Realschulempfehlung nicht bekommen, was tun???

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von bambolina 05.04.11 - 14:04 Uhr

Mein Sohn hat die von ihm gewünschte Realschulempfehlung nicht bekommen, womit wir beide nicht einverstanden sind.

Bevor viele jetzt schreiben, dann hat er eben nicht das Zeugs dazu, das ist doch ok so – möchte ich erwähnen, dass die Kids mit extrem schwierigen Klassenarbeiten und strengen Bewertungen gedrückt wurden (das alles zu erzählen, würde den Rahmen sprengen), dass wir eine extrem hohe Anzahl an Hauptschüler zukünftige bzw. heutige Werkrealschüler haben und zum Vergleich nur 2 Gym Kinder in der ganzen Klasse. Hintergrund, die Grundschule möchte wohl ihre Schäfchen für die Werkreal behalten.

Bei uns in Baden-Württemberg gibt es die Möglichkeit eines Beratungsverfahrens und/oder einer Aufnahmeprüfung.
Für alle die das nicht kennen, in einem Beratungsverfahren werden die Kids in zwei Stunden mit einer Art Intelligenztest getestet. Nach der Auswertung entscheidet das Lehrerkollegium (in unserem Fall 5 Lehrer, die die Klasse unterrichten) über die Empfehlung. Falls diese wieder negativ ausfällt, können die Kids eine Art Prüfung ablegen, ein Vormittag in Deu der zweite in Mathe. Die Kinder können das Beratungsverfahren auch übergehen, und sich direkt zur Aufnahmeprüfung anmelden.
Die Prüfung (Durchfallquote mit Hilfe von google zwischen 70 und 80%) ist dann tatsächlich die letzte Entscheidung ohne Lehrerkonferenz.

Mein Sohn hat sich für das Beratungsverfahren entschieden und sollte er es nicht schaffen, möchte er die Prüfung ablegen.

Der Test fand am letzten Donnerstag statt. Es waren von den 4.Klässlern aus unserer Schule 14 !!! Kinder, die daran teilnahmen. Ich finde das sind extrem viele Kinder und ich weiß nicht, wer das Beratungsverfahren überspringt und direkt die Prüfung machen möchte – ich kenne bisher ein Kind, bis dato in Summe 15 unzufriedene Kinder.

Den Test hat eine Lehrerin aus einer anderen WKR Schule durchgeführt. Gestern folgte das Gespräch über das Ergebnis. Noten in dem Sinn gab es keine, nur eine Auswertung. Er lag mit allen Aufgaben im Durchschnittsbereich (überwiegend im mittleren bis oberen Durchschnitt) und bei 3 oder 4 Aufgaben über dem Durchschnitt.
Bei den Aufgaben aus dem logischen Bereich hat er am meisten gepunktet.
Ergebnis, laut Test-Lehrerin würde sie die Empfehlung geben. ABER, das entscheidet ja nicht sie alleine (weil sie das Kind ja nur vom Test her kennt), sondern wird in einer Lehrerkonferenz entschieden, von den Lehrern die das ganze Jahr über das Kind unterrichtet haben, in Summe 5, mit der Test-Lehrerin 6.
Dass die Lehrer das eigentliche Sagen haben, hab ich erst bei dem Gespräch gestern erfahren, ich bin davon ausgegangen, dass das Testergebnis ausschlaggebend sei.

Die zugehörige Lehrerkonferenz findet am Donnerstag statt. Nach alldem, was ich in der Schule, mit dem Rektor und der KL schon erlebt habe (verbale Prügel bis hin zu einem Kopfklatscher mit dem Mathebuch) bezweifle ich, dass mein „Schubladenkind“ die Realschulempfehlung bekommt, trotz dem eigentlich guten Test (wobei sich hier die Frage stellt, wozu wird so ein Test überhaupt gemacht, wenn im Endeffekt die Lehrer eh nach dem „deine-Nase-gefällt-mir-nicht-Prinzip“ entscheiden können).


