Mietminderung, suche Erfahrungen

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von chickhicks 04.04.11 - 17:50 Uhr

Hallo,

wir wohnen in einer Wohnung einer Baugenossenschaft.
Generell sind wir zufrieden, auch wenn es nervig ist, dass generell die Mühlen immer sehr langsam mahlen, wenn man etwas braucht, anmerkt, etc...
Jedenfalls haben alle Mieter bei usn im Haus das Problem, dass Vögel in unseren Rolladenkästen nisten. dementsprechend arbeitenm diese sich durch die Dämmung und Fassade. In meinem Wohnzimmer kann ich den Geräuschen nach urteilend hören, wie weit sie bereits sind.

Unsere Fenster und Fensterbänke sind die Hälfte des jahres über vollgekotet. manche fenster kann ich kaum aufmachen, weil dann der ganze Kot ins Zimmer fallen würde. Das zur Sachlage.

Vor zwei Jahren bat ich erstmal darum an der Situation etwas zu ändern. Nichts geschah. Daraufhin habe ich regelmäßig freundlich nachgefragt, ob eine Lösung in Sicht wäre. Im letzten herbst haben unsere direkten Nachbarn dann etwas vor die Kästen gesetzt bekommen und es funktioniert. Daraufhin wurde mir zugesagt, dass auch unsere Fenster damit ausgestattet werden würden. Die Zuständigkeiten änderten sich und vor 2 Monaten setzt ich der nun zuständigen Bearbeiterin die Pistole freundlich aber bestimmt auf die Brust. Mir wurde zugesagt, dass die Dinger dran gebaut werden. Vor 3 Wochen, nachdem ich nichts mehr gehört hatte, meldete ich mich wieder, es hieß, die Firma meldet sich bei mir. Heute habe ich mich bedacht freundlich an die Bearbeiterin gewendet, die quasi sofort bockig wurde. das Gespräch war ein reine Farce, die Frau unmöglich. Sie beendete dann einfach das Gespräch, nachdem sie mir "Zum letzten Mal" sagte, das sie nichts machen könne, ausser auf die Firma zu warten.
Mein Einwand, dass die Vögel jeden Moment Eier legen und man dann nicht mehr machen würde können, denn ein Nest mit Eiern kann man ja schlecht einfach rausschmeißen, wurde ignoriert.

Nun habe ich mich an Ihrfen Abteilungsleiter gewand, ihr eine Kopie der Mail zukommen lassen und angedroht, dass, falls nicht schnellstmöglichst was passiert, wir die Muete mindern werden.
Ich weiß mir nämlich ehrlich keinen Rat mehr. Es ist nicht nur eklig, sondern absolut unhygienisch, was da an den fenstern und auf den Fensterbrettern in Massen landet.

Nun werden wir wohl, falls nicht was die Miete mindern. Aber um wieviel Prozent? Ich dachte an 15. Ist das jetzt zu wenig um Druck auszuüben?

Ich suche Erfahrungswerte.

danke!

lg,

chick

Beitrag von sissy1981 05.04.11 - 07:47 Uhr

Eine Mietminderung sollte man immer mit einem Fachanwalt absprechen - ob 15% zu hoch oder zu niedrig gegriffen sind, wird er dir am besten erläutern können. Ist die Mietminderung falsch angezeigt oder zu hoch riskiert man im ungünstigsten Fall uf kurz oder lang das Mietverhältnis.

Der richtige Satz ist kein Lotteriespiel und richtet sich primär nicht nach dem Druck, den man ggf. auf den Vermieter ausübt sondern nach der Einschränkung auf die Mietsache.



Beitrag von chickhicks 05.04.11 - 10:39 Uhr

danke für deine antwort. ich war mir wirklichn nicht sicher, wie ich die sache angehen sollte. in einer email an den abteilungsleiter habe ich dann die mietminderung 'angedroht'.

und siehe da! gerade eben klingelt es an der tür und die firma steht mit den abdeckungen für die fenster da.
auf nachfragen habe ich erfahren, dass sie erst gestern abend den auftrage bekommen haben, sie also nicht schon vor wochen den auftrag erhalten hatten...
soll mir aber egal sein, ich werd endlich die vögel und ihren nachlass los.

lg

Beitrag von sissy1981 05.04.11 - 07:48 Uhr

Oh falls ihr im Mieterschutzbund seid, wäre das natürlich eure erste Anlaufstelle.

Beitrag von nobility 05.04.11 - 15:03 Uhr

Eine Mietminderung ist an Gesetzliche Abläufe gebunden.

D.h.

Ohne Mängelanzeige keine Mietminderung.

Grundsätzlich muss im Rechtsstreit der Mieter beweisen, dass der Mangel vorhanden ist und der Vermieter hiervon vom Mieter in Kenntnis gesetzt wurde. Ein Telefonanruf oder ein Fax oder eine Mail gelten nicht als Beweismittel.

Beitrag von demy 06.04.11 - 09:05 Uhr

"Ein Telefonanruf oder ein Fax oder eine Mail gelten nicht als Beweismittel."

Bei einem Telefonanruf stimme ich dir zu.

Mail und/oder Fax werden sehr wohl regelmäßig als Beweismittel vor Gericht anerkannt.

Gruß
Demy