Hilfe, Zahnnerv muss raus und Wurzelbehandlung

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Beitrag von lakritzfan 04.04.11 - 19:54 Uhr

Hiilfee!

Ich war gerade mit meinen höllischen Zahnschmerzen (wusste nicht mal, ob es oben oder unten wehtat und hatte schon Ohrenschmerzen) beim Zahnarzt.

Der Zahnnerv ist schlimm entzündet und muss raus. (Backenzahn unten links)
Nach 3 Betäubungsspritzen hing ich beim Eisspray-Test immer noch unter der Deckenlampe und wimmerte vor mich hin.#zitter#schwitz

Der ZA hat dann aufgegeben, mir Ibuprofen 600 und ein starkes Antibiotikum gegeben um die Entzündung zu bekämpfen. Am Donnerstag muss dann der Nerv raus, wenn die Betäubung dann wieder nicht reicht, muss ich mir einen "Holzhammer" beim Kieferchirurgen holen und dann wiederkommen zum Behandeln. Danach (Dienstag nach Ostern, also Ostern wird toll...) muss ich zur Wurzelbehandlung.

So, bitte muntert mich mal ein bißchen auf, keine Horrorgeschichten und sagt mir doch nebenbei: Kann ich nach den Schmerzen "mit links" ein Kind kriegen? #schein

Freue mich über ein paar liebe Worte und den ein oder anderen positiven Erfahrungsbericht!

Lieben Gruß!
#blume

Beitrag von minimoeller 04.04.11 - 20:26 Uhr

Nur so nebenbei: wer schon mal Wehen gehabt hat, lässt sich ohne Betäubung das ganze Gesicht abmontieren...

Scherz beiseite, das wird schon!!!

Das Antibiotikum bekämpft ja nun schon einmal die Entzündung. Und Du kannst Dich ja auch mit Schmerzmitteln doopen. Leider ist es immer mit Betäubungen schwierig, wenn eine akute Entzündung vorliegt. Dann wirken die schlecht.

Aber sei Dir sicher, beim nächsten Zahnarztbesuch wird es besser. Vielleicht hast Du Glück und der Nerv ist bis dato schon endgültig abgestorben. Dann ist alles nur noch halb so schlimm. Vertrau jetzt einfach mal auf das Antibiotikum.

Ich drück die Daumen.

#klee

Beitrag von verenchen1508 04.04.11 - 20:37 Uhr

Huhu,

mir ist vorgestern, nachdem ich eine Bockwurst gegessen habe und ich mit den Zähnen abgerutscht bin, ein Stück Zahn abgebrochen, darunter war ganz viel Karies. Dann musste ich Sonntag wegen der Schmerzen doch zum Notdienst und die konnten den Zahn leider nicht mehr retten.


Es war nichts entzündet und die Betäubung hat super geholfen. Heute erst war ich bei meinem Hauszahnarzt und der hat unter Betäubung die Wurzelbehandlung weitergeführt. Ich war klatschnaß geschwitzt auf dem Stuhl, aber es hat definitiv nicht weh getan.

In drei Wochen, also kurz nach Ostern, muss ich dann nochmal hin und die Füllung wird fertig gestellt.

Ich bin so froh, dass mir das jetzt passiert ist und nicht in 6 Wochen, dann wären wir nämlich in Südfrankreich und mein französisch ist nun wirklich nicht so gut, dass ich denen dort meine Beschwerden und vor allem meine Ängste klar machen könnte.

Das Schlimmste hast du hinter dir! Sobald die Medikamente, vor allem das Antibiotikum, anschlagen, wird es dir besser gehen und dann ist die Wurzelbehandlung gar kein Problem mehr.

Gute Besserung, ich leide mit dir, meine linke Wange ist noch immer taub von der heutigen Behandlung.

