Bekommen euere Männer im Haushalt auch so wenig gebacken?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von nervtötend 03.04.11 - 13:52 Uhr

Hallo,

eigentlich war bei meinem Mann und mir geplant, dass wir uns alles teilen, 50:50 Erziehung, 50:50 Arbeit, 50:50 Hausarbeit. Vier Kinder später sieht die Realität so aus:

- Erziehung: Irgendwie hat sich herausgestellt, dass mein Mann weitaus
weniger Ideen und Durchsetzungskraft hat als ich. #schwitz

- Arbeit: Ich habe etwas Karriere gemacht und konnte daher keine Teilzeitstelle bekommen. Er hat auf 15 Stunden reduziert ....

- Haushalt: Manchmal frage ich mich, was er jeden Morgen so macht. Er ist so uneffektiv, es ist echt schlimm. Wenn ich Glück habe, wäscht er morgens eine Maschine wäsche und hängt sie auf. Der Rest (Planung und Durchführung von Kindergeburtstagen, Hausaufgabenkoordination, Putzen, Kochen, etc.) alles hängt an mir.

Das Schlimme ist, dass er nicht faul ist, er bekommt es einfach nicht besser hin. Bei meiner Freundin ist es auch so. Geht es euch auch so?

Beitrag von dore1977 03.04.11 - 14:03 Uhr

Hallo,

ich kenne mehrere Familien in dem der "Hausmann regiert" aber in der Praxis ist das ganze wie von Dir beschrieben wenig erfolgreich zumindest für die arbeitende Frau.
Bei allen gibt sich der Mann mühe und bekommt, sorry, es einfach nicht richtig gebacken.

LG dore

Beitrag von nervtötend 04.04.11 - 14:58 Uhr

Ich kenne das auch. Irgendwie war es eine total mistige Idee, aber jetzt ist es zu spät!

Beitrag von kennichauch 03.04.11 - 14:05 Uhr

viele bemitleiden mich, aber ich bin stark geworden.

mein mann hat sich seit guten 2 Jahren um 180° gewendet.

ständig unterwegs, unternimmt mit den kindern sehr wenig bis nichts (meist sind es vorführeffekte wenn bekannte/verwandte da sind) und im haushalt schafft er höhstens morgens das fenster aufzureißen und sein kaffee zu kochen.

früher hab ich gedacht, sooo ein mann kommt mir nicht ins haus.

jetzt ist es realität - ich hab feststellen müssen, dass 99% des charakters die ehe prägt. stolzheit = faulheit; hochmut = ende der beziehung.

ich lebe für meine kids und versuche nichts anmerken zu lassen.

von partnerschaft ist nicht zu sprechen.

traurig.

Beitrag von nervtötend 04.04.11 - 20:37 Uhr

Hi & du Arme,

das ist echt schlimmer als bei mir! Allerdings hat sich mein Mann seit der Eheschließung auch sehr negativ verändert.

Mir stinkt es auch, aber ich werde mich nicht trennen. Behält er die Kinder, versinkt alles im Chaos (auch die Schule), das will ich den Kids nicht antun. Und ich schaffe es nicht, Vollzeit zu arbeiten und mich adäquat um vier Kinder zu kümmern.

Beitrag von wäscheleine 03.04.11 - 14:21 Uhr

Das Schlimme ist, dass er nicht faul ist, er bekommt es einfach nicht besser hin. Bei meiner Freundin ist es auch so. Geht es euch auch so?





nun, das mag sicher auch daran liegen, das frauen normal für den haushalt und der kindererziehung "geschaffen" sind. die rollenvertreilung war ja schon immer so, seitdem es die menschen gibt.
männer sind für die ernährung zuständig und die frauen für den haushalt/kinder.
manchen männern liegt die haushaltsgeschichte trotzdem, anderen halt weniger und das finde ich jetzt nicht soo schlimm.
ich finde jetzt nicht unbedingt das man großartig verlangen kann, dass der mann richtig putzen, wäsche waschen und kochen muß.
meiner hilft auch bei kleinigkeiten (müll wegbringen, saugen usw.), aber ich donnere jetzt nicht darauf, dass er den ganzen haushalt schmeißen soll.

Beitrag von oberhuhnprillan 03.04.11 - 20:09 Uhr

Meinst du das liegt am Y-Chromosom? #rofl

Nein, ernsthaft, was du schreibst ist Blödsinn. Alle im Haushalt zu erledigenden Arbeit (mit leichter Einschränkung vielleicht Kochen) sind erlernbar. Man muss sie einfach nur durchführen. Wenn ich keinen Bock auf Haushalt habe, kriege ich auch nix auf Reihe ...

Und wenn einer 15 und einer 40 Stunden erwerbstätig ist, sollte klar sein, wer den Großteil des Haushalts schmeißt.

