Hilfe! Bekomme mein Baby nicht mehr von der Brust!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von sindy-sweet 05.04.11 - 19:30 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich habe wahrscheinlich eine etwas ungewöhnliche Frage bzw. Problem. Und zwar bekomme ich mein Baby beim stillen nicht mehr von der Brust ab!!! Er beißt dann zu und das ist echt schmerzhaft!!! #schrei

Habe schon sämtliche Vorschläge ausprobiert, aber nichts hat geholfen. Ich habe schon versucht meinen Finger in seinen Mund zu "bohren" und ihn damit zum öffnen zu bewegen, oder ihn im Gesicht um den Mund herum zu streicheln und zum saugen animieren.. Kein Erfolg... Dann ihn zum niesen zu bewegen, indem ich ihn an der Nase kitzel... Auch kein Erfolg. Er beißt dann meistens sobald er merkt das man ihn abdocken möchte zu und das ist echt übel... *snüff* Bin im Moment wirklich hilflos....

Vielleicht habt ihr ein paar hilfreiche Tips für mich wie ich meine kleine Schnappschildkröte abbekomme??? Er soll im Moment max. 100 ml trinken und heute hat er zum Beispiel auch 120 ml getrunken... Oder manchmal nuckelt er einfach nur noch an der Brust, ist aber eigentlich schon längst satt...

Ich hoffe auch gute Tips von euch! :-D

LG
Sindy

Beitrag von 221170 05.04.11 - 19:46 Uhr

Verstehe ich irgendwie nicht.

Wieso soll dein Kind nur 100 ml trinken und wie stellst du das fest, wenn du doch stillst?

Beitrag von hael 05.04.11 - 19:47 Uhr

wie weisst du, dass er 100 ml an der Brust trinkt?? und warum darf er nur diese Menge trinken? Vielleicht hat er einfach noch hunger, wenn du in abdocken willst...meiner hört von selber auf, wenn er keine Lust mehr hat. Hast du schon versucht einfach abzuwarten bis er von selber los lässt? ich meine, irgendwann muss er das ja mal machen.

Beitrag von sindy-sweet 05.04.11 - 19:54 Uhr

Wir haben die Menge langsam erhöht. Ich stille ihn noch nicht voll. Leider pumpe ich zum größten Teil noch die Milch ab und füttere sie in der Flasche. Hier sind wir bei 100 ml. Wir haben die Menge langsam erhöht. Er ist 4 Wochen zu früh auf die Welt gekommen und dementsprechend noch zu schwach um richtig an der Brust zu trinken. Er fängt jetzt erst so richtig an auch die Brust gut anzunehmen. Laut meiner Hebamme soll er max. 100 ml trinken. Habe mir eine Babywaage aus der Apo geliehen und wiege ihn nun vorher und nachher. So weiß ich dann ja was er getrunken hat.

Aber wie schon gesagt, bekomme ich ihn kaum noch von der Brust ab, wenn er einmal angedockt hat. Und wenn ist es sehr schmerzhaft für mich... :-(

Beitrag von jumarie1982 05.04.11 - 19:57 Uhr

Bitte hör auf mit dem Quatsch.
Lass ihn stillen, solange und so viel er möchte.
So erhöht er doch deine Milchmenge am besten und wieso man einem Kind noch ne Flasche hinterhergehen muss, was offensichtlich noch gern an der Brust getrunken hätte, erschliesst sich wohl niemandem, der etwas Ahnung vom Stillen hat.

Lass ihn um Gottes Willen Stillen, jetzt wo er es so gut kann!

Beitrag von sindy-sweet 05.04.11 - 19:59 Uhr

Er bekommt nach der Brust keine Flasche, da hast du was falsch verstanden! Er trinkt schon an der Brust genug. Aber es bringt ja doch auch nichts, wenn man dem Kind vorher immer nur 70 ml in der Klinik gegeben hat und dann darf er auf einmal an der Brust so viel trinken wie er will! Das gibt dann Bauchweh! Haben wir schon hinter uns. Und mir geht es hier doch in 1. Linie um das abdocken und nicht um die Trinkmenge!

