Asthma - wann diagnostiziert u. mit welchen Symptomen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cori0815 02.04.11 - 21:54 Uhr

Hi Mädels,

mich würde mal interessieren, wann (in welchem Alter) bei euren Asthma-Kindern das Asthma diagnostiziert wurde und aus welcher Situation heraus das genau war (also nach Krankheit wie Bronchitis oder nach einem akuten Anfall direkt o.ä.?).

Welche Symptome gab es bei euren Kindern und wie hat es sich geäußert?

Ich frage, weil das Kind (5) einer Bekannten jetzt auf Asthma behandelt wird, weil vermutet wird, dass er (praktisch über Nacht nach einer Bronchitis) Asthma hat (es äußert sich fast nur durch nächtliches Husten, ist das normal?). Er war schon immer eher "kurzatmig", also hatte schnell mal Seitenstechen beim Laufen, bekam schnell einen roten Kopf und war schnell aus der Puste. Er ist aber auch eher nicht so der athletische Typ, sondern sehr schwer vom Körperbau (überhaupt nicht dick/speckig, aber stabiler, fester als andere Kinder), so dass mich das tendentiell gar nicht wunderte.

Da die Mama selbst Asthma hat, geht sie nun in der Diagnose ihres Sohnes ganz auf. Ich frage mich, ob ihr Sohn (von Natur aus gern mal jammerig und auf Bemutterung aus) das vielleicht auch ein wenig "ausnutzt", trau mich aber nix zu sagen, weil ich ihm natürlich auch nicht Unrecht tun will. Ich kenne mich ehrlich gesagt auch nicht sehr gut mit Asthma aus, darum wollte ich euch mal nach euren Erfahrungen fragen.

Wie ist es, können eure Jungs trotz Asthma Sport machen (Laufsport wie Hand- oder Fuball?) und wie haben sie es gelernt, so zu atmen, dass sie kein Seitenstechen bekamen? Kann man das überhaupt lernen und hat es überhaupt was mit dem Asthma zu tun? Wie fühlt es sich überhaupt an, wenn einem Asthmatiker "die Luft ausgeht"? Schreibt mir einfach mal eure Erfahrungen, eure eigenen und die, die ihr mit euren Asthma-Kindern gemacht habt! Danke!

Lg
cori

Beitrag von nana141080 02.04.11 - 22:03 Uhr

Hi,

Asthma kommt nicht über Nacht und Asthma wird niemals nach einer Bronchitis diagnostiziert.

Mein großer hatte im 4.Lj sehr viele spastische Bronchitiden. Trotzdem hat er kein Asthma.

Wenn man Asthma hat, dann muß man eben behandelt werden!
Gegen Belastungsasthma nehmen Kinder zusätzlich meist auch Singulair mini ein.
Das Notfallspray "Salbutamol" muß ein Asthmatiker auch dabei haben.
Eine spezielle Schulung ist sehr sehr sinnvoll, genauso wie eine gute Homöopathieberatung! Finde ich.

Auf jedenfall muß man beim Kinderlungenfacharzt ein paar mal gewesen sein.

VG Nana

Beitrag von cori0815 02.04.11 - 22:10 Uhr

hi Nana,

habe ich dich richtig verstanden, dass es eher untypisch ist, dass dieser hartnäckige Husten und die Atemnot nach einer Bronchitis nicht unbedingt auf Asthma vermuten lässt?

Der Junge hat jetzt eine Cortison-Behandlung (10 Tage) bekommen, danach wurde es besser. Aber das ist doch klar, das ist bei meinen Kindern auch so, wenn sie einen hartnäckigen Husten bis zum nächtlichen Hustenanfall mit blauem Kopf ein Rectodelt-Zäpfchen bekommen... das ist doch nicht unbedingt ein Beweis für die Diagnose Asthma, oder?

