Schwiegervater schwer krank . . .

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von whybette 02.04.11 - 21:00 Uhr

Hallo.

Kurz zur Vorgeschichte, wir haben kein sehr inniges Verhältnis zu meinem Schwiegervater. Mein Mann und er telefonieren wenn es hoch kommt im Jahr 6 mal miteinander, Geburtstage, Xmas, inklusive. Wir wohnen ca. 800 km getrennt von ihnen. Besuche gibt es ca. alle 2-3 Jahre mal, wenn größere Feiern anstehen. Selbst dann sehen wir uns in der wcohe nur 2 mal, einmal an dem Fest und einmal werden wir zum Essen eingeladen.

Jetzt wurde bei ihm ein sehr bösartiger Krebs festgestellt, er wurde schon operiert, ist momentan in Kur und muss danach noch weiterhin ins KH.
Normalerweise wollten die Schwiegereltern uns an Ostern besuchen, wurde jetzt natürlich abgesagt. Daraufhin hat mein Mann gesagt, wir könnten ja dann in den Sommerferien mal hin (damit er ihn nochmal sieht, die Kids ihn auch sehen, usw. denn man weiß ja nie, wie schnell es letztendlich geht). Natürlich würden wir uns nicht mit 4-5 Personen bei ihnen einquartieren, das haben wir noch nie gemacht. Waren immer zig Km weit weg in einem Feriendorf oder so. Naja, zumindest meinten die Schwiegis dann sofort, dass sie nicht wissen, ob das klappt, schließlich hätten sie ja auch schon Pläne für den Sommer #bla Sorry, aber wir haben noch nicht mal einen Termin gesagt, sofort kam die Absage. Heute hat er dann mit seiner Schwester telefoniert und von ihr erst jetzt erfahren, dass es wirklich total schlecht um ihn steht, dass neue OP Ergebnisse da wären usw. Und auch sie war überhaupt nicht begeistert, als sie hörte, dass wir evtl. im Sommer kommen wollen. :-[
Mein Gott, wir wollen ihm doch nicht zur Last fallen oder sonst was. Aber ist es echt zu viel verlangt, wenn mein Mann sich von ihm (mehr oder weniger) verabschieden will????????? Er hat schon als Kind seine Mutter ganz plötzlich verloren, worüber er bis heute kaum hinweggekommen ist.
Seine Schwester hat auch 2 Kinder, die Opa natürlich auch mal besuchen, also kann das ihm ja nicht zu stressig sein.
Ich frage mich echt, wie man so sein kann???
Meint ihr, wir sollten auch gegen ihren Willen fahren? Wie gesagt, wir wohnen ja nicht bei ihnen, fallen ihnen nicht zur Last, und und und.

LG
Why

Beitrag von zuckerschneggle 02.04.11 - 21:17 Uhr

schon mal daran gedacht das er im Sommer evtl. nicht mehr leben wird oder evtl. sogar so schwer erkrankt sein könnte das er euch dann nicht mehr erkennt ? Oder einfach das sie nicht den Mut aufbringen (wegen eurem nicht so innigen Verhältnis) zu bitten schon früher ( zu Ostern ) zu kommen ?
Er hat eine bösarte Krebsdiagnose und auch die weiteren Bericht versprichen nichts gutes, wenn ihr ihn nochmal sehen wollt und euch verabschieden, wie du geschrieben hast dann fahrt zu Ostern und schaut ob ihr noch in einer Pension in der Nähe unterkommen könnt.

Denkt mal darüber nach, im Sommer kann es schon zu spät sein.

Alles Gute
zuckerschneggle

Beitrag von whybette 02.04.11 - 21:32 Uhr

Hallo.

Ostern ist er noch in Kur. Da können wir also nicht hinfahren. Mal abgesehen davon, dass so eine kurzfristige Planung auch mit 3 Kids nicht gerade einfach ist. Klar, wenn sie sagen würden, er solle sofort kommen, würde er alles stehen und liegen lassen und dahin fahren. Aber alleine, denn seine Große ist ja schulpflichtig und kann sowieso nur mit, wenn die Mutter zustimmt und mit unseren beiden Kleinen sind so lange "Spontanfahrten" nicht so einfach.