Über das Ergebnis der Konferenz wird schriftlich informiert – ich gehe davon aus dass wir Samstag spätestens Montag Bescheid wissen. Bis dahin muss meine Entscheidung stehen ob und was ich unternehme, wenn die Empfehlung bei WKR bleibt.
Und da kommt ihr in Spiel :-)
Was würdet ihr tun, mit der Schule einen Gesprächstermin vereinbaren (hab mich bis auf den Kopfklatscher immer still Verhalten damit mein Sohn nichts ausbaden muss) – aber jetzt hat er wohl nichts mehr zu verlieren... aufs Schulamt gehen, gar nichts machen? Andere Tipps? Was würdet ihr tun?

Lg bambolina

Beitrag von blumenschein09 05.04.11 - 14:43 Uhr

Ich würde mal nen Anwalt zur Rate ziehen!

Fragen kostet nix und falls der was bewirken kann........

Du kannst auf alle Fälle nur gewinnen.

Aber gib nicht auf, es geht schließlich um die Zukunft deines Kindes!!!

Beitrag von sassi31 05.04.11 - 15:00 Uhr

***Fragen kostet nix und falls der was bewirken kann........***

Seit wann arbeiten Anwälte unentgeltlich?

Beitrag von blumenschein09 06.04.11 - 20:47 Uhr

Es gibt kostenlose Rechtsberatung. In Bremen jedenfalls!!!!!

Beitrag von bambolina 05.04.11 - 21:42 Uhr

Na ja, ich hatte noch nicht viel mit Anwälten zu tun, aber meines Wissens nach, ist auch eine Beratung kostenpflichtig.

Davon abgesehen, würde ich es erst in einem Gespräch versuchen, bevor ich damit "drohe" einen Anwalt zu Rate zu ziehen.

Ob ich nur gewinnen kann steht noch offen. Die haben es schon immer geschafft, es irgendwie hinzudrehen.

Auch wenn die Zukunfts mit einer WKR-Empfehlung nicht den Bach runter geht (heutzutage gibt es viel mehr Möglichkeiten auf Weiterbildung als früher) möchte ich dennoch nciht aufgeben

lg bambolina

Beitrag von blumenschein09 06.04.11 - 20:51 Uhr

Niemand hat gesagt das sie mit einem Anwalt "drohen "soll. #augen


Aber es kann nie schaden sich schlau zu machen,oder?

Die Schulbehörden machen mit einem oft genug das was ihnen am besten in den Kram past!

Also: einfach mal beim Experten nachfragen!

Beitrag von anna031977 07.04.11 - 06:02 Uhr

Das ist wohl übertreiben. Soweit ich verstanden habe war das ja erst der schulinterne Test und was ist mit der Aufnahmeprüfung an der aufnehmenden Schule. Die kann er doch machen, wenn er nur gedrückt wurde.
Mit einer zentral gestellten Prüfung an einer anderen Schule, dürfte ein nur gedrückter Schüler keine Probleme haben.

§ 8 Aufnahmeverordnung Baden Württemberg - Schriftliche Prüfung:
(1) In der schriftlichen Prüfung sind anzufertigen:

1.In Deutsch: ein Aufsatz, eine Nachschrift
2.In Mathematik: eine Arbeit
(2) Die Prüfungsaufgaben werden vom Kultusministerium im Rahmen des Bildungsplans für die Klasse 4 der Grundschule landeseinheitlich gestellt.
(3) Jede schriftliche Arbeit wird von einem vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmten Mitglied des Prüfungsausschusses korrigiert und bewertet. Dabei sind halbe Noten zulässig. Im Aufsatz sind Rechtschreibfehler bei der Bewertung nicht zu berücksichtigen.

An der mündlichen Prüfung der Aufnahmeprüfung Realschule Baden Württemberg müssen nur noch die Schüler teilnehmen, die nicht bereits zuvor aufgrund der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung die Aufnahmeprüfung Realschule Baden Württemberg bestanden haben:

§ 9 Aufnahmeverordnung Baden Württemberg - Mündliche Prüfung
...
(3) Schüler, die eine Realschule besuchen wollen und bereits in der schriftlichen Prüfung die Anforderungen von § 10 Abs. 2 erfüllen, werden von der mündlichen Prüfung befreit. Schüler, die ein Gymnasium besuchen wollen und bereits in der schriftlichen Prüfung die Anforderungen von § 10 Abs. 3 erfüllen, werden von der mündlichen Prüfung befreit.

