Bewerbungsanschreiben bitte durchlesen

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von 556699 04.04.11 - 17:27 Uhr

Hallo!

Könnt Ihr bitte mal nen Blick drauf werfen:


"Sehr geehrte Frau Dr..,

hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen als Mitarbeiterin in Ihrer Arztpraxis.

Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, war ich bisher als Bürokauffrau tätig. Ich möchte gerne Ihr Praxis-Team am Empfang/als Schreibkraft o. ä. bis zu 8 Wochenstunden (2 x 4 Std.) unterstützen. Da die Betreuung meiner Kinder Montag bis Freitag in der Zeit von 08:30 Uhr bis 12:30 Uhr sowie 14:30 Uhr bis 18:30 Uhr gesichert ist, passe ich mich den Bedürfnissen Ihrer Praxis in diesen Zeiten gerne flexibel an.

Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, selbständiges Arbeiten sowie hohe Einsatzbereitschaft sind für mich selbstverständlich.

Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen"

Was sagt Ihr dazu? Würde mich über Änderungsvorschläge sehr freuen.

LG

Beitrag von landmaus 04.04.11 - 17:31 Uhr

"Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, selbständiges Arbeiten sowie hohe Einsatzbereitschaft sind für mich selbstverständlich."

Warum?

Und ehrlich, wo soll denn bei maximal 8 Stunden in der Woche noch die hofe Einsatzbereitschaft Platz haben?

Beitrag von 556699 04.04.11 - 17:33 Uhr

Soll ich den Satz einfach ganz weglassen und nichts dergleichen schreiben?

Beitrag von vwpassat 04.04.11 - 18:04 Uhr

#pro

Beitrag von lena1309 04.04.11 - 17:39 Uhr

Hallo,

ich finde das Schreiben ganz gut. Nur im letzten Satz, solltest du besser schreiben, dass du dich auf das Gespräch freust. Da darf man offensiver sein.
Und bring doch noch ein, dass du natürlich bereit bist, dich in neue Themen einzuarbeiten, da du ja aus einem nicht-medizinischen Bereich kommst.

Und mir fehlt noch ein Satz dazu, warum du ausgerechnet da arbeiten möchtest. Da kann der Neuaufbau als Herausforderung vielleicht eine Möglichkeit sein.
Oder eine Neuorientierung nach deiner Elternzeit.

Drücke dir die Daumen.
M.

Beitrag von 556699 04.04.11 - 17:41 Uhr

"Und bring doch noch ein, dass du natürlich bereit bist, dich in neue Themen einzuarbeiten, da du ja aus einem nicht-medizinischen Bereich kommst."


Wie formuliert man das geschickter?

DANKE!



Beitrag von lena1309 04.04.11 - 19:13 Uhr

Du kannst es allgemein halten, vielleicht so: Auch möchte ich gerne meine Kenntnisse weiterentwickeln und ausbauen, um meine Arbeit noch erfolgreicher zu machen.

Oder aber diesen Satz hier, der übrigens aus einer meiner erfolgreichen Bewerbungen stammt: Da meine Kinder nun zuverlässig betreut werden, möchte ich wieder beruflich durchstarten und bin dabei durchaus bereit, nicht nur meine bisherigen Erfahrungen einzubringen, sondern mich auch in neue Themen- und Arbeitsgebiete schnell und zuverlässig einzuarbeiten.

Direkte Tipps für den medizinischen Bereich kann ich dir da aber leider nicht geben, da bin ich Laie.
Aber eventuell können dir hier noch einige aus dem Forum helfen.

Beitrag von hippogreif 04.04.11 - 21:03 Uhr

Zitat:" ich finde das Schreiben ganz gut."; "Und bring doch noch ein, dass du natürlich bereit bist, dich in neue Themen einzuarbeiten"; "Neuaufbau als Herausforderung ..."

Sorry, aber Du verstehst echt nicht viel von Bewerbungsanschreiben. Dieses Anschreiben hier geht echt gar nicht!
Und Deine Vorschläge sind nur Standartfloskeln, die ebenso schlecht wie das Ausgangsschreiben sind.

Beitrag von vwpassat 04.04.11 - 18:05 Uhr

Viel zu hoch gestapelt.

Was ist zwischen 12:30 und 14:30 Uhr???

Die Zeit würde ich so nicht ausklammern, viele Praxen arbeiten durchgängig.

Beitrag von 556699 04.04.11 - 18:09 Uhr

Da muss ich die Kids vom Kiga abholen und zur Oma fahren.

Beitrag von vwpassat 04.04.11 - 18:13 Uhr

Kann das die Oma nicht selbst machen?

Da haste doch mehr Stress und Fahrerei und das alles wegen 8h Arbeit pro Woche. Ne, das wird ich meiner Frau nicht zumuten.

GsD haben wir auch nicht 2 Kinder und der KiGa hat von 6-17 durchgehend auf.

