krippe, aber eben nicht alle

Gib ihm Zeit

grüße Silly

Beitrag von jerrymietz 02.04.11 - 12:35 Uhr

Hallo!
Lass Dich erst einmal trösten! Ich selbst arbeite auch in einer Krippe und das, was du da schilderst ist völlig normal.
Für den kleinen Wurm ist es eine große Umstellung und er leistet viel, in dem er sich an neue Bezugspersonen und andere KInder gewöhnen muss. Wir bei uns in der Praxis beobachten das immer wieder, daß die Kleinen sich am Anfang so verhalten. Sie brauchen eine Zeit der Eingewöhnung. Meist sind sie zu Hause auch ganz anhänglich und weinen anfangs viel!
Versuche gelassen zu bleiben, so schwerr es dir auch fällt! Bis die Kinder richtig eingewöhnt sind dauert es in der Regel bis zu 3 Monaten und dann wird es auch zu Hause wieder ruhiger.

Aussagen wie, wie kann man ein so kleines Kind schon in die Krippe geben solltest du überlesen!

Liebe Grüße
Jerrymietz (39.Woche)

Beitrag von enyerlina 02.04.11 - 23:12 Uhr


<Bis die Kinder richtig eingewöhnt sind dauert es in der Regel bis zu 3 Monaten und dann wird es auch zu Hause wieder ruhiger. >


Natürlich wird es ruhiger, was soll den der Kleine machen wenn seine Mutter seine SChreie nicht wahrnimmt muss er mit dem Schmerz leben lernen .


<Aussagen wie, wie kann man ein so kleines Kind schon in die Krippe geben solltest du überlesen! >

nein sollte man nicht!

Beitrag von kira111 02.04.11 - 12:35 Uhr

Hallo Kalle,

ich kenne dein problem. Habe das auch durch gemacht. Genau das gleiche, nur noch auf den Arm und kein anderer durfte ihn mehr nehmen (ausser Papa).
Sobald ich ihn dann runter gesetzt habe, das laute schreien. Die erste zeit war es zu hause auch Nachmittags richtig anstrengt mit ihm. Er hat nur genörgelt und geweint den ganzen Nachmittag. Aber jetzt ist wieder gut.
Die Leute verstehen auch nicht das man Arbeiten gehen muss wieder.

Gib ihn zeit es geht vorbei :-p

LG Kira

Beitrag von amadeus08 02.04.11 - 13:02 Uhr

ich glaube da hast Du auch noch das Problem, dass das ein ohnehin schwieriges Alter ist, so bis 14 Monate ungefähr, dann wirds oft wieder ein wenig besser. Da sind zwei Schübe, die heftig sein können, dann kommen oft noch Impfungen hinzu und Zähne sowieso immer mal wieder. Das kann auch so schwierig sein und muss erstmal nichts mit Kita zu tun haben.

Dann kann aber hinzu kommen, dass es für einige Kinder sicher sehr schwer ist, sich von der Mama zu trennen (oder vom Papa).
Also wenn Du nicht unbedingt arbeiten musst, dann würde ich das Kind nicht in die Kita geben, aber das musst Du natürlich selbst wissen.

Lg

Beitrag von whiteangel1986 02.04.11 - 13:17 Uhr

also ich danke das problem ist hier, das dein kind zu dir kein sog. "urvertrauen" hat. Es gibt die eine sorte kinder, denen es überhaupt nicht stört, wenn mama oder papa mal kurzzeitig weg sind. (wo mein kind locker dazu gehört) Wiederum andere kinder schreien schon los, wenn sie von anderen getragen werden, wo die mami´s nichtmal allein zur toilette gehen können. Wichtig ist es hier, (denke ich) irgendwie den kleinen beizubringen, das die mama und der papa ja wieder kommen. War dein kind im ersten jahr durchweg tägl. ununterbrochen bei dir? Oder hast du es auch mal für ein paar stunden zb. der omi überlassen?

Dein kind ist es gewohnt bei dir zu sein, es merkt auch deine ängste und sorgen. Weshalb dein kleiner unsicher wird, deshalb schreit er so viel. Er kennt das vermutlich nicht, das du für länger weg bist.

Das er jetzt speziell sehr "bockig", und anhänglich ist, kommt hinzu das er entweder etwas ausbrütet(sein unwohlsein wohl noch nicht ganz vorbei), hinzu kommt evtl noch eine allgemeine bockphase, umstellung auf krippe und trennung der eltern. Auch ist es oft so, das die kleinen in der krippe echt tägl. volles programm haben. Fast pausenlos gefordert werden (gerade am anfang viel neues lernen) und zuhause einfach mal dampf ablassen müssen.

Wir hatten zwar generell gar keine schwierigkeiten mit der eingewöhnung, allerdings war es aber bei uns zuhause anfangs ganz genauso. Wichtig ist einen rytmus zu finden. Abends wenn mein kleiner aus der krippe kommt, sind wir 100% nur für ihn da. Da hat er unsere volle aufmerksamkeit und die braucht er auch. Wir waren im ersten halben jahr nachmittags sehr selten unterwegs. Einfach nur zuhause und haben den tag friedlich ausklingen lassen. Wenn er bockte wie du es beschriebst, habe ich ihn in sein zimmer geschickt und heulen lassen. (in der zeit bin ich fast selbst explodiert.) Aber somit habe ich ihm eine auszeit geschaffen und ich konnte selbst runter kommen. Oft war der spuck nach 2-5 min vorbei. Selbst heute noch. Wenn er aus seinem zimmer kommt drücke ich ihn ganz lieb und frage ob er sich jetzt besser fühlt.

