eure erfahrungen mit ambulanter entbindung...

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von lelou83 04.04.11 - 14:37 Uhr

huhu ihr lieben,

so langsam rückt bei mir der et ja näher und man überlegt sich ja so einiges.
ich würde sehr gerne wenn alles in ordnung ist und es uns beiden gut geht nach der geburt das kkh wieder verlassen.ich weiß ´das ich mich zuhause besser erholen kann(bin leider seit vielen jahren krankenhauserfahren).
meine hebi vertritt da die gleiche meinung.sie würde auch bei uns zu hause vorbeikommen sowie ich wieder zuhause bin.

würde gerne eure erfahrungen hören und würdet ihr es wieder so machen?

und ganz wichtig...hat euer umfeld da auch so negativ drauf reagiert?

danke schon mal im vorraus

gruß
l.et-13#winke

Beitrag von connylein1 04.04.11 - 14:44 Uhr

Hallo,

Also ich bin auch ambulant nach Hause gegangen und würde es sofort wieder machen. Ich hab mich viel besser erholen können, hatte nicht den Streß, dass ständig, und wenns nur die Putzfrau ist, jemand ins Zimmer kommt und konnte auch den Besuch einfach besser dosieren, so wie es für meine Tochter und mich gut war.

Man muss einfach nur gut versorgt sein und es vorher gut organisieren. Meine Mama war viel da und hat gekocht und den Haushalt geschmissen, so dass mein Mann und ich das neben den durchzechten Nächten nich auch noch machen mussten, vorallem mein Mann.

Mein Umfeld hat teilweise auch negativ reagiert, aber das war mich ziemlich egal, geht ja um mich und mein Kind und nich um deren Meinung.

Also hab Mut, ich find es lohnt sich :-)

Beitrag von lelou83 04.04.11 - 15:01 Uhr

vielen lieben dank für deine antwort.
genau das denke ich nämlich auch.vorgesorgt wäre auch schon.mein mann hätte erstmal urlaub und meine mam würde auch jederzeit kommen.wir haben ja auch noch unseren großen.

ich versteh nur nicht warum außenstehende da so negativ reagieren.#schmoll

möglich ist so eine ambulante entbindung ja auch nur wenn wirklich alles ok mit dem baby und mir ist.

gruß

Beitrag von tani-89 04.04.11 - 15:15 Uhr

Ich habe in einem Geburtshaus entbunden und war 2 Stunden nach der geburt wieder zuhause hatte keine Probleme ich kann es nur empfehlen.
am nächsten Tag waren wir schon Spazieren.

Ich könnte nie über nacht in einem Krankenhaus bleiben is für mich horror.
Mein 2 Kind kommt wieder im GH zur welt.

Beitrag von anyca 04.04.11 - 15:18 Uhr

Ich habe zweimal "fast" ambulant entbunden (nach einer Nacht nach Hause), und mein Umfeld hat nicht negativ reagiert.

Wichtig ist eben, daß Du es wirklich so organisierst, daß die ersten ein, zwei Wochen Partner, Mama, Schwiemu oder sonstwer den Haushalt macht, aber nicht Du. Du solltest Dich genauso ausruhen können wie im KH, also nicht für kochen, waschen oder putzen zuständig sein, sondern nur für stillen, evtl. wickeln und ausruhen.

Beitrag von rosen37 04.04.11 - 15:47 Uhr

Hallo,

@tani-89: da können wir uns die Hand geben ! Für mich ist Übernachtung im KH auch die Hölle, aber leider mußte ich bei meiner ersten GEburt 6 Nächte bleiben , weil ich einen KS hatte.
Diesmal habe ich auch vor im Geburtshaus zu entbinden. Meine Angst nur , was ist wenn ich die Schmerzen nicht mehr aushalte und eine PDA möchte !!?? das geht im Geburtshaus ja nicht.....


LG

Beitrag von tani-89 04.04.11 - 16:00 Uhr

Ich habe eine einleitung gehabt und hatte keine schmerzmittel die schmerzen waren sehr stark aber das schaft man auch ohne schmerzmittel.
Du hast es spätestens vergessen wenn du dein kleines im arm hältst.

Meine geburt dauerte insgesammt nur 11/2 stunden gedauert hatte keine verletzung und habe am nächsten tag schon gekocht und bin spazieren gegangen.
Waren auch in der ersten woche noch bummeln weil es mir super ging.

meine 2 Geburt ist auch ohne schmerzmittel damals hatten sie auch keine mittel gegen schmerzen, wir frauen halten veil aus.

