An die Mütter von KiGa-übermittags-Kindern mit Lactoseintolleranz

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mausmadam 05.04.11 - 14:17 Uhr

Hallo zusammen,

unsere Tochter hat eine Lactoseintolleranz.

Lactose ist nicht nur in Milchprodukten, sondern auch in vielen Soucen, Wurst etc.

Seit ein paar Monaten isst sie mittags im KiGa.

Weil sie sehr oft den Nachtisch nicht essen darf, kaufe ich schon immer Wackelpudding oder Lactosefreien Pudding und gebe ihn zum KiGa. Auch die Lactosefreie Milch gebe ich oft mit.

Mittags bekommt sie aber oft nur das Fleisch, weil es Stampfkartoffeln gibt (mit Milch) oder sonstiges, wo Lactose drin ist.

Ich find das schade und überlege, selbst zu kochen und ihr das Essen mitzugeben.
Davon abgesehen zahle ich ja auch immer den vollen Preis :-p

Wollt mal hören, wie ihr das handhabt und was ihr dann so kocht und mitgebt.

Beitrag von abo55 05.04.11 - 14:30 Uhr

Hallo,

ich habe erstmal ein paar Fragen.
Wird im Kindergarten ausschließlich für den Kindergarten gekocht? Oder bezieht der Kindergarten das Essen aus einer Großküche? Wenn ja, gibt es dort auch das Angebot von Lactosefreiem Essen?

Sollte im Kindergarten gekocht werden, wäre meine erste Idee, dort kindgerechte, lactosefreie Rezepte vorzustellen mit der Bitte diese vielleicht in den Speiseplan einzubauen?
Und gerade bei Stampfkartoffeln - wie du schreibst - ist es ja auch kein großer Aufwand ein paar Kartoffeln beiseite zu legen für deine Tochter.
Sollte dort keine Kooperation möglich sein, würde ich selbst kochen und im Kindergarten bitten das aufzuwärmen.

Grüße Abo55

Beitrag von doreensch 05.04.11 - 14:32 Uhr

Ich finde das traurig das dein Kindergarten scheinbar unfähig ist extra fr dein Kind Nahrung zuzubereiten, ich kenne nur Kindergärten die sich auf solche Diäten wunderbar einlassen können, zumal es nicht gerade selten ist..

Beitrag von kruemlschen 05.04.11 - 14:38 Uhr

Hallo,

mein Sohn hat zwar keine Lactoseintolleranz, dafür aber jede Menge anderer Allergien.

Unser Kindergarten hat von vorne herein ausgeschlossen, dass mein Sohn noch weiterhin mit essen kann.
Ist für mich auch ganz logisch, der Kiga kann nicht dafür garantieren dass jedes Essen frei von den Allergenen meines Sohnes ist und ich würde weder den Kiga-Mitarbeiterinnen noch meinem Sohn zumuten darauf zu achten.
Davon mal abgesehen, wäre mir das Risiko auch viel zu hoch.

Ich koche also selbst und gebe ihm jeden Tag sein Essen mit.
Dafür habe ich einen Montasplan vom Kiga bekommen, wenns einigermaßen passt, gleiche ich sein Essen dem der anderen Kinder an, wenn nicht bekommt er eben etwas anderes mit.

Gruß K.

Beitrag von twins 05.04.11 - 15:03 Uhr

Him
das Essen im Kiga ist doch kein Wunschkonzert, oder gar vergleichbar mit einem Restaurant.

Die einen haben eine Nussallergie, essen keinen Fisch, dürfen kein Schweinefleisch oder wie bei Dir eine Lactoseintolleranz, achja, manche machen auch Fastenzeit........

Meine Tochter leidet unter Verstopfung und darf auch vieles nicht essen#mampf

Ich glaube nicht, nur weil man das Essen zahlt, das man einen Anspruch auf alles hat.
Schau Dir den Speiseplan an und entweder es paßt irgendwie und wenn nicht, muß Du Dich vom Essen befreien und selber etwas mitgeben.