Beitrag von bambolina 07.04.11 - 13:04 Uhr

Ja du hast Recht, es war eher so eine schulinterne Prüfung. Der Aufnahmetest kann und will er auch noch machen.

Da allerdings, sofern man alles glauben kann was im I-Net steht, die Durchfallquote zwischen 70 und 80% liegt, habe ich kein wirklich gutes Gefühl dabei.

Beitrag von malwiederich 05.04.11 - 15:06 Uhr

Hallo Du (lang nix mehr gelesen#schmoll).

Genau so einen Fall habe ich gerade miterlebt im Bekanntenkreis...ich fürchte nun fast, es scheint in BaWü gibt es öfter solche "Fälle". Meine Bekannten waren allerdings (obwohl keine Empfehlung) mit ihrem Sohn an der Realschule persönlich vorstellig und siehe da, der Rektor hatte keine Bedenken den Jungen aufzunehmen.
Du weißt aber sicher auch, dass es gerade in BaWü auch noch die Möglichkeit gibt nach der 5.Klasse in die weiterführenden Schulen zu wechseln, ja? Dazu benötigt ihr dann keine Aufnahmeprüfungen sondern "nur" entsprechende Noten.

Alles Gute für Euch und ganz liebe Grüße
mwi;-)

Beitrag von bambolina 05.04.11 - 21:56 Uhr

Hei du auch #freu - ja ich weiß ich mach mich zur Zeit überall rar - bitte nicht persönloich nehmen #liebdrueck

Zugeben habe ich mich schon mit der WKR abgefunden, die neue Schule (auf der jetzigen bleibt er definitiv nicht) macht einen tollen Eindruck. Auch gehen einige von seiner alten Schule dort hin (sogar einer seiner besten Freunde, aus der Nachbarschaft), weil viele wechseln und nicht in der alten Schule bleiben möchten.
Aber mein Sohn will immer noch auf die Real.
Nun denn, er wird sich damit abfinden müssen, sollte er es nicht schaffen.

Mich würde es aber unendlich ärgern, wenn er den Test zwar bestanden hat, es die Lehrer in der Konferenz aber ablehnen.
Wie würdest du es deinem Kind erklären? Der Test war zwar ok, aber den Lehrern gefällt deine Nase nicht? Ich muss und werde wegen meinem Sohn bei einer Ablehnung auf jeden Fall eine Begründung fordern.

Ja ich weiß, dass wir in BaWü auch noch in der 5. wechseln können. Bei einem Nachbarskind war es letztes Jahr so. Ich kenne zwar seine Übergangsnoten nicht (muss mich mal schlau machen) seine Mutter meinte nur, er wäre der Klassenbeste gewesen.
Mein Sohn ist zwar nicht blöd, ich bezweifle aber dennoch, dass er das Zeug zum Klassenbesten hätte.

Danke für die alles-gute-Wünsche #liebdrueck
bambolina

Beitrag von anna031977 07.04.11 - 06:08 Uhr

Es geht ja nicht um den Klassenbesten.

Komisch, dass viele denken, die Lehrer arbeiteten gegen die Kinder.
Wieso sollten sie in der Konferenz Dein Kind, das bestanden hat, ablehne`n?

Wir arbeiten an unserer Schule für und mit den Kindern und ich freue mich auf sie (fast jeden Tag). Jetzt haben wir aus einer Klasse auch wieder 3 Schüler ans Gymnasium empfohlen, obwohl uns das vielleicht eine Klasse kosten wird und damit zu Riesenklassen für die verbliebenen führt.

Beitrag von bambolina 07.04.11 - 12:48 Uhr

Na ja, deshalb hab ich weiter unten ja nach dem Notendurchschnitt gefragt...

Ich hab nie behauptet, dass die Lehrer gegen die Kinder arbeiten, sondern um die Kinder kämpfen.