Und nein, Mut fehlt da eindeutig keiner. Mut haben sie beide und sie sagen immer ihre Wünsche und bekommen meist auch ihren Willen.
Klar ist die Situation hier anders, aber sie wissen schon, dass mein Mann sofort zur Stelle wäre, denn er hängt ja an seinem Vater.

Mir ist schon bewusst, dass es im Sommer schon zu spät sein könnte, aber davon will mein Mann noch nichts richtig hören, denn sie haben wohl bei der letzen Untersuchung (noch) keine Metastasen gefunden. Er ist sich schon bewusst, dass ein Widersehen im Sommer das Letzte sein könnte, aber er fühlte sich natürlich wie vor den Kopf gestoßen, als er von allen Seiten hörte das wir nicht kommen müssen bzw. von seiner Schwester ja sogar, dass wir nicht kommen sollen. #schmoll

LG
Why

Beitrag von oma.2009 02.04.11 - 23:03 Uhr

Hallo,

was ist es denn jetzt: entweder habt ihr keine inniges Verhältnis oder dein Mann hängt an seinem Vater....???

Ich glaube, ihr macht es euch ssehr einfach: wenn dein Mann sich von seinem Vater verabschieden möchte, dann soll er es machen, je eher desto besser.

Alles andere sind einfach nur Ausreden von dir.....auch mit Kindern kann man mal ganz spontan einen Besuch bei den Großeltern bzw. dem Opa planen! Aber wenn man natprlich einen "Abschiedsbesuch" gleizeitig mit einem Urlaub plant, na denn!!!!

Was habe ich für ein Glück, dass meine Kinder (und Schwiegerkinder und Enkel) nicht so denken und ihren Papa so oft es geht, besuchen. Allerdings wohnen sie nicht ganz so weit weg, aber das innige Verhältnis zu Allen, kann ich für unsere Familie nur 3x unterstreichen, denn sie wissen, jeder Tag kann auch bei meinem Mann der letzte sein, auch wenn es bei ihm kein krebs ist.

LG

Beitrag von whybette 03.04.11 - 13:12 Uhr

Sorry, aber auch wenn mein kein inniges Verhältnis gegenüber seinem Vater oder sonst jemanden hat, kann man wohl trotzdem an der Person hängen.

Ausreden von mir? Wenn du meinst, dann bitte. Du hast keine Ahnung von unserem Leben . . . Also urteile bitte nicht so abwertend über uns.

Meine Frage bezog sich hauptsächlich darauf, ob wir auch gegen den Wunsch des Schwiegervaters bzw. der Familie einfach dort "aufkreuzen" sollten.

Ich bin nunmal so erzogen worden, dass man Wünsche von den anderen, vor allen von Kranken mit Respekt behandelt und sie nicht einfach so übergeht.

LG

Beitrag von curlysue1 03.04.11 - 09:03 Uhr

Ich würde hinfahren, auch mit 3 Kindern, das Wochenende hätte sich doch angeboten, wenns gar nicht anders geht wäre ich geflogen, wir haben unsere Verwanden immer auf der Kur besucht #kratz

Hört sich für mich ein bischen so an, als wollt Ihr nicht.

Meine Oma liegt seit 6 Monaten auf der Intensivstation und ihre Töchter und ich besuchen sie jeden Tag, ich hoffe ich werde auch so umsorgt wenn ich krank bin und werde begeleitet.

Beitrag von whybette 03.04.11 - 13:08 Uhr

Natürlich wollen wir hin fahren. Und schön, wenn du für ein Wochenende so kurzfristig so weit fahren kannst. Bei uns geht es definitiv nicht. Mal ganz zu schweigen das wir gar nicht wüssten, wo wir so schnell einen Unterkunft finden würden.
Mein Mann alleine, ok, kann er ruhig, wenn er möchte. Er könnte auch notfalls noch im Gästezimmer unterkommen, aber mit 5 Leuten geht das nicht.

LG
Why

Beitrag von curlysue1 03.04.11 - 13:12 Uhr

Wo ein Wille da ein Weg, Hotelzimmer kann man in der Nacht vorher buchen.

Alles eine Frage der Organisation, aber mir kommt es so vor als wollt Ihr gar nicht.

Beitrag von whybette 03.04.11 - 13:35 Uhr

Ja, das habe ich jetzt verstanden, dass es dir so vorkommt, hast du vorhin ja auch schonmal geschrieben.
Ich weiß dass es anders ist. Trotzdem danke für deine Antwort.

