Elterngeld bei kurzem Altersunterschied der Kinder

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Beitrag von eymama 03.04.11 - 21:37 Uhr

Hallo, auf der Hp von ProFamilia fand ich,
"...Hatte man in den letzten 12 Monaten Einkommenseinbußen aufgrund von Schwangerschaft oder Kinderbetreuung (z.B. Elterngeld für ein vorher geborenes Kind) werden diese Monate bei der Berechnung des Elterngeldes nicht mitgezählt."

Wenn dieses Elterngeld meines ersten Sohnes nicht mitgezählt wird, wie ist es denn dann?

Ich war angestellt bis zum 31.12.2010 und seit dem 1.1.2011 bin ich jetzt Hausfrau.
Mein Sohn wurde am 11.2.2010 geboren und für ihn bekomme ich Elterngeld das ich auf zwei Jahre splitten lassen habe.Also noch bis Dez.2011 bekomme ich dies.

Mein zweiter Sohn soll am 25.06.2011 kommen.


Ich dachte ich bekomme nur den Regelsatz von 300Euro da ich ja nicht arbeiten war bzw.jetzt Hausfrau bin und den Geschwisterbonus von 75Euro.


Wenn aber jetzt das Elterngeld meines ersten Sohnes gar nicht mitzählt, wie ist es dann?



Die einen sagen ich bekomme den Regelsatz von 300Euro plus 75Euro Geschwisterbonus.

Die andern sagen ich bekomme fast das gleiche Elterngeld wie jetzt plus die 75Euro Geschwisterbonus, da das Elterngeld meines ersten Kindes ja nicht mitgerechnet wird.

Was denn nun?

Beitrag von susannea 03.04.11 - 23:16 Uhr

Also erstmal, ob Elterngeld geplittet oder nicht, ist egal. Es zählt nur der Bezugszeitraum (maximal 14 Monate, bei dir 12).

Somit hast du bis 10.2.2011 Elterngeld erhalten.

Da du keinen AG mehr hast, hast du auch keinen Anspruch auf Mutterschutzgeld, also zählen die letzten 12 vollen Kalendermonate vor der Geburt des Kindes.

Sprich hier Juni 2010 bis Mai 2011. Sa bis Februar 2011 noch Elterngeld gezahlt wurde dürfen die 9 Monate nicht berücksichtigt werden und es werden 9 Monate von vor der Geburt des 1. Kidnes genommen. Hast du da Mutterschaftsgeld erhalten? Davon hängt ab, welche Monate das sind.

Das wird dann addiert, 920 Euro Werbugnskosten abgezogen und durch 12 geteilt. Davon dann 65-100% sind dann das Elterngeld. UNd dazu gibts noch den Geschwisterbonus.

Wenn du allerdings mehr als die 375 Euro bekommen willst in den ersten Monaten, dann solltest du die Splittung des Elterngeldes vom 1. Kind zum 10.6. 2011 widerrufen und dir alles auf einemal auszahlen lassen, sonst wird es als Einkommen aufs Elterngeld fürs 2. Kind angerechnet.

Beitrag von eymama 03.04.11 - 23:23 Uhr

Ui ui ui krass....versteh nur die Hälfte.


Ja ich hab Mutterschaftsgeld bekommen beim 1.Kind

Und war schwangerschaftsbedingt lange krank geschrieben(okt.2009-Dez.2009) was mir bei der Berechnung dann auch angerechnet wurde und ich weiter zurück geschoben wurde was die 12 kalendermonate angeht.


Beitrag von eymama 03.04.11 - 23:29 Uhr

Mein Mann und ich haben jetzt gerechnet.
Kann das stimmen?

Also Ben geboren am 11.2.2010
Elterngeld splitten lassen, ist unrelevant sagst du, also Elterngeld 12 Monate weil mein Mann die andern zwei hatte.

Mutterschaftsgeld hatte ich auch bei ihm.

Ich war aber schwangerschaftsbedingt krankgeschrieben und somit muss ich in der Berechnung noch weiter zurück.
Krank war ich okt.09-dez 09


Also dann müsste von Januar2009-Sept.2009 als Einkommen gelten oder?
Und was ist mit den restlichen 3 Monaten?

Beitrag von susannea 03.04.11 - 23:42 Uhr

Genau, dann sollte das EInkommen Januar bis September 2009 sein und dann das Einkommen von März bis Mai 2011. Da scheinst du ja keines zu haben, also gehen davon 0 Euro in die Berechnung ein.

Also dann die Moante aus 2009 addieren, 920 Euro abziehen und durch 12 teilen.

Davon gibts dann 65-100%, je nachdem wie hoch der Durchschnitt ist.

Und wenn du das Elterngeld berechnet hast dann noch mal 10% davon, mindestens 75 Euro oben drauf.

Allerdings eben nur, wenn du die Auszahlung in verlängerter Option widerrufst.