Wie kann man die Mutter vielleicht doch noch von dem Trichter, dass es unbedingt Asthma sein muss, abbekommen? Und weißt du vielleicht, wo ich Auskünfte darüber bekomme, wo es spezielle Kinderlungenärzte gibt?

Lg
cori

Beitrag von nana141080 03.04.11 - 10:01 Uhr

Hallo,

hartnäckiger Husten muß doch kein Asthma sein! Da gehört viiiiel mehr dazu!

Cortison bewirkt das die Schleimhäute abschwellen. Bei jedem Menschen.
Man muß 1 Jahr inhalieren um auf die Dosis von einem Zäpfchen Cortison zu kommen #aha Also finde ich dich da auch nciht besonders verantwortungsvoll im Umgang mit Cortison.#aha Es gibt Alternativen.
und wenn die nicht anschlagen gibts Salbutamolspray....zur NOT.

www.DAAB.de

VG Nana

Beitrag von cori0815 03.04.11 - 13:10 Uhr

hi Nana,

mein Sohn hat bis jetzt in seinem Leben 2x ein Cortison-Zäpfchen (geringste Dosierung) bekommen, da sich mehr ein Krupp-Anfall andeutete als Asthma. Und deshalb hat uns unser KiA diese Zäpfchen für diese "Notfälle" verordnet. Ein Salbutamol-Spray besaßen wir nie, da wir ja keinen Asthmatiker in der Familie kamen und nichts auf eine Asthma-Erkrankung hindeutete.

Ich frage ja hier wg. des "Asthmas" des Sohnes einer Bekannten, nicht wg. meines Kindes. Aber ich finde es allemale nicht sehr verwerflich, ein Cortison-Zäpfchen zu geben bei einem drohenden Krupp-Anfall. Besser, als Kind und Eltern in Panik verfallen zu lassen und hilflos mit dem blauen Kind zum nächsten Arzt zu fahren und von da an jahrelange Panik zu schieben, dass es nochmal passieren könnte.

Danke für deine Einschätzung und "nicht" danke für deine schnelle Verurteilung.

Trotzdem lieben Gruß
cori

Beitrag von nana141080 03.04.11 - 16:24 Uhr

Verwerflich? nein. Es ist einfach nicht richtig wenn einem Kind ein Cortison Zäpfchen gegeben wird wegen "husten"! Und wenn ein drohender Kruppanfall da ist, dann wissen die Eltern ja schon bescheid, somit können sie sich ausführlichst vorher informieren. Das sind doch faule Ausreden. Ganz ehrlich. Klar, es ist schön einfach nur ein Zäpfchen zu geben.

Die Alternativen, die im übrigen auch von Eltern im bestehenden Krupp-Anfall benutzt werden, sind sehr zeitaufwändig und müssen geübt werden.

Bitte, für die Tips die du nicht hören willst.

Trotzdem, leiben Gruß
Nana

Beitrag von geralundelias 02.04.11 - 22:23 Uhr

Hallo,

Emil (4,6 Jahre) hat von Geburt an sehr stark ausgeprägte Atemwegsinfekte.
Der Verdacht auf Asthma stand schon früh im Raum, wurde aber erst jetzt im Winter 'bestätigt', nachdem er in der Kita Anfälle hatte. Er hat bis vor zwei Wochen Singulair bekommen, inhaliert tägl. 2x2Hub Flutide und im Akkutfall 2Hub Salbutamol.
Vorher haben wir mit dem Pari Boy Kochsalz (+Salbutamol) inhaliert...und das 4 Jahre lang (mit Pausen im Sommer).

Er fährt gerne Rad, spielt Fußball und tobt durch die Gegend...eigentlich macht er alles, was andere Kinder auch machen.

Richtige Anfälle hatte er bisher nur in der Kita (er ist tägl. 9 Std dort), was vermutlich mit der stickigen Luft in den Räumlichkeiten zusammenhängt. Zuhause wird viel gelüftet.

