Kennt sich wer mit dem Beckenboden aus?? Reiterinnen?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von itsmyday 04.04.11 - 11:48 Uhr

Halloho!

Man sagt doch, dass Reiterinnen aufgrund ihres im Allgemeinen sehr straffen Beckenbodens etwas verzögerte/schwerere Geburten haben können. Stimmt das denn? Welche Erfahrungen habt Ihr hier?! #kratz

Dann wäre doch aber in logischer Konsequenz Reiten das beste Beckenbodentraining für hinterher? Wieso sagt das aber keiner? Ist mir schon klar, dass man erst RüBi machen wird und dann wieder reitet, aber im Grund müßte sich ein lädierter Beckenboden doch super mit Reiten wieder auf Vordermann bringen lassen.....wäre schon, wenn das die Krankenkassen verschreiben würden, stimmt´s?! ;-) :-p

Unlogisch an dieser Geschichte finde ich allerdings, dass ich eben eine schwierige Geburt hatte und mir die Ärtzin versichert hat, sowas hätte "niemals" mit dem Beckenboden zu tun, der gibt immer nach, schwierig kann es nur wegen des Beckens werden.....das ist knöchern und gibt nur begrenzt nach. Nun bin ich genau so schlau wie vorher.....hat der Beckenboden nun Einfluß oder nicht?! #augen

LG Itsy

Beitrag von calliofee 04.04.11 - 12:13 Uhr

Huhu, ich reite auch und unter der Geburt fragte mich der Arzt, welchen Sport ich den ausübe. Ich sagte dann, dass ich reite. Er: "Ja, merkt man." Es war eine sehr schwere Geburt, das Kind lag während der Presswehen noch in Beckenmitte und musste mit der Saugglocke geholt werden. Ich habe einen Dammriss dritten Grades davongetragen. Der Arzt meinte, mein Becken wäre zu straff gewesen. Alles insgesamt dauerte aber auch nur knapp vier Stunden. Kann natürlich auch sein, dass es deswegen so war, weil weder ich noch das Kind Zeit hatten, sich vorzubereiten. An Reiten ist jetzt noch gar nicht zu denken. Ich bin froh, wenn ich überhaupt wieder normal sitzen kann über längere Zeit. *autsch*

LG calliofee mit Lennart (1 Monat)

Beitrag von miecze 04.04.11 - 13:20 Uhr

hallo,

kann mich da nur meiner Vorschreiberin anschließen. Hatte eine sehr schwere erste Geburt, die allerdings auch nur 4 Std. gedauert hat. Aber mein Sohn ist im Beckenboden steckengeblieben, lt. meiner Ärztin ist die Muskulatur (reite seit 20 Jahren) sehr wohl dafür verantwortlich.
mein Sohn ist jetzt 3 Jahre alt, und das Reiten nach der Geburt ( war auch ne Saugglockengeburt mit "Rießendammschnitt) hat meinem Beckenboden supergut getan. Bin wieder aufs Pferd sobald es eben ging (ca. 3 Wochen)
Ich kenn aber auch 2 Reiterinnen bei denen die Geburt supereasy war, da meinten die Ärzte aufgrund ihrer muskulatur hätten sie so gut mitarbeiten können.... Ich denk da sagt jeder was anderes, klar ist das die Muskulatur sehr ausgeprägt ist, und Reiten auch den Beckenboden nach der Geburt wieder trainiert.

Viele Grüße miecze

Beitrag von dawny80 04.04.11 - 14:34 Uhr

also um dich auch mal etwas zu beruhigen nach den ersten beiden beiträgen...

ich bin vor der geburt meiner tochter auch mehrmals die woche reiten gegangen... und was soll ich sagen...
ich hatte eine sehr schnelle erste geburt...meine maus war innerhalb von 4h auf der welt... nur leider kam die hebamme zu spät in kreissaal (sauhaufen damals in der klink) u war dann auch noch ruppig... so dass ich ziemlich doll gerissen bin...aber ich denke das hat nix zu tun mit dem sport...

also meine meinung ist, dass es von frau zu frau unterschiedlich ist u weniger abhängig vom reitsport.

mach dich nich verrückt itsy ;)

glg dawny

Beitrag von anarchie 04.04.11 - 15:51 Uhr

Hallo!