Beitrag von karna.dalilah 04.04.11 - 07:15 Uhr

Was kann man dazu noch sagen-

Dieses Szenario gibt es schon so oft und es ist unbegreiflich.
Kaum das jemand eine lebensbedrohliche Diagnose bekommen hat, steht die bucklicge Verwandschaft auf der Matte die ihn vorher kaum mit dem A... anschaut..."
Ist zwar etwas übertrieben dagestellt-trifft aber den Punkt.

Um dem Ganzen ein Sahnehäubchen aufzusetzen, wollen diese Verwandten auch noch wissen, was der Erkrankte zu wollen hat und was für ihn gut wäre.
Wenn der Erkrankte auch noch andere Wünsche äußert wird mit Unwillen und Unverständnis reagiert.

Man ihr habt so schon kein gutes Verhältnis(was von wenig Interesse aneinander zeugt), was hast du denn erwartet?
Ihr seid offensichtlich ihm emotional entfernter alsdie in der Nähe wohnende Schwester die scheinbar ein innigeres Verhältnis zum Vater hat.

Respektiert seine Wünsche und haltet den Kontakt weiter auf dem bisherigen Wege.
Wenn der Vater dann den Wunsch äußert euch sehen zu wollen, dann fahrt hin.
Vielleicht sollte dein Mann allein zum Vater fahren und evt noch mal "reinen Tisch" machen.

Karna

Beitrag von landmaus 02.04.11 - 21:30 Uhr

Hi,

ich weiss gar nicht, ob ich euch kalt, blauäugig oder einfach nur unglaublich egozentrisch finden soll. Aber ich gehe einfach zu Euren Gunsten davon aus, dass Ihr die Situation noch gar nicht verstanden habt und vielleicht aufgrund der Entfernung gar nicht verstehen werdet. Die Familie Deines Mannes befindet sich in einer absoluten Ausnahmesituation. Lies mal hier in Trauer und Trost von Usern, deren Eltern ähnlich schwer erkrankt sind. Euer Verhalten muss auf die Familie Deines Mannes völlig absurd und unglaublich gemein wirken.

Mein persönlicher Rat wäre, dass Dein Mann ein offenes und ausführliches Telefonat mit seiner Schwester führt, um zu verstehen, wie es seiner Familie geht. Und vielleicht bald möglichst alleine nach Hause fährt und ein paar Tage da bleibt.

Deinem Schwiegervater alles Gute

Beitrag von whybette 02.04.11 - 21:38 Uhr

Sorry, aber deine Antwort verstehe ich überhaupt nicht.

Meine Oma ist an Krebs gestorben. . . sie hat jahrelang gelitten . . .
Mein Opa hat seit Jahren Krebs . . . musste ständig ins KH, Chemo, Ops, usw.

DA muss ich nicht bei Trauer und Trost nachlesen!!!!
Ich denke schon, dass wir bzw. vor allem ich weiß, was sowas heißt. Mich hat die Situation zu Hause damals als Kind bzw. Teenager fast kaputt gemacht. Bei uns wurde nicht großartig darüber geredet . . .
Das war auch eine Ausnahmesituation . . .

Als der Schwiegervater im Januar bzw. an Weihnachten die ersten Beschwerden hatte, hat mein Mann auch gesagt, er könne sofort kommen . . .
Auch da kam ein Nein. Was soll er denn bitte davon halten????

Meinem Opa konnte es noch so schlecht gehen, er hat sich immer gefreut, wenn ich mit den beiden Kleinen zu ihm kamen. Er hätte nie, niemals gesagt, dass wir nicht kommen brauchen, geschweige denn, nicht kommen müssen. . .

Oder was würdest du davon halten, wenn dein kranker Vater dir sagt, du sollst nicht kommen????

LG

Beitrag von landmaus 02.04.11 - 22:47 Uhr

Tja, ich bin mir sogar sicher, dass mein Vater ablehnen würde. In meiner Familie denken immer alles, sie müssten sich alleine durchbeissen. Dazu kommt der aufrichtige Gedanke uns Kinder nicht zusätzlich belasten zu wollen. Abhalten würde es mich nicht. Meinen Mann und meine Kinder würde ich allerdings erstmal zuhause lassen.

