Haushaltshilfe wg KKH-Aufenthalt

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Beitrag von mokli 05.04.11 - 08:51 Uhr

Hallo!

Ich muss stationär ins KKH, für sechs bis zwölf Wochen. Die Krankenkasse bezahlt mir eine Haushaltshilfe, für fünf Tage die Woche, acht Stunden täglich.
Ich habe eine Bekannte die das machen würde, sie bekommt derzeit Geld vom Amt (ALGII?).

Kann mir jemand sagen ob das so ohne weiteres machbar ist?
Dass in der Zeit kein weiterer Anspruch auf ALGII besteht dürfte klar sein. Aber wie sieht es aus mit der Krankenversicherung?
Und welche Pflichten hätte ich? Muss ich die Haushaltshilfe anmelden, wenn ja wo und wie?
Es ist ja ein Vollzeitjob, wenn auch nicht für sehr lange.

Meine Bekannte fragt bei ihrem Sachbearbeiter nach sobald sie dort einen Termin bekommt, meine Krankenkasse konnte mir leider keine Auskunft geben.

Ich wäre sehr dankbar wenn mir jemand sagen könnte was zu beachten ist.

LG, mokli

Beitrag von miau2 05.04.11 - 09:21 Uhr

Hi,
du musst alles beachten, was jeder normale ARbeitgeber auch beachten muss (die Minijobgrenze sprengt es ja deutlich).

- Du musst den Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung zahlen, die Krankenkasse zahlt den nicht
- Du bist der Arbeitgeber, mit allen Rechten und Pflichten (Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaub...)
- Steuern müssen auch abgeführt werden...eigentlich, ich hatte mal einen vorübergehenden Job bei einem Arbeitgeber, der sich in D überhaupt nicht auskennt (Expo 2000 - mein AG kam aus einem etwas exotischen Ländchen weit, weit weg...) - da war mit dem FA eine Vereinbarung getroffen, dass nichts abgeführt wird, ich aber selbstverständlich zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet war und dann halt entsprechend hätte nachzahlen müssen - das sollte man natürlich vorher klären

Im Prinzip hat mir meine Krankenkasse (es ging bei mir um 24 Stunden/Woche für ca. 16 Wochen in der Schwangerschaft) ganz klar davon abgeraten, das so zu machen.

MEINE KK hätte allerdings einen bereich "Arbeitgeberberatung" gehabt, der mich, wenn ich das trotzdem gewollt hätte beraten hätte.

Viele grüße
Miau2

Beitrag von mokli 05.04.11 - 13:37 Uhr

Hallo!

Das schockt mich jetzt ein wenig #schwitz

Ich habe grade noch mal mit der Krankenkasse telefoniert und dort wurde mir gesagt dass es KEIN Job in dem Sinne wäre, ich also nichts irgendwo anmelden müsste, meine Bekannte lediglich beim Jobcenter alles angeben muss.

Das Geld was gezahlt wird wäre auch nicht steuerpflichtig, müsste aber bei der Steuererklärung mit angegeben werden da es unter den Progressionsvorbehalt zählt.

Mist, jetzt dachte ich grade ich hätte eine akzeptable Lösung gefunden.

LG, mokli

Beitrag von miau2 05.04.11 - 14:17 Uhr

Hm, ich kann dir natürlich nur wiedergeben, was mir meine KK damals (vor 2,5 Jahren) dazu erzählt hat.

Aber vielleicht wissen die eine Antwort, warum das ganze kein Job im eigentlichen Sinne wäre...Schließlich ist es für sie doch dann ein Einkommen aus unselbständiger Arbeit. Würde mich echt mal interessieren.

Progressionsvorbehalt betrifft doch eigentlich nur Lohnersatzleistungen.

Und bei IHR wird ja kein Lohn ersetzt, und was es für dich ist ist für ihre Steuer unrelevant. Auch für dich ist es keine Lohnersatzleistung. Kann es sein, dass da jemand bei deiner KK das mit dem Krankengeld verwechselt hat?

Das ist etwas vollkommen anderes, würde dich bei so langer Krankheit aber durchaus betreffen wenn du arbeitest- und da würde das mit dem Progressionsvorbehalt auch zutreffen, allerdings bei DEINER Steuererklärung.

