Erfahrungsbericht - medikamentöser Abbruch

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von heutemitTarnumhang:) 04.04.11 - 19:38 Uhr

Hallo Ihr!

Eigentlich würde ich gern meinen richtigen Name hier verwenden aber da ich keine Lust habe mich persönlich angreifen zu lassen, behalte ich die Tarnung an :-).

Ich schreibe das hier für alle Mädels die verzweifelt sind und sich fragen wie wohl ein medikamentöser Abbruch abläuft ohne immer nur die ganzen Horrorpostings im Internet zu lesen.

Also kurz zu meiner Vorgeschichte:
Ich bin über 30 und habe bereits 2 Kinder (1xKitakind, 1xBaby). Mit meinem Mann bin ich schon ewig zusammen und wir haben für beide Kinder jahrelang geübt. Wir waren sogar in der Kiwu-Klinik und ich habe Spritzen über mich ergehen lassen. Jedenfalls war unsere Kinderplanung abgeschlossen und ich hatte mir die Pille besorgt. Die erste habe ich tapfer 3 Monate genommen und hatte arge Nebenwirkungen, die zweite habe ich nach einem Monat abgesetzt wieder andere Nebenwirkungen. Nunja jedenfalls hatten wir fast 1/2 Jahr keinen Sex mehr #schock, der Stress usw. und in dem Monat wo es uns doch mal erwischt hat, hat sich doch tatsächlich mein ES um eine ganze Woche verschoben (kam schon 3 Jahre nicht mehr vor!) und er mit seinem schlechten Spermiogramm hat doch bei mir mit schlechten Hormonwerten quasi den goldenen Schuss geschafft. Nein die ersten Tage habe ich nicht im Ansatz geglaubt, dass was passiert sein konnte, erst als nach ner Woche meine Tage immer noch nicht da waren packte mich die Panik.

Nach 2 schlaflosen Nächten, bin ich am Tag ES+11 zum Schlecker und hab mir nen Frühtest geholt ab ins Bad ohne Morgenurin und nach 2 Minuten habe ich die zweite Linie gesehen. #heul ich war fassungslos und habe sofort meine FÄ angerufen. Ich gleich hin und Bluttest und naja die Werte am Nachmittag eindeutig schwanger :-(. Noch am selben Tag habe ich einen Termin bei der Beratung ausgemacht und auch einen bei einem anderen Doc für den Abbruch. Bis dahin dauerte es immerhin ne Woche.

Ich lebte echt alle Emotionen durch, Wut, Trauer, Unverständnis, Hilflosigkeit, Bestürzung, ganz ehrlich am Ende der Woche war ich mit den Nerven total am Ende. Vor allem die Angst vor dem Abbruch wurde stetig schlimmer, man liest ja immer nur Horror und von daher....!

Jedenfalls hat mir der Doc da alle Ängste genommen, er meinte es wäre ja noch früh (5. SSW) und da müsse man nichts befürchten. An dem einen Tag habe ich dann eine Mifegyne genommen beim Doc. Außer das ich danach 2 Stunden total breit war (hätte wohl vorher was essen sollen) merkte ich davon garnichts. Auch hatte ich keine Blutungen oder sowas. 2 Tage später kam dann die 2 Cytotec dran, davor hatte ich erst recht Panik, von wegen Schmerzen ohne Ende. Nunja ich muss sagen es war sehr gut auszuhalten. Ich bin echt ein Jammerlappen, habe aber nur eine Tablette (mittlerer Stärke) gebraucht. Die Blutungen ansich setzten nach 2 1/2 Stunden ein und halten nun seit 4 Tagen an. Am Anfang schon heftig, dann eher normal wie die Mens. Mit heftig meine ich einfach etwas doller, also die Binde musste ich so aller 2-3 Stunden wechseln. Nunja ich denke mein Eisenwert ist wohl etwas runter aber sonst geht es gut. Ich hoffe einfach bei der Abschlussuntersuchung das nichts drin geblieben ist #schein.