Grüße
Lisa

Beitrag von kati543 05.04.11 - 15:46 Uhr

Entschuldige mal, aber auf solche Antworten, kann die TE sicher verzichten. Sie wollte Meinungen, wie es in anderen Kigas ist - warum schreibst du es nicht einfach, wie es in eurem Kiga ist und gehst sie nicht an, weil ihre Tochter offenbar die Frechheit besessen hat, sich eine Lactoseintolleranz auszusuchen?

Beitrag von valentina.wien 05.04.11 - 18:33 Uhr

Das ist wohl von Kindergarten zu Kindergarten verschieden.

Ich kenne hier in Wien Kindergärten, die bis zu fünf verschiedene Menüs anbieten. Jede Woche kann man den Speiseplan im Vorraus durchschauen und sich entscheiden.

Bei uns kochen die Eltern und Allergien werden berücksichtigt! Auch vorrübergehende Unverträglichkeiten.
Einige Wochen kochten wir ohne Milchprodukte, Weizen und Zucker. Und es haben alle geschafft.

LG

Beitrag von rotten 05.04.11 - 22:11 Uhr

Hä?

In unserem Kindergarten haben Allergikerkinder und muslimische Kinder sehr wohl ein "Wunschkonzert" gehabt ( und haben es wohl noch). Im Speiseraum hingen Tafeln auf denen für jedes Kind notiert war was sie nicht essen sollen. Es wurde entsprechend gekocht.

Wo ist das Problem? #kratz

Beitrag von kati543 05.04.11 - 15:59 Uhr

Bei uns im Kiga sind viele Kinder, mit Allergien gegen alles mögliche. Dazu kommen noch alle mögliche Religionen mit Essensvorschriften. Also ein Kindergarten kann sich natürlich nicht nach allen richten.
Bei uns ist es so, dass die Erzieher informiert werden, wenn ein Kind z.B. aus religiösen Gründen kein Rindfleisch essen darf (z.B. Hindu) oder wegen Allergien bestimmte Dinge nicht essen darf. Bei Allergien kommt das nochmal an eine große Liste, die im Kiga aushängt. Die Erzieher sorgen nur dafür, dass das kind dann beim Mittag/Nachmittag nichts davon ißt. WAS es ißt, ist das Problem der Eltern. Die Essensliste hängt 1 Woche vorher aus. Bei uns wird dann von den Eltern "Alternativnahrung" im Kiga deponiert. Also ein Kind mit Lactoseintolleranz darf z.B. auch keinen Geburtstagskuchen essen - also bekommt das Kind da als Alternative ein paar Salzstangen und Zartbitterschoki, die vorher im Schrank deponiert wurden. Muslime erhalten anstatt der "Wiener Würstchen" eben eine eigene Wiener aus dem Kühlschrank. Oder im Fall der Muslime ist unser Kiga so entgegenkommend, da die Kosten für halal-Wiener (von Wiesenhof) nicht höher sind, als die von Gutfried - werden eben die für alle Kinder genommen. Und schon kann eine "Sonderbehandlung" wegfallen. Im Falle der Milch könnte man mit dem Kiga mal reden, ob die nicht Lactosefreie Milch nehmen können. Geschmacklich ist es für die anderen Kinder kein Unterschied und dein Kind ist kein "Außenseiter" mehr. Das kommt eben auf den Kiga an. Unser Kiga kocht selber. Da kann man viel regeln durch reden.

"Davon abgesehen zahle ich ja auch immer den vollen Preis"
Ja, aber für Diäten zu kochen ist teurer - das sollte dir klar sein. Also mit dem Argument bist du unten durch.

Beitrag von meraluna1975 05.04.11 - 17:44 Uhr

In unserem KiGa wird das Essen geliefert und auch da wird darauf geachtet, dass ein Kind kein Ei essen darf.

In der KRippe kochen wir selber und beachten auch, dass ein Kind keine Milchprodukte, das andere kein Soja und eine zeitlang sogar kein Gluten essen soll.

Ich finde es traurig, wenn euer KiGa da so gar keine Rücksicht nimmt...

Beitrag von floehly 05.04.11 - 18:43 Uhr

Hallo,

wir hatten auch das Problem auch über ein Jahr lang und die Lösung bei Bofr*st gefunden :)
Du kannst Dir im Internet auf der Homepage speziell nach laktosefreien Produkten suchen; neuerdings gibt es auch einen Zusatzkatalog.