Es klappt prima :-)

Alles gute WhiteAngel

Beitrag von kolbo-sauri 02.04.11 - 13:34 Uhr

Du jammerst rum, wie schlecht es Dir geht?!
Denk mal lieber darüber nach, was Du Deinem Kind zumutest und wie es ihm dabei geht.

VG

Beitrag von anarchie 02.04.11 - 13:36 Uhr

was möchtest du hören?


Das er sich gewöhnt und von den anderen Kindern profitiert?
das es vorbei geht?
das es richtig und ok ist, ein so kleines Kind abzugeben?

Tja, dein Kind zeigt dir doch deutlichst, wie es ihm geht, was ihm fehlt und was er braucht!

Die Frage ist, ob du es ihm gibst(geben kannst?), oder er eben resignieren muss irgendwann.
Sicher gewöhnt er sich, aber ob du ihn diesen preis zahlen lassen willst, solltest du dir gut überlegen.

Es gibt sicher so kleinen babys, die es klaglos hinnehmen, abgegeben zu werden, aber andere verpacken das eben nicht schadlos - und da läge die priorität bei imir IMMER bei meinem Kind.


lg

melanie mit 4 Kindern

Beitrag von purzel 02.04.11 - 13:39 Uhr

#pro

Beitrag von enyerlina 02.04.11 - 23:13 Uhr

#pro

Beitrag von bimbilot 02.04.11 - 14:21 Uhr

Ich habe mal gelesen um den 12. Monat herum ist die ungünstigste Krippen Zeit.... Gerade in diesem Alter sind die kleinen besonders Mama fixiert.
Am besten erst , wenns denn geht, mit 18 Monaten mit Krippe beginnen.
Mein kleiner geht im Mai, er ist dann 26 Monate.
Musst du unbedingt arbeiten ? Echt schwierig dann....#liebdrueck

Beitrag von anitram2010 02.04.11 - 15:02 Uhr

Hallo,

ich möchte nur mal schreiben, dass man es sich doch nun leider nicht immer aussuchen kann ob man sein Kind schon so früh abgibt.

Es fällt einer Mutter auch sehr schwer, wenn sie wieder arbeiten gehen muss und ihr Kind abgeben muss. Man will es seinem Kind auch nicht "antun" und sich selbst eigentlich auch nicht.

Mein Kleiner (13 Monate) muss leider auch in die Krippe. Arbeite seit gestern wieder (Teilzeit). Und zwar nicht, weil ich für irgendwelchen Luxus arbeite sondern für Miete und Essen. Als ich ihn abgegeben habe, hat er natürlich wieder geweint. Ich weiß zwar, dass er sich wieder beruhigt aber es ist schwer für ihn. Ich musste mich auch den ganzen Weg zur Arbeit echt zusammenreißen und kurz bevor ich in der Firma ankam habe ich dann doch noch geweint. Das tut einer Mutter doch auch weh!

Es ist echt schön, wenn ihr noch nicht wieder arbeiten gehen müsst aber bei anderen geht es vielleicht nicht anders.

Grüße
Martina mit Lenny

Beitrag von anarchie 02.04.11 - 20:25 Uhr

ne...so einfach ist das nicht.

Ich habe von anfang an so geplant, dass ich daheim bleiben kann, mein Mann verdient glücklichweisegenug - hätte er das nicht , hätte ich erst gespart - oder meine Ansprüche reduziert.
Manchmal kann es natürlich unvorhersehbar eng werden...

Ehrlich, ich würde lieber Banhofstoiletten putzen , als vom Amt zu leben -
und ohne zu Zögern zum Amt gehen, wenn es meinem Kind so ginge.

Das ist eine Frage der Prioritäten.

Und Seelenleid meiner kinder ist mir viel wichtiger, als mein Stolz, mein Lebensstil und dafür würde ich sogar ALG2 in Anspruch nehmen.

lg

Beitrag von anitram2010 03.04.11 - 10:26 Uhr


Für mich ist mein Kind auch das Wichtigste!

War ja nach dem Auslaufen des Elterngeldes noch in Elternzeit und habe ja nen Arbeitgeber, da hat man doch keinen Anspruch auf irgendwelche Leistungen.

So schlecht geht es meinem Kleinen ja nicht. Er hat sich jedenfalls nicht irgendwie verändert. Nur muss er sich erstmal dran gewöhnen. Ne Tagesmutter hatte ich auch gesucht aber keine vom Jugendamt geförderte war in der Nähe frei.

LG!
Martina

Beitrag von enyerlina 02.04.11 - 23:15 Uhr

hallo,


erstens kann ich mich meiner Vorschreiberin nur anschließen und für mich fällt immer noch die Frage warum man dann nicht zur Tagesmutter greift..

es geht doch um die Aufmerksamkeit und den Bezug für das Kind, und an eine Tagesmutter kann es sich später erinnern oder wenigstens noch kennen.

Beitrag von marion0689 02.04.11 - 15:09 Uhr

Hallo

WIe deutlich soll dir dein Sohn denn noch zeigen, dass er das nicht packt??
Manche Kinder mögen die Krippe und gehen gerne hin, manche wiederum wollen nicht.
Du jammerst, weil der Alltag mit ihm nun so schwer ist....Was soll der Kleine denn sagen??

Ich muss ehrlich sagen, dass bei mir da die Priorität bei meinem Kind liegen würde....

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