Ich denke manch einer wird jetzt denken, dass das so abgeklärt klingt aber ich habe mich über 1 Woche Tag und Nacht damit beschäftigt und ich wollte niemals ein drittes Kind haben. Unsere finanzielle Situation und auch unsere Wohnsituation wäre für ein weiteres Kind unzumutbar gewesen und ich hätte mir echt nicht vorstellen können hochschwanger meinen anderen Kindern hinterher zu kriechen. Ich war 100% davon überzeugt und habe auch kein schlechtes Gewissen. Gut ich gebe zu es ist manchmal in einer stillen Minute komisch zu wissen man hätte 3 Kinder und sicherlich ist alles irgendwie machbar, die Frage ist allerdings ob man mit irgendwie glücklich wird und ich wäre es nicht geworden. Wichtig war mir, dass noch kein Herz geschlagen hat, was bei 4+5 noch nicht der Fall war (der Arzt so nur einen klitzekleinen Punkt), sonst hätte ich es wahrscheinlich nicht gekonnt.

Fazit für mich: Es waren die schlimmsten 2 Wochen meines Lebens, lieber würde ich zukünftig auf Sex verzichten als nochmals in so eine Situation zu kommen und ich habe meine Meinung geändert, es kann tatsächlich jeden treffen!

Wichtig ist, dass man im Kopf und im Herz eine Einheit findet und darüber zu einer Entscheidung gelangt und schön ist es wenn der Mann hinter einem steht egal was man tut #verliebt.

In diesem Sinne...
angenehmen Abend!

PS: Falls noch jemand Fragen hat bzw. vor solch einer Entscheidung steht, antworte ich gern #winke

Beitrag von hippogreif 04.04.11 - 20:47 Uhr

Ich finde es sehr mutig von Dir, Deine Geschichte hier aufzuschreiben. Kaum eine Frau macht sich solch eine Entscheidung leicht und daher brauchst Du Dich auch in keinster Weise zu rechtfertigen, denn für Dich war es eben die richtige Entscheidung.
Ich kann oft nicht nachvollziehen, warum hier in diesem Forum oft so viel Kritik an Frauen gerichtet ist, die abtreiben (O-Ton: "Ein Kind mehr oder weniger macht doch keinen Unterschied, das werdet ihr schon großbekommen!") und ein paar Foren weiter unten werden dann die Frauen nieder gemacht, die Kinder bekommen haben trotz finanzieller Schwierigkeiten oder fehlender Ausbildung usw. Dort heißt es dann: "Wie konntest Du so verantwortungslos sein und ein Kind unter diesen Lebensumständen belkommen?" Sowas ist ziemlich heuchlerisch.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute! #liebdrueck

Beitrag von hoffnung2011 04.04.11 - 21:04 Uhr

ich finde es schade, man kennt deinen Nick nicht, kann aber deine Motivation tausendmal nachvollziehen. Es bedarf auch einer bestimmten Größe zu saowas zu stehen.

Weißt du aber, was mir aber als Abschlußwort wahnsinnig fehlt..wie willst du es zukünftig verhindern, machst du immer einen Frühabort oder habt ihr darüber gesprochen, welche konsequenzen sich daraus ergeben ?

Beitrag von hippogreif 04.04.11 - 21:22 Uhr

Hä? Konsequenzen? Es ging einfach um einen Erfahrungsbericht und nicht darum, dass sie hier reumütig zu Kreuze kriecht, um Dir das Verstehen einfacher zu machen! Wie schon geschrieben, sie ist keinem Rechenschaft schuldig, Dir nicht und mir auch nicht. Du klingst ziemlich oberlehrerhaft!

Beitrag von ........ 04.04.11 - 21:32 Uhr

Alles Reden bringt bei dieser Dame reichlich wenig, sie belehrt überall , in fast jedem Forum, einfach schrecklich die Frau, ist mir jetzt schon häuftig sehr negativ aufgefallen.