Beitrag von pinklady666 02.04.11 - 22:36 Uhr

Hallo Cori

Meine Tochter hat ebenfalls Asthma.
Sie hatte vorher schon immer Krupp gehabt. Wir sind nach jedem Anfall direkt zum KiA.
So um ihren 3. Geburtstag rum ist es dann in Asthma umgeschlagen.
Sie hatte dann keine Probleme mehr mit dem Kehlkopf, sondern es kam nun von ihren Bronchien.
Unser KiA ist auch Facharzt für Asthma. Er hat ihr Haltungen gezeigt, die sie einnehmen soll um besser Luft zu bekommen. Wir haben das mit ihm ein paar Mal trainiert (also auch ich, um ihr Hilfestellungen geben zu können) und es klappt recht gut.
Außerdem muss sie regelmäßig inhalieren, mit einem Vortex, den Pari Boy verweigert sie, da schreit sie sich weg. Aber wir haben es recht gut im Griff, auch wenn der Pari Boy besser wäre. Vielleicht kreigen wir sie ja doch noch dran.
Sport macht sie ganz normal mit. Sie geht in die Garde und ins Kinderturnen. Muss halt etwas vorsichtiger machen und immer ihr Spray dabei haben. Aber Seitenstechen bekommt sie nicht. Nur wenn sie zu wild macht bekommt sie Atemnot und beginnt zu husten.
Das sind dann auch ihre Symptome. Sie hustet bellend / blechern, das hört sich ganz anders an als normaler bzw. Reizhusten und kommt "hinter den Atem" und zieht die Luft hörbar ein (kanns grad nicht besser beschreiben).

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Felix (ET 22.06.2011)

Beitrag von cori0815 03.04.11 - 13:02 Uhr

Danke für deine ausführliche Antwort. Das mit dem "hörbaren Einatmen" kann ich mir vorstellen. Ich habe mal gehört, dass bei Asthma das Ausatmen ist, das schwierig ist und beim Einatmen die Schwierigkeiten nur darin bestehen, dass die Bronchien verengt sind und die Luft nicht ausreichend ausgeatmet wurde, so dass entsprechend nicht genug neue Luft eingeatmet werden kann. Ist das so? Du merkst, ich bin Laie, aber lernfähig.

Was findet sie am PariBoy schrecklich? Meine Kinder machen das ganz selbstverständlich, wenn sie mal Husten haben oder erkältet sind. Ich glaube, es ist einfach eine Gewohnheit, ich habe da ehrlich gesagt auch nicht mit mir reden lassen, als mein Sohn bei der ersten Lungenentzündung Inhalieren verordnet bekommen hat. Ich setze mich daneben und lese in der Zeit etwas vor. Und wenn die Kinder mal längerfristig inhalieren müssen (also über mehrere Tage/Wochen), dann dürfen sie auch 1x am Tag dabei eine DVD gucken, solange sie inhalieren, (ich gebs zu, auch wenn es pädagogisch vielleicht nicht "wertvoll" ist. Aber da die Kinder sonst nie TV gucken, kann ich das in den Fällen vertreten).

Vielen Dank nochmal für deine guten Infos.

LG
cori

Beitrag von pinklady666 03.04.11 - 15:23 Uhr

Hallo

Ja, genau. Sie zieht die Luft ein, bekommt sie aber kaum noch aus den Lungen, weil die Atemwege verengt sind. Das hört sich wirklich sehr übel an und hat mir anfangs richtig Angst gemacht. Mittlerweile haben wir aber gelernt ruhig zu bleiben, was sich auch auf Marie überträgt. Dann stellt sie sich schon richtig hin, während ich ihr Spray fertig mache. Ich finde, das ist das A und O, dass das Kind gleich lernt wie man sich während eines Anfalls verhällt. Ich bin ja nicht immer mit dabei. Und schließlich muss sie z.B. auch im Kindergarten ruhig bleiben, bis ihre Erzieherin alles Griffbereit hat.
Hat der Sohn deiner Freundin da auch schon Übungen gezeigt bekommen (Torwartstellung z.B. haben die Kinder, gerade Jungs, sehr schnell drauf)?

