Ich kann nicht mehr...wie schafft ihr das???

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von schlaubi83 03.04.11 - 08:15 Uhr


Hallo,

meine Tochter ist 10 Monate alt und wird noch Abends und Morgens gestillt und seit ca. vier Monaten auch um die 8x Nachts....Sie schläft Abends (auf alle Fälle gut satt) alleine ohne weinen in ihrem Bett, welches neben unserem steht, ein. Dann wird sie allerdings so um 22:00 Uhr rum zum ersten Mal wieder wach. Da sie keinen Schnuller nimmt und Sauger allgemein doof findet, schläft sie am schnellsten durch stillen wieder ein. Nur wird sie dann die NAcht über,ich schätze mal alle 1 1/2-2 Stunden wieder wach, ich gucke schon gar nicht mehr auf die Uhr. Bis vor kurzem habe ich sie bei uns im Bett schlafen lassen, aber wir haben sie nur noch mehr gestört und sie hat mit unseren Haaren gespielt, anstatt zu schlafen oder ist durch jede unserer Bewegungen wach geworden. Also lege ich sie neben mich in ihr Bett, wo sie auch halbwach wieder alleine einschläft. Dann allerdings eben bald wieder wach wird...Ich brauche jedes MAl wieder etwas bis ich einschlafe und bin mitlerweile echt fertig, so fertig, dass ich schon richtig aggressiv werde und auch überhaupt keine Lust auf stillen mehr habe.
Ich würde es schade finden, überlege jetzt aber sie in ihr eigenes Zimmer umziehen zu lassen und konsequent Nachts abzustillen und nur meinen Mann die ersten Nächte rüber gehen zu lassen. Hat damit jemand Erfahrung von Euch?
So kann es nicht weiter gehen, ich habe schon ein schlechtes Gewissen meinem großen Sohn (3) gegenüber, dass ich nur noch wie ein Zombie rumlaufe. Hatten wir den beim Großen nur Glück, dass er mit neun MOnaten durchgeschlafen hat und wir nie Theater Nachts hatten?
Ich kenne die posting, dass stillen NAchts doch schön ist und sie das brauchen und fand das ja auch immer so, aber ich kann nicht mehr und entwickle schon Aggressionen gegen meine Brust.... Deshalb meine Frage, bin ich nur empfindlich, oder seit ihr nicht scheintot?

Ein müde dankeschön fürs jammern lassen,

Julia

Beitrag von roze 03.04.11 - 09:14 Uhr

Guten Morgen!

Ich weiß 100% wie Du Dich fühlst. Bei uns geht das seit 7 Monaten so. Egal was wir ausprobieren, es wird einfach nicht besser.
Auch das Buch, dass hier immer wieder empfohlen wird " Schlafen statt Schreien" hat uns leider nix gebracht.
Zum Glück bin ich tagsüber nicht sooooo müde, mein Problem ist, dass ich so langsam meinen Verstand verliere. :-( Ständig rede ich wirres Zeug und vergesse alles. Ich habe sogar den Geburtstag meiner Schwester vergesse. Es ist der Wahnsinn was der Schlafentzug mit einem machen kann. :-(
Tagsüber kann ich auch nicht schlafen, weil ich 1. noch eine 3jährige Tochter habe und 2. ich meinen Sohn auch nicht wirklich zum längeren schlafen bewegen kann. Bin schon froh, wenn er mal 1/2 Stunde schläft.

Ich wünsche Dir noch alles Gute.

LG

Beitrag von boochan 03.04.11 - 09:49 Uhr

Hi Julia,

probiers aus ihn ins andere Zimmer ins Bett zu bringen!
Bei uns war es bis gestern genauso! jede 2 oder 1 1/2 Stunden wach und ich durfte stillen! Er liegt auch in seinem Bett genau neben meinem! Bei mir im grossen war es noch schlimmer und er fand alles lustig und war dann für 2 Stunden einfach so war :-(

Zuerst hab ich meinen Mann ausquartiert!! :-) Dann bin ich wenigstens sofort wieder eingeschlafen ohne dem Schnarchen! Und gestern hab ich mich einfach probehalber zu ihm gelegt und hab meinen Sohn im unserem Schlafzimmer allein schlafen lassen!

