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Beitrag von gloeckchenschaf86 03.04.11 - 01:52 Uhr

Guten Abend odeer auch guten morgen ihr lieben,

eben hab ich beim stöbern durchs inet diesen Artikel gefunden und möchte ihn euch nicht vorenthalten!!!


http://primal-page.com/d-baby.htm


Lg

Beitrag von lilalaus2000 03.04.11 - 02:19 Uhr

Das ist ja krass!!

Entschuldige bitte, aber viel davon halte ich für absolut übertrieben.

Ich lasse meine Kleine nicht schreien, ich achte sehr darauf, dass sie glücklich einschläft und sich niemals in den Schlaf weinen muss, auch wenn ich heulen könnte weil ich keinen Schlaf abbekomme ;-) Aber was tut man nicht alles für die lieben Kleinen. Wieso ist das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" zugelassen und wieso gibt es so viele Widersprüche zu anderen Büchern??? Wie "Das liebevolle Einschlafbuch"

Alle diese Bücher wurden von hervorragenden Leuten geschrieben.... Akademiker und und und - und was soll man noch glauben? Mal soll man das Kind betuddeln bis zum "geht.nicht mehr" - mal soll man es schreien lassen..... (war früher so!) Und jetzt wieder betuddeln?!?!
Da wird man ja ganz verrückt. Wenn ich mal Oma werde, ist "schreien lassen" wieder "in" oder wie?!



Allerdings versuche ich sie auch zu erziehen, also ich will mir keinen kleinen Haustyrannen aufziehen, das ist nicht gut - da gibts ja auch sehr viele Bücher.

Ich glaube aber nicht daran, dass man ein höheres Selbstbewußtsein etc hat, wenn man lange gestillt wird (also bis 5 oder 6 Jahren)


Es ist für jede Mutter / jeden Vater nicht leicht und man macht 100% Fehler, JEDER macht mal einen großen oder kleinen Fehler. Die Kunst ist es, das Kind trotzdem individuell auf das Leben vorzubereiten, mit viel Liebe, aber auch der nötigen Strenge.


Natürlich wird es hier auch wieder Kritik hageln, aber das ist MEINE Meinung und ich akzeptiere andere auch :-)


#winke






Beitrag von monab1978 03.04.11 - 10:02 Uhr

"Entschuldige bitte, aber viel davon halte ich für absolut übertrieben."

Lies mal "Die deutsche Mutter". Das ist alles noch viel krasser. Da wird empfohlen das Kind möglichst weit weg zu legen in der Nacht, damit die Eltern das Schreien nicht hören müssen. Gestillt wird alle 4 STunden. Basta. Und nur nicht hochnehmen das Baby, sonst wird es verzogen...

"Wieso ist das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" zugelassen"

Weil es in Deutschland keine Zensur gibt und so ziemlich jeder ALLES schreiben und verlegen darf was nicht rechtswidrig ist. Wer soll es denn vom MArkt nehmen? Die Sei-Lieb-Zu-deinem-Baby-Polizei?

"Mal soll man das Kind betuddeln bis zum "geht.nicht mehr" - mal soll man es schreien lassen..... (war früher so!) Und jetzt wieder betuddeln?!?!"

Was zu essen geben ist irgendwie noch lange nicht betuddeln. Tragen auch nicht. Es geht hier um GRUNDBEDÜRFNISSE.

"Allerdings versuche ich sie auch zu erziehen, also ich will mir keinen kleinen Haustyrannen aufziehen, das ist nicht gut - da gibts ja auch sehr viele Bücher."

Kinder lernen hauptsächlich VON DIR. Sie machen dir alles nach. Dazu gehört auch deine Kooperationbeereitschaft, dein Ton mit ihr zu reden, deine Kompromissbereitschaft und der Versuch ihr entgegen zu kommen. Du musst also nicht den Chef raushängen lassen, du musst nur so sein, wie du dir wünscht dass sie eines Tages mit ihr umgehst. In den "Tyrannen Büchern" werden meist die Eltern zu Tyrannen, damit die Kinder es nicht werden. Das macht für mich echt keinen Sinn....

"Ich glaube aber nicht daran, dass man ein höheres Selbstbewußtsein etc hat, wenn man lange gestillt wird (also bis 5 oder 6 Jahren)" Ich glaube das eigentlich schon, denn wenn das so natürlich ist, dann bedeutet früheres Abstillen doch irgendwie dem Kind zu sagen "mit dir stimmt was nicht" obwohl das Kind genau spürt, dass es das noch braucht. Allerdigs finde ich das mittlerweile auch grenzwertig, einfach weil die Gesellschaft sich so verändert hat, und das Stillen so lange sicher negative Rückmeldungen auslösen würde - JAMMERSCHADE!