Beitrag von wäscheleine 04.04.11 - 07:59 Uhr

ach, war ja nur theoretisch gemeint.
muß ja einen grund haben (y-chromosom;-)), warum die rollenverteilung schon immer so war.

das stimmt schon, wer am wenigsten arbeitet, sollte auch das meiste machen.

vielleicht ist mir die sonne auch nur zu kopf gestiegen #sonne #rofl

Beitrag von ayshe 04.04.11 - 11:00 Uhr

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nun, das mag sicher auch daran liegen, das frauen normal für den haushalt und der kindererziehung "geschaffen" sind. die rollenvertreilung war ja schon immer so, seitdem es die menschen gibt.
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Nein, das glaube ich nicht, auch wenn es in der Steinzeit vllt mal so war und das evtl. auch mit Recht, weil man für die Jagd doch ganz gut Kraft braucht usw.


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ich finde jetzt nicht unbedingt das man großartig verlangen kann, dass der mann richtig putzen, wäsche waschen und kochen muß.
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Das sehe ich völlig anders.
Ich bin alleinverdienend. Mein Mann arbeitet zwar auch so einiges, was unsere eigenen Sachen angeht und hat nicht den ganzen Tag Zeit für den Haushalt, aber warum zum Teufel, soll ein Mann denn nicht richtig putzen und den Rest?

Ich koche zb so gut wie nie, ich habe auch keine Lust dazu, wenn ich wollte, würde ich sicher auch so einige hinbekommen, aber wozu, wenn der Mann es ja kann und macht?


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aber ich donnere jetzt nicht darauf, dass er den ganzen haushalt schmeißen soll.
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Wenn man aber 40 Stunden die Woche arbeitet und der Mann nicht, ist man schön blöd, wenn man sich den ganzen Haushalt auch noch ans Bein bindet.

Beitrag von mansojo 03.04.11 - 15:34 Uhr

wahrscheinlich habt ihr beide nur andere prioritäten?


vergisst er die anderen sachen?

ich denke er verläßt sich drauf das du sie irgenwann eben erledigst



wie wäre es mit einem wochenplan?
ich bin auch so ein chaot
was ich vorne hinbiege reiß ich hinten wieder ein

ein plan hilft da ganz gut
oder ne to do liste

setzt euch abends hin
besprecht was erledigt werden muss(auch so alltägliche dinge wie klo putzen)

irgendwann ist das drin in der routine
lg manja

Beitrag von nervtötend 04.04.11 - 20:42 Uhr

Hi,

ich glaube einfach, dass er sich darauf verlässt. Ich habe ihm Dinge auch schon aufgeschrieben - sie werden trotzdem nicht erledigt "das hab ich jetzt echt vergessen" - oder ich muss so oft fragen, dass ich es am Ende dann doch selbst mache.

Beitrag von xxtanja18xx 03.04.11 - 17:43 Uhr

Wir arbeiten beide Voll...Er allerdings von morgen bis abends ich arbeite von 5.30-14-15Uhr...Er übernimmt 40% im Haushalt...Das meiste macht er am We, da arbeite ich auch. Er macht Wäsche,Saugt,Putzt Kocht...Kümmert sich um die Kinder.

Unter der Woche bringt er den Müll raus,Holt mir mal die Wäsche hoch, kocht er auch mal. Er macht jeden abend die Küche, bringt die Kinder mit ins Bett....

Ich habe den tollsten Mann der Welt.#verliebt

Beitrag von jerrymietz 03.04.11 - 18:48 Uhr

Wenn "er es nicht besser kann", dann solltest du es ihm zeigen. Am Angang unserer Beziehung sah es ähnlich aus und jetzt läuft es schon länger perfekt. Mein Mann weiß aber auch, daß ich ihm richtig Feuer unterm Hintern mache , wenn er sich nicht genauso im Haushalt einbringen würde, wie ich!
Da er das Anfangs ein paar mal "erleben musste"(meinen Ärger) ist er weiser geworden!:-)

Beitrag von witch71 03.04.11 - 18:53 Uhr

Deine Aussagen implizieren, dass Dein Mann nicht fähig ist, normale Haushaltstätigkeiten zu erledigen.
Entschuldige bitte, dass ich das so sage, aber das müsste bedeuten, dass er geistig oder handwerklich ein Trottel wäre. Ich bin sicher selbst auch keine Haushaltsfee, kann Dir aber bestätigen, dass man lernen kann, was man nicht weiss.

Sag ihm oder schreib ihm auf, was er tun soll. Putzen kann doch wirklich jeder Mensch, wenn er ungerne oder schlecht kocht, sehe ich das ja noch ein. Auch organisatorische Dinge sind nicht jedermanns (haha!) Sache. Bleibt aber noch genug übrig:
Betten machen und Lüften, staubsaugen, Staub wischen, Geschirr spülen, aufräumen.

Es gibt sogar ein Haushaltsforum, welches einem in der Organisation weiter hilft und hier mit Tagesplänen wirklich gute Unterstützung leistet.

Beitrag von vifrana58116 03.04.11 - 22:37 Uhr

Hast du schon mal überlegt, dass das auch an dir liegen könnte?

