wer kennt sich aus mit der Lohnsteuer? (Kiwu-Rechnungen)

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen Frauen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen und Unterstützung finden. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen.

Beitrag von kruemel8412 03.04.11 - 11:31 Uhr

Hallo,

Ich sitze gerade über meine Lohnsteuer und frage mich wo ich die Rechnungen der Kinderwunschklinik angeben soll.
Und dann habe ich noch mitbekommen das man die Fahrten zur Klinik auch mit angeben kann wo trage ich diese ein? Stimmt es pro Kilometer 0,30 Cent. Und muss ich irgend welche Nachweise mit angeben?

Wäre echt lieb von euch wenn mir jemand helfen könnte.

Danke und einen schönen warmen Sonntag.

Beitrag von shiningstar 03.04.11 - 11:56 Uhr

Du kannst die Kiwu-Kosten als außergewöhnliche Belastung angeben.

Zu den Fahrtkosten, ich habe bei Excel eine Tabelle gemacht, wo ich alle Fahrten aufgeschrieben und die km-Kosten gleich zusammen addiert habe. Als Nachweis dienen ja z.B. die Rechnungen der Apotheke für die Medis, die Rechnungen der Praxis usw. Da steht ja auch überall ein Datum drauf.
Zu den Kosten kannst Du übrigens auch die 10 € Praxisgebühr usw. angeben...

Beitrag von drallerhase 03.04.11 - 13:56 Uhr

hallo das ist hier erst neulich gepostet worden ,hoffe es hilft fir weiter lg gabi...


Aufwendungen einer künstlichen Befruchtung in der Steuererklärung (1)
von carochrist - 30.03.11 - 11:21h
Hallo ihr Lieben

Ich gehöre nicht in dieses Forum, aber ich habe heute auf Arbeit einen Artikel gelesen (ich bin Steuerfachangestellte) den vielleicht manche von euch zwangsläufig interessieren könnte. Sollte dieses Thema schon mal aufgetaucht sein, dann verzeiht mir bitte dass ich euch damit nerve. Ich meine es nur gut und möchte euch nur eine Info weitergeben. Wenn ihr diese nicht wollt, dann lest einfach nicht weiter

Es geht hierbei um die Kosten die einem Paar aufgrund einer künstlichen Befruchtung entstehen und wie diese in der Steuererklärung geltend gemacht werden können.

Bisher gab es folgende Regelung:

1. Aufwendungen für die künstliche Befruchtung, die Aufgrund einer Empfängnisunfähigkeit der Ehefrau entstehen, können grundsätzlich als außergewöhnliche Belastungen anerkannt werden. Dies gilt auch für unverheiratete Paare, die in einer festen Lebenspartnerschaft leben.

2. Aufwendungen die aufgrund einer Zeugungsunfähigkeit des Ehemannes entstehen, konnten bisher nicht anerkannt werden, wenn die Frau mit Samen durch einen Dritten (heterologe künstliche Befruchtung) befruchtet wird.

Der Bundesfinanzhof hat nun neu entschieden, dass auch Aufwendungen im Zusammenhang mit der heterologen Befruchtung als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen sind. Nach Auffassung des Finanzhofes stellt die Kinderlosigkeit zwar keine Krankheit dar (was der Grundcharakter der außergewöhnlichen Belastung ist), aber sie ist die unmittelbare Folge der Erkrankung des Ehemannes. Offengelassen hat der Bundesfinanzhof allerdings, ob diese Regelung auch für unverheiratete Paare gilt.

Vielleicht konnte ich euch ja etwas weiterhelfen, schließlich stehen wieder die neuen Steuererklärungen an und ich glaube, das ihr genug Sorgen habt und euch nicht noch mit dem ganzen Papierkram auseinander setzen wollt.

LG Caro