"Es ist für jede Mutter / jeden Vater nicht leicht und man macht 100% Fehler, JEDER macht mal einen großen oder kleinen Fehler. "

Es schadet aber nicht, die Fakten zu kennen. Wie viele hier wissen nicht, dass man heute nach Bedarf stillt, dass Schreien eben NICHT gut ist fürs Kind, dass durchschlafen/ ruhig schlafen kein erstrebenswerter Zustand ist für ein Baby, dass Trotzen wichtig ist und man dafür nicht strafen soll, dass dauerndes Stillen eben nicht bedeutet, dass wenig Milch da ist etc. etc....Da kanns nicht schaden, immer wieder aufzuklären.

LG
Mona



Beitrag von elfine 03.04.11 - 08:32 Uhr

Guten Morgen!

Danke, dass Du uns auf diesen interessanten Artikel aufmerksam machst. Ich finde die Mutter schon merkwürdig sich so akribisch an die Vorschläge des Arztes zu halten. War das damals so? #kratz#zitter
Kann man seine eignen Muttergefühle wirklich so verdrängen?
Als ich den Artikel gelesen habe ist mir richtig schlecht geworden.

Lg
Elfine

Beitrag von dominiksmami 03.04.11 - 10:58 Uhr

Huhu,

ja das war damals wohl sehr verbreitet.

Meine Schwiegermutter z.B. hat meinen Mann nur einmal in der Woche im Krankenhaus besucht als er darin lag...weil das eben so war, haben die Ärzte gesagt.

Die Folge?
Mein Mann ( damals 4 und hatte kurz zuvor seinen Vater verloren der im Krankenhaus gestorben war) hatte schiere Panik und weil das ja lästig war haben sie ihn ruhig gespritzt.

Heute ist er 48 und hat immer noch wahnsinnige Angst vor Spritzen jeder Art.

lg

Andrea

Beitrag von elfine 03.04.11 - 12:33 Uhr

Hallo,

dazu fällt mir meine Oma ein. Sie ist 93 und hat mich als unser Spatz gut 2 Monate alt war gefragt, ob ich ihn schon aufnehmen würde. (Sie meint damit auf den Arm nehmen)

"Hä? Natürlich" meinte ich.

Lg
Elfine

Beitrag von dominiksmami 03.04.11 - 12:38 Uhr

*nick* zu ihrer Zeit lagen die Kinder ja praktisch nur.

Beitrag von monab1978 03.04.11 - 10:17 Uhr

Hi!

Gerade zu diesem Thema forsche ich grade! Total interesant sind besonders 2 Dinge, die ich schon erarbeiten konnte:

1. In wirtschaftlich schwierigen Phasen eines Landes wird eher zum "abhärtenden" geraten (schreien lassen, nicht hochnehmen etc....), besonders stark wenn Krieg herrscht!

Ganz extrem natürlich bei Hitler. Durch diese extrem lebensverachtenden Umgangsweisen mit den eigenen Kindern konnte keine Mutter-Kind Bindung entstehen...und das ist wichtig, wenn man den Sohn mit 16 an die Front schicken muss. Und auch für den Sohn, den Leute umbringen ist viel leichter, wenn man selber keine tiefen Beziehungen hat, denn dann hat man auch weniger Empathie und Mitleid.

2. Wie die Medizin die Initiative ergreift und plötzlich total kontroverse DInge als "medizinische Fakten" aufführt um diese ideologischen Richtungen zu unterstützen. Zum Beispiel der Satz "Ein Baby braucht ab 6 Monate keine Milch mehr nachts" oder "Vollstillen über 5 oder 6 Monate hinaus führt zu Eisenmangel" oder "Schreien lassen stärkt die Lungen" oder oder oder

Was auch immer davon wahr ist, wen interessiert das? Ein Baby überlebt vielleicht, wenn es nachts keine Milch mehr bekommt, aber was soll uns das sagen? EIn Baby könnte sicher auch physisch unbeschadet auf dem Boden schlafen, aber alle haben ein babybett - ist eben schöner.

Und wenn der Eisenmangel droht, warum bestimmt man dann nicht eher den Eisenwert, als sofort abzustillen/ zuzufüttern?

Und zu "Schreien lassen stärkt die Lungen" fällt mir ein "Wenn ein Mensch das Augenlicht verliert, verbessert sich das Gehört radikal" Trotzdem käme nie jemand auf die Idee, dem Kind die Augen auszustechen deswegen...

Ach. ich könnte dazu noch ewig schreiben....

Mona

Beitrag von ulmerspatz37 03.04.11 - 18:14 Uhr

Wirklich ein interessanter Artikel!

Das Kind bekommt also keinen psychischen Schaden, wenn man es "kontrolliert schreien" läßt ...ah ja sehr interessant.
#klatsch