Marie mag das Brummen des Pari Boy nicht.
Sie ist eigentlich bei lauten Geräuschen nicht zimperlich, aber sobald ich den Pari Boy nur aus dem Schrank nehmen rennt sie panisch schreiend weg. Wir haben schon alles probiert. Bücher lesen, Fernsehn gucken, mit Papa Playstation spielen (er hat extra ein Winnie Pooh Spiel besorgt). Sie hat da wirklich angst, was auch oft einen Anfall auslöst. Darum haben wir nun nur noch den Vortex und das Trockeninhalat.

Liebe Grüße

Beitrag von nana141080 03.04.11 - 16:20 Uhr

Hallo,
der Pariboy ist nicht besser als Trockeninhalat mit Inhalierhilfe.

Über einen Aerochamber oder in eurem Fall Vortex, kommt das Spray sofort in die feinen Verästelungen der Bronchien.

Mein Kinderlungenfacharzt (Chefarzt der Kinderklinik und Ausbilder für Kinderlungenfachärzte) sagte mir das schon beim 1. Gespräch.
Also sei da deswegen beruhigt. ;-)

VG Nana

Beitrag von pinklady666 03.04.11 - 17:06 Uhr

Ich hab mich da vielleicht blöd ausgedrückt. Was ich eigentlich meinte, war, dass sie mit dem Pariboy nicht ständig mit Cortison inhalieren müsste.
Das wäre mir um einiges lieber, zusätzlich zum Trockeninhalat.
Ich mag Cortison nicht besonders, gerade da sie es auch schon als Creme gegen ihre Neurodermitis und ihr Ekzem nehmen muss.

Liebe Grüße

Beitrag von nana141080 03.04.11 - 17:37 Uhr

Warum glaubst du das sie mit dem Pari Boy kein Cortison inhalieren müßte?

Beitrag von pinklady666 04.04.11 - 21:50 Uhr

Weil es da auch die Möglichkeit gibt in relativ beschwerdefreien Zeiten bzw. Zeiten geringer Beschwerden die Dosis der Cortisongabe zu verringern und zusätzlich cortisonfreie Mittel anzuwenden.
Da bei Marie die Anfälle und Symptome immer gleich von 0 auf 100 kommen wäre das eventuell eine gute Alternative zum Vorbeugen.
Eventuell würde auch das Inhalieren nur mit Kochsalzlösung (zusätzlich zur runter gefahrenen Cortisongabe) Linderung verschaffen. Beim Sohn meiner Cousine hat das in der Tat geholfen.

Beitrag von nashivadespina 03.04.11 - 21:16 Uhr

Hallo Cori 0815

Zu deiner Frage wie Asthma diagnostiziert werden kann: Durch Lungenfunktionstests, Provokationen und der eigenen Anamnese. Am besten überlässt man dies einem Facharzt ..der horcht dann ab und so ;)

Auslöser von Asthma kann ein Lungeninfekt (Bronchitis, Lungenentzündung und sogar Erkältungen) sein oder aber diverse Allergene bei auftretender Unverträglichkeit oder Allergien.

Asthma kann auch über Nacht entstehen. Möglichkeiten siehe weiter unten.

Husten kann auch ein Symptom von Asthma sein. Hustet das Kind also nächtlich sehr stark kann kann es sein dass die Lungenflügel insoweit verengt sind dass das Kind so sehr husten muss weil es eben Atemnot bekommt. Starker husten in der Nacht tritt nicht nur bei Infekten; Pseudokrupp o.ä. auf ;)

Wenn die Mutter bereits Asthmatikerin ist hat das Kind bereits ein Asthmarisiko zu 50%
deshalb ist es auch hier in Erwägung zu ziehen dass das Kind Asthma vererbt haben könnte.
Du schreibst ja auch bereits dass bei dem Kind Asthma diagnostiziert wurde. Wieso zweifelst du das denn dann so sehr an obwohl du dich auch eigentlich gar nicht so mit dem Thema auskennst? Für mich klingts dann glaubwürdig und ich kenne mich mit Asthma schon sehr aus.