Beitrag von blueangel-27 07.04.11 - 12:36 Uhr

wieso soll man bis zu 2 wochen keinen haushalt machen,wenn man ambulant entbindet?wenn alles ok is,dann is man ca.3 tage bei ng und ca.5 tage bei ks im kh,wenn die entbindung dort stattfindet.die ersten tage sind für mich verständlich,aber länger?das müsste man doch nach kh-aufenthalt auch machen.

das is jetz nur ne nachfrage,also bitte nich falsch verstehn/auffassen.

Beitrag von gemababba 04.04.11 - 16:55 Uhr

Ich habe auch ambulant geboren und würde es jederzeit wieder machen .

Sind um 21 Uhr im Kh gewesen und um 23.35uhr war der kleine Mann da (3.Kind) naja und um 4 Uhr nachts waren wir alle wieder zuhause und haben dann erstmal angestoßen mit Oma und Opa und es war klasse.

Zuhause hab ich mich gut erholt und mir ging es auch super das Kh war nicht so einverstanden da mein kleiner nur ein gewicht von 2650gr hatte aber meine Hebi meinte es sei okay und sie kam dann auch gleich am nächsten Tag vorbei.

Ja die Leute waren erstaunt und meinten ob das denn ginge und so und naja viele haben auch nur den Kopf geschüttelt aber wie gesagt ich würde das wieder machen .

Ich würde es nach der geburt entscheiden wie es dir geht und wenn alles paßt ab nach Hause.

LG Jenny

Beitrag von lelou83 04.04.11 - 17:03 Uhr

genauso würden wir es machen...also wirklich erst nach der geburt entscheiden.auf krampf unedingt nach hause ist ja totaler schwachsinn.
in dem kkh in dem ich entbinde ist es kein problem ambulant zu entbinden.
wenn der kleine mitten in der nacht kommen würde dürften wir zwar auch nach hause aber sie würden es uns ans herz legen dann lieber noch die nacht zu 3.im kkh zu verbringen und nach dem frühstück erst heim zu fahren.

grüßle

Beitrag von delidazo87 04.04.11 - 17:51 Uhr

Habe auch "fast" ambulant Entbunden also am nächsten Tag nach Hause uns ging es super,mein Umfeld war geteilter Meinung, es lief alles gut und meine Hebi kamm auch am nächsten Tag.Musste im Krankenhaus ein ganz teil Papiere unterschreiben das ich halt zum HNO-Arzt wegen dem Hörtest und mir halt sofort ein Termin zur U2 beim KiA mache,meine Hebi hat die Stoffwechselkrankheitsuntersuchung gemacht und eingeschickt.Hat alles wunderbar funktioniert.Und falls fragen auftauchen hat man ja eine Hebi.

Meine Cousine die vorher nicht so dafür war ist vor zwei Tagen ,auch ein Tag nach der Geburt ihres Sohnes nach Hause und sie ist auch froh das sie nach Hause gegangen ist weil man wirklich alles nach seinem Gefühl machen kann und die Schwestern einen nicht reinreden.


schöne geburt wünsche ich euch


Gruß

Denise (Lilli ,2 Jahre ;Zoe ,4 Monate)

Beitrag von projekt0407 04.04.11 - 18:59 Uhr

Habe dreimal ambulant entbunden. Würde es immer wieder machen. Schlafen im eigenen Bett mit Baby und Papa, keine Krankenschwestern, die einen durcheinander bringen, so viel Ruhe, wie man möchte (Besuch ist kein Besuch sondern Hilfe und bringt Essen mit und kümmert sich um die Großen) ...
Also, nur zu empfehlen. Allerdings sollte der Partner auch dahinter stehen, sonst ist es MIst

Beitrag von sandra7.12.75 04.04.11 - 19:58 Uhr

Hallo

Nö,würde ich nicht nochmal machen,

















5 Kinder sind genug#verliebt#verliebt.

Ich habe einmal drin gelegen und 2 mal ambulant entbunden und 2 Kinder sind daheim geboren.

Die Hausgeburten waren natürlich viel schöner.

Aber du hast nach den ambulanten gefragt.Das fand ich auch sehr schön.Ich hatte jedesmal eine Hebamme und somit war ich versorgt.