Scheint eine sehr frustrierte Frau zu sein, die nicht ganz so zufrieden ist mit ihrer Familie/Kinder/Mann!

Ich finde es auch sehr mutig von der TE und sie ist hier niemandem Rechenschaft nötig, und ich will auch gar nicht wissen wer hinter dem Schwarznick steht, denn das geht keinen was an!
Tut auch nichts zur Sache.

Sie hat ihre gesundheitlichen Grenzen erkannt, und sich für einen Abbruch entschieden, das ist sehr mutig, leider tun das viele Frauen nicht, und sind dann überfordert etc..

Sie wird schon über weitere Verhütung nachgedacht haben, sie hat ja nicht geschrieben, das es ihre 5.Abtreibung war, dann könnte ich die Frage ja noch verstehen aber so #kratz

VG

Beitrag von hoffnung2011 04.04.11 - 21:47 Uhr

Wie man klingt, wie man dann ist, sind zwei Paar Schuhe. Wer mich hier bei ungeplannt schwanger kennt, weiß, dass ich ziemlich viel Dreck elrebt habe und keinen Menschen somit so ,,oberxy´´ treffen kann/will.

Auf der anderen Seite werde ich auch beim Lesen nicht vergessen, um welches Thema es geht und dies darf angespprochen werden. ich glaube, du tendierst zu anderem Extrem. Du hast ein sehr wichtiges Thema angesprochen, dass in diesem Forum solche Menschen es in der Regel sehr schwer haben.
Ees ist aber ein ziemlich unterschied jemanden anzugreifen und etwas zu bemerken. dies muss erlaubt sein. Ich glaube, da reagierst du bischen überempfidnlich...an sich schade.

Für mich gehört zu einem nüchternem Bericht auch ein Schlusswort, so sind wir Menschen eben unterschiedlich.#aha

Beitrag von ........ 04.04.11 - 21:53 Uhr

Ich tendiere zu gar keinem Extrem, das ist gar nicht meine Art.

Du bist immer diejenige , die ständig noch was schlechtes sucht, und dann oberlehrerhaft hier preis gibt.

Keine Ahnung was du studiert hast, oder nicht, aber du hast definitiv einen an der Waffel, der Schreibstil sagt mehr aus über einen Menschen als du denkst.

So schreibt kein normal denkender Mensch, du scheinst echt nicht mehr zu wissen wo oben und unten ist, sorry ich kann mich auch irren, aber durch den ganzen Dreck den du erlebt hast, wie du selbst schreibst, scheinst du echt durcheinander zu sein.

Das tut mir sehr leid, aber bitte versuch nicht, immer bei anderen Fehlern zu suchen, vielleicht wäre eine psychologische Beratungstelle was?

Ich reagiere nicht überempfindlich, ich denke mir immer, was wenn die andere Person es falsch auffasst , etc..ich habe großes Mitgefühl , du aber nicht, ich weiss nicht ob du das schon selbst bemerkt hast bei dir, wenn nicht, denk mal drüber nach, ist echt nicht böse gemeint, fällt halt irgendwann auf.

Alles Liebe!

Beitrag von hoffnung2011 04.04.11 - 22:07 Uhr

Jojo, lieber schwarzer Feigling,

das nhimm ich mir zum Herzen. Insbesondere in diesem Forum und von jemandem, der sich hinter sowaas verstecken muss.Soll ich die Menschen kontaktieren, denen ich geholfen habe, das ist mir zu doof.

Wenn jemand einen Abbruch vornehmen läßt, hat er dazhu das höchste Recht und dies schreibe ich hier immer wieder, ich kann ( zumindest so ging es mir) nicht zum alltag übergehen als wäre nichfts geschehen.

Für mich hatte mein Fehler die schwerwiegendste Konsequenz, eine Sterilisation.