Allein in unserer Klasse sind es ca. 15 Kinder die eine Empfehlung auf eine höhere Schule nicht geschafft haben. Die Kinder können dann ganz bequem in der gleichen Schule von der 4. zur 5. wechseln und die Klassen "füllen".
(Dazu muss ich erwähnen, das die Schule mitunter das Problem hat, nur eine Klasse voll zu kriegen...)
In der Schule meiner Freundin (reine Grundschule ohne Weiterführende) gibt es nur 2 WKR-Kinder. Schlechter Schnitt für die Schule (?) 7x soviele... oder stimmt es wirklich, was der Rektor sagt:"Es ist halt ein schlechter Jahrgang"... den Spruch kennen übrigens auch andere Mütter mit älteren Kindern. Wohl hatten sie fast jedes Jahr schlechte Jahrgänge...

Es würde wirklich ausarten hier zu schreiben, WAS alles passiert ist, um es dir verständlich zu machen.

Du freust dich jeden Tag auf die Kinder? Ganz ehrlich, ich trauere darum, dass mein Sohn keine Lehrerin wie dich nicht bekommen hat.

liebe Grüße
bambolina

Beitrag von bambolina 06.04.11 - 13:04 Uhr

P.S. nochmals ich... wusste gar nicht, dass es "legal" ist ein Kind ohne entsprechende Empfehlung in einer Shule aufzunehmen...
Hm, das wäre ja auch noch ein Versuch wert #freu
#liebdrueck

Beitrag von malwiederich 07.04.11 - 11:58 Uhr

Hi!

Nun ja ob das "legal" ist, kann ich dir auch nicht sagen, aber geklappt hat es.
Möglich ist es auch, deinen Jungen nach einem halben Jahr Hauptschule auf die Realschule zu schicken, auch mittem im Jahr ist hier Wechsel möglich. Dann sollte er in Deutsch und Mathe mindestens ein wenig besser als 3,0 Notendurchschnitt vorweisen.
Für manche Kids kommt der Wechsel wohl einfach ein wenig zu früh, die brauchen eben einfach ein bissel länger.
Was meinst du, reichen die Noten deines Jungen für die Realschule?Wenn ja, probierts einfach aus und wenn es nicht klappt, nehmt ihr im neuen Schuljahr einfach nen neuen Anlauf (Anmeldefristen für die Realschule laufen noch bis Mitte April).

Alles Liebe
mwi

Beitrag von bambolina 07.04.11 - 12:59 Uhr

Hallo :-)

ja ich glaube, dass er ein Realschulkind ist. Vor allem, was bei ihm ganz wichtig ist, was ER will, das will er auch und zieht es durch - bzw. würde es durchziehen, wenn er die Chance bekommt...

Die Anmeldefristen laufen länger wie April - müssen sie eigentlich - da Anfang Mai erst die "richtigen" Aufnahmenprüfungen sind, müssen die Schule ja auch die Kinder aufnehmen, wo bestanden haben.

Weißt du, wir werden alles probieren, was geht. Wenn es tatsächlich nicht klappt, dass SOLL es wohl so sein - aus welchem Grund auch immer. Er wird seinen Weg trotzdem machen :-)

#liebdrueck bambolina

Beitrag von kawatina 05.04.11 - 15:22 Uhr

Hallo,

unsere Geschichte mag ich nicht aufschreiben, da das sehr umfangreich werden würde.

Hauptschule ist keine Sackgasse - zwei derzeitige Lehrer meiner Tochter hatten einst auch "nur" einen einfachen Hauptschulabschluss ;-)

Mein Sohn hat auf einer Hauptschule die FOR mit Quali als einer der Besten erreicht und wird neben der Ausbildung noch das Abitur erreichen.
Meisterschule und Studium würde der Betrieb auch übernehmen.

Im Nachinein wegen verbalen Entgleisungen und Kopfklatscher zum Schulamt gehen, schaut nach verbittertem Elternteil aus, welcher sich nur rächen möchte.
So etwas muss man zeitnah erledigen. Du hast diese Chance leider vertan - rückblickend ständest du nicht besser oder schlechter da, wenn du damals mal den Mund aufgemacht hättest.

So seh ich das und so ist es uns ergangen.
Ich bin keiner der Friedfertigen, die glauben, das es von selber besser wird, wenn man immer seine Klappe hält. Viel schlechter hätte es ja auch nicht kommen können - oder?

