An die Nichtstillenden mit noch mehr Geschwisterkindern

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von novembersteffi 04.04.11 - 17:19 Uhr


und auch nur an die, die eine einfache Prenahrung (ohne pre; oder probiotiks) füttern. Sind Eure Baby häufig krank? Also erkältet zb?

Geschwisterkinder schleppen ja alles mögliche an, weswegen Muttermilch wohl das beste wäre. Aber das klappt bei mir leider nie ohne Ach und Krach.

Und teilweise sind ja die günstigen Nahrungen wie Bebivita besser bewertet als die teuren. Deswegen verlocken mich diese Milchen eher, als das teure Aptamil zb. Nur ich will ja nicht, das dass Kleine dann andauernd krank ist #gruebel

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

Beitrag von tabi 04.04.11 - 20:19 Uhr

Hallo,
ich hab leider keine Erfahrung mit oben genannten Milchpulvern. Bebevita kauf ich nicht, weil es keine Biomilch ist. Ich nehm biodynamische Milch von Holle oder HippBio 1. Beide kosten um die 7€ Vorher habe ich selbiges als Pre genommen
Aber ich habe eine Frage? Was heißt bei dir mit Ach und Krach? stillprobleme hat so gut wie jeden Mutter gerade am Anfang.
LG

Beitrag von zwillinge2005 04.04.11 - 20:26 Uhr

Hallo tabi,

"stillprobleme hat so gut wie jeden Mutter gerade am Anfang. "

Achso #kratz aber eher weil man uninformiert oder schlecht beraten ist - Stillprobleme sind nicht natürlich!

LG, Andrea

Beitrag von novembersteffi 04.04.11 - 22:49 Uhr

Die beste Vorbereitung, Beratung und Information bringt aber nichts, wenn man nicht genug zur Ruhe kommt, für eine ausreichende Mlchbildung.
Immerhin wird mein Baby fünf Geschwister haben und einen arbeitenden Papa; -)

Beitrag von 20girli 06.04.11 - 11:34 Uhr

Hi,

ich habe erst bei meinem 5 Kind angefangen zu Stillen. Und jetzt mein 6 Kind stille ich auch.

Die Auszeiten die man sich durch das Stillen nehmen kann sind Gold wert.

Und die anderen Kinder dazu bekommen - nicht das Haus derweilen auseinander zu bauen...das liegt dann nicht am Stillen. Denn wenn du Flasche gibst - bist du auch am Füttern. :-)

lg Kerstin

Beitrag von tabi 08.04.11 - 10:49 Uhr

Liebe Andrea,
ich mach bald meinen Schein als Stillberaterin und ich denke ich hab schon eine Menge Ahnung vom Stillen.
Aber es ist selten, dass das Stillen von Anfang an problemlos klappt. Wunde Brustwarzen, zu wenig Milch, zu viel Milch, Milchstau, Anlegeprobleme, Clusterfeeding, die Liste ist lang.
Das sind alles Problem die häufiger auftauchen(besonders wenn man keine Stillberaterin hat) und die man mit der richtigen Beratung und Hilfe aber schnell in den Griff bekommt.
Ich kenne wenige Mamis, die ihr Kind anlegen und wo es von anfang an super klappt und die nie Schwierigkeiten haben.
Und es ist vollkommen natürlich. Die Stillbeziehung muss sich sowohl vom Kind als auch von der Mami entwickeln!
LG

Beitrag von zwillinge2005 08.04.11 - 11:28 Uhr

Hallo tabi,

ich habe nicht behauptet, dass Mütter heute noch ausreichend Bauchgefühl und "Natur" in sich haben, dass das Stillen bei ALLEN sofort problemlos funktioniert.

Gerade weil so viel Unsinn durch Verwandte, Freunde und Medien verbreitet wird gibt es kaum noch selbstsichere Mütter, die natürlich und ungezwungen mit dem Stillen beginnen (können).

Ich habe mich bereits in der SS mit dem Stillen beschäftigt und Kontakt zu einer Stillberaterin/Stillgruppe aufgenommen - war also entsprechend vorbereitet und informiert.

Da ich Frühchenzwillinge hatte war das auch gut so!