Immerhin nennt es sich hier noch ein Diskussionsforum..wenn man soweit kommt, dass nicht mal eine solche anmerkung möglich ist, ist man hier eindeutig falsch, umso mehr wenn man schreibt, wie gut man damit klar kommt. Es fällt auf, wie gut ich mit etwas klar komme...ich denke noch weiter...

Stelle ich mir vor, wer dahinter sitzt, stelle ich mir immer noch vor, was er getan hat...und dies ändert nichts dran, dass ich sein Tun absolut nachvollziehen kann..

Tja, nehmen wir jetzt sanfte Nadschuhe und kommen zum anderen Extrem ???? und Menschen die noch weiterdenken, werden dann runtergemacht...dann unterscheidet man sich nicht weit von denen, die dann so eine Person anfahren...beides auf eine ,,unangemessene art und weise´´..meienrseits alles, falls du unter dem Feignick bleiben solltest..

Beitrag von ........ 04.04.11 - 22:12 Uhr

du verstehst echt nicht worum es geht, puuh echt anstrengend mit dir, du merkst nicht wie daneben deine Worte manchmal sind , aber da kann man nichts machen.

Hattest du also auch einen Abbruch, weil du ja sagst, du hast dich nach deinem Fehler sterilisieren lassen, dann müsstest du doch wissen, das man nicht noch belehren sollte, denn das können solche Frauen am wenigsten gebrauchen.

Ich hoffe echt, das du mal drüber nachdenkst, warum bist du so verbohrt<<?

Beitrag von hoffnung2011 04.04.11 - 22:41 Uhr

sirry, meinerseits zu ende..ich schaute mir nochmals meinen Ausgangsposting an und der wurde mit einem Fragezeichen versehen und eindeutig als Frage formuliert.

Ich kann damit umgehen, dass mich manche Menschen fragen..ich glaube, sie hat es sogar ausdrücklich geschrieben..

sorry, wenn ich nicht sage, hattest du recht...wir sind eben unterschiedlich. (lieber Feigling in schwarz)



Beitrag von hippogreif 04.04.11 - 21:57 Uhr

"Willst Du immer einen Frühabort machen" ist nicht einfach nur ne Bemerkung, das ist ne freche Unterstellung.
Ich kenne Dich nicht und muß das auch gar nicht.
Wie Du allerdings dazu kommst zu denken, ich tendiere zu dem "anderen Extrem" (was soll das sein?), ist mir ein bißchen schleierhaft.

Beitrag von hoffnung2011 04.04.11 - 22:15 Uhr

Gut, sagen wir mal so. Ih nehme auf, dass du es so empfindest.für mich;Amen.

Wie ich daz komme, wahrscheinlich falsch ausgedrückt...

Ein extrem sind Mneschen im Forum die die abfälligsten Bemerkungen über Menschen machen, die sich für einen abbruich entscheiden..ein extrem

ein anderer ist grade geschehen...wenn jemand bei einem ganz normalen Kommentar etwas unterstellt wird, man psicht von einer frechen unterstellung etc.

Der bericht klang ziemlich gefasst, nach einer woche gelang man zu einer Entscheidung, man kommt damit auch super klar...in meinem Bauch bleibt hängen...was passiert beim nächsten Mal...nicht mehr nicht weniger.. ICh war ungewollt schwanger und mein Bericht würde mit einem Schlusswort enden...Konsequenz..Ich bin mir verdammt gewußt, was ich einem angetan habe, weil ich ungewollt ss geworden bin...ob man es hier erwähnen muss, muss man nicht, natürlich...es bleibt einem aber hoffentlich erlaubt, dies zu hinterfragen...


Tja, siehst du, wir Menschen sind unterschiedlich...

Beitrag von nichtverstanden 04.04.11 - 21:34 Uhr

Was geht dich das an ? Das hat sie bestimmt getan.

Unglaublich manche Leute #klatsch

Beitrag von hoffnung2011 04.04.11 - 21:50 Uhr

Lieber schwarzer Feigling, brauchst du dich hinter einem schwarzen verstecken, um sowas zu sagen..Das zeugt von sehr wenig Sedlbstbewußtsein..