Glaube nicht das Schulleiter untereinander nicht kommunizieren - auch das kann dir Wege versperren, wenn ein Rektor/rektorin mal einen netten Anruf beim Kollegen tätigt.

Wenn diese Schule aber so schlecht sein sollte und die Werkreal daran angeschlossen ist, solltest du zumindest eine gute Hauptschule für dein Kind suchen.
Gut heißt nicht unbedingt nah! Außerdem sind doch (zumindest in NRW Klasse 5 und 6) Oriontierungsjahre. Zeigt ein Kind dort besondere Leistung, kann es immer noch die Schulform wechseln.

Das die Klassenarbeiten besonders schwer waren, kannst du nicht entkräften, weil es immer heißen wird, das es auch Schüler gibt, die den Stoff ja gepackt haben.

Ich verstehe dich- keine Frage, aber das wird man dir so erklären.
Auch können so Sprüche kommen (kenn ich da ich ehrenamtlich oft als Zeuge saß - und manchmal mehr als nur Zeuge) das du ja nur frustriert bist, weil dein Sohn nicht die notwendige Leistung erbracht hat und Kinder von schlechten Schülern haben es ja auch nötig sich zu beschweren. Liegt ja dann immer am Lehrer.

Versteh mich bitte nicht falsch - aber damit mußt du rechnen, das man dir unterstellt, das du die Leistung deines Sohnes als Elternteil vollkommen falsch beurteilst und nur aus persönlicher Enttäuschung darüber nun so reagierst.
Auch wird man dir mitteilen, das du nicht beurteilen kannst ob der Stoff besonders schwer war.
Bei solchen Kommentare kann ich nicht mal als Zeuge ruhig auf dem Platz bleiben....und das hört man nicht gerade selten. Ich glaube einige Lehrer bekommen so etwas auf Seminaren eingetrichtert, denn die Sprüche sind immer die Gleichen - nicht selten untermalt mit netten Anekdoten, die sich bei genauer Nachforschung als Erfindung heraus stellen.

Von daher kannst du aufgrund der Zeugnisnote keinen Widerspruch/Beschwerde einlegen. Denn laut Arbeitsleistung kommt man ja auf den Schnitt - auch wenn dieser so gewollt ist.
beweisen kannst du dies nicht. Leider!

Somit würde ich mich mit Begründungen vom Lehrerverhalten in der Vergangenheit und zu schwerem Unterrichtsstoff doch zurück halten.
Am Rande erwähnen...vielleicht..aber nicht die Begründung darauf auf bauen, wenn die Vorfälle zeitlich weiter zurück liegen.
Im Nachhinein olle Kamellen hervor kramen, wird dir immer nachteilig angerechnet!

Gegen die Entscheidung über die Schulempfehlung -gerade wegen dem guten Testergebnis- kannst du selbstredend Widerspruch einlegen, der im Grunde auch an das Schulamt weiter geleitet werden müßte.
Damit dies nicht "zufällig" vergessen wird, solltest du deinen Widerspruch der Schulleitung zukommen lassen (Eingangsbestätigung/Zweitschrift unterzeichnen lassen) und nach negativem Bescheid direkt an das Schulamt senden. Dann entscheidet das Schulamt.

LG
tina

Beitrag von bambolina 05.04.11 - 22:36 Uhr

Hallo Tina,

puh, du hast viel geschrieben, wo fange ich an ;-)

1. bei uns gibt es keine HS mehr, die wurde sozusagen mit der WKR zusammengelegt. Ein Vorteil an der ganzen Geschichte, die "Weiterbildungsmöglichkeiten" sind viel besser als auf der HS. Im übrigen hab ich mich im Gegensatz zu meinem Sohn mit der neuen Schule schon anfreunden können...

2. Natürlich bin ich keine, die immer die Klappe hält, in der Hoffnung es wird schon besser. Aber im Allgemeinen ist es so, dass viele Lehrer bei der kleinsten freundlichen Kritik das persönlich nehmen und da gehört die KL meines Sohnes dazu. Da er es eh schon schwierig hatte, er war kein Lieblingskind, sondern ein verbal-tret-Kind, hab ich mich eher im Hintergrund gehalten. So ungerecht das ist, aber die sitzen definitiv am längeren Hebel. Und sie hat es immer so hingedreht, dass mein Sohn Schuld war.