Beitrag von eymama 03.04.11 - 23:45 Uhr

Ok dann geht das mit 0 Euro rein.
Verstanden.


Was muss ich addieren?Brutto oder Netto?



Und wenn ich das nicht widerrufe, wie ist es dann?
Was fließt da mit in die Berechnung mit ein?

Beitrag von susannea 03.04.11 - 23:49 Uhr

DAs Netto musst du addieren.

Wenn du nicht wiederrufst (warum auch immer, denn da mit verschenkst du ja viel Geld), dann ist die Berechngun die selbe, da das Elterngeld vom Kind 1 allerdings zählt als ob du Einkommen aus Erwerbstätigkeit hast, würdest du wohl nur 375 Euro in den Monaten bekommen bis das Elternged beendet ist.
Den rest des Geldes hättest du dann dem Staat geschenkt.

Beitrag von eymama 03.04.11 - 23:53 Uhr

Ok wenn ich das Netto grob addiere und die 920 Euro abziehe bleiben ca. 710 Euro.

Wie dann der %-Satz ist weiß ich nicht.



Gut,dann werden wir das widerrufen.
Und wann muss ich das widerrufen?
Erst im Juni 2011? Oder jetzt schon und ich schreib rein sie sollen es mir im Mai auszahlen?

Beitrag von susannea 04.04.11 - 07:15 Uhr

Ich würde es wohl im Mai widerrufen bzw. so, dass du nicht wirklich über den Geburtstermin kommst.
Wie bist du im moment Krankenversichert? DAvon hängt dann ab ob du bis ran kommen musst oder obs egal ist.

Bei 710 Eur sind es 81,5% davon die du an Elterngeld erhältst.

Beitrag von eymama 04.04.11 - 07:56 Uhr

Danke dir für alles!
Von ganzem Herzen.

Ich schick heut den Widerspruch ein mit dem vermerkt, sie sollen es mit der nächsten Überweisung ganz auszahlen.

Ich bin beitragsfrei versichert bis ende Elterngeld,also eigentlich bis Dez.2011 jetzt.

Beitrag von susannea 04.04.11 - 08:37 Uhr

Da du mit dem Elterngeldende den Anspruch auf die kostenlose Krankenversicherung verlierst solltest du schauen, ob du dich bei deinem Mann mitversichern kannst (familienversichern) sonst in dem Widerruf schreiben, dass du zu 11.07.2011 widerrufst. Dann ist zwar ein Monat mit Anrechnugn, aber du bist durchgängig beitragsfrei vereischert.

Beitrag von eymama 04.04.11 - 09:38 Uhr

Danke für den wichtigen Tipp!

Hab gleich einen Brief zur KK geschrieben und schick den heute ab.

Beitrag von eymama 04.04.11 - 11:02 Uhr

Mich hat grad die Elterngeldstelle angerufen und bin echt soooooo viel schlauer jetzt.
Der Mann war super nett und hat mir auch auf Nachfrage nochmal ein Beispiel gemacht und es mir genauuuu erklärt.



Der meinte ich soll dennoch Mutterschaftgsgeld beantragen bei der KK, totz das ich Hausfrau bin.
Also hab ich grad die KK angerufen und die meinten das Gleiche.
Bekomme halt dann "nur" die 13 Euro von der KK.Der AG-Zuschuss fällt halt weg.


Also heißt das für mich, ich bekomme zu 99% Mutterschaftsgeld, halt die 13€ pro Tag von der KK.

Heißt:

Es zählt fast wie bei Ben die Berechnung.
Lohn von 12.2008-09.2009 (sind 10 Monate)
Und März 2011-April 2011 werden mit 0 Euro berechnet.

Ausgegangen ist der Mann der Elterngeldstelle jetzt vom ET 25.06.2011


Wenn ich KEIN Mutterschaftsgeld bekäme,wärs schlechter für mich, da dann dieser Monat Mai (in dem Mutterschutz beginnt) auch noch wegfallen würde und somit mit 0 Euro berechnet werden würde.

Beitrag von susannea 04.04.11 - 12:22 Uhr

MOment, wenn du Anspruch auf die 13 Euro täglich Mutterschaftsgeld hast, dann scheinst du ja noch in Elternzeit zu sein, also einen ruhenden Vertrag zu haben. Denn as Hausfrau hast du den Anspruch nicht.

In Elternzeit schon (aber dazu muss man bedenken, dass man in Elternzeit nur mit einem AG ist!).

Die Berechnugn ist ja genau, wie ich sie dir geschrieben hatte, nur das du ja gesagt hast, du hast keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld weil du keienn AG mehr hast!

Wenn du Mutterschaftsgeld bekommst, dann kannst du das Elterngeld vom 1. Kind schon während des Mutterschutzes widerrufen, denn dann bist du übers Mutterschaftsgeld weiter versichert.