Wie sich die Atmung bei Asthma usw anhört..was es für Komplikationen geben kann usw. kannst du zb bei Wikipedia lesen..das würde jetzt den Rahmen sprengen dies hier auch noch zu erklären ;D

http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Search?ns0=1&search=asthma&fulltext=Suche

Kortison bekommt man übrigens nur nach Verordnung des Artzes; daraufhin wird dies schon richtig gewesen sein dass das Kind Kortison bekommen hat. Ist auch nicht grad ungefährlich bei solch einem von dir beschriebenem Husten und der wohl dazugehörigen Atemnot.


An Nana141080:

Wie kommst du denn auf die Idee dass Asthma nicht *über Nacht* entstehen kann? Nehmen wir mal an der Körper reagiert ganz spontan und neu auf Staubmilben (und Allergien entstehen zum Großteil ganz spontan und treten plötzlich auf) Klar kann es dann in diesem Fall (und ich könnte hier noch mehrere Auslöser nennen) zum allergischen oder teilallergischen Asthma kommen. Auch Asthma bronchiale kann sozusagen direkt nach einem Bronchialinfekt spontan entstehen.

Wenn das Kind nun Asthma hätte muss es auch nicht *einfach* behandelt werden. Es reicht meist nicht aus einfach nur ein Medikament zu geben um die Symptome zu unterdrücken.. vielmehr ist es wichtig den Auslöser zu finden und diesen herauszufinden bzw ggf. mehrere; diese dann unbedingt weitensgehend zu meiden und vor allem auch den Typ zu herauszufinden ..(also teilallergisches Asthma, allergisches Asthma oder Asthma bronchiale)

Du sagst dass ein Asthmatiker immer Salbutamol dabei haben sollte. Manche vertragen dieses garnicht und es gibt diesbzgl viele Alternativen. Das Medikament als auch die Dosierung muss auf den Patienten ganz individuell angepasst werden deshalb müssen auch Lungenfunktionstestung, Provokationstestungen und die eigene Anamnese durchgeführt werden. Wichtig ist auch zu schaun wie diverse Medikamente oder Vermeidung spezieller Allergene usw. anschlagen.

Richtig ist dass man sich bei Verdacht auf Asthma unbedingt an einen Lungenfacharzt wenden sollte der bestenfalls noch Allergologe dazu ist.

Falsch ist wieder dass man nicht ein Jahr lang Kortisonspray inhalieren muss um auf die Kortisonmenge eines Zäpfchens zu kommen..denn schließlich kommt es darauf an wie viel Kortison man inhalieren muss- es gibt da auch verschiedene Mengen in diversen Sprays!

Weiterhin war hier ja nicht die rede davon dass das Kind bei einem einfachen husten Kortison bekommen hatte.

Beitrag von cori0815 04.04.11 - 11:12 Uhr

hi nashiva und danke für deine ausführliche und sehr gut nachvollziehbare Antwort.

Ich zweifel das mit der "richtigen Diagnose" eben deshalb im Moment noch an, weil es ja im Moment noch über die Überprüfung geht, ob es Asthma ist und weil es auch kein Lungenfacharzt untersucht, sondern der Kinderarzt des Jungen. Ich finde keinen Hinweis darauf, ob das ein Lungenfacharzt ist oder nicht. Aber wenn es einer wäre, würde sicher speziell darauf hingewiesen werden, oder?

