Enttäuscht, zu Recht?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Bin Traurig 04.04.11 - 17:33 Uhr

Ich wollte euch mal fragen ob ich zu unrecht Enttäuscht von meinem Mann bin oder ob ich guten Grund dazu habe...

Zur Sache,
Bin seit 10 Jahren mit meinem Mann zusammen, wir haben zu meiner Familie nicht wirklich großen Kontakt, ausser zu meinen Eltern und einen Cousin, den ich wirklich gern habe und dem das Leben bissher immer recht Hart mitgespielt hat!

Nun ist es so das der Bruder meines Cousins vergangene Woche Tot aufgefunden wurde, er war Alkoholiker eigentlich Trocken, aber er ist wohl durch Streitigkeiten mit seiner Freundin Rückfällig geworden und an den Folgen einer Alkoholvergiftung Gestorben.
Wir haben ihn in den vergangenen 10 Jahren vielleicht 5 mal getroffen, haben mit Ihm Gegrillt etc.!

Nun ist Freitag dir Beerdigung mein Cousin hat es Extra so gelegt das ich auch zur Beerdigung mit kann (wäre sonst Schwer geworden Frei zu bekommen) nun hab ich gestern meinen Mann gefragt ob er sich für Freitag Morgen Frei nimmt um mit mir zur Beerdigung zu gehen, da war seine Antwort : " Nein, warum sollte ich, ich kannte deinen Cousin ja nicht mal richtig!"
Ich hatte gehofft das er mit kommt um für mich da zu sein, denn meine Cousins waren in meiner Kindheit immer für mich da auch wenn es sich leider im Späteren Verlauf alles Verlaufen hatte...

Wäret ihr auch Traurig und Enttäuscht von eurem Partner? Oder Reagiere ich über?

Danke für eure meinungen...
Lg

Beitrag von gh1954 04.04.11 - 17:42 Uhr

>>>Ich hatte gehofft das er mit kommt um für mich da zu sein<<<

Dann hättest du ihm das auch so sagen sollen.

Beitrag von bruchetta 04.04.11 - 17:44 Uhr

Als die Oma meines Mannes beerdigt wurde war ich auch nicht mit, weil ich die Oma nicht kannte.
Da war und bin ich der gleichen Meinung Deines Mannes, ich gehe nicht zu Beerdigungen, bei denen mir der Verstorbene nicht bekannt ist.

Beitrag von badguy 04.04.11 - 18:29 Uhr

Ich sehe das so wie gh.

Die Frage "Kommst du mit?" bedeutet für mich ungefähr so viel "Wenn du dabei bist, ok, wenn nicht, auch nicht schlimm!"

Sprech ihn doch noch mal drauf an. "Schatz, ich möchte da nicht alleine hin gehen, komm bitte mit!"

Beitrag von Ja.. 04.04.11 - 19:00 Uhr

Ich wäre auch enttäuscht. Dein Freund sollte so viel Mitgefühl zeigen und von selber anbieten, mitzukommen. Warum muss man immer alles selber ansprechen? "Indirekt" betteln will man ja auch nicht..

Beitrag von sequoia 04.04.11 - 19:24 Uhr

Der Freund sollte Mitgefühl zeigen?
Wie denn, wenn er nicht weiß das es ihr wichtig ist.

Warum erwarten alle immer Hellseherische Fähigkeiten beim Partner, sind aber nicht in der Lage einfach mal den Mund aufzumachen?


Grüße

Beitrag von Ja.. 04.04.11 - 20:39 Uhr

Wenn man ein wenig nachdenkt, ist es doch wohl klar, dass man nicht alleine auf eine Beerdigung von jemandem gehen will der einem wichtig ist.

Und er wird wohl wissen, dass ihr der Cousin wichtig war. Das hat nichts mit hellseherischen Fähigkeiten sondern mit purem Mitgefühl zu tun.

Beitrag von sequoia 04.04.11 - 23:16 Uhr

Es ist ja nicht ihr Cousin gestorben, sondern "nur" dessen Bruder.

Sie kommt ja auch selbst hauptsächlich wegen ihrem Cousin und nicht wegen dem Verstorbenen. Aber das ist ja auch nicht das Thema.

Wie schon jemand anders schrieb - Männer brauchen klare Ansagen. Dann bekommt man auch (meistens), was man will.
Alternativ kann Frau aber auch nix sagen und sich dann schmollend zurückziehen und beleidigt sein, weil der andere nicht auf das kommt, was man sich wünscht.

Da sag ich doch lieber was ich brauche. Und betteln ist das noch lange nicht.

Grüße

Beitrag von elofant 04.04.11 - 19:20 Uhr

Männer brauchen direkte Ansprachen!

Also das nächste Mal konkret sagen, was Du willst.
Und nicht so wischi waschi.