Beitrag von eymama 04.04.11 - 12:34 Uhr

Haben dem Mann von der Elterngeldstelle und dem von der Krankenkasse ausdrücklich erklärt, dass ich Hausfrau bin und KEINEN AG habe.

Dennoch meinten beide, dass ich den Zettel vom Frauenarzt ausfüllen soll, da ich ja bei der KK versichert bin und mir normal die 13€ zustehen müssten.


Ich weiß, dass Hausfrauen nichts bekommen, da diese 13€ ja praktisch ein Arbeitsaufall-Geld ist, zumindest so ne Art.


Hab das auch wirklich zweimal beiden erklärt. und dennoch meinten die das.


Hab jetzt Brief zur KK geschickt, dass ich Familienversichert werden möchte und hab der Elterngeldstelle nen Brief geschrieben, dass ich das alles ausgezahlt haben möchte.

Beitrag von susannea 04.04.11 - 13:06 Uhr

Ja, das geht natürlich auch.
Ja, KK ist manchmal echt so eine Sache für sich. Früher gabs das nämlich immer, heute nicht mehr ;)

Beitrag von eymama 04.04.11 - 13:11 Uhr

Ja das ist total unterschiedlich.
Jeder sagt etwas anderes:-)

Hab jetzt noch ne Email an meine KK geschrieben und nochmal gefragt.

Und wenn ich doch nix bekomme, dann stell ich den Antrag auf Mutterschaftsgeld beim Bundesversicherungsamt, denn ich bin ja dann bald familienversichert und muss mich dann dort hin wenden und nicht mehr an meine kk normalerweise

Beitrag von susannea 04.04.11 - 13:13 Uhr

Vom BVA bekommst du aber ohne AG auch nichts ;)

Beitrag von eymama 04.04.11 - 13:14 Uhr

Nein das stimmt nicht.
Sobald man keinen AG hat und nur familienvers. ist, bekommt man auch etwas.
Steht sogar dort.
Und ich füll grad nebenbei den Antrag aus, da steht das auch so drauf.

Beitrag von susannea 04.04.11 - 13:17 Uhr

Nein, da hast du doch vertan, ohen AG gibts nirgendwo Geld!
http://www.mutterschaftsgeld.de/Merkblatt.htm


Hier kannst du es noch mal schön alles nachlesen:
http://www.schwanger-in-bayern.de/schwangerenberatung/themen/finanzielle-leistungen/mutterschaftsgeld.html

Beitrag von eymama 04.04.11 - 13:19 Uhr

Aber hier steht doch auch....nicht selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern familien- oder privat versichert sind, oder über die Bundesagentur für Arbeit bzw. das Sozialamt Berechtigungsscheine erhalten,




http://www.mutterschaftsgeld.de/Eingangsseite.htm

Beitrag von susannea 04.04.11 - 13:27 Uhr

Ja, aber den dritten Punkt hast du nicht berücksichtigt ;)

"zu Beginn der sechswöchigen Schutzfrist vor der Entbindung ein (auch geringfügigen) Arbeitsverhältnis (Heimarbeitsverhältnis) hatten oder haben oder während der Schutzfristen von einem Beamten- in ein Arbeitsverhältnis gewechselt sind
oder
Ihr Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft oder der Schutzfrist nach der Entbindung vom Arbeitgeber mit Zustimmung der zuständigen Behörde aufgelöst wurde,"

Beitrag von eymama 04.04.11 - 13:30 Uhr

Oh man oh man :-)


Ich wart jetzt mal was meine KK mir auf meine Email antwortet.

Mehr wie nein sagen können die ja nicht.
Und entweder es gibt etwas oder nicht.

Ist mir nicht allzu wichtig, nur wichtig für den Elterngeldantrag, den ich nämlich jetzt schon zum 4.mal ausgefüllt habe.

Aber sooo arg ausschlaggebend ist das auch nicht.
Zumindest so wie der Mann das erklärt hat.

Entweder ist das noch ein zusätzlicher Monat mit 0 Euro oder eben nicht.


Versteh nur nicht, warum er März und April mit 0 Euro rechnet.
Hab da doch Elterngeld bekommen.

Man was ein Hick hack.

Beitrag von susannea 04.04.11 - 13:33 Uhr

Nein, da hast du keine Elterngeld mehr bezogen. Du hast nur etwas von deinem "Sparkonto" beim Sttat ausgezahlt bekommen. Deshalb ist das egal ob gestreckt oder nicht.

Beitrag von eymama 04.04.11 - 13:37 Uhr

Ach so.
Ok dann hab ich das auch verstanden....


Oh man hoffentlich geht alles gut dann mit dem Antrag im Juni :-)


Bin jetzt echt mal auf die Email von der KK gespannt, denn nicht mal auf deren Hp steht das was der am Telefon meinte.


http://www.skd-bkk.de/leistungen/leistungen-von-a-z/m/mutterschaftsgeld.html