Beitrag von mudda 04.04.11 - 22:18 Uhr

Hallo und guten Abend

mir wurde vor gut einem Jahr 6 Zähne rausoperiert und davor und danach wurden noch etliche Zähne restauriert. insgesamt hab ich jetzt knapp 6 Monate das ganze Gebiss renovieren lassen (Scheiß Zahnarztangst....)

Die 6 Zähne (alle 4 Weisheitszähne und 2 Backenzähne) habe ich unter Vollnarkose gezogen bekommen.

Seitdem hab ich drei Wurzelbehandlungen über mich ergehen lassen, ist ein seltsames Gefühl aber mit Spritzen zur Betäubung tat nichts weh. Nur das "rubbeln" der Feilen (oder was das auch immer ist ) ist schräg, denn das ist als ob ein Schornsteinfeger den Schornsteig saubermacht.

Und ganz ehrlich, wer Kinder bekommen kann lacht über die Schmerzen nach Zahnbehandlungen ;-), wenn ich die wahl hätte mach ich gerne nochmal die Weisheitszahn-Op durch.

Das schaffst Du auf jeden Fall es wird nicht super angenehm aber siehs mal so, danach ist alles besser und schlimmer als es jetzt war, kann es ja kaum werden oder?

In diesem Sinne

VG und viele CoolPaks
die 600er Ibu hauen alles an Schmerzen weg, ich hatt nach der Zahnop NIE Schmerzen und nach 4 Tagen hab ich gar keine Schmerzmittel mehr genommen und wenns doch mal geziept hat dann hab ich Hypericum C30 genommen, perfekt.

mudda

Beitrag von claudi2712 05.04.11 - 08:09 Uhr

Guten Morgen!

Dein Nick passt zur momentanen Verfassung, was:-)

Ach ich kann Dir gut nachempfinden. Ich durfte das auch schon 4mal über mich ergehen lassen. Was ich eigentlich nur fragen wollte: hat der Zahnarzt ne Leitung gespritzt? Also für den Unterkiefer gibt es die Möglichkeit, die Betäubung in den Hauptnerv, der den Unterkiefer versorgt, zu spritzen. Das nennt sich dann Leitung. Dieser Punkt ist hinter dem letzten Backenzahn, quasi etwas weiter vorn als das Kiefergelenk. Normalerweise legt die Betäubung dann den kompletten Unterkiefer bis zur Hälfte lahm, von daher wundere ich mich...

Meine "Ex-Zahnärztin" hat das nie gemacht, weil sie (O-Ton:) "das nicht so gut kann". Da hatte ich nämlich auch immer das Problem, dass sie mit Betäubungspritzen rund um den betroffenen Zahn nix erreicht hat...

Inzwischen habe ich einen, ach mit dem könnte ich glatt mal essen gehen:-) der ist sowas von feinfühlig und kompetent (und attraktiv noch dazu#schein)....

Alles Gute wünsch ich Dir!

Claudia

Beitrag von lakritzfan 06.04.11 - 13:18 Uhr

Hallo Claudia!

Ja, mein Nick sagt auch viel über meine Zähne aus, da ich schneller Karies etc. habe als andere, ich bin nämlich ein totaler Süßschnabel...

Also, hinter dem letzten Backenzahn hatte ich keine Spritze. Mir tut die Wange weh, weil er da irgendwo gestochen hat.
Habe einen seit August niedergelassenen Zahnarzt, dem ich aber einiges zutraue. Essen gehen könnte man mit ihm auch, aber er ist frisch verlobt, ich denke er würde also "nein" sagen. :-)Ich werde morgen bei meinem Termin mal fragen, ob diese Art der Betäubung möglich ist und auch Sinn machen könnte.
Meine 3 Spritzen am Montag haben jedenfalls 6 Stunden gehalten, aber halt nicht dort wo es wichtig gewesen wäre...

Danke dir für deine Antwort!!!

Beitrag von thea21 05.04.11 - 08:49 Uhr

Kinder gebären ist 100 Mal schlimmer.