Beitrag von jumarie1982 05.04.11 - 20:02 Uhr

Wie alt ist er denn? Und wie oft stillst du ihn? Und wieviel Falsche bekommt er noch am Tag/Wieviel pumpst du?

Beitrag von sindy-sweet 05.04.11 - 20:46 Uhr

Er ist jetzt 5 Wochen alt. Ich stille ihn so oft und so lange es geht. Aber manchmal klappt es überhaupt nur 3x am Tag. Wie gesagt, er ist noch recht schwach und schafft es noch nicht so lange an der Brust zu trinken.
Er wird alle 3-4 Stunden gefüttert. Die anderen Male pumpe ich ab und er bekommt die Milch dann mit der Flasche.

Beitrag von boesesbunny 05.04.11 - 20:12 Uhr

Wenn er fertig ist dockt er sich von alleine ab. Das kann bei so kleinen Babys auch mal über eine Stunde dauer. Ich würde nie auf die Idee kommen mein Kind von der Brust zu lösen bevor es fertig ist! Wenn die kleinen nur noch nuckeln, dann saugen sie in der Regel nicht mehr so fest und die Brustwarze fällt ihnen beim einschlafen von selbst aus der Schnute. Wenn dein Kind zuviel trinkt, dann spuckt er es aus, aber Bauchweh gibts davon nicht. Wenn er Bauchweh und Blähungen hat, dann hat das mit der noch unreifen Verdauung zu tun und nichts mit der Milchmenge die er trinkt.
Du kannst beim stillen eh nicht kontrollieren wieviel dein Baby trinkt und wenn das nötig wäre dann hätten wir von Natur aus eine Milliliteranzeige am Busen. ;-)

LG Yvonne

Beitrag von sindy-sweet 05.04.11 - 20:48 Uhr

Hallo Yvonne,

danke! Dein Beitrag war für mich jetzt wirklich hilfreich. Du hast schon recht mit dem was du schreibst... Was ist denn, wenn er an einem Busen nur ein wenig saugt, dann von selbst abdockt und dann nach ein paar Minuten wieder anzeigt das er Hunger hat. Soll ich ihn dann an der anderen Seite noch mal anlegen????

Beitrag von aakon2007 05.04.11 - 22:01 Uhr

Hi, ich würd ihn an der gleichen Seite nochmals anlegen. dann bekommt er auch die sattmachende Hintermilch. Würdest du ihn an die andere anlegen bekäme er auch da nur die durststillende Vordermilch. Je länger er an einer Brust trinkt um so satter wird er. Still ihn einfach so oft und so lange er möchte. Und wenns nicht unbedingt sein muß, lass die Wiegerei nach dem trinken!Oder wieg ihn nur 1 mal am Tag. Wenn du merkst er wird zu Müde, lass ihm die Pause. Und leg ihn dafür öfter an.Neugeborene kommen teilweise alle Stunde, das ist normal!Nimm Kontakt zu einer Stillberaterin auf. Die kennen sich auch bei Frühgeborenen aus. Leg dich mit ihm ins Bett und still ihn einfach.Lass ihm doch die Zeit die er braucht.
lg Elfi#liebdrueck

Beitrag von boesesbunny 05.04.11 - 23:05 Uhr

Ich mache das immer nach Gefühl. Schwer zu beschreiben. Wenn ich denke meine Maus hat genug an der einen Brust getrunken, dann biete ich die andere an manchmal aber auch wieder die gleiche. Kommt immer drauf an wie intensiv sie saugt und schluckt. Sehr junge Babys schlafen auch oft ein, weil das trinken sehr anstrengend ist und wenn die Brust weg ist und sie aufwachen merken sie, dass sie noch hunger haben. In dem