Die Stillgruppe habe ich später noch lange besucht und auch in der SS jetzt mit Nummer drei wieder - mittlerweile wird diese von einer Freundin geleitet, die Ihre AFS Ausbildung damals nach dem ersten Kind gemacht hat (gleiches Alter wie die Zwillinge). Die Ausbildung habe ich damals nicht mitgemacht - aber die Unterlagen entsprechend mitverfolgt.

In der Stillberatung begegnet man naturgemäß eher den Frauen, die Schwierigkeiten haben! Jetzt bei Nummer drei konnte ich mich gegen Hebammen und Krankenhauspersonal durchsetzen und einfach nur Stillen - ich musste ausdrücklich den Verzicht auf Schnuller, Teefläschchen und "Kind wegnehmen" durchsetzen!

Dann kann man plötzlich auch unbeschwert stillen.

LG, Andrea

Beitrag von sarahjane 04.04.11 - 22:39 Uhr

Mache Dir mal keine Gedanken: Der Nutzen von Prä- und Probiotik ist noch nicht wirklich bzw. noch nicht einwandfrei geklärt, so dass man darauf im Prinzip verzichten kann.

Wichtig wäre es allerdings, auf den Zusatz LCP(ufa) zu achten. Wichtig für Gehirn/Nerven/Augen. Dieser Zusatz ist wohl aber auch nur in teureren Marken vorhanden.

Ganz junge Säuglinge genießen meist eh den so genannten Nestschutz, egal, ob sie per Brust und/oder mit käufliche Säuglingsmilch ernährt werden.

Und ganz ehrlich? Ob, wann und "wie schlimm" ein Baby krank wird, hängt nicht wirklich von der Art der Milchnahrung ab, sondern ist auch Veranlagungssache.

Ich kenne z. B. 2 kleine Mädchen, welche beide 2 Jahre lang per Brust ernährt worden sind und "trotzdem" beide schwere Mittelohrentzündungen hatten, obwohl oft verbreitet wird, dies würde überwiegend mit käuflicher Säuglingsmilch Ernährte treffen.
Einer ihrer Onkel war ebenfalls 2 Jahre lang ein Brustkind und erkrankte "dennoch" als Kind schwer an einer Hirnhautentzündung, welche Folgeschäden nach sich zog (allerdings muss ich dazu auch sagen, dass die gesamte Familie samt Anhang Impfmuffel sind).

Was nicht heißt, dass es nicht gut ist, wenn ein Kind ganz oder teilweise per Brust ernährt werden kann.
Ich möchte Dir nur verdeutlichen, dass Du kein schlechtes Gewissen haben musst, wenn es nicht (ganz oder teilweise) mit der Ernährung per Frauenmilch klappt.


Alles Gute

Beitrag von novembersteffi 04.04.11 - 22:53 Uhr

Vielen Dank für Deine super Antwort!
:-)

Beitrag von sarahjane 04.04.11 - 22:59 Uhr

Kein Problem und wie gesagt: Mache Dich nicht verrückt.
Und was mir gerade noch einfällt: Vielem kann man auch vorbeugen, wenn man das Baby zumindest gegen die wichtigsten Dinge impfen lässt und es nicht "zu steril hält". Man weiß heute, dass "in Watte gepackte" Babys eher zu Krankheiten/Allergien neigen, als Kinder, welche sich etwas freier entfalten dürfen. :-)

Beitrag von tabi 08.04.11 - 11:05 Uhr

ES HEISST S T I L L E N UND M U T T E R M I L C H !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Beitrag von humor 08.04.11 - 11:17 Uhr

Hallo,
meine kleine ist zwar schon fast drei, aber ich kann mich noch gut daran erinnern.
Ich habe nur PRE genommen. Obwohl meine Kinder Allergiegefährdet sind. LCP usw. hatte ich auch nicht (Babylove und Bebivita hatte ich). Die Entwicklung des Gehirns meiner Kinder ist bestens:-).
Meinen Sohn (der Große!) habe ich ein halbes Jahr gestillt und er gibt sich schon seit zwei Jahren ganz schlimm mit Allergien ab. Meine Kleine hat bisher nichts und ist auch nicht oft krank. Nicht jetzt und als Baby nicht.

Ich glaube, Frische Luft und nicht zuviel Hygiene, auch mal was im Mund nehmen dürfen ist viel wichtiger. Ist meine persönliche Meinung. Und die Erbanlage muss man auch bedenken.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Lg, Anna