Er kam ganze 2 mal nur! (1uhr und 5:30) Bin mal jetzt echt ausgeruht! Bin noch nicht sicher, ob das jetzt eine Ausnahme war und ob ich das tatsächlich jede Nacht machen werde! Aber bevor ich nachts so aggressiv werde und das Kissen schlage und anfange zu heule, weil ich nicht schlafen kann, werde ich es wieder machen! Nur um die Batterie wieder bisschen aufzuladen ;-) Weil meiner ist noch bisschen zu klein, wie ich finde, um allein zu schlafen!

Aber du musst es selber für dich ausprobieren, wie es für euch am Besten funktioniert!
Wünsche dir viel Glück und eine hoffentlich bald erholsamere Nacht!!

Boochan mit Babyboo

Beitrag von hascherl84 03.04.11 - 11:40 Uhr

Hey,

darf ich fragen wie ihr alle das von Anfang an gemacht hab??
Vielleicht ist es einfach gewohnheit geworden für die kleinen die Mama immer in der Nähe hatten da ihr von Anfang an im Bett gestillt habt.

Denn wir haben keinerlei dieser Probleme.
Ich habe Laura 6Monate lang gestillt. 3Monate ausschließlich nur noch von der rechten Brust voll gestillt weil die linke plötzlich nichts mehr hergab(hatte kein Milchspendereflex). Ich stand aber nachts auch immer auch zum stillen da wir im Wohnzimmer immer unsre Stillruhe hatten. Das ging 4Monate so.
Plötzlich wollte sie nachts nichts mehr und seitdem schläft sie gut. schön langsam habe ich mit dem stillen aufgehört weil es meiner Brust nicht mehr gut tat.

Wir haben Laura auch mit anfang 6Monaten ans eigene Bett im eigenen Zimmer gewöhnt sie schläft echt super.mittlerweile schläft sie auch allein ein. zwischen 20.00/21.00 schläft sie und um 7.00 steht sie wieder auf :-)

ich wünsche euch trotzdem durchhaltevermögen.

lg Melanie+Laura bald 7Monate#verliebt



Beitrag von muehlie 03.04.11 - 13:56 Uhr

"Vielleicht ist es einfach gewohnheit geworden für die kleinen die Mama immer in der Nähe hatten da ihr von Anfang an im Bett gestillt habt."

Nein, ist es nicht wirklich. :-) Ich habe meinen Sohn zwar von Anfang an in unserem Schlafzimmer, aber nicht in oder direkt an unserem Bett schlafen lassen. Er drehte mit ca. 7 oder 8 Monaten so richtig auf (wie recht viele Kinder), wachte zigmal nachts wieder auf und ließ sich nur durch Stillen wieder zum Einschlafen bringen. Ich habe erst mit ca. 6 Monaten überhaupt angefangen, ihn nachts nach dem ersten Aufwachen zu mir ins Bett zu holen, weil ich das ständige Aufstehen leid war.
Meine Tochter habe ich dagegen von Anfang an direkt neben mir im Beistellbett schlafen lassen. Bei ihr waren die Phasen anstrengender Nächte immer nur sehr kurz, meistens zog sich das nur über wenige Tage. Wobei sie vor allem in der Zeit unruhig schlief, in der sie bereits alleine in ihrem Bett lag, während wir noch im Wohnzimmer saßen. Sobald ich in ihrer Nähe war, schlief sie auch viel besser. Sie schläft auch seit Langem schon die meisten Nächte durch und liegt dabei immer noch neben mir in ihrem angedockten Bett mit offener Gitterseite. Ihr Bruder war in dem Alter noch weit davon entfernt.

Davon abgesehen, gibt es hier zahlreiche Berichte von Müttern, deren Kinder auch von Anfang alleine ein-/geschlafen sind/haben und plötzlich (wieder) anfangen, die Nähe der Mutter einzufordern.
Es gibt also KEIN Patentrezept dafür, was man machen oder nicht machen sollte, damit einem schlaflose Nächte erspart bleiben. :-)

Beitrag von schwilis1 03.04.11 - 14:05 Uhr

"Es gibt also KEIN Patentrezept dafür, was man machen oder nicht machen sollte, damit einem schlaflose Nächte erspart bleiben."

oh wie war... da hilft noch nicht keine kinder zu bekommen :)

akzeptanz hilft immer finde ich. wenn man das Verhalten akzeptiert kommt auf einmal ne andere Phase und es ist ok.