Wenn Du weisst, wie schwierig solche Situationen sind, dann versuch doch Dich in die Situation der anderen hinein zu versetzenl. Dein Ausgangspost klingt durch und durch beleidigt. Dafür ist meiner Meinung nach überhaupt kein Platz.

Im Übrigen ist es etwas ganz anderes, ob Enkelkinder zu Besuchg kommen, die regelmäßig zu Besuch sind oder Enkelkinder, die nur eine Handvoll Mal im Jahr da sind.

Die Freude Deinen Mann zu sehen, ist auf Seiten seiner Eltern wahrscheinlich vollkommen unabhängig von Ihrer Antwort auf die Frage, ob er zu Besuch kommen soll. Was will Dein Mann denn? Der muss doch ein eigenes Bedürfnis haben.

Beitrag von whybette 03.04.11 - 13:29 Uhr

Tja, also beleidigt sollte es nicht klingen, sondern eher auch ein wenig enttäuscht.

Mein Mann will selbst in den Ferien dahin. Ich denke er verdrängt da noch ein stückweit, wie schnell es wirklich gehen KANN. Momentan sieht es so aus, als würden wir im Juni hinfahren. Ich weiß, dass sind auch noch 2 Monate und da kann auch soviel passieren.

LG

Beitrag von alkesh 03.04.11 - 10:13 Uhr

< Oder was würdest du davon halten, wenn dein kranker Vater dir sagt, du sollst nicht kommen???? >

Ich wäre enttäuscht, ich habe aber ein gutes Verhältnis zu meinem Vater und schon allein deshalb könnt ich es, trotz Enttäuschung) verstehen!

Euch finde ich gerade sehr naiv und egoistisch! Es geht Euch in keinster Weise darum was ER will, nur was IHR wollt. Bis zum Sommer warten? Macht mal, bis dahin hat sich Euer "Problem" vermutlich schon erledigt!

Beitrag von whybette 03.04.11 - 12:59 Uhr

Hallo alkesh.

Doch, es geht mir bzw. uns darum, was er will. Denn wenn du den ersten Beitrag richtig gelesen hättest, hättest du ja gesehen, dass ich da geschrieben habe, dass wir geplant hatten, im Sommer zu ihnen zu fahren und wir von ihnen nur absagen bekommen haben. . .

Hier habe ich dann hauptsächlich Rat gesucht, wir wir mit diesem Nein umgehen sollen. Das Nein kam von ihm und mein Mann war darüber enttäuscht. Das darf er wohl sein, oder??? Ich habe ja auch geschrieben, dass wenn es von heute auf morgen schlimmer wird, er natürlich sofort zu ihm fahren würde. . .

Und sorry, aber der Kommentar, dass sich unser Problem bis zum Sommer wohl schon erledigt hat, ist echt unter aller Sau!

Beitrag von fallen1977 02.04.11 - 21:37 Uhr

Meine Meinung? Hin, so schnell wie möglich. Und wenn Dein Mann rausgeschmissen wird. Er war da! Scheiss auf die Entfernung.

Beitrag von whybette 03.04.11 - 13:30 Uhr

Danke für deine Meinung
und vor allem auch dafür, dass mir aus meinem Thread mal keine Vorwürfe gemacht wurden.

LG

Beitrag von myry 02.04.11 - 23:34 Uhr

Hallo!

Wahrscheinlich hätte ich nach der Überschrift deinen Post gar nicht mehr lesen sollen, aber ich hab jetzt 3 mal tief durch geatmet und will dir mal von meinen Schwiegrvater berichten.