Und WARUM ich das anzweifel, ist auch ganz einfach: Weil die Mutter so in ihrem Asthma aufgeht und es glaub ich ganz nett fände, wenn sie das auf ihren Sohn projezieren könnte. Darum habe ich sogar beinahe das Gefühl, sie redet es ihm ein. Aber das könnte doch nicht so weit führen, dass er davon nachts diese Hustenanfälle bekommt, oder?

Naja, ich würde es dem Jungen halt wünschen, dass es kein Asthma ist. Aber ich glaube, aus der Nummer kommt er (allemale mit der Mama) nur schwer wieder raus ;-)

Danke auch nochmal zu deiner Einschätzung zu Cortison usw.

LG
cori

Beitrag von nashivadespina 04.04.11 - 14:12 Uhr

Hi Cori,

gerne ;)

Aber jetzt habe ich etwas noch nicht so richtig verstanden..liegt nun bereits eine Diagnose Asthma vor und wird wegen des Asthmas weiteruntersucht (was das übliche Verfahren wäre-also welche Art von Asthma usw.) oder liegt noch keine Diagnose vor und es wird Asthma vermutet?

Wenn ein Arzt (sei es nun ein Allgemeinmediziner, Allergologe oder Lungenfacharzt) Asthma diagnostiziert hat würde ich auch noch eine zweite Meinung eines anderen (Fach-)Arztes einholen-einfach nur um sicher zu gehen dass es so ist; denn natürlich kommen auch schonmal Falschdiagnosen vor- und die Diagnose Asthma ist ja wie du schon meintest natürlich nicht grad wünschenswert (und Bedarf auch einiges an Fachwissen um damit richtig umgehen zu können)..und direktes blindes Vertrauen ist bei sowas natürlich auch nicht grade angebracht wie du dir ja bestimmt auch vorstellen kannst. Du kannst sie ja mal fragen ob sie das schon getan hat und ob das Kind auch für weitere Untersuchungen auf Asthma (Lungenfunktionsprüfungen, Allergietests usw.) zum Arzt geht...

Die These dass die Mutter es nett finden könnte dass Asthma auch auf ihren Sohn zu projezieren finde ich schon hart-das wünscht man sich doch nicht fürs Kind (im normalfall). Auch das der Sohn absichtlich Nachts hustet würde eine unnormale Situation darstellen -mir scheint es fast so als würdest du bei dem Sohn und der Mutter ein psychisches Problem vermuten. Kann natürlich sein, dass dies der Fall ist aber das kann ich ja von hier aus nicht beurteilen..









Beitrag von cori0815 04.04.11 - 19:20 Uhr

hi nashiva!
Ich möchte nicht, dass du mich falsch verstehst: ich will es natürlich nicht hoffen, dass die Mutter ihr Asthma auf ihren Sohn projeziert, aber sie nimmt es so freudestrahlend und selbstverständlich auf, dass ich dabei stutzig wurde.

Natürlich hustet das Kind sicher nicht absichtlich nachts (auf keinen Fall, dazu leidet er wohl viel zu sehr darunter - aber mehr, weil er nicht schlafen kann, nicht wg. Atemnot). Aber meine Kinder husten auch mal nachts und haben nicht gleich Asthma. Nicht jedes nächtliche Husten (auch nicht, wenn es mal über 2-3 Wochen ist - hatten wir alles schon), ist in meinen Augen ein Asthma.

Und wie du es ja auch bestätigst, ist es sicher sinnvoll, nach einer noch zu überprüfenden Diagnose-Vermutung (ich drücke es mal so aus) eine zweite Meinung eines Facharztes einzuholen. Es ist wohl so, dass der Arzt Asthma vermutet und nun nach einer 10-tägigen Cortison-Therapie schauen möchte, wie sich der Zustand gebessert hat. Keine Ahnung, ob das ein gängiges Verfahren ist.

Danke nochmal für deine wirklich informativen Antworten und deine nette Art, mir alles ausführlich zu erklären.

