Auskunfts-/ Informationspflicht des Kindergartens

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tinelinchen 05.04.11 - 09:31 Uhr

Hallo,
im Kiga einer Freundin besteht der Verdacht, dass Kinder sexuell missbraucht wurden. Die Leitung spricht von harmlosen Doktorspielen und bagatellisiert das Ganze, auch die betroffenen Eltern werden nicht informiert. Wir finden, dass die Kiga-Leitung die Eltern hierüber informieren muss, wenn sie das wissen wollen, die Kiga-Leitung sagt aber, sie dürfe dies aus datenschutzrechtlichen Gründen und zum Schutz der Kinder nicht tun.
Wir verstehen das nicht, denn über jede kleinste Schramme wird informiert, über solche Dinge aber nicht ??!!
Auch das Jugendamt (das auf der Seite des Kindergartens ist) sagt, dass keine Informationspflicht bestünde.

Kennt sich jemand mit den rechtlichen Vorschriften aus, woher der Kiga und das Jugendamt dies ableitet? Oder ob es doch Vorschriften gibt, nach denen informiert werden muss ? (wir sind Rheinland-Pfalz)

Viele Grüße
Anna (die froh ist, dass ihre Tochter in einen anderen Kiga geht - trotz des riesigen Aufwands und der daraus entstehenden "Außenseiterrolle" im Dorf)

Beitrag von 3erclan 05.04.11 - 09:39 Uhr

Hallo

ich denke da ist ein großer Unterschied ob es wirklcih Doktorspiele waren oder wirklich Missbrauch.

Woher wisst ihr dass es einen Missbrauch gab???

lg

Beitrag von polar99 05.04.11 - 09:49 Uhr

Hallo,

dein Beitrag ist nicht verständlich.

Was meinst Du, Doktorspiele der Kinder untereinander?

Sexueller Mißbrauch also Übergriffe von Erwachsenen auf Kinder im Kindergarten?

lg polar

Beitrag von cori0815 05.04.11 - 10:05 Uhr

hi Anna!

Entscheidend ist dabei ja sicher, ob es Kinder untereinander waren, die "Doktorspiele" gemacht haben oder ob ein Erzieher/eine Erzieherin beteiligt war.

Warum ergreifen die Eltern der betroffenen Kinder nicht die Initiative? Spätestens dann muss das Jugendamt ja tätig werden.

LG
cori

Beitrag von rienchen77 05.04.11 - 10:20 Uhr

was soll denn überhaupt genau vorgefallen sein sollen...?

Doktorspiele sind normal...natürlich unter Kindern

wir bräuchten genauere Informationene

Beitrag von ratpanat75 05.04.11 - 10:46 Uhr

Hallo,

leider ist dein Beitrag sehr unverständlich. Geht es um Doktorspiele der Kinder untereinander oder um Übergriffe eines Erwachsenen?

LG

Beitrag von tinelinchen 05.04.11 - 11:07 Uhr

Also:
Es geht um Doktorspiele von Kindern untereinander, die die Grenze des Üblichen bei weitem überschritten haben (das stand sogar in der Zeitung und einige Eltern haben es erzählt). Das Jugendamt hat insofern eingegriffen, dass jetzt eine Psychologin anwesend ist und Kinder betreut. Auch werden die Eltern betreut, die sich gemeldet haben, die also von ihren Kindern wissen, dass diese betroffen waren. Aber es gibt auch Eltern, die vermuten, dass ihre Kinder zu den betroffenen Opfern gehören, es aber nicht wissen... Die wissen derzeit gar nicht, wie sie reagieren sollen. Daher war ja die Frage bezüglich der Auskunftspflicht der Kindergartenleitung!

Beitrag von rienchen77 05.04.11 - 11:53 Uhr

reden wir hier von Kindern und Doktorspielen?

und wenn ja...warum ist es nicht eher aufgefallen....

Beitrag von twins 05.04.11 - 12:13 Uhr

HI,

das ist ein schwieriges Thema. Bei uns war das vor Jahren ein Thema zwischen Jungen und Mädel, wobei es schon mehr als Doktospiele waren. Es sollte ein Thema zwischen den beiden Eltern der Kinder und Kiga bleiben, die Leitung hat es aber nicht zwischen den beiden Parteien "offen" kommuniziert, so dass die beiden Eltern auch gegen den Kiga angegangen sind und dann hat es die große Runde gemacht.

Hinterher mußten die Eltern beider Kinder mit den Kinder zum Psychologen...die Kinder wurden begutachtet, und viele Eltern haben dann mitgeredet.....bis hin zwei Erzieher gehen mußten, die absolut nichts damit zu tun hatten, aber einen Buhmann muss es geben...die Chefin hat den schwarzen Peter weiter gereicht.

Unser Sohn wurde auch mal extrem genötigt. Nachdem der Kiga das auch als nichtig abgetan hat, ich auch erst im Nachhinein erfahren habe um was es wirklich ging hat der Kindergarten auch gleich etwas unternommen:
sie haben eine Frau geholt, die am Abend ein Referat für Doktorspiele, etc. im Kindergarten für die Eltern gehalten hat. Kurz und knapp: es ist OK, wenn sich Kinder sich alles Mögliche in allen (!) Körperöffnungen stecken, egal was und wie groß, und die Eltern sollen es nicht thematisieren und die Kindern zu Tätern machen.

Naja, ich habe selber mein eigenes Fazit draus gezogen und meine Kinder aufgeklärt, was OK ist und was nicht. Und was sie auf keinem Fall "dulden" sollen nur weil der Kiga das OK findet!!!

Grüße
Lisa

Beitrag von mondfluesterin 05.04.11 - 13:34 Uhr

Ich denke auch, dass ein Elternabend zu dem Thema angebracht wäre. So etwas habe ich noch nie gehört und ich finde das höchst seltsam. Vor allem, wenn man an das betreffende Kind denkt - wer weiß, was da noch hintersteckt?
Aber es gibt doch Elternvertreter, die man ansprechen kann und die betroffenen Eltern sollten sich schon wehren. Aber wenn nun eine Psychologin anwesend ist, wurde ja doch etwas getan...