4. Den Kopfklatscher hab ich gleich am nächsten Tag geregelt, auch wenn das in meinem Posting vielleicht nicht so rüber kam. Der Lehrer war gleichzeitig auch der Rektor. Was soll ich sagen, er hat sich entschuldigt und ich hab ihm zum Gegenzug damit gedroht, sollte sowas nochmals vorkommen sitze ich nicht hier, sondern gehe gleich einen Schritt weiter. Es kam im übrigen nicht wieder vor...

5. Mein Kind habe ich - sollte er die Real nicht schaffen - schon längst auf einer anderen WKR angemeldet. Die ist zwar etwas weiter weg, aber definitiv die Bessere. Im übrigen kenne ich 6 andere Mütter (Dunkelziffer ist mir Sicherheit höher), die ihre Kinder ebenfalls aus der Schule nehmen und dort angemeldet haben, was nicht gerade für die jetzige WKR spricht.

6. Zu den Noten. Alle 4.Klässler sind komplett abgerutscht und das obwohl die 4. lt Rektor einfacher wäre als die 3. Von den vielen Gym-Noten-Kidner aus der dritten haben es nur 2 geschfft. Laut Rektor war das o-Ton halt ein "schlechter Jahrgang". Weiterhin kenne ich noch anderen 4.Klässler aus anderen Schulen. Deren Klassenarbeiten sind mitunter nicht zu vergleichen. Dass man dagegen nicht ankommt, ist mir auch klar - ich wollte es nur erwähnt haben.
Wenn allein aus unserer Klasse es nur 2 Kids aufs Gym geschafft haben und nur 5 oder 6 auf die Real dann frage ich mich schon, ob das am schlechten Jahrgang liegt.

7. Ich lege gegen die Zeugnisnoten KEINEN Widerspruch ein (und ich habe diesbezüglich auch nicht vor, die ollen Kamellen auszugraben, da ich rechtlich eh keine Handhabe hätte) - sondern würde einen einlegen, wenn er den Test bestanden hat und dennoch die Real nicht bekommen würde.

Schulamt ja - wobei ich denke, dass ein persönlicher Termin mehr bringen würde als einer von 100 Beschwerdebriefen.


lg bambolina

Beitrag von kawatina 06.04.11 - 12:42 Uhr

Hallo,

bei einem Widerspruch gegen die Entscheidung kannst du auch persönlich hin gehen. Natürlich dann alles in Schriftform dabei haben.
Eine Beschwerde ist das übrgens nicht, da es um Versetzung und die Entscheidung der weiterführenden Schule geht, handelt es sich um einen Verwaltungsakt (oder so ähnlich) Ergo Widerspruch!

Bedenke, das dort Leute sitzen, die mal von Berufs wegen Lehrer waren - zumindest ist dies bei uns ausschließlich so. Da herrscht hin und wieder das Krähenprinzip, wenn die richtigen Leute miteinander studiert haben.

Habe auch nicht vor dir den Mut zu nehmen, sondern wollte dir nur aufzeigen, womit bzw. mit welchen Sprüchen du möglicherweise konfrontiert wirst.

Ich hatte mich bei meinem Sohn (Schnitt 2,8) für die Hauptschule entschieden oder entscheiden müssen, weil die liebe Rektorin und Klassenlehrerin bei den weiterführenden Schulen sogar angerufen hatte das man ihn bloß nicht nimmt.
Nur weil ich mich beschwert hatte das der Klassenlehrer meiner Tochter (die hatte dann auch unter Repessalien zu leiden) meinen Sohn auf dem Schulgelände, wo man gar nicht radeln darf, mit dem Rad angefahren und dann eine Biege gemacht hatte.

Damit möchte ich sagen, das manchmal halt der Umweg über Hauptschule oder bei euch Werkrealschule nicht unbedingt schadet. Es ist ärgerlich ohnegleichenwenn so viele Kinder so schlechte Benotungen erhielten, weil der Unterrichtsstoff (vielleicht auch absichtlich) so schwer gestaltet wurde- keine Frage!
Ich würde auch alle Möglichkeiten ausschöpfen und dabei wünsche ich dir viel Erfolg.

