Hilfe wegem Hauskauf von privat

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von seni81 05.04.11 - 12:27 Uhr

Hi


ich brauche mal etwas Hilfe.

Wir wollen ein Haus von einer älteren Dame kaufen. Diese möchte zu Ihrer Tochter in die Stadt ziehen, soweit so gut.

Nun haben wir einen vorläufigen Kaufvertrag vom Notar erstellen lassen. Diesen hat sie ihrem Anwalt gegeben, auch gut.

Nun ist es so, dass sie einen Vorschuß will von 15.000€, wir würden aber mit höchstens 10.000 mitgehen. Sie sagt, dass sie es braucht um die Wohnung einzurichten!? Das ist doch aber eigentlich nicht üblich, oder. Und außerdem glauben wir, dass sie auch eininges angespart hat.

Jetzt wissen wir seit gestern, dass wir dass Geld auf ein Treuhandkonto tun sollen, damit wir nicht rankommen. Sie hat wahnsinnig Angst, dass wir mit dem Geld abhauen oder so. Ich verstehe das nicht. Aber wir wollen das nicht, weil da ja wieder Gebüren anfallen.

Das Haus ist doch erst uns, wenn wir ihr das komplete Geld überwiesen haben, vorher wird doch im Grundbuch gar nix eingetragen.

Ich glaube, dass ihr alle möglichen Leute reinreden und uns als böse hinterlistige Menschen hinstellen, die eine arme Witwe ausnehmen.
Aber wir haben 2 Kinder und wollen einfach nur das Haus kaufen.

Das Problem ist, wir haben bereits das Geld für das Haus. So einfach abspringen geht nicht mehr. Die Bank will bald den entgüldigen Kaufvertrag haben.

Wie können wir ihr die Angst nehmen?

Ich würde gern mit ihr zusammen zu ihrem Anwalt, der uns ja geschrieben hat, das er den Verkauf übernimmt, da sich Frau X überfordert fühlt. Jetzt hatte mein Mann gestern da angerufen und erzählte uns das mit dem Treuhandkonto und das wir das erstmal unteruns regeln müßten.

Aaahhhh, ich dreh hier noch durch!!!


Gruß

Beitrag von jenjo 05.04.11 - 12:43 Uhr

Wir kaufen auch gerade ein Haus.... aber unser Notar ist für die Verkäuferin und für uns zuständig.....

Wir bezahlen auch erst, wenn wir vom Notar die Zahlungsaufforderung bekommen. Und die bekommt er erst, wenn die Grundbuchvorlassungsurkunde (oder wie das Ding ganz genau heißt) bekommt. Ein Notaranderkonto wie früher gibt es hier nicht mehr. Also bekommt unsere Bank ein Schreiben vom Notar und die regeln das dann mit der Bank der Verkäuferin...

Keine Ahnung wie das da gerade bei euch läuft... aber schonmal was anzahlen würden wir nicht.. durch den Notar ist aber ja auch alles geregelt wegen dem verkauf (also wir haben ja schon unterschrieben)....

Hilft dir jetzt leider auch nicht weiter, Sorry

Beitrag von wilma.flintstone 06.04.11 - 08:34 Uhr

Hallo Seni,

der Notarvertrag (wenn er denn geschlossen ist) ist die Sicherheit für die Dame, daß sie das Geld bekommt und Ihr erst das Haus bekommt, wenn gezahlt ist.

Vorab Geld "als Sicherheit" zu geben ist nicht nur unüblich sondern für Euch auch riskant. Kommt der Kaufvertrag nicht zustande müsst Ihr Euch das Geld, ggflls. mit Anwalt (!) wiederholen.

Das sollten Ihr aber eigentlich auch Notar und Anwalt sagen können.

Stellt sie vor die Wahl zu unterschreiben oder es zu lassen.

Gruß W.

Beitrag von geli0178 06.04.11 - 14:27 Uhr

Hallo,

wenn keiner weiß was er soll, dann geht zum Notar und erledigt darüber den Verkauf. Beim Notar lasst Ihr ein Notaranderkonto anlegen und nach dem Verkauf überweißt Ihr den Verkaufspreis auf das Konto. Sobald alle Einträge (Grundbuch mit Grundschuld uvm) gemacht worden sind und Ihr die rechtmäßigen Eigentümer das Hauses seit, bekommt die ältere Dame den Verkaufspreis. Die Kosten für das Konto sind gering - aber damit seit Ihr und auch die ältere Dame auf der sicheren Seite.

Alles Gute

Geli

Beitrag von seni81 07.04.11 - 13:34 Uhr

Hi,

danke für Deine Antwort.
Ich hatte gelesen, dass es so ein Notaranderkonto gar nicht mehr gibt?! Oder ist das unterschiedlich? Weißt Du wieviel die Kosten sind, etwa?


LG

Beitrag von geli0178 07.04.11 - 20:24 Uhr

Hallo,

die Kosten sind abhänig vom Notarkostensatz und der ist in jeder Stadt unterschiedlich. Bei uns war der Betrag noch zweistellig - war allerdings auch schon vor sechs Jahren.

Viele Grüße

Geli