Beitrag von alibys 03.04.11 - 11:53 Uhr

Hallo, mein Kleiner ist auch 10 Monate alt, wird noch gestillt, schläft im FB und hat seit seiner Geburt bis vor 4 Wochen keine Nacht durchgeschlafen. Es gab Phasen, da wollte er alle 1,5 h an die Brust - wenns gut lief kam er um 23, 2 und um 5 Uhr...

Ich habe ihn dann vor 4 Wochen ins Kinderzimmer ausquartiert. Seit dem hat er schon mehrfach durchgeschlafen!!!
Er geht um 19:30 Uhr ins Bett, wacht dann irgendwann nachts auf (mal schon um 23, mal um 2 und immer öfter :-D erst um 5 Uhr - dann zieht er wieder ins FB um...und wird gestillt.
Diese Woche habe ich damit angefangen, ihn nur noch um 23 Uhr (wenn er wach wird) und morgens zu stillen. Für alle weiteren Aufwach-Gelegenheiten, habe ich eine Flasche Fencheltee am Bett stehen.

Es klappt nicht immer, aber immer öfter...Es war für mich unglaublich, als ich das erste Mal auf die Uhr sah, und da eine 5 stand...
Vergesslich, unkonzentriert und leicht reizbar bin ich aber immer noch.:-(#kratz

#liebdrueck

Beitrag von schwilis1 03.04.11 - 12:24 Uhr

momentan ist bei uns auch der wurmd rinne. zwerg ist 18 monate alt und war schon immer ein tewas... naja... komischer schläfer (aber ich hab auch nie gut geschlafen)

ich glaube er muss auch alleine schlafen... aber das würde heién ich müsste auf der unbequemen couch schlafen... aua

Beitrag von sternentochter 03.04.11 - 13:29 Uhr

Liebe Julia,
das tut mir richtig leid, wenn ich das so lese. Es scheint sich nicht nur um eine kurze Phase zu handeln... Unser Kleiner ist jetzt 6 Monate alt und ich habe ihn mit 3 Monaten schon in seinem Zimmer schlafen lassen. Seither schläft er besser als je zuvor. Ich glaube, es kann manchmal (bestimmt nicht immer) besser sein, nicht im gleichen Zimmer zu schlafen. Wieviel trinkt er denn dann nachts. Wenn er kaum etwas trinkt, dann braucht er Deine Brust eigentlich ja nicht, sondern hat sich einfach dran gewöhnt. Ehrlich gesagt scheue ich vor Ratschlägen, weil man ja nicht "drinsteckt". Aber aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Last den Kleinen in seinem eigenen Zimmer schlafen. Versuch das in den Schlaf-Stillen nachts und auch tagsüber sofort abzustellen, auch wenn die ersten Tage bestimmt noch schlimmer sein können. Nur sonst kommst Du da ja gar nicht mehr aus der Nummer. Kann Dich Dein Mann nicht ein paar Nächte hintereinander (z.B. WE) "vertreten"? Da ist der Kleinen schnell klar, dass es keine Muttermilch gibt. Und übrigens, denjenigen die sagen, dass ihre Kleinen stets nachts schon "kurz nach der Geburt" durchgeschlafen hätten, kann ich nicht so ganz glauben. Lass Dich da ja nicht verrückt machen. Unser Spatz schläft zwar meist sehr gut nachts, aber hat auch mal so seine schlechteren Phasen. Ich hoffe, dass Du diese Antwort nicht als "Klugscheisserei" empfindest. Wie gesagt, ich erlebe ja Euren Alltag nicht und kann mir da wirklich nichts anmaßen. Ich wünsche Dir und den Deinen viel Kraft und Geduld #winke

Beitrag von muehlie 03.04.11 - 14:07 Uhr

"Deshalb meine Frage, bin ich nur empfindlich, oder seit ihr nicht scheintot?"