Viele Grüße
tina



Beitrag von bambolina 06.04.11 - 12:49 Uhr

Hallo Tina,

das Krähenprinzip kenne ich, gibt es nicht nur unter den Lehrern, sondern auch unter Ärzten...
Ich hatte auch schon mal negativen Erfolg beim Schulamt wegen meiner Pflegetochter, vielleicht scheue ich den Weg dorthin deshalb, weil immer im Hinterkopf ist, die stecken eh alle unter einer Decke.
Probieren werde ich es aber auf jeden Fall.

lg bambolina

Beitrag von anna031977 07.04.11 - 06:14 Uhr

Das ist echt armselig mit den Repressalien.
Ich weiß nicht, bei uns ist das anders:
alle meine Eltern und Schüler haben meine Nummer und meine email. Wir schreiben uns kurze prägnante Sachen:z.B.

Liebe Frau ....

Gibts was?

Antwort:

Liebe Frau...

Nein im Moment ist alles i O.

Da weiß man immer Bescheid. Wenn was ist ruf ich auch oft gleich an, denn dieses schreiben dauert lang und klingt oft doofer als es gemeint ist.
Wir haben Elternstammtische (mit Lehrern und auch ohne) und wenn ich ne Mama sehe, die in die Sprechstunde zu einer Kollegin/en geht, dann sprech ich sie immer an, egal obs was gibt oder nicht (wenn ich sie kenne).

Aber eins kann ich euch sagen, es mag Ekelpakete unter den Lehrern geben (wie überall halt), aber es gibt auch richtige Stinkstiefel unter den Eltern.

Beitrag von anna031977 07.04.11 - 06:09 Uhr

Ihr habt anscheinden echt alle Pech mit euren Lehrern....

Beitrag von bambolina 07.04.11 - 13:40 Uhr

Ich finde du solltest das nicht so pauschalisieren...

Und dass in so einem Posting andere Eltern eher von ihren negativen Erfahrungen als von ihren Guten berichten ist doch völlig normal.

Mein Sohn hatte in der 1. und 2. super Lehrer, denen ich heute noch nachtrauere. Erst in der 3. und 4. bekamen wir solche pädagogische Volltrottel (Kind auf die Finger treten, Kinder gegens Schienbein treten, wenn der Fuß nicht unterm Tisch sondern leicht schräg im Mittelgang steht, Buch auf den Kopf hauen, Kreide auf Kinder werfen). Eines kannst du mir glauben, ich habe mir das nicht aus der Nase gezogen.

Beitrag von connie36 05.04.11 - 18:14 Uhr

hi
meine nichte hat direkt von der 5.klasse hauptschule nach schuljahres ende, in die 6. klasse realschule übergewechselt. sie brauchte noch ein jahr ca. nachhilfe, um den stoff komplett mit reinzubekommen. sie ist jetzt in der 9. klasse und ist super in der schule.
lg conny
ps auch in ba-wü

Beitrag von bambolina 05.04.11 - 22:39 Uhr

Weißt du den damaligen Notendurchschnitt deiner Nichte? Würde mich echt interessieren.

Unser Nachbarskind hat letztes Jahr in der 5. auch auf die Reals gewechselt, allerdings war er Klassenbester (was ich meinem Sohn nicht ganz zutrauen würde) - nach den Noten muss ich erst fragen. Würde aber gerne vergleichen.

lg bambolina

Beitrag von delfinchen 06.04.11 - 06:51 Uhr

Hallo,

in Bayern - und ich denke, das wird bei euch ähnlich sein - gilt nach der 5. Klasse Hauptschule:

D/M/E 2,0 im Jahreszeugnis --> Gymnasium möglich (haben Schüler von mir auch gemacht)

D/M/E 2,0 im Jahreszeugnis --> Realschule 6. Klasse möglich

D/M/E im Zwischenzeugnis --> Realschule 5. Klasse möglich

LG,
delfinchen

PS: IN Bayern gibt es ne Seite: www.schulberatung-bayern.de
da kann man das alles abfragen. vielleicht gibt es das für bawü auch?

  • 1
  • 2