Lg
cori

Beitrag von nashivadespina 06.04.11 - 00:16 Uhr

Klar ist ein nächtlicher Husten nicht gleich Asthma. Doch ist es ja was anderes wenn es in der Nacht über eine längere Zeit zu einem schweren Husten kommt als wenn das Kind sich mal über 2 Wochen mit einem normalen bis etwas stärkerem Husten herumplagt. Eine Kortisontherapie kommt nicht nur bei (Vermutung von) Asthma in Frage sondern eben auch bei stark verengten Atemwegen/Atemnot, starkem oder bellendem Husten, starken Schleimhautschwellungen, Pseudokrupp uvm. deshalb ist für mich die verordnete Therapie des Arztes auch nicht wirklich abwägig (swondern eher in den Fällen eben ein gängiges Verfahren).
Es scheint ja so als würde der Arzt nunmal Asthma vermuten und auch das Kind wird darauf weiter untersucht. Das klingt für mich Vernünftig und ich befasse mich schon seit einigen Jahren mit diesem Thema. Deshalb kann man wie ich finde auch mal darauf ein bisschen Vertrauen dass das so seine Richtigkeit hat -unabhängig davon ob nun die Mutter in der Diagnose "aufgeht" oder nicht. Vielleicht ist sie ja einfach "froh" darüber dass sie weiß wo sie ansetzen muss/könnte und sie spürt dass der Arzt dem Kind hilft.

Dennoch würde ich wie gesagt auch bei solch einer Vermutung nicht voll und ganz einem Arzt vertrauen und eine zweite Meinung eines anderen Facharztes einholen (und die Mutter eben wie gesagt auch nochmal ggf. darauf ansprechen wenn dies noch nicht der Fall sein sollte).

LG
.



Beitrag von nana141080 05.04.11 - 13:07 Uhr

"Wie kommst du denn auf die Idee dass Asthma nicht *über Nacht* entstehen kann? Nehmen wir mal an der Körper reagiert ganz spontan und neu auf Staubmilben (und Allergien entstehen zum Großteil ganz spontan und treten plötzlich auf) Klar kann es dann in diesem Fall (und ich könnte hier noch mehrere Auslöser nennen) zum allergischen oder teilallergischen Asthma kommen. Auch Asthma bronchiale kann sozusagen direkt nach einem Bronchialinfekt spontan entstehen."

- Das ist keine IDEE von mir, es ist eine Tatsache das dem voraus immer schon eine Sensibilität vor liegt. WENN es für die Eltern spontan aussieht, IST es dies aber nicht.

"Wenn das Kind nun Asthma hätte muss es auch nicht *einfach* behandelt werden. Es reicht meist nicht aus einfach nur ein Medikament zu geben um die Symptome zu unterdrücken.. vielmehr ist es wichtig den Auslöser zu finden und diesen herauszufinden bzw ggf. mehrere; diese dann unbedingt weitensgehend zu meiden und vor allem auch den Typ zu herauszufinden ..(also teilallergisches Asthma, allergisches Asthma oder Asthma bronchiale)"

- Danke, das ist auch meine Meinung.


"Du sagst dass ein Asthmatiker immer Salbutamol dabei haben sollte. Manche vertragen dieses garnicht und es gibt diesbzgl viele Alternativen. Das Medikament als auch die Dosierung muss auf den Patienten ganz individuell angepasst werden deshalb müssen auch Lungenfunktionstestung, Provokationstestungen und die eigene Anamnese durchgeführt werden. Wichtig ist auch zu schaun wie diverse Medikamente oder Vermeidung spezieller Allergene usw. anschlagen."

- da hast du recht. Ich habe dies aber nicht ausführlichst aufgeführt da ich davon ausgehe das ein KIA das gängigste Mittel zu erst probiert. und das ist Salbutamol oder auch mit Atrovent.



Richtig ist dass man sich bei Verdacht auf Asthma unbedingt an einen Lungenfacharzt wenden sollte der bestenfalls noch Allergologe dazu ist.