Auf meiner VK habe ich das mit: Hinkelstein durch die Arschbacken und Dammriss 3. Grades erwähnt.

On top: Das Gefühl einem platzt der Arsch, pausenloses Gekotze und meinen Darm hatte ich auch nicht mehr unter Kontrolle ;-)

Aber, eine Beruhigung: Sobald das Antibiotikum anschlägt, die Entzündung weg ist, wird die Wurzelbehandlung (außer dem Rumgefummel am Mund) ein Spaziergang, dernn unter Betäubung merkste garnix.

Beitrag von madmat 05.04.11 - 15:26 Uhr

Hallo,

vor meiner Wurzelbejandlung habe ich immer gedacht, ich bekomme lieber ein Kind, als zum Zahnarzt zu gehen ;-)

Heute ist es anders herum.
Eine Wurzelbehandlung ist wirklich nicht wild!

Ich habe vor der Wb das Weinen bei der Zahnarzthelferin angefangen und gesagt, daß ich wirklich Schiss habe. Sie hat mich beruhigt, und mir gesagt, daß ich danach sage, ich hätte mich umsonst wild gemacht.
Es war tatsächlich so!!!

Da war das Schleifen der Zähne für Kronen und das Pipapo danach wesentlich schlimmer!

Nimm das Antibiotika fleißig, dann ist die Entzündung draußen, und die Betäubung wirkt ordentlich!

Alles wird gut!!!

Beitrag von lakritzfan 06.04.11 - 13:13 Uhr

Hallo an euch alle!

Vielen lieben Dank für Eure aufmunternden Antworten, auch wenn ich jetzt Schiss vor der Familienplanung bekomme... #klatsch

Das Antibiotikum schlägt mir zwar etwas auf den Magen (also kein Lakritz momentan ;-) ) aber auch gut an, sodass ich gestern nur eine Ibu 600 (mittags 1/2 und abends 1/2) brauchte.
Ein bißchen Restangst bleibt aber, dass die Betäubung nicht 100% sitzt. Weil wie ihr schreibt, das Rubbeln, Feilen etc. an sich schon fies genug ist.

Eine Frage habe ich aber doch, da alle der Meinung sind, dass Kinder kriegen schlimmer ist:
Den richtig fiesen ziehenden, pochenden Zahnschmerz müsste ich bei einer Entbindung doch hoffentlich gegen einen krampfartigen, brennenden Schmerz tauschen können, oder? Ich kann besser Krämpfe ab, als diese Zahnschmerzen zu haben. Ich vergleiche es mit Tönen: Zahnschmerzen sind für mich Kreischen, Krämpfe sind weniger "hochtönend" - wenn ihr versteht was ich meine... #kratz

Wünsche euch allen, dass ihr nie wieder eine Wurzelbehandlung machen braucht!

Beitrag von claudi2712 06.04.11 - 13:38 Uhr

Liebe Lakritz,

ich habe fünf Tagen in den Wehen gelegen, mit allen "Auf und Abs" (Wehenhemmer, Wehencocktail, geplatzer Fruchtblase und nicht in den Geburtskanal gesunkenem Kind) also wirklich das volle Programm. Ich würde IMMER (wirklich IMMER) nochmal diese 5 Tage durchmachen, als ein entzündeter Wurzelkanal am Abend ohne Zahnarzt - da wollte ich ernsthaft aus dem Fenster hopsen vor Verzweiflung...

Ausserdem: nach Geburt setzt bei den meisten eine Art Geburtsamnesie ein - beseelt vom Glück, in Form eines Frottee-Bündels mit Knopfaugen, was Dich neugierig ansieht!

Alles Gute!
Claudia

Beitrag von lakritzfan 06.04.11 - 19:06 Uhr

#rofl#rofl#rofl

Haha, das war deutlich! Heißen Dank!

Wünsch dir noch nen schönen Abend!

Gruß, Lakritz alias Katrin #winke