Bei uns ist mein Mann der Putzteufel. Er hat es eine ganze Weile lang drauf, das, was ich schon geputzt hatte, nochmal zu putzen. Da hab ich dann das Putzen boykottiert. Läuft das bei euch vielleicht genauso? Er stand auch schon hinter mir, wenn ich Fenster geputzt oder gewischt habe und hat Verbesserungsvorschläge gemacht bzw. Anweisungen erteilt. Ergebnis: ich habe ihm die Putzuntensilien in die Hand gedrückt und bin gegangen. Er ist sowieso der Meinung, dass er das besser kann als ich und dann soll er es auch allein machen. Ich bin da ja völlig emotionslos.

Er ist jetzt in Elternzeit und wenn er in Ruhe den Haushalt machen will, unternehme ich nach der Arbeit was mit Baby und Freundinnen mit deren Babys. Samstags gehe ich mit dem Kind vormittags lange raus, damit er in Ruhe den Wochenendputz machen kann #rofl Ich liebe ihn (nicht nur) dafür!

Mir bleibt kochen, backen (beides im Prinzip Hobbies) und die Wäsche.

Vielleicht ist das bei euch ähnlich. Vielleicht denkt er: Einmal dumm gestellt reicht für´s ganze Leben. Wenn du dir den Schuh anziehst, bist du selber Schuld. Ist halt blöd, wenn du deinem Mann permanent das Gefühl gibst, dass er völlig unbrauchbar ist. Wo soll er denn sonst seine Bestätigung herbekommen? Auf Dauer ist das nicht gesund für eine Beziehung...

Beitrag von elofant 04.04.11 - 07:43 Uhr

Vielleicht solltest Du Deinen Mann mal machen lassen. Wir Frauen sind sicher auch nicht in allem perfekt.

Sei froh, dass Dein Mann Dir im Haushalt hilft. Wie er das macht, solltest Du ihm überlassen - finde ich!

Ich finde es nicht schön von Dir, Deinen Mann hier wie einen - sorry - Trottel hin zustellen, der nix auf die Reihe bekommt. Hast Du ihm das mal so direkt gesagt? Wahrscheinlich nicht, denn sonst hätte er den Lappen und alles andere schon längst aus der Hand gelegt.

Beitrag von badguy 04.04.11 - 10:32 Uhr

Du schreibst, es war geplant. War das eine Planung, die von beiden verinnerlicht war? Solange einer plant und der andere denkt "ja ja, mach du mal!", so lange gibt das mit keiner Planung was.

Du könntest meine Schwägerin sein. Sie hat die Karriere gemacht und er hat einen auf faules Schwein gemacht und es sich gut gehen lassen. Wobei, er hätte nicht mal ne Maschine Wäsche hin bekommen.

Auch wenn es sich böser anhört, als es gemeint ist, was verleitet Frauen wie euch dazu, im Job erfolgreich zu sein, die Frau zu stehen und daheim das Heimchen zu spielen, während es sich Kerle auf eure Kohle gut gehen lassen, Kohle, die hart verdient ist und einen stetigen Kampf darstellt.

Ich wäre, ich betone HEUTE, so gestrickt, dass es eine Ansage geben würde. Der bekäme morgens eine Liste auf den Tisch gelegt, was bis abends zu tun ist und wenn das mehrfach nicht getan wäre, könnte er sehen, wie er klar kommt.

Hausarbeit ist nun wirklich kein Hexenwerk und Kinderbetreuung parallel auch nicht. Wenn ich etwas können will, dann kann ich es lernen. Wenn ich sehe, dass es mir langt, mich auf die faule Haut zu legen und trotzdem alles läuft, mach ich doch lieber das.

Die Art und Weise, wie man in solchen Situationen an einem Strang zieht, zeigt den Respekt vor dem eigenen Partner.

Beitrag von ayshe 04.04.11 - 10:55 Uhr

Nein, bei uns läuft das nicht so.

Es gibt Dinge, an die ich nicht so denke und welche, an die mein Mann nicht so denkt.
An solche Sachen erinnern wir uns dann gegenseitig.

Listen wurden hier auch genannt, dann macht das doch mal. Nehmt eine Pinwand und hängt eure gemeinsam erstellte Liste da an.


Warum soll dein Mann das nicht besser hinbekommen?
Dann schreib ihm doch eine richtige Arbeitsliste:
Waschmaschine anstellen, staubsaugen, wischen, usw.

Machen deine Kinder keinen Druck, wenn es zb um ihre Sachen geht? Geburtstage, vllt Geschenke für andere Geburtstage besorgen etc.?
Wenn sie es gleichermaßen auch von deinem Mann kennen, dann wenden sie sich auch an ihn.

Beitrag von nervtötend 04.04.11 - 20:45 Uhr

Danke,

eure Antworten haben mir echt geholfen. Ich denke, dass Problem ist, dass er weiß, wenn er es lange genug zieht, wird es von mir gemacht. Ich habe nun eine schriftliceh To Do Liste geschrieben .... Ich hoffe, es wird besser.

Beitrag von waschbaerbauch77 05.04.11 - 19:55 Uhr

Das ist ein altes Geheimnis, welches vom Vater an den Sohn weitergegeben wird... Schon seit Generationen...

"Wenn du etwas nicht tun möchtest, mach' es einmal falsch." ;)