Mein Schwiegervater war auch an einer sehr aggressiven Art von krebs erkrankt. Ich hatte auch immer ein relativ angespanntes Verhältnis zu ihm. Nicht das wir uns nicht mochten es waren einfach 2 verschiedene Welten.
Es war ein verdammt hartes Jahr für uns, als Familie immer dieses auf und ab und dann die Hoffnung...die ja bekanntlich zu letzt stirbt. Ich war bis zu seinen letztem Atemzug bei ihm, für ihn und auch für meinen Mann. Es hat vieles verändert und uns noch mehr zusammen geschweißt. Sowas wünscht man niemanden. Zu sehen, wie Jemand Leben möchte , dafür kämpft und es doch nicht darf.
Ich hoffe für euch, dass deinem Schwiegervater geholfen werden kann und er wieder gesund wird. Aber ehrlich in so einer Situation sollte man, als Familie zusammen halten und tun was man kann um ihm zu helfen.
Was du auch bedenken solltest ist, dass ihr nicht wisst, wie er sich während der krankheit bereits verändert hat. Vielleicht möchte er nicht, dass ihn seine Enkelkinder so sehen. Die Enkelkinder vort ort haben ja den Verlauf seiner Krankheit sicherlich mitbekommen.
ich habe meine Kinder in den letzten tagen auch nicht mehr zu ihm lassen können, der Anblick war einfach nichts für Kinder.
Dein Mann sollte sich ins Auto setzen und hinfahren ohne lage darüber zu diskutieren !!!!
Wir sind sehr traurig darüber, dass der Opa sein 3 Enkelkind nicht mehr kennen lernen darf stattdessen ist der ET sein Todestag....und ehrlich ich weiß nicht wie ich das überstehen soll, wenn es wirklich an dem Tag losgeht.........nur damit du vielleicht verstehst warum ich grad auf dieses Thema so reagiere zur Zeit.


ich wünsch euch alles Gute und deinem Schwiegervater, dass er wieder gesund wird.

LG

Beitrag von whybette 03.04.11 - 13:19 Uhr

Hallo.

Danke für deine Antwort und es tut mir sehr leid für deinen Schwiegervater. #liebdrueck

Natürlich müssen die Enkel nicht sehen, wenn er das nicht will. Je nachdem wie schlecht es ihm geht, würden wir von uns aus ja schon sagen, dass sie ihn besser in Erinnerung behalten sollen, wie er lebensfroh und gesund war. Und wenn er das auch möchte, finde ich das auch voll und ganz in Ordnung.
Ich konnte nur einfach nicht verstehen, wie er meinem Mann so einfach sagen konnte, dass er nicht kommen soll.
Für mich steht meine Familie an 1. Stelle. Wahrscheinlich kann ich deshalb die Situation zwischen meinem Mann und seiner Seite der Familie nicht so ganz verstehen. Wenn sie denn mal früher miteinander telefoniert haben, dann meist nur, weil ich meinen Mann daran erinnert hab, bzw. hat seine Stiefmutter ihrem Mann dann gesagt, er solle sich auch mal wieder melden.

LG
Why

Beitrag von morjachka 02.04.11 - 23:46 Uhr

Hallo!

Du und die Kleinen solltet nicht unbedingt hin, finde ich.
Eher dein Mann alleine, eventuell mit dem grösseren Kind.

Vielleicht könnte er ihn ja an seinem Kurort besuchen, nur für ein paar Stunden, auch wenn es 800 Km sind. Und nicht erst im Sommer.

In meiner Familie wurde es so gehandhabt, meine Mutter fuhr grundsätlzlich alleine zu ihren bedürftigen Verwandten, wir anderen hielten zu Hause die Stellung. Aber hingeflogen ist sie immer, egal wie teuer es war.

Als bei meinem Vater Krebs festgestellt wurde, bin ich sofort hin, obwohl ich absolut kein gutes Verhältniss zu ihm hatte. Man ist für seine Eltern verantwortlich. Bei euch gibt es ja keinen Streit, nur kein sehr inniges Verhältniss. Sie hätten euch ja sogar bald besucht!
Dein Mann sollte vorbeischauen, im Sommer sieht man dann, wie es wird!

Beitrag von whybette 03.04.11 - 13:25 Uhr

Hallo

und danke für deine Antwort.

Alleine möchte mein Mann ungerne fahren, da er schon ein Stück weit Angst hat, dort mit der Situation überfordert zu sein. Ob die Große überhaupt mit kommt, ist auch eher unwahrscheinlich. Sie ist ein Trennungskind und sowieso schon psychisch sehr labil. So dass mein Mann sich zunächst dagegen entschieden hat, ihr überhaupt davon zu erzählen, wie krank ihr Opa ist. Ob das nun gut ist oder nicht, sie mal dahin gestellt, denn wenn er stirbt,wird sie das ja nun auch erfahren und geschockt sein. (aber das steht ja jetzt nicht zur Debatte).