Beitrag von 556699 04.04.11 - 18:16 Uhr

Es geht ja um 2 halbe Tage.

Beitrag von windsbraut69 04.04.11 - 19:27 Uhr

Versetz Dich mal in die Gegenseite.
Ich würde mich mit der Bewerbung wohl gar nicht weiter beschäftigen, wenn ein "Quereinsteiger" auch noch so exakte Vorstellungen bzgl. seiner Arbeitszeit gleich im Anschreiben kund tut.

Gruß,

W

Beitrag von lena1309 04.04.11 - 19:38 Uhr

Hallo,

die Angaben sind von den Uhrzeiten zwar schon exakt, aber in den Tagen ist sie ja flexibel, da ja alle 5 Tage durch Betreuung abgedeckt sind.
Und die Praxen hier in der Region (sehr ländlich) haben noch ganz klare Pausenzeiten, da wäre die Unterbrechung für die Fahrt der Kinder denkbar.

Und mein Arbeitgeber hat mich bereits im telefonische Vorabgespräch darum gebeten, in der Bewerbung die Zeiten, in denen ich kann, anzugeben.

Kommt wahrscheinlich auf den bereich und den Chef an.

LG
M.

Beitrag von windsbraut69 04.04.11 - 19:44 Uhr

Bei Dir gab es ein Vorgespräch, in dem um die Angaben gebeten wurde, hier nicht.
Ich hätte als Unternehmerin keine Lust auf Initiativbewerbungen von Branchenfremden, die max. 8 h/Woche arbeiten wollen und dann noch so feste Zeiten diktieren. Ist nicht persönlich gemeint aber überleg Dir mal, Du mußt mit solchen Bewerbern Deine Praxis zu den üblichen Zeiten 2fach besetzen.
Dann hast Du 10 Leute in der Praxis rumlaufen...

LG

Beitrag von lena1309 04.04.11 - 19:50 Uhr

Ich bin aus einem anderen Bereich, habe also keine Ahnung von dem normalen Ablauf in einer Arztpraxis. Da fehlen mir auch die Vorstellungen, wie leicht oder schwer es für eine Bürokauffrau ist, sich da einzuarbeiten.
Ich kenne nur die Kauffrau die als eine meiner Stützdozentinnen auch die Arzthelferinen teilweise mit übernommen hat, wenn es um die Abrechnungen, Office-Führung etc. ging. Aber wie viel Zeit sie zur Einarbeitung gebraucht hat, kann ich jetzt auch nicht mehr beurteilen, ist schon ein paar Jahre her.

Da sollten dann wohl doch mal ein paar Damen und Herren aus dem Bereich ein paar gute Tipps geben.

LG

Beitrag von vwpassat 04.04.11 - 21:33 Uhr

So isset.

Ich würde überhaupt niemanden für 1 Tag pro Woche (was andres sind ja 2 x 4h auch nicht) einstellen.

Der/diejenige ist ja jede Woche "neu".

Beitrag von hippogreif 04.04.11 - 21:00 Uhr

Ganz ehrlich, das ist kein Bewerbungsanschreiben, das ist ne Katastrophe! Keinen einzigen Satz würde ich so stehen lassen.

"Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, ..."
Aha, Du schreibst es ja selbst! es steht schon im Lebenslauf drinnen! Dann hat es auch nix im Anschreiben verloren! Ein Anschreiben ist nicht ein ausformulierter Lebenslauf!

"Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, selbständiges Arbeiten sowie hohe Einsatzbereitschaft sind für mich selbstverständlich"
Und für 80 Mio andere Menschen auch! Diese Selbstverständlichkeiten heißen so, weil sie eben selbstverständlich sind! Es ist schlicht eine runtergeschriebene Floskel, ein Lückenfüller, weil Du nicht weißt, was Du sonst schreiben sollst.

Ich empfehle Dir, Dich mal wirklich mit dem Sinn eines Anschreibens auseinander zu setzen. Das soll ein Empfehlungsschreiben Deiner Person sein. Was zeichnet Dich aus? Was hebt Dich von anderen Bewerbern ab? Und vor allen Dingen: wie nützt Du der Firma? Warum sollen sie Dich und niemanden sonst einstellen?

Beitrag von frengelchen152 05.04.11 - 11:06 Uhr

Hallo,

ich bestâtige die Aussage von Hipporeif.

Wo ist in diesem Anschreiben Deine Motivation? Dem AG soll doch mit diesem Anschreiben Deine Engagement signalisiert werden.

Bist Du aus der Elternzeit raus oder warum willst Du gerade jetzt arbeiten?

Hast Du denn Dich irgendwie weitergebildet oder bist Du via Internet in gewissen Foren, Netzwerken Deiner Berufsklasse unterwegs, um immer informiiert zu sein?

LG Susi