Zurück in die Heimat/"Auswandern" mit deutschem Partner

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von eglatyne 04.04.11 - 15:29 Uhr

Hallo,

hat das von euch jemand gemacht? Mein Mann weiß nicht, wie konkret mein Wunsch doch ist. Ich bin damals für ihn hier geblieben und er weiß auch wie schwer mir das fiel. Grundsätzlich macht er mir manchmal wage Hoffnungen in 10 Jahren, wenn er hier mit seiner Karriere am Gipfel ist, könne er sich in UK eine neue Herausforderung suchen.

Ich muss dazu sagen, dass meine Situation auch schwer zu verstehen ist, da ich fast meine ganze Schulzeit/Jugend zu großen Teilen hier verbracht habe, meine Eltern deutsch sind und auch wieder hier leben. Ich war erst nach dem Abitur wieder lange in England. Trotzdem ist Englisch meine "Hauptsprache", Muttersprache darf ich wohl nicht sagen :-)
Ich habe immer die Zeit herbei gesehnt, die wir im Jahr dort verbrachten und mir dort Spiele und Bücher ausgesucht um zu Hause so wenig wie möglich "deutsch" machen zu müssen. Sicherlich ein naives Kinderspiel, aber vielleicht trägt es zum Verständnis bei.

So richtig bewusst wie sehr ich an Land und Sprache hänge und wie sehr ich doch "britisch" bin ist mir erst in den beiden vergangenen Jahren geworden. Kinderlieder und Reime, Fingerspiele, kenne ich fast nur in englischer Sprache. Schimpfen, meinem kleinen Sohn sagen, wie lieb wir ihn als Eltern haben - intuitiv kommt das alles nicht in deutsch. Figuren aus Kindersendungen kenne ich auch nur englische, da Cbeebies auf meinem Receiver vor Channel 5 liegt :-)

Habt ihr es gewagt? Seit ihr mit deutschem Partner zurück in euere "Heimat" oder mit eurem Partner ins Ausland gegangen?

Lasst mich ein wenig träumen, bis es auch bei mir einmal konkret wird!

Beitrag von widowwadman 04.04.11 - 15:38 Uhr

Ich bin zu meinem jetzigen Mann nach UK gezogen - das war vor fast 6 Jahren und ich habe es nicht bereut. Vorher hatten wir ne Distanzbeziehung, ca 1 Jahr lang.

Allerdings hat es sehr geholfen, dass er schon da war, genauso wie seine Familie, so dass wir eine Basis hatten von der aus wir Fuss fassen konnten.

Ohne dass stelle ich mir den Schritt schon schwierig vor - und wuerde es auch an deiner Stelle nur machen, wenn eine Stelle angeboten wurde. Ausserdem solltest du dabei dein Kind im Auge behalten - mit nem Kleinkind auswandern ist wahrscheinlich leichter als ein aelteres, moeglicherweise pubertierendes Kind von seinen Freunden wegzureissen.

Es gibt ein Forum fuer Deutsche Auswanderer in UK, schau mal bei www.deutsche-in-london.net - trotz des Namens, ist es nicht nur fuer Londoner.

Und ich wollte uebrigens auch schon immer in den UK wohnen, habe viel Zeit dort verbracht und habe mich "britisch" gefuehlt". Erst als ich dauerhaft dahin gezogen bin, habe ich gemerkt wie deutsch ich eigentlich bin

Beitrag von niana 04.04.11 - 16:09 Uhr

Ich habs auch gemacht. Allerdings noch recht frisch. Ich lebe erst seit etwas mehr als 1 Jahr in England
Mein Freund ist Britisch und damals zu mir nach DE gezogen.
Es viel ihm aber sehr schwer dort Fuß zu fassen und als nach 3 Jahren ein gutes Job Angebot aus England kam haben wir nicht lange gefackelt.

Ich fühle mich lustigerweise super daheim hier und bin bis jetzt auch ums Heimweh drum rum gekommen. Lustigerweise hab ich vor 2 Wochen raus gefunden das ein Cousin von mir in der Nachbarstadt wohnt.

Beitrag von maueschen3334 04.04.11 - 20:40 Uhr

Hi!

Also bei mir passt es nict ganz,aber auswandern möcht ich mit meinem Schatzi schon in ein paar Jahren.
Wir möchten allerdings nach Portugal,mein Mann (eigentlich noch Lebensgefährte) ist Portugiese und möchte irgendwann wieder zurück.Das wusste ich von Anfang an.
Es war auch für mich direkt klar das ich mit dem Mann an meiner Seite alt werden möchte (wir kennen uns aus der Berufsschule) nachdem wir uns nach knapp 15 Jahren wieder trafen.Und da mich hier eh nichts mehr hält war es für mich direkt klar ich werd mit gehen!
Bin jetzt auch dran portugiesisch zu lernen,da das auch die Voraussetzungen sind,anders als in UK (denk ich doch,oder?)

Meine beiden Mädels hab ich dabei nicht aus den Augen verloren.
Klar hab ich mir Gedanken gemacht wie es ist in nem fremden Land mit nem halb erwachsenen Mädel zu leben (die Kleine wird wahrscheinlich zu dem zeitpunkt zur Schule gehen).Die Große wird dann wahrscheinlich nicht mehr mitgehen da sie schon über 18 ist.
Mal schauen was draus wird :-)

Auf jeden Fall freu ich mich schon drauf und bin gespannt auf sein Haus das er unten hat #verliebt

Ich träum auch schon täglich davon,auch wenn es bei mir noch etwas viel länger dauert :-)

Also träum schön weiter!! :-D

Lg

Beitrag von super_mama 05.04.11 - 14:59 Uhr

Hallo,

ich vermisse meine Wahlheimat Finnland wahnsinnig. Es ist Herzzerreissend manchmal ... ich weine sobald ich Bilder sehe, oder auch nur dran denke - wie jetzt.

Ich bin damals (2003) mit meinem (inzwischen) Exmann dorthin ausgewandert (wir sind beide Deutsche). Durch die Trennung und Scheidung von ihm kam ich zurück nach Deutschland ... die erste Zeit ging es, doch seitdem ich 2008 zu einem Kurzurlaub dort war, sehne ich mich mehr und mehr nach meinem "zu hause".
Ich suchte sogar nach Stellen drüben, egal was mein Freund sagt(e) ... aber dann wurde ich schwanger, bekam unsere Kleine und wir sind noch immer hier.
Er hätte pauschal nichts gegen das Auswandern, aber dann sicher ... er möchte erst die Sprache können, einen Arbeitsplatz dort haben können ... ich träume so lang weiter vor mich hin und heule mir die Augen aus weil ich zurück möchte. Ihm würde es leider nicht reichen wenn ich dort arbeite, er möchte auch etwas beisteuern und nicht nur nachmittags auf die Kinder warten - verständlich.

Aber ich kann es dir nachfühlen ...