Erste IVF mit 38 - darf ich noch hoffen? Gibt es Gleichgesinnte?

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Beitrag von nico-m 04.04.11 - 11:44 Uhr

Hallo Ihr Lieben,#winke

komme gerade wieder von einem ernüchternden Gespräch in meiner KiWu-Praxis. Mir wurde mal wieder gesagt, dass die Chancen, in meinem Alter (38) generell nur noch bei 50 Prozent lägen, überhaupt schwanger zu werden. Also auch, wenn man eine IVF nach der andern macht.
Wie deprimierend ist das denn?:-(
Chance pro IVF lägen bei 20 Prozent, aber das weiß ich ja schon alles...

Wir sind gerade in unserer ersten IVF wegen meiner verschlossenen Eileiter. Stimuliere seit einer Woche mit Menogon. Heute war erster Ultraschall: Je 5 Eibläschen rechts und 5 links a etwa 13 mm. Doc meinte, das wäre soweit gut. Muss nun noch etwas weiterspritzen.

Ich bin trotzdem so durcheinander.
Körperlich vertrage ich alles ganz gut, aber Kopf und Seele spielen verrückt. Ich habe einfach Angst, dass sich nix befruchten lässt, wir einfach keine "Ausbeute" haben. Dazu kommt dann noch der Druck mit dem Alter.

Gibt es hier Gleichgesinnte?
Wie geht Ihr mit dem Kopfkino um?
Oder besser noch: Habt Ihr ermutigende Geschichten?

Ich danke Euch für´s Zuhören.#danke

nico

Beitrag von drallerhase 04.04.11 - 12:22 Uhr

hallo nico

ich bin auch schon 38 jahre alt. ich habe nun aber schon 1 iui machen müssen mit der 2. bin ich grade dabei.habe aber zu meinem doc schon gesagt das ich eine ivf machen möchte da ich ja nicht mehr allzuviel zeit habe bis zum 40 ten.
hast du denn gleich mit der ivf anfangen dürfen,sagt da deine kk nicht halt stop,alles der reihe nach?
lg gabi #winke

Beitrag von nico-m 04.04.11 - 12:49 Uhr

Nein, es gibt eine Vorgeschichte.
Versuchen seit einem Jahr, schanger zu werden.
Nach einem halben Jahr sind wir in die KiWU-Praxis gegangen. Hormone super, Spermiogramm auch, aber Post Koital Test zweimal schlecht ausgefallen. Und dann hat die Bauchspiegelung ergeben, dass meine Eileiter verzögert durchlässig sind.
Wir haben eine IUI probiert, aber die macht ja auch wenig Sinn mit meinen Eileitern.
Krankenkasse hat die IVF sofort genehmigt.
KiWU-Praxis hat auch dazu geraten, weil die IUI-Chancen angeblich in "unserem" Alter so schlecht sind. 10 Prozent, und das auch nur, wenn die Eileiter frei sind.

Aber vielleicht klappt es ja bei Euch.
Was sind denn Eure Diagnosen?

Grüße

Beitrag von tina179 04.04.11 - 13:40 Uhr

Hallo du,

ich habe zwar keine ermutigende Geschichte, aber bin in einer ähnlichen Lage wie du - ich bin 37 und wir haben unsere 1. ICSI gestartet - ich habe ausgeprägte Endometriose, nur noch einen eierstock und mein AMH liegt bei 0,3....

Ich kenne die (mitleidigen?) Blicke in der KiWu auch, den Pessimismus des Doc´s, der ja "nur ehrlich zu mir sein will" ..... Finde ich ja ganz nett, aber ich will gerade an mein Wunder glauben #verliebt

Wenn sich dann aber mein Kopfkino einschaltet und ich darüber nachdenke, spüre ich den Druck des "Alters", die Angst es zu keiner einzigen Eizelle zu bringen und wenn doch, dann von schlechter Qualität #zitter

Dann frage ich mich schon, warum ich mir das alles antue und es nicht einfach sein lasse, nachdem meine Diagnose ja Tatsache ist

Aber wenn dann wieder die optimistische Phase einsetzt, weiß ich warum :-D

Wir wollen einfach das Beste hoffen und wünsche dir ganz ganz viel Glück!

#winke Tina179

Beitrag von bella-b 04.04.11 - 16:53 Uhr

Hallo Tina,

kurze Anmerkung zu den "mitleidigen" Blicken ;-)

Ich kenne den Gedanken auch, mir ist das in der Anfangszeit so ergangen, dass ich mich unwohl gefühlt habe.

Jetzt ist das anders, weil ich voll dahinter stehe, was ich tue! #pro Ich habe sogar meinen Humor wiedergefunden und kann über vieles (wieder) lachen...

Sagt doch letztens eine wartende Patientin zu mir, ihr täten die Frauen über 40 Jahre leid, die alles selber bezahlen müssen...

Ups...habe ich gedacht...innerlich habe ich mich gefreut, da sie in mir keine Frau von über 40 Jahren gesehen hat :-p

Es liegt also auch alles etwas "im Auge des Betrachters".

Lasst Euch alle nicht unterkriegen - alles Gute wünscht Bella!

Beitrag von pijjou 04.04.11 - 13:56 Uhr

Hi Nico,

Ich bin ebenfalls 38 und habe noch einen AMH von 7,50.
Die Eizellreserve und -qualität ist also trotz meines Alters noch ziemlich gut und die Hormonwerte sind alle im grünen Bereich.

Eine 100%ige Garantie gibt es nie und es wird mit zunehmenden Alter auch nicht einfacher, schwanger zu werden - aber das Alter allein ist nicht zwangsläufig der Grund für unerfüllten KiWu.