"Falsch ist wieder dass man nicht ein Jahr lang Kortisonspray inhalieren muss um auf die Kortisonmenge eines Zäpfchens zu kommen..denn schließlich kommt es darauf an wie viel Kortison man inhalieren muss- es gibt da auch verschiedene Mengen in diversen Sprays!"

- das ist nicht falsch. Wir sind im Kinderforum. 1 HUB pro Tag (das ist ja die normale Dosis) und das ein Jahr lang, ist die Dosis, die Wirkung von einem Zäpfchen. Nicht umsonst schlägt das Zäpfchen sofort an und inhaliert dauert es ein paar Tage.

"Weiterhin war hier ja nicht die rede davon dass das Kind bei einem einfachen husten Kortison bekommen hatte. "

Doch, von der TE das Kind


Wieso meinst du, das du mich hier maßregeln kannst?

Beitrag von nashivadespina 05.04.11 - 23:56 Uhr

Eine Sensibilisierung auf ein Allergen kann genauso spontan/schnell entstehen. Je nach Schweregrad kann daraufhin auch ein sogenannte Sofort-Reaktion entstehen die sich dann zb mit Asthma äußert.
Es muss nicht immer nur spontan WIRKEN -es kann auch durchaus so sein. Auch nach einem Infekt (oder sogar wärenddessen) kann Asthma spontan entstehen.

Bzg der Kortisonmenge in Sprays: bei vielen Kindern reicht ein Hub nicht aus . Weiterhin verwenden wie gesagt nicht alle Kinder das gleiche Spray. Manche Sprays beinhalten viel mehr Kortison als die vielleicht für dich *normalen oder gängigen* Sprays. Es kommt eben auf den schweregrad des Asthmas an und du kannst von hier aus nunmal nicht erkennen ob Asthma bei dem Kind vorliegt und falls ja in welcher schwere. Es ist nunmal falsch einfach so pauschal zu behaupten dass das Kind wenn es ein Jahr inhalieren muss niemals auf die Menge eines Rectodelt(Notfallkortisonzäpfchens) kommen könnte.

Ob das Kind nur einen husten in der Nacht hatte kannst du doch garnicht beurteilen. Die rede war davon dass ein die Diagnose Asthma vermutet wird und einhergehender starker (!) husten. Daraufhin wurde Kortison vom Arzt verschrieben.

Ich maßregel dich nicht.







Beitrag von nana141080 06.04.11 - 13:52 Uhr

"Bzg der Kortisonmenge in Sprays: bei vielen Kindern reicht ein Hub nicht aus . Weiterhin verwenden wie gesagt nicht alle Kinder das gleiche Spray. Manche Sprays beinhalten viel mehr Kortison als die vielleicht für dich *normalen oder gängigen* Sprays. Es kommt eben auf den schweregrad des Asthmas an und du kannst von hier aus nunmal nicht erkennen ob Asthma bei dem Kind vorliegt und falls ja in welcher schwere. Es ist nunmal falsch einfach so pauschal zu behaupten dass das Kind wenn es ein Jahr inhalieren muss niemals auf die Menge eines Rectodelt(Notfallkortisonzäpfchens) kommen könnte."


Wenn ich von der NORMALEN Dosierung rede, dem DURCHSCHNITT, dann inhaliert man ein Jahr um auf die Dosis EINES Zäpfchens zu kommen!

Ich habe nicht NICHT geschrieben#augen

Also hör bitte auf JEDES Wort hier auf die Goldwaage zu legen und umzudrehen.

Ich muß hier auch GAR NICHTS beurteilen denn es ist ein FORUM!

Die Diskussion ist für mich beendet da es keinen Sinn macht dir zu erklären das die meisten Eltern die ersten Symptome nicht erkennen und somit meist überrumpelt sind von der Diagnose....

Beitrag von nashivadespina 06.04.11 - 18:08 Uhr

: D alles klar..