Deine Ärztin hat Recht.

Der BB ist ein Muskel, der zwar beim Reiten sehr straff wird(ich reite seit über 22 Jahren sehr aktiv) und ein kind,dass sich durch den verspannten BB einer verspannten Mutter schieben muss, wird vielleicht ne wehe länger brauchen - aber stecken bleibt deswegen kein Kind.

Generell ist ein straffer BB ne gute Sache, wenn man ihn eben geziehlt anspannen kann, wie es eine Reiterin kann(können sollte).
Und egal wie straff er ist, das Kind kommt immer durch.

Mein 1 Kind kam innerhalb von 6 Stunden ab der ersten leichten Wehe zuhause im Pool zur Welt.
ich war bis zur 30. SSw täglich geritten.
Nach 14 tagen bin ich wieder geritten.
16 Monate später kam Kind 2 zuhause im bett zur welt, in weniger als 3,5 Stunden ab erster wehe.
Kind 3 tat sich schwer. Aber nicht wegen dem BB(ich ritt sehr wenig derzeit), sondern weil ein Sternengucker mit 37cm Ku und über 4kg - er kam auch zuhause im Pool zur welt.
Dannach war mein Bb Grütze.
Kind 4 kam 23 Monate später ganz easy zuhause im pool zur welt.


Und ja, Reiten ist gut für den BB - aber erst, wenn ein gewisser Grundtonus da ist - woher ist es eher negativ und schadet.

lg

melanie und die 4 (8,7,3,1), die nur noch 4 mal die Woche auf ihr Pferd kommt:-(

Beitrag von svala 04.04.11 - 19:12 Uhr

Hallo,

bei mir war hat die Information, dass ich jahrelange Reiterin bin dazu geführt, dass die Hebamme entsetzt geschaut hat und dies mit den Worte "Oh Gott, die hat einen Beckenboden aus Stahl #schock" kommentiert hat. Daraufhin wurde mir quasi befohlen mir eine PDA geben zu lassen, damit der BB nicht dazu führt, dass die Geburt nicht vorangeht. Man erklärte es mir so, dass die Frauen aufgrund der Schmerzen häufig verkrampfen würden. Da der BB ein Muskel sei, der bei mir aufgrund des Reitens sehr stark sein, könnte dadurch die Geburt behindert werden.

Ich habe mir dann "dummerweise #klatsch" die PDA geben lassen mit dem Erfolg, dass alle Muskeln da unten völlig entspannt waren, mein Blutdruck aber völlig abgerutscht ist und der Geburtsverlauf verändert wurde. Klar, der Mumu war für eine erste Geburt schnell auf, aber trotz 2 h Presswehen und einem völlig entspannten BB drehte sich der Kleine nicht richtig durch das Becken, da ich ihm nicht mehr helfen konnte (lag hilflos auf dem Rücken und spürte nur noch den Pressdrang).

Im Ergebnis gab es dann einen NotKS in VN noch auf dem Kreißsaalbett, da mein Kleiner extrem schlechte Sauerstoffwerte hatte.

Fazit: Der BB kann an diesem Ausgang nicht dran schuld gewesen sein.
Mir hat später ein Facharzt gesagt, dass er das nicht bestätigen kann, dass Reiterinnen eher Probleme haben. Es gäbe aber bei Reiterinnen viel häufiger Probleme beim Legen der PDA, da die Rückenmuskulatur bei Reiterinnen sehr ausgeprägt sei und dies das Legen schwer mache.

Vielleicht war das der Grund, warum man drei Versuche gebraucht hatte, bis die PDA saß #gruebel.

Ich jedenfalls sehe die Verantwortung für das unschöne Ende der Geburt nicht bei meinem BB sondern bei der PDA und der Sprengung der Fruchblase bei Mumu 2 cm. #schmoll

Viele liebe Grüße
Svala