Ich mag auch keine KH.

lg

Beitrag von lelou83 05.04.11 - 09:14 Uhr

huhu ihr lieben,

ich danke euch allen für eure antworten.schön das ihr alle so tolle erfahrungen mit der ambulanten entbindung machen konntet.

eure erfahrungen bestärken mich in meinem wunsch ebenfalls eine ambulante entbindung zu versuchen...wenn alles gut geht natürlich.

danke!

euch wünsche ich noch alles liebe und gute

l.et-12#winke

Beitrag von danysche 08.04.11 - 10:55 Uhr

also ich muss hier jetzt auch mal ein kleines argument dagegen halten.

natürlich ist es viel schöner zu hause zu sein, aber ich hatte nach der geburt meiner tochter große probleme mit dem stillen und war auch froh immer jemand ansprechen zu können der mir behilflich ist (die hebamme ist ja auch nur ein oder zweimal am tag da).

Bei der jetzt anstehenden Geburt habe ich auch überlegt ambulant zu entbinden. Man kann aber auch nach der geburt das krankenhaus früher verlassen, wenn das baby gesund ist (da schaut halt der kinderarzt vorher nochmal rüber) und wenn nicht muss man auch bei einer ambulanten geburt eh auch im krankenhaus bleiben.

Beitrag von nadelonius 06.04.11 - 15:31 Uhr

Huhu,
ich habe ambulant entbunden und würde es persönlich nicht noch einmal machen , ich hatte zu Hause einen Kreislaufzusammenbruch und konnte froh sein das zu diesem Zeitpunkt meine Hebamme bei mir war.

Aber ich kenne das alle meinte vorher zu mir ich wäre bekloppt wie könnte man nach einer Geburt sofort nach Hause gehn.

Gruß Nadine

Beitrag von nisepeace 06.04.11 - 16:55 Uhr

Hallo,
ich habe drei meiner vier Kinder ambulant entbunden und kann das nur jedem weiterempfehlen. Der Streß für Mutter und Kind minimiert sich auf ein absolut geringes Maß und die kleinen Erdenbürger sind von Anfang an in ihrem zu Hause.
Wichtig allerdings ist, dass Du wirkich Ruhe hast. Deine Familie muss respektieren, dass Ihr keinen langen Besuch nach der Entbindung gebrauchen konnt. Ausserdem muss jemand da sein, der sich um Dich und Dein Baby kümmert. Da reicht die Hebamme nicht!
Auch kannst Du nur ambulant entbinden, wenn die Geburt 100% normal verläuft! Also drücke ich die Daumen, dass alles gut geht und wünsche Euch beiden schon mal alles Gute!!

***

Beitrag von pharmalaemmchen 06.04.11 - 17:07 Uhr

Hallo,

ich bin gerade mit meinem 4. Kind schwanger und werde wahrscheinlich
( bin noch nicht ganz sicher) nicht wieder ambulant entbinden.

Ich habe das bei meinem ersten Kind gemacht und es ist einiges schief gelaufen obwohl ich selber Kinderkrankenschwster bin.

Für mich selbst war alles in Ordnung, ich konnte mich wie Du schon sagst zuhause deutlich besser entspannen. Ich hatte eine komplett unkomplizerte Geburt ( nicht mal einen Dammriss oder ähnliches )
Aber meinem Kind ging es nach ca. 24h Std. akut schlecht. Die Hebamme
hat es mehr oder weniger abgetan (hysterische Kinderkrankenschwester!)

nach weitern ca. 24 h kam mein Kinderarzt zur U2 nach Hause hat meinem Kind Blut abgenommen da es inzwischen quietschegelb war...

Nach dem Bluttest mussten wir sofort in die nächste Intensivstation mit dem Baby das das eine komplette Austauschtransfusion erhalten musste.
Für die nächsten 12 h haben wir echt um sein Leben gekämpft!

Der Oberarzt hat geflucht.. Der Feierabend für ihn war dahun und hat mir eindeutug zu verstehen gegeben, dass seit der Häufung der ambulanten Geburten eben auch solche extremen Fälle der Neugeborenengelbsucht zunehmen...

NAtürlich ist eine Geburt was schönes. Der Start ins Leben aber eben nicht für alle NEugeborenen unproblematisch. Die babys sind im Krankenhaus doch meisten engmaschiger überwacht...