Klingt für mich nicht wirklich logisch, diese Aussage der KK, und wenn ich unter Progressionsvorbehalt nachgoogle bringt mich Wiki auch nicht weiter http://de.wikipedia.org/wiki/Progressionsvorbehalt

"Steuerpflichtig" oder nicht - das ist etwas, was dir heute niemand beantworten kann. Es kann natürlich sein, dass sie über das ganze Jahr gesehen keine Einkünfte über ihrem persönlichen Freibetrag (bzw. wenn sie verheiratet ist für beide zusammen) hat. Nur müsste m.W. nach im Regelfall trotzdem erst mal abgeführt und dann halt über die Steuererklärung zurückverlangt werden...

Also, wie gesagt, ich finde, dass das, was deine KK dir erzählt hat nicht wirklich richtig klingt - aber ich bin natürlich auch nur ein Laie auf dem Gebiet ;-).

viele grüße
miau2

Beitrag von mokli 05.04.11 - 14:36 Uhr

Hallo,
ne, ich finde auch dass das so nicht richtig klingt was die gute Frau von der KK gesagt hat.
Beim ersten Mal hatte ich ja auch jemanden dran der mir sofort sagte dass er keine Ahnung hat, die heute schien sich ihrer Sache ziemlich sicher.

Auf dem Wisch für die Haushaltshilfe steht auf jeden Fall drauf "ich versichere, dass ich die nebeneinkünfte den entsprechenden Stellen, z.B. Finanzamt, Arbeitsagentur o.ä. gemeldet habe."
Das bedeutet dann ja wohl doch dass es steuerpflichtig ist.

Ich hoffe meine Bekannte hat mehr Glück wenn sie bei ihrem Sachbearbeiter anfragt. Der sollte sich ja auskennen.
Hoffe ich #schwitz

LG, mokli

Beitrag von miau2 05.04.11 - 17:45 Uhr

Hi,
mir ist noch etwas eingefallen...in eigener Sache hatte ich mich gerade mit dem Thema Minijob beschäftigt.

Es stimmt schon, die grenze liegt bei 400 Euro im MOnat. Nur gibt es wenn ich das alles richtig kapiert habe auch die Möglichkeit, vorübergehend mehr zu verdienen, wenn man über das ganze Jahr gerechnet nicht mehr als 4800 Euro verdient.

Und ich weiß jetzt nicht, was deine KK als Stundensatz bietet (bei meiner waren es damals 5 Euro irgendetwas), aber über 4800 würde sie wohl kaum in den max. 12 Wochen verdienen.

DAS könntest du sicher mit der Minijobzentrale klären. Vielleicht geht es ja doch alles viel einfacher, als ich dachte (und dann hätte meine KK damals falsch gelegen - allerdings hätte ich von meiner bekannten nicht erwartet, für 6 Euro pro Stunde zu arbeiten, und eine deutliche "Zuzahlung" als Eigenleistung hätten wir nicht bezahlen können, nicht für eine so lange Zeit - es war also allein deshalb nichts, was wir weiterverfolgen konnten).

Also doch noch mal eine idee zum nachverfolgen.

Beitrag von susannea 05.04.11 - 14:54 Uhr

DAs stimmt, das ist nämlich anders abzurechnen!

Beitrag von mokli 05.04.11 - 14:59 Uhr

Hallo,

du meinst also es reicht wenn meine Bekannte das alles mit dem Jobcenter abklärt?

LG, mokli

Beitrag von susannea 05.04.11 - 15:02 Uhr

Ich würde evtl. noch mal bei deiner Krankenkasse anfragen, die sollten dazu eigentlich auch Ahnung haben, wie das genau abläuft.

Beitrag von mokli 05.04.11 - 15:08 Uhr

So richtig leider nicht, aber ich werde wenn ich den Antrag hier habe mal noch einen Versuch starten.
Danke!

Beitrag von miau2 05.04.11 - 17:42 Uhr

Hi,
du machst mich neugierig.

War das, was uns meine KK erzählt hat falsch?

Wobei - wenn ich mal richtig rechne ( 12 Wochen, 8 Stunden, und wenn ich den Stundensatz meiner KK nehme - 5 Euro irgend etwas) kommt man ja weit unter dem Satz raus, der als Höchstgrenze fürs ganze Jahr Minijob gilt.

Vielleicht doch ein Minijob? Wäre doch sicher am einfachsten...

Viele Grüße
miau2

Beitrag von susannea 05.04.11 - 19:50 Uhr

Ja, das denke ich auch, dass Minijob am einfachsten wäre, aber meine KK hat mir damals erzählt (und eine Bekannte die bei einer anderne KK arbeitet auch), dass es für solche Dinge irgendwie Sonderregelungen gibt.