Ich glaube, du bist nur empfindlich. ;-)
Nein, im Ernst, ich habe/hatte nie damit Probleme, nach einer kurzen Unterbrechung, in der ich mein Kind andocke, sofort und noch während des Stillens weiterzuschlafen. Sonst hätte ich wohl die Zeit zwischen dem 8. Monat und dem ersten Geburtstag meines Sohnes auch nicht überlebt.
Schläft deine Tochter richtig getrennt von dir, oder grenzt ihr Bett mit offener Gitterseite an deines?

Wenn du das mit dem eigenen Zimmer ausprobieren willst und dein Mann ganz sicher mitmacht, dann probiere es aus. Nachbarn von uns haben das mit ihrem kleinen Sohn durch. Letztendlich hat es geklappt, aber es bedeutete auch, dass sich der Papa nachts über mehrere Stunden um den Kleinen kümmern musste. Wenn dein Mann dazu bereit ist, dann macht es.

Beitrag von allessoneu 03.04.11 - 17:47 Uhr

Ich verstehe dich sehr gut.
Ich bin schon nach drei Monaten völlig fertig, weil ich nachts so oft stillen muss, und werde jetzt erstmal nachts/abends auf Flasche umsteigen, in der Hoffnung, mehr Schlaf zu bekommen, und auch, weil wir viel Ärger mit Stillen haben/hatten.
Ich finde es zwar mehr als schade, aber ich bin mir auch wichtig und ich weiß, dass meine Kleine sehr gerne die Falsche nimmt und dort ganz problemlos trinkt, während sie an der Brust oft extrem unzufrieden ist und schreit. Mich macht das gerade unter dem Schlafmangel völlig fertig.

Der Wunsch und der Druck, zu stillen ist heutzutage sehr groß. Wenn man es gelassener sieht, macht man es sich selbst nicht so schwer. Aber das ist nicht einfach, jedenfalls nicht für mich.

Und ich frage mich natürlich auch, was ich falsch mache, dass mein Kind nachts so oft trinken will. Lege ich sie zu früh an? Müsste ich warten bis sie schreit? Etc.
Du hast hier also eine Leidensgenossin, die allerdings schon viel früher an ihre Grenzen gestoßen ist. Du bist tapfer!

Beitrag von hoffnung2010 03.04.11 - 21:43 Uhr

hi julia,
ich reich dir mal die hand...meine kleine is 10 monate alt - und bei uns siehts haargenau so aus #augen

ich will einfach bis zum 1. geburtstag mit stillen durchhalten..... aber meine nerven sind auch am ende, ich bin total schnell gereizt und irgendwie genervt..... :-(

aber in 10 monaten viell. 6-7 mal durchgeschlafen zu haben.... und sonst IMMER am stillen sein (ok, bis vor 2 monaten ca. kam sie nur 2 x nachts -das war ein traum ;-)) bzw. gar nich mehr durchzuschlafen....das macht mich auch fertig...

ne hilfe bin ich dir leider nich, aber bist auch nich alleine #liebdrueck

lg hoffnung

Beitrag von pirelli77 03.04.11 - 21:56 Uhr

Hi Julia,
so wie bei euch war es bei uns genauso. Ich habe meinen Kleinen auch mit 10,5 Monaten abgestillt, weil ich erstens auch nicht mehr konnte und zweitens meine Brustwarzen zu der Zeit total entzündet waren. Wir haben es so gemacht, das mein Mann sich Nachts zu dem Kleinen gelegt hat und ich im Gästezimmer geschlafen hab, er wollte bis dato auch überhaupt keine Flasche trinken. Es war schon hart und er hat auch oft Nachts geweint, aber nach knapp 14 Tagen war das Thema durch, er hat dann auch aus der Flasche getrunken und schläft seitdem viel besser, hat nur noch eine Flasche morgens gegen 4 Uhr gefordert und seit kurzem schläft er auch manchmal durch. Er schläft auch noch im Familienbett.
Bei uns hat das mit dem abstillen ganz gut geklappt und ich bin froh das ich es durchgezogen hab. Das wichtigste ist glaube ich, das du zu dieser Entscheidung stehst und auch konsequent bleibst und deinem Kind Trost gibst, denn irgendwo ist es ja auch ein Verlust für sie.
Viel Glück !