Wenn Deine Hebi allerdings auch viel Erfahrung und Spaß im Umgang mit den Babys hat ( klingt ein wenig blöd ich kenn aber ein paar Hebammen, da steht eben die Frau im Mittelpunkt und die Babys gehen in der Nachsorge ein bißchen unter) kannst die bestimmt auch guten Gewissens gleich nach Hause gehen!

Ich will Dir keine Angst machen aber es geht halt nicht immer alles glatt!



Viel Glück und viel Gesundheit für Deine Geburt


Beitrag von steffi385 06.04.11 - 17:27 Uhr

Hallo,

ich habe mein 1. Kind zu Hause bekommen. Also ich würde eine Erholungsphase zu Hause nur empfehlen. War eine Woche nach der Geburt im Krankenhaus mit dem Kleinen, weil meine Blutwerte nicht in Ordnung waren. Es war der reinste Stress, einmal und nie Wieder.

Würde dir aber empfehlen, das jemand in der Nähe ist. Bei mir war es mein Mann. Er hatte 4 Wochen Elternzeit. Also konnte ich mich voll und ganz auf mich und den kleinen konzentrieren. Er hat alles gemacht, gekocht, gewaschen, eingekauft, geputzt u.s.w.

Wünsche dir eine wunderschöne Geburt, es war für mich das größte bis jetzt.

Alles Gute

Steffi und Benjamin

Beitrag von amy333 06.04.11 - 18:50 Uhr

huhu ihr lieben :)

eine ambulante geburt würde mir auch sehr gefallen!! allerdings bekomme ich zwillinge und weiss nicht ob es überhaupt schon mal jemand geschaft hat mit zwillingen eine ambulante geburt zu machen!!??? ich wäre froh doch zuhause in ruhe meine kinder stillen zu können ohne das eine bettnachbarin mit besuch oder ständiges personal mir dabei zuschaut :( und dann fühlt man sich doch zuhause einfach am wohlsten :)
andererseits ist es natürlich besser die babys länger unter kontrolle zu haben u. der besuch kann einen nicht ewig stören also nur von 3-6 nachmittags u. danach hat man dann wieder ruhe, wenn man zuhause wäre müsste man denen halt klar machen das man jetzt wieder ruhe haben möchte u. womöglich muss man hinterher noch aufräumen weil die liebe family womöglich anstossen möchte oder wie auch immer... naja ich werde einfach mal schauen wie es so läuft-bin hauptsache froh wenn die zwei gesund auf die welt kommen u. ich es heile übersteh :)) LG u. viel glück bei der geburt :)

Beitrag von blueangel-27 07.04.11 - 12:53 Uhr

huhu,

ich hätte auch zu gern ambulant entbunden,aber leider hatte ich da keine wahl,weil ein not-ks gemacht werden musste.
auch wenn es in der klinik,wo ich entbunden hatte,ganz ok war,ich mag kh's überhaupt nich.die schwestern warn gar nich so nevig,kamen recht selten,also haben einen in ruhe gelassen.genervt hat mich aber das ständige gestöhne meiner 2. zimmernachbarin(nachfolgerin von der,die nach hause ging) und deren besuche(zum glück war das nur ein tag,danach war ich raus).
aber sonst hätte ich das getan,egal was das umfeld davon hält.es ist letztendlich deine entscheidung,und wenn alles gut verläuft und danach in ordnung is,dann tu es.
als ich(alleinerziehend und auch sonst keiner da)wieder zuhause war,gings mir von tag zu tag besser.hebamme kam regelmäßig,war zufrieden und hörte dann früher auf.also hab den anspruch nich komplett gebraucht und genutzt.

wünsche dir aber alles gute,entbinde so wie du das möchtest.

lg

Beitrag von aggie69 12.04.11 - 10:03 Uhr

Wie das Umfeld reagiert ist doch total unwichtig!
Es ist wichtig, daß du Dich wohl dabei fühlst!

Ich habe im Krankenhaus entbunden und bin noch fast eine Woche dort geblieben. Das würde ich immer wieder so machen, weil ich vorher nicht einschätzen kann, was auf mich zu kommt und so im Notfall sofort Hilfe da ist. Außerdem war es da viel bequemer und man wurde rundum verwöhnt.