Wenn bei meiner Familie etwas ist, versuche ich auch immer sofort da zu sein, ich "muss" allerdings immer die beiden Kleinen mitnehmen. Und die Situation kann noch so ernst und angespannt sein, trotzdem war bisher noch keiner "böse" wenn die Kids mitkamen.
Wobei ich natürlich schon Verständnis hätte, wenn es dem Schiegervater zu viel Trubel mit den Kids ist.

LG
Why

Beitrag von minimal2006 03.04.11 - 07:43 Uhr

Hallo why

Dein Schwiegervater ist sterbenskrank.
Es ist schon ein Wahnsinn mit so einer Diagnose überhaupt leben zu müssen.

Mein Schwiegeravter war auch schwer an Krebs erkrankt.
Ich erinnere mich an seinen letzten, guten Sommer.
Egoistischerweise hätten WIR gerne mehr Zeit mit ihm verbracht, da wir wussten, es ist wahrscheinlich der letzte, gemeinsame Sommer.
Er wollte aber lieber noch etwas von der Welt sehen und hat in dieser Zeit eine Wohnmobilreise nach der anderen gemacht.
Meinem Mann ist das sehr bitter aufgestoßen, weil er immerzu dachte, das er sich von seiner Familie distanziert.
Ich wusste, das er alles einfach nur verdrängen wollte.

Ich persönlich hatte schon sehr viel mit sterbenskranken Menschen zu tun.

Du schreibst, das ihr bzw. dein Mann kein inniges Verhältnis zueinander habt.
Ich persönlich denke, das dein Mann vielleicht einfach mal zu seinem Vater fahren sollte. Am besten sogar ohne dich ;-).
Es wird vielleicht ein Vater-Sohn -Gespräch geben, das die beiden auch unbedingt allein führen sollten.
Unausgesprochene Dinge, oder einfach nur zusammen weinen.

Hier ist aber ganz klar zu sagen, das es SO ablaufen sollte, wie der Betroffene es sich wünscht.
Wir haben sehr lange das Thema "sterben" ausgelassen, weil mein Schwiegervater zu einem Gespräch nicht bereit war.
ER fing irgendwann an, darüber zu sprechen.

Ihr dürft eine ablenende Haltung nicht persönlich nehmen.
Es ist einfach so, das der Betroffene oft selbst mit der Situation total überfordert ist.

Also, wie geschrieben.. ich denke, dein Mann sollte allein fahren.
Und wenn er dich und die Enkel sehen möchte, dann könnt ihr ihn besuchen.

LG

Beitrag von whybette 03.04.11 - 13:34 Uhr

Hallo.

Ich denke das da auch ein wenig Verdrängung bzw. runterspielen sowohl auf der Seite meines Mannes als auch auf der von meinem Schwiegervater ist. Dadurch ist meinem Mann die schwere der Situation evtl. auch nicht ganz bewusst. Es ist eben auch der erste "Krebsfall" mit dem er sich in der Familie auseinander setze muss.
Er kennt das nur von meinem Opa und der hat es jetzt schon jahrelang. Mal ist der Krebs (kurze Zeit) weg, dann ist er wieder da. Es ist ein auf und ab und eben kein "schnelles Ende", wie es aber auch kommen kann. Daher denke ich, dass mein Mann denkt bzw. hoffe, dass sein Vater eben auch noch ein wenig Zeit hat.

LG

Beitrag von windsbraut69 03.04.11 - 09:31 Uhr

Guten Morgen,

vermutlich hast Du Dich ungünstig ausgedrückt aber aus Deinem Beitrag gehen ausschließlich EURE Bedürfnisse hervor.
Dein Mann und die Kinder möchten sich verabschieden, die Wünsche und Sorgen des Schwiegervaters erwähnst Du gar nicht....

Erstaunlich, dass Dein Mann dieses Bedürfnis erst in 3 Monaten hat und nicht jetzt angesichts der frischen Diagnose seinem Vater zur Seite stehen möchte.
Davon aber mal abgesehen, ist Krebs (Ihr kennt ja nicht mal den aktuellen Stand offensichtlich) nicht so langfristig planbar, dass er mit Eurer Ferienorganisation unbedingt zu vereinbaren ist. In den Sommerferien kann es schon lange zu spät sein.

Gruß,

W

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