Beitrag von susannea 05.04.11 - 14:55 Uhr

Mal davon abgesehen, dass es evtl. noch unter einene Minijob durch die kurzfristige Zeit fällt, sind Haushaltshiflen nicht als normale AN abzurechnen!

Beitrag von miau2 05.04.11 - 17:48 Uhr

Hi,
warum (also warum anders als "normale" AN", wenn es über 4800/Jahr gehen sollte)?

Hat sich da etwas geändert?

Kann man da irgendwo etwas nachlesen?

Vielleicht komme ich ja noch mal in die situation, selbst zu suchen - interessiert micht jetzt, denn dann war das, was mir die Kasse damals erzählt hat zwar nachvollziehbar und logisch, aber offenbar falsch.

Müssen Haushaltshilfen keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen? Steuer wäre nicht mein Problem, sozialversicherung schon.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von susannea 05.04.11 - 19:51 Uhr

Ich weiß nicht, wo es nachzulesen ist, hatte damals was dazu bekommen von einer Bekannten die bei der KK arbeitet und unserer KK hatte auch gesagt, das zählt irgendwie anders, aber es könnte auch sein, dass dies nur bis zur besagten Grenze ist wegen der kurzen Zeit.

Beitrag von anna031977 05.04.11 - 09:22 Uhr

Sie könnte es als 400 Euro Job machen, das müsste dann bei der Knappschaft (Mini-Job-Zentrale) angemeldet werden.

Da hast Du echt Glück. Bei solchen Sachen sind die gesetzlichen Kassen echt gut. Ich war auch gerade ne Woche im KH und liege jetzt zu Hause weiter. Aber ich bekomme von der Privatkasse keine Haushaltshilfe und von der Beihilfe sowieso nicht.

Und bevor jetzt jemand sagt, versichere dich gesetzlich: geht als Beamter nicht. Man muss die private Kasse inzwischen sogar nachweisen, sonst verliert man sogar den Beihilfeanspruch. Bei so Hilfsmitteln, Kuren und Mutter-Kind sind die privaten Kassen echt hinterwäldlerisch....

Dafür schieben sie dir dann den hunderte von Euro teuren Chefarzt in den A... und fragen nicht mal ob die horenden Rechnungen rechtens sind.

Beitrag von kati543 05.04.11 - 10:25 Uhr

"Und bevor jetzt jemand sagt, versichere dich gesetzlich: geht als Beamter nicht."
Doch das geht. Es geht sehr wohl die Kombi Beihilfe + GKV. Aber du hattest dich damals irgendwann dagegen entschieden. Und das war natürlich eine Entscheidung auf Lebenszeit. Aber ich kenne dein problem. Mein Mann hat den selben Fehler gemacht. Und meine Kinder sind nun auch in der PKV :-(

Beitrag von anna031977 05.04.11 - 14:53 Uhr

Es geht ja nicht um die Kinder. Sondern um die komischen Leistungen in der PKV....1000ende an Euro für Wahlleistungen ohne mucken zahlen, was keiner braucht und worauf ich auch diesmal wieder verzichtet habe.

Aber was man wirklich braucht, wie zum Beispiel Rückbildung wird nicht gezahlt. Übrigens auch von der Beihilfe nicht, was ich viel schlimmer finde, da die ja für mich und meinen Mann 70% und für die Kinder sogar 80% zahlt.

Ich beschäftige jetzt meine Zugehfrau einfach als Haushaltshilfe solange es nötig ist und hab von dem erstatteten Geld wegen Wahlleistungsverzicht die Kosten wieder drin. Außerdem habe ich Krankenhaustagegeld. Insofern komme ich schon auf die Kosten.

Aber ich finde das eben eine verkehrte Welt.

Beitrag von sanny23 05.04.11 - 10:11 Uhr

Warum macht es denn dein Mann nicht???Ich mußte vor 2 Jahren auch ins KH.Mein Mann ist dann zu Hause geblieben als"Haushaltshilfe" und hat das Geld von der KK bekommen.

LG Sanny#katze

Beitrag von mokli 05.04.11 - 13:30 Uhr

Hallo!

Das würde sich ungünstig auf den Job meines Mannes auswirken.

LG, Monika

Beitrag von sanny23 06.04.11 - 21:50 Uhr

wieso,wenn ich fragen darf???

lg

Beitrag von mokli 08.04.11 - 14:24 Uhr

Weil grade Verhandlungen über eine Gehaltserhöhung und Beförderung anstehen. Ich denke das hätte sich dann erst mal erledigt wenn er so lange ausfällt!

LG, mokli