Sobald ich zu Hause war, ging der Alltag sofort wieder los. (Schreib mal schnell Rechnungen, Angebote müssen gemacht werden usw. ) Die lassen einen da sowieso nicht in Ruhe. Wenn Frau da ist, hat sie auch zu funktionieren. Ist doch nicht schlimm, schnell mal was zu arbeiten - kannst dich ja bald wieder hinlegen... Nee danke. Da ging es mir im Krankenhaus besser. Das wußte ich aber schon vorher durch meine Blinddarm-OP. Da bin ich auch so lange wie möglich im Krankenhaus geblieben, um meine Ruhe zu haben.

Mein "Umfeld" hätte es wohl gern gesehen, wenn ich so schnell wie möglich wieder da gewesen wäre.

Beitrag von hopsi2005 13.04.11 - 11:21 Uhr

Ich habe beim zweiten Kind auch ambulant im Geburtshaus entbunden und würde es immer wieder tun. Es muss allerdings vorher gut organisiert werden. Was du vielleicht wissen solltest: Falls der Ehemann bzw. Vater des Kindes aus irgendwelchen Gründen nicht oder nicht lange zuhause bleiben kann, hast du neben der Wochenbett-Hebamme auch einen Anspruch auf eine Wochenbett-Haushaushilfe unter bestimmten Bedingungen. (Informationen bekommst du entweder bei deiner Krankenkasse oder in Hebammenpraxen und Geburtshäusern)

Ich habe dies in Anspruch genommen, und zwar aus folgenden Gründen: Erstens wollte ich nach der Erfahrung mit dem ersten Kind weder meine Mutter noch meine Schwiegermutter um mich haben, weil ich es gehasst habe, dass sie mir ständig ungebetene Ratschläge erteilt haben und alles in Frage gestellt haben, was meine Hebamme mir geraten hat. Außerdem wollten sie dauernd das Baby halten, anstatt irgendwas im Haushalt zu tun. Und wenn sie wirklich was tun sollten, hieß es: Ich weiß ja gar nicht, wo hier was ist...:-[

Zweitens hatte ich bei der zweiten Geburt einen winzigen Anriss, so dass meine Hebamme gesagt hat, sie würde mir das Nähen ersparen, wenn ich ihr denn verspreche, dass ich die erste Woche hauptsächlich im Liegen verbringe, damit es gut verheilt. Das allerdings - und das wäre dann der 3. Punkt - ist gar nicht so leicht, wenn man noch ein kleines Kind zu versorgen hat. Die Betreuung hat dann ebenfalls die Haushaltshilfe mit übernommen, da es ausdrücklich zu ihren Aufgaben gehörte. Sie hat dann auch die Kleine zum Kindergarten gebracht und sie wieder abgeholt.

Der Vorteil daran ist, dass man wirklich einen Vollprofi im Haus hat und man nicht ständig über alles diskutieren muss. Du sagst, wie du es haben möchtest und so wird es gemacht. Da es eben eine ganz spezielle Hilfe ist, ist sie mit allen Tücken des Wochenbetts vertraut, das heißt, sie erinnert einen daran, dass man liegen bleiben und nicht schwer heben soll, sie kann auch mal trösten, falls man einen Heulkrampf bekommt, und hält ungebetene Besucher und Anrufer ab. Du musst dich nicht erst hübsch machen, sondern kannst den ganzen Tag in Sack und Asche rumlaufen und es macht ihr überhaupt nichts aus, wenn deine Haare ungekämmt sind. Und spätestens am dritten Tag kommst du nicht mehr auf die Idee, vorher noch aufzuräumen, bevor die Haushaltshilfe kommt. (Du wirst lachen, die meisten Frauen tun das, obwohl es ganz absurd ist.)

Es war eine schöne Zeit und ich war wirklich sehr traurig, als sie vorbei war. Ich hätte sie gerne noch länger behalten, aber leider hat die Kasse nicht mehr gezahlt.

Und ja, natürlich musste auch ich mir Sprüche anhören, dass ich "Auf Kosten der Allgemeinheit meine Wohnung putzen lasse". Als ob die Versorgung im Krankenhaus nicht auf Kosten der Allgemeinheit ginge...:-p

Naja, blöde Leute gibt's überall, da kann man nur die Ohren auf Durchzug stellen.

So oder so - es ist immer besser, im eigenen Bett zu schlafen, vor allem wenn man nicht ganz auf der Höhe ist. Alles Gute für euch!!#herzlich

Steffi