Für uns war das die Lösung für ausgewogenes Essen ohne "Zuhause-Zusatzstreß". Die Intoleranz unseres Sohnes hat sich gemildert, so dass wir nur noch selten Essen mitgeben müssen (bei Milchreis; Sahnesoßen).

Liebe Grüße
Floh

Beitrag von bine3002 05.04.11 - 20:09 Uhr

Bei uns gibt es Essen für alle möglichen Unverträglichkeiten (Gluten, Lactose, Fructose) und auch für Vegetarier und Muslime. Dieses Essen kostet aber mehr und deswegen geben die meisten Eltern eigenes Essen mit, was dann durch die Erzieherinnen kurz in der Mikrowelle erwärmt wird.

Beitrag von mausmadam 05.04.11 - 20:45 Uhr

Danke für die Antworten.

Unser KiGa bekommt das Essen geliefert und es wird keine Rücksicht auf Allergien genommen.

Werd mal anfragen, ob es einen Wochen-Essensplan gibt, damit unsere Tochter nicht dauernd beim Essen mit "Sonderessen" auffällt. Mir fällt nämlich auf, dass es da gelegentlich schon Zickerreien gibt bzw meine Tochter sagt es mir auch manchmal.

Beitrag von heaven1305 05.04.11 - 21:33 Uhr

Schade dass es so viele Kindergärten gibt die sich auf solche Sachen nicht einstellen können..Ich bin auch betroffen..doppelt sogar..

zum einem habe ich eine Tochter die Zöliakie hat..sie bekommt in der Kita extra glutenfreies Essen. Das Mittagbrot kommt aus einer Großküche, die sich bereit erklärt hat für sie glutenfrei zu kochen ohne dass ich extra zahlen muss.

zum zweiten bin ich selbst Erzieherin (in einer anderen Kita) auch bei uns ist es möglich Kinder entsprechend ihrer Krankheiten oder Allergien zu versorgen..Wir haben Kinder mit Lacto/fructoseintolleranzen, Eiweißunverträglichkeiten..verschiedene Allergienen.

Beitrag von ficus 06.04.11 - 02:22 Uhr

Hallo,

bei uns in der Kita wird das Essen an drei Wochentagen von einem Caterer gebracht, der sein Essen besonders kennzeichnet, sodass die Kita weiß, welches Essen sie den Allergiker-Kinder geben kann und welches nicht. Passt das Essen nicht, wird extra gekocht - auch für ein Kind.
An zwei Tagen kocht die Kita sowieso selber.

Auch können die größeren Kinder ihre Wünsche äußern und dann wird eben Wunschessen gekocht. Im Speiseplan sieht man dann hinter dem Essen in Klammern den Namen des Kindes und nein, es gibt nicht nur den Wunsch nach Nudeln mit roter Sauce.

Bei einem größeren Schulkind mit Allergien kann man vielleicht sogar in der Schule "verlangen", dass es ungefähr weiß, was es essen darf bzw. den Mund aufmachen kann um nachzufragen. Bei einem KiTa- / KiGa-Kind finde ich liegt die Verantwortung dafür bei der entsprechenden Einrichtung, darauf zu achten und sich auch daran zu halten.
Zur Not hat die Kita die Telefonnummer der Eltern, des Notdienstes, ein Notfallpaket für das Kind und für alle in der Küche sichtbar, welches Kind unter welchen Unverträglichkeiten / Allergien leidet. Auf religiöse Besonderheiten musste bisher nicht geachtet werden. Aber da denke ich, das wäre das kleinste "Problem" (ich sehe darin kein Problem).

Weiß die KiTa / der KiGa, dass ein Kind unter Unverträglichkeiten leidet und achtet nicht darauf (gleichgültig?), ist dies für mich vorsätzliche Körperverletzung. Bestimmte Allergien können tödlich enden, damit ist nicht zu spaßen. Ich habe auch mal aufgrund eines Allergieschocks kaum noch Luft bekommen. Das möchte ich keinem Kind wünschen.

vG