Beitrag von zaubertroll1972 04.04.11 - 19:49 Uhr

Hallo,

wenn jemand aus der Familie stirbt dann geht man als Paar gemeinsam. Das ist zumindest meine Einstellung. Es ist egal ob ich den jenigen kannte oder nicht.
Wenn ein Bekannter stibt, den ich nicht kenne, gehe ich nicht mit.
Aber in der Familie ist es etwas anderes.

LG Z.

Beitrag von peppina79 04.04.11 - 19:58 Uhr

Also mal davon abgesehen, dass mein Mann immer mitkäme...

Vielleicht hat er Angst eine Träne vergießen zu müssen, oder sich mit der ganzen weinenden Gesellschaft zu umgeben. Wenn er niemanden kennt, könnte ich es verstehen.

Wenn es dir wichtig ist, bitte ihn darum. Ich denk mal er sieht den Bedarf gar nicht, den Du da hast. Erkläre ihm warum.

Beitrag von holy_cow 05.04.11 - 06:23 Uhr

Hola,
es tut mir Leid.

Erwartungen die nicht ausgesprochen werden, enden meist in Entaeuschungen. Deine Sichtweise und deine Gefuehle muss dein Partner nicht automatisch mit dir teilen.
Wenn es dir am Herzen liegt, dann sage es ihm und dann, wenn er dich damit alleine laesst, kannst du enttaeuscht und traurig sein, dass er deine Gefuehle nicht teilen noch verstehen kann.
Ich muss nicht unbedingt jemanden kennen um bei einer Beerdigung meinem Partner zur Seite zu stehen.

Saludos

Beitrag von Bin Traurig 05.04.11 - 07:03 Uhr

Ich habe ihn gestern noch einmal auf das Thema angesprochen, habe ihm deutlich gesagt das es "Mir" wichtig wäre ihn dabei zu haben als meine Stütze und weil ich ihn brauchen würde, man trägt nicht alle Tage seinen 8 Jahre Älteren Cousin zu Grabe.

Doch seine Antwort war wieder "Nein, er hatte ja nie wirklich Kontakt zu Ihm und bis auf meine Eltern und meinen lieblings Cousin würd er aus dem teil meiner Familie nicht kennen oder mögen.! " Ja ich mag die Herrschaften genau so wenig, aber es geht um die Beerdigung meines Cousin und nicht um einen Festakt mit der ungeliebten Familien Sippe!

Jetzt muss ich Freitag da alleine hin, meine erste Beerdigung bei der ich dabei sein kann und dann muss ich den Gang auch alleine machen...#schmoll

LG

Beitrag von peppina79 05.04.11 - 09:52 Uhr

Ah jetzt versteh ich das Problem. Bei euch ist echt noch nie jemand gestorben?

Meine Güte, habt ihr bisher ein behütetes Leben gehabt.

Ich denke mal, du wirst es schaffen auch allein dort hin zugehen.

Du wirst ihn nicht zwingen können, wie du selbst schon gesagt hast, ich wünsch dir viel Kraft in diesem Moment und vielleicht fängt dein Mann dich später zu Hause wieder auf.

Und wenn nicht, kannste dir immer noch ne Packung eis kaufen oder deine beste freundin anrufen.

Beitrag von chicle 05.04.11 - 10:14 Uhr

Man hat ein behütetes Leben gehabt, nur weil noch niemand aus dem nahem Umfeld gestorben ist?...Welch eine Logik #kratz

Beitrag von peppina79 05.04.11 - 10:42 Uhr

hm, ja, ich sehe das so und wie sie ja selber schreibt, wollten ihre eltern das wohl auch nicht. weil es die kinder nicht verstehen oder aus was für einem grund auch sonst: das ist doch behüten...was wäre das für dich? ein behütetes leben? mein kommi war auch nicht negativ gemeint nur weil ich das als behütet empfinde.

Beitrag von Bin Traurig 05.04.11 - 10:27 Uhr

Nein, bei mir in der Familie sind schon sehr viele Menschen gestorben, aber meist war ich zu dem Zeitpunkt noch sehr Jung, meine Eltern wollten nicht das ich dann mit zur Beerdigung gehe, nun bin ich Erwachsen, und es ist leider/zum Glück seit <Jahren die erste Beerdigung auf die Ich gehen kann.

Ich hoffe das mein Mann dann Nachmittags für mich da ist und ich mich an seine Schulter lehnen kann, es wird nicht leicht werden für mich, ich habe mit meinen beiden Cousins die halbe Kindheit verbracht, bin mit Ihnen auf Bäume geklettert und auf Schweinen geritten etc. nun ist einer von Ihnen nicht mehr da...#schmoll

Lg

Beitrag von badguy 05.04.11 - 21:42 Uhr

Aua, da würde ich jetzt gar nicht positiv drauf reagieren.