Also: Kopf hoch und nicht entmutigen lassen! :-D

Ich drücke uns allen die Däumchen, daß es irgendwann klappt!

lG

Beitrag von tabeya70 04.04.11 - 14:02 Uhr

hi nico,
mensch, das hört sich doch ganz gut an. wie du auf die stimu anschlägst, scheint deine biologische uhr noch nicht so arg laut zu ticken, bzw der AMH noch im grünen bereich zu sein. viel glück, dass die ausbeute so gut bleibt nach PU und befruchtung!

ich bin ein vielleicht ermutigendes beispiel: 1. IVF (nach leider vielen erfolglosen IUIs) mit 39, geklappt hat es im 3. anlauf, beim 2. TF.
ich denke, die chancen in unserem alter liegen auch sehr unterschiedlich - je nach der individuellen ausgangslage, der indikation des paares. wenn du super EZ hast und dein mann super spermien, und "nur" die EL dicht sind, und diese barriere ja nun überwunden wird, finde ich die chancen sehr gut. eine garantie kriegt man halt nicht - aber hier zeigt sich doch oft, dass sich zähigkeit irgendwann auszahlt! so sagte es mir auch die Kiwu. nichts von 50% - eher, dass nach vielen versuchen die meisten schwanger sind.

alles gute!

Beitrag von bella-b 04.04.11 - 16:42 Uhr

Hallo Nico,

lass Dich nicht entmutigen - ich bin selber sogar 41 Jahre und kenne auch noch andere Paare jenseits der 40, bei denen es mit ICSI/IVF geklappt hat. In zwei Fällen sogar im 1. Versuch...

Bei sollte es einfach vorher nicht sein, jetzt nutze ich meine verbleibenden Chancen und ich fühle mich gut dabei.

Mein Kiwu-Praxis war auch erst etwas verhalten, was die Erfolgsaussichten angeht. Ich glaube, die wollten mir keine unbegründeten Hoffnungen machen. Mittlerweile machen sogar die Ärzte mir Mut und erzählen mir von anderen Frauen jenseits der 40, bei denen es (auch) noch geklappt hat.

Jeder Körper ist individuell, lass Dich also nicht beirren. Wenn Du und Dein Partner ein Kind wollt, dann solltet Ihr das durchziehen.

Ich persönlich finde 38 Jahre nicht zu alt für ein Kind. Bis 40 Jahre zahlt doch auch noch die KK... es gibt also aus meiner Sicht keine Gründe, die dagegen sprechen...im Gegenteil - nutzt Eure Chancen, damit ihr Euch später nicht ärgert ("ach hätten wir damals die IVF gemacht...)

Alles Liebe & toi toi toi #klee

Bella











Beitrag von bibimond 04.04.11 - 18:41 Uhr

Kopf hoch Nico :-)

ich finde fünf Follis gut, ich hatte nur 3 !!! und nur eine Eizelle wurde gefunden.....

wir geben trotzdem nicht auf!!!! ich werde dieses Jahr 40 und hoffe doch irgendwann ein Baby in den Armen halten zu dürfen!!!

Das positiv denken ist manchmal nicht so einfach, falle manchmal auch in ein Loch.......

Drücke Euch die Daumen und viel #klee

GLG bibimond

Beitrag von nico-m 04.04.11 - 18:59 Uhr

Ach, Ihr seid einfach spitze.
Wollte diese IVF ja eigentlich einsam und ohne urbia durchziehen und meine Fingerchen stillhalten.
Gut, dass ich es nicht getan habe und Eure ermunternden Worte lesen durfte.
So, dann schlepp ich mich mal fleißig mit meinem eier-brütenden Bauch durch den Abend.
Puh, komme mir jetzt schon vor wie der Osterhase!
#hasi

;-)

#danke

Beitrag von bienchen38 13.07.11 - 22:21 Uhr

Hallo Nico,

darf ich fragen wie es dir geht?

Ich bin erst seit kurzem hier bei Urbia, und als ich gerade deinen Eintrag gelesen habe, dachte ich der kommt von mir.

Auch ich bin 38 und habe meinen Partner erst spät kennengelernt. Wir versuchen seit 1 Jahr, dass ich schwanger werde. Es hat jedoch bisher nicht geklappt.
Seit April wissen wir warum. Ich habe auf eine Bauchspiegelun gedrängt und erfahren, dass meine Eileiter zu sind. Auf natürlichem Weg geht gar nichts.

Deshalb jetzt im Juni die erste IVF. Auch ich habe mit Menogon stimuliert. Hat aber nicht richtig angeschlagen. Deshalb "nur" 5 Eizellen, wovon sich 2 befruchten ließen.

Ich hätte heulen können, als ich sie am Bildschirm vor dem Transfer sah. Hab mir danach immer eingeredet, dass es klappt. Dass die beiden bei mir bleiben wollen.

Hatte auch am 16. Tag nach dem Transfer nen positiven Urin- und Bluttest. 2 Tage später war jedoch alles negativ.

Ich kann so gut mit dir mitfühlen! Wie du schon sagst. Mit der Gefühlsachterbahn kommt noch der Druck wegen dem Alter. Bei uns kommt zudem noch der finanzielle Druck dazu, da wir nicht verheiratet sind und dadurch Selbstzahler.

Es gibt Tage, da denke ich mir dass wir es schaffen. Hier gibt es viele positive Beispiele!

Dann gibt es wieder Tage, an denen ich nur heulen könnte!

Ich versuche mich abzulenken, mich mit Freunden oder mit Leuten zu treffen die nichts davon wissen. So kommt das Thema gar nicht zur Sprache und man kommt auf andere Gedanken. Leider ist mein Partner nur am Wochenende zu Hause.

Wäre sehr schön von dir zu hören, da wir anscheinend sehr viel gemeinsam haben.

Liebe Grüße
Bienchen