Schwangerschaftsdiabetes

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von tuala1977 03.04.11 - 22:50 Uhr

Hallo,
ich bin 34 und bin ab morgen in der 31. SSW.

Bei mir wurde in der 28. Woche ein Gestationsdiabetes festgestellt, den ich mit der Ernährungsumstellung ganz gut im Griff habe. Ich mjesse 7 Mal am tag den Blutzucker. Bisher muss ich kein Insulin spritzen. Ich bin bei einem Diabetologen in Behandlung und es wird diese Woche auch nochmal ein großes Blutbild gemacht.

Meine Nüchternwerte waren bisher alle in Ordnung, der Höchste lag bei 83.

Die Werte nach dem Essen sind auch fast immer völlig im Rahmen, aber so dreimal in einer Woche, an verschiedenen Tagen, kommt es dann doch vor, dass ein Wert nach einer Stunde nach dem Essen mal über 140 ist. Der höchste war bisher bei 155. Ich messe dann jedesmal auch den Zweistundenwert und der war noch nie zu hoch. Der tägliche mIttelwert war immer im vorgeschriebenen Bereich, auch, wenn mal ein einzelner Wert erhöht war.

Ich verzichte nahezu völlig auf Zucker. Alle paar Tage gönne ich mir aml einen oder zwei Schokokekse, danach waren die Werte aber immer normal. Die erhöhten Werte treten fast immer im Zusammenhang mit Stress auf, wenn ich in Eile bin oder so.

Den nächsten Termin beim Arzt habe ich am Donnerstag.

Weiß jemand, ob drei erhöhte Werte in der Woche schon gefährlich für meinen Bauchbewohner sind?

Grüße

Silke

Beitrag von muehlie 03.04.11 - 23:13 Uhr

Was meinst du mit "gefährlich"? ;-) Generell ist natürlich jeder erhöhte Wert ungünstig für dein Kind, aber es wird sicherlich nicht gleich schwere Schäden davontragen, wenn die Werte ab und zu ein wenig aus dem Ruder laufen.
Das mit dem Stress klingt übrigens plausibel: bei Stress wird das Hormon Cortisol freigesetzt, und das ist ein bekannter Gegenspieler des Insulins.

Beitrag von tuala1977 03.04.11 - 23:27 Uhr

Mit "gefährlich" meine ich, ob dadurch schon Schädigungen entstehen können. Die erste Schwangerschaft mit über 30, dann direkt den Diabetes, das beunruhigt mich schon ziemlich.

Mein FA und der Diabetologe betreuen mich aber sehr gut. Ich hab auch schon einen Termin zur Doppleruntersuchung der Plazentafunktion und es wird alles gut überwacht.

Dumm ist halt , dass die Wete dann mal zu hoch sind, obwohl ich nichts anderes gegessen habe, als sonst.

Gut ist, dass der Bauchbewohner von der aktiven Sorte ist und sich immer schön regelmäßig bemerkbar macht. CTG war auch immer völlig normal. Er ist auch nicht zu groß, bei 29+5 war er bei 38,5 cm und 1.345g.

Beitrag von crazyangel.09 03.04.11 - 23:37 Uhr

Also ich muss sagen, bei mir ist es ab und an genauso wie bei dir, dass die Werte "mal" zu hoch sind.
Allerdings bin ich Insulinpflichtig.
Jedoch seit gestern habe ich Abends immer "Unterzucker", d.h. mein Wert liegt dann so bei 60.
Bei meiner Doppleruntersuchung war alles super und auch sonst ist immer alles in Ordnung bei meinen Vu's bisher. Selbst die CTG's sind gut.
Daher mache ich mir auch keine Gedanken, ob bei meiner Kleinen etwas nicht stimmt. Sie ist übrigens auch sehr aktiv, was mich eher beruhigt.
Dazu kommt, dass ich am 8.4. meinen KS habe und es kaum noch abwarten kann, denn das mein Zuckerwert neuerdings so in den Keller geht macht mir mehr Angst als das mit der Maus was nicht stimmen könnte.

LG Dani

Beitrag von tuala1977 03.04.11 - 23:59 Uhr

Ich bin froh, dass ich bsiher kein Insulin spritzen muss. Ich glaub, vor dem Unterzucker hätte ich mehr Angst. Vor allem, weil ich allein lebe.

Der FA macht sich keine Sorgen, dass mit dem Kleinen etwas nicht stimmt. Ich krieg nur jedesmal die Krise, wenn der Wert zu hoch ist, obwohl die Werte ansonsten meistens super sind.

Dann hast du ja nicht mehr lange bis zum KS. Ich drück dir die Daumen, dass die Werte da wieder aus dem Keller kommen.

LG

Silke

Beitrag von muehlie 04.04.11 - 00:08 Uhr

Wie gesagt, streng genommen ist natürlich jeder einzelne zu hohe Blutzuckerwert ungünstig. Damit es jedoch zu spürbaren, sichtbaren und/oder nachhaltigen Schädigungen kommt, müsste der Blutzucker sicherlich öfter und noch viel stärker erhöht sein. Ist so ein bisschen wie mit Alkohol: ab und zu ein Glas oder auch eins zu viel tötet dich nicht, macht dich nicht abhängig und verursacht auch noch keine sichtbaren bleibenden Schäden. Aber wenn deine Leber sprechen könnte, würde sie gegen jedes einzelne Glas protestieren. ;-)
Mach dich also nicht zu sehr verrückt. Du wirst doch gut überwacht, und soooo hoch sind die Ausreißer ja nun auch nicht.

Wenn du weißt, dass es bei dir stressbedingt ist, versuche einfach, Stress zu vermeiden. Bei mir ist immer die erste Mahlzeit des Tages problematisch. Also habe ich jetzt angefangen, direkt nach dem Frühstück erst mal eine halbe Stunde Sport zu machen. Durch Bewegung wird Energie, also Zucker, verbrannt. Vielleicht kannst du das ja auch irgendwie einbinden.

Beitrag von tuala1977 04.04.11 - 00:41 Uhr

Bei mir ist es auch meistens die erste Mahlzeit, obwohl ich auch darauf achte, mich nach jeder Mahlzeit zu bewegen.

Ich versuche immer, mich nicht zu stressen, aber am 12.6. ist der ET, über den man ja mit dem Diabetes auf keinen Fall drüber gelassen wird und am 1.5. ziehe ich um und muss noch einiges organisieren, habe viele Arzttermine und ähnliches.

Zumindest hat der FA mich aus dem Verkehr gezogen und ich darf nicht mehr arbeiten, obwohl der Mutterschutz erst am 30.4. anfängt. Und der Papa unterstützt mich auch verstärkt, obwohl wir nicht zusammen leben.

Bisher lief alles locker, aber seit der Diagnose bin ich ständig besorgt, obwohl die Ärzte sich nicht sorgen und der Krümel völlig unauffällig ist. Vielleicht liegts daran, dass ich seit Tagen schlecht schlafen kann, weil der Bauch größer wird und der Kleine ausgesprochen nachtaktiv ist.