Was geht es mich denn an ? Ist es nicht erlaubt zu fragen, werde wir hier jetzt einen Katallog aufstellen, wie man buchhalterish zu reagieren hat..?

Komm erstmal aus deinem schwarzen Feinglingsnick raus, lol.

Beitrag von nichtverstanden 04.04.11 - 21:59 Uhr

Ich habe nicht gesagt, dass es nicht erlaubt ist, zu fragen..sondern, was es dich angeht?!

Nicht eine Frage, mit einer Gegenfrage beantworten.

Ich habe genug Selbstbewusstsein, mach dir mal keine Gedanken, und was ist lol?

Wie alt bist du ? 39 ? Nie im leben!!!

Hab noch nie eine 39jährige mit so einer miserablen Rechtschreibung erlebt und dann dazu noch Wörter mit lol, haha sehr witzig.

Mit einem falschen Profil hier schreiben kann ja jeder, finde ich echt doof, wir sind erwachsene Menschen, Mütter so sollte man sich nicht verhalten.

Beitrag von hoffnung2011 04.04.11 - 22:22 Uhr

Na ja, jetzt gehen wir vollkommen vom Thema ab...denke bischen nach..Menschen die so eine falsche Schreibweise haben, sind ????

a) mit einer Erkrankung behaftet
b) faul
c) Ausländer....

aha ?

Was es mich angeht ? Ein Mensch hier entscheidet sich seinen Bericht zu veröffentlichen und ich darf ja kein Kommentar dazu abgeben, umso mehr wenn es sich um kein feindliches Kommentar handelt... was geht dich denn an, ob mich etwas angeht. Handelt es sich hier um einen Erwachsenen Menschen, der braucht keine Engel-Verteidiger, umso mehr nicht, wenn er von keinem (zumindest nicht von mir angegriffen wurde). bestimmter eindruck bleibt im Magen hängen und diese teile ich heirmit mit..

Wenn ich es nicht tun würde, tut es ein anderer, leiber Feigling..Es gehört zu einem Fehler, dass man sich Gedanken macht, dass sowas nie wieder passiert. Auch wenn ich tausendmal hinter jeder solchen Frau stehe, vergesse ich nicht, was ich (wir) angetan haben..wir, Mütter, erwachsene Menschen.

An sich bedauerlich, dass ein solch gut gemeinter Bericht auf solche art und Weise explodiert.

Beitrag von schlecht geschlafen ? 05.04.11 - 01:46 Uhr

Kann man hier nicht mehr normal fragen, hast du schlecht geschlafen ?

Beitrag von goldengirl2009 05.04.11 - 06:38 Uhr

Guten Morgen,

mal ganz einfach geschrieben, geht es Dich etwas an wie sie in Zukunft verhütet ?
Es ging/geht darum mal zu zeigen,dass der medikamentöse Abbruch nicht die "Hölle" ist wie gerne von Abtreibungsgegnern geschrieben wird.
Wie die Frau in Zukunft verhüten wird geht keinen etwas an.

Gruß

P.S.:So gut scheint Deine Erziehung allerdings nicht gewesen zu sein,wenn es noch einmal zu einer Anrede (Hallo,Guten Tag ect.) bzw. Abschluß (Gruß,Alles Gute,LG ect.) reicht.

Beitrag von Tarnumhang:) 05.04.11 - 07:34 Uhr

Nein natürlich werden wir verhüten!

Momentan überlegen wir ob sich mein Mann sterilisieren lässt, ansonsten werde ich auf jeden Fall noch mal ne andere Pille probieren und hoffentlich vertragen :-).

Nochmal passiert mir sowas nicht und wenn ich ohne Sex lebe aber die 2 Wochen möchte ich niemals wiederholen!

Beitrag von goldengirl2009 05.04.11 - 06:34 Uhr

Guten Morgen,

ich wünsche Dir alles Gute und ich finde es doch sehr "mutig" Deinen Breicht über einen Abbruch hier zu veröffentlichen.
Ich "befürchte" allerdings,dass sich die Hyänen in Form von Abtreibungsgegnern und Kinderwunschfrauen noch auf Dich "stürzen" werden,die meisten davon als "Schwarznick".

Wie hat Dein Mann die gesamte Situation erlebt ?

Gruß

Beitrag von Tarnumhang:) 05.04.11 - 07:38 Uhr

Wir waren beide schwer geschockt!

Er meinte auch das geht doch garnicht, jahrelang probieren wir und probieren wir, alle sagen wird eh nichts und nun das.

Er hat immer gesagt er steht hinter mir, was auch immer ich tue und als ich ihn frage was er täte wenn er ich wäre, sagte er, er würde es auch nicht bekommen!

Und wegen der Gegner, nunja Gegenwind gibt es immer und besonders lauten von Leuten, die noch nie in so einer Situation waren aber wir sind nicht mehr im Mittelalter und zum Glück kann jede Frau selbst entscheiden ob sie ein Kind bekommt oder nicht.

Beitrag von ... ... .... 05.04.11 - 18:59 Uhr

Hallo,

danke für deinen Bericht, bei mir war es ähnlich, nur dass ich drei Tabletten Mifegyne hatte. Irgendwo hier in dieser Rubrik existiert auch noch mein Erfahrungsbericht, der deinem ähnlich ist. Ich war bei Zeugung + 25 Tage und es sollte auch schnell gehen, weil ich auch nicht wollte dass das Herz schon schlägt und ich dann die Schwangerschaft abbreche.

Derzeit kommst du gut damit klar, das ist schön :) Allerdings denke ich, dass du auch irgendwann traurig sein wirst und stille Momente haben wirst, in denen du weinen wirst - das war bei mir auch so. Auch wenn ich den Abbruch nicht bereue, so bin ich doch oft traurig. Ich musste mein "Baby" zurückschicken, und das tut manchmal schon weh.

In den Wochen danach waren meine Gefühle sehr vielfältig, mal habe ich Kinder gehasst und war froh, es gemacht zu haben, dann wiederum gab es Momente in denen ich neidisch war auf Schwangere (wovon es derzeit viele gibt in meiner Umgebung), Wut, Trauer, das Gefühl richtig entschieden zu haben, Erleichterung... all das kam wechselnd und war teilweise wirklich anstrengend.

Gerade gestern hatte ich wieder ein sehr starkes Tief, denn der Embryo kam ja (sichtbar) raus und ich... ich hab es einfach die Toilette runtergespült... ich kam mir so mies vor gestern... andererseits: es zu beerdigen oder ein anderes "Ritual" anzuwenden kam mir ebenfalls falsch vor.

Früher war ich auch eine Anhängerin der "Abtreibung ist Mord-Fraktion", aber wenn man dann in der Situation ist, dass es einfach nicht geht, das Baby zu bekommen, dann denkt man anders darüber. Hätte ich aber den geringsten Zweifel an dem Abbruch gehabt, hätte ich es auch nicht gemacht. Habe sehr oft in mich hineingehört.

Ich würde mir wünschen, nicht verurteilt zu werden - wir alle, die einen Abbruch hinter uns haben - haben dies sicher nicht leichtfertig entschieden und auch nicht aus dem Egoismus heraus - im Gegenteil, ich denke, dass wir verantwortungsvoll gehandelt haben gegenüber uns selbst, dem Ungeborenen und eventuell bereits vorhandenen Kindern.

Die Gründe für den Abbruch erscheinen uns im Nachhinein oft nicht mehr von hoher Tragweite und man fragt sich gelegentlich schon, ob man es nicht irgendwie geschafft hätte... allerdings wäre für mich ein "irgendwie schaffen" nicht gut genug gewesen. Manche sagen ja auch, man könne es ja auch zur Adoption freigeben... ich hätte das nicht geschafft, hätte es nicht gekonnt - obwohl sogar eine Freundin, die keine Kinder bekommen hat und es sich wünschte anbot, es zu sich zu nehmen. Diese Freundin ist übrigens die einzige, die sich bei mir meldet, mich fragt wie es mir geht, und ich bin froh dass sie mich nicht verurteilt.

Auch mein Freund stand hinter meiner Entscheidung, obwohl er gerne ein Kind gehabt hätte und unsere Beziehung ist heute sogar besser als zuvor - das gibt mir viel Halt.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du weiterhin so gut damit zurecht kommst, und dass du Menschen hast, die hinter dir stehen. Lass dich nicht von den Furien hier runtermachen ;)

Liebe Grüße

Beitrag von Tarnumhang:) 06.04.11 - 12:35 Uhr

Hallo!

Also erstmal vorab sichtbar kam bei mir nix raus. Klar ein paar größere Klumpen aber da wühlt #hicks man ja nun nicht drin rum. Wie gesagt der Arzt sagte auch es wäre nur ein kleiner Punkt zu sehen (Fruchtsack) und es war ES+20 als die Blutung kam.
Nun hoffe ich natürlich dass es auch funktioniert hat und ich nicht am Freitag (da habe ich die Nachuntersuchung) neue Hiobsbotschaften bekomme. Ich hatte bereits nach meiner 2. Geburt 2 Wochen später ne Ausschabung (2. Plazenta, die man übersehen hat) und da habe ich viel Blut verloren, von daher kann ich auf sowas echt verzichten.

Ansonsten ja du hast Recht man hat stille Momente wo man auch mal ein paar Tränen hat. Nicht weil man es bereut oder sich als Mörder fühlt, sondern einfach weil die Situation so bescheiden war, dass man das Kind einfach nicht bekommen kann.
Weißt du ich liebe Kinder (habe ja nicht umsonst 2 #verliebt) aber man hat halt eben auch Verantwortung und ich finde es verantwortungslos Kinder zu bekommen, wenn man vom Amt lebt und sich damit noch mehr die Zukunft verbaut. Klar könnte man sauer sein auf die Politik und den Staat und auf die Sch... - Arbeitgeber die einen nicht einstellen wollen obwohl man top ausgebildet ist aber es hilft alles nichts. Meine Situation ist eben wie sie ist und ich muss gucken, dass meine Kinder alles bekommen und da wäre ein weiteres Kind der Genickschuss so traurig wie es ist.

Es verändert halt das Leben und man wird es niemals vergessen was ich auch unangemessen fände aber man wächst auch an solchen Erfahrungen und wird reifer. Mir es hat vor Augen geführt, dass ich als sehr perfektionistischer Mensch eben doch nicht unfehlbar bin und sein kann und dass es wahrscheinlich besser sein wird meine Ansprüche an mich selbst in Zukunft etwas runterzuschrauben.

LG, #winke#winke

Beitrag von heute mal so dabei 12.04.11 - 15:17 Uhr

Hallo
ich finde es auch sehr mutig von Dir hier Deinen Erfahrungsbericht einzustellen!

Ich selbst hatte auch in der 5.SSW einen medikamentösen Abbruch!
Und der war natürlich auch reichlich überlegt!


Es wäre in unserer Situation auch nicht gegangen! Einzelheiten lass ich hier jetzt mal raus!

Leider war bei meiner Nachuntersuchung nicht alles ok, es war noch was drin geblieben! (Das soll wohl gar nicht so oft vorkommen aber es kommt vor)
Also durfte ich am nächsten Tag noch zu einer Ausschabung! :-(

Und bei der Nachuntersuchung war alles okay!

Ich wünsche Dir noch alles Gute!#winke



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Jeder hat das Recht für sich selbst zu entscheiden, jeder hat sein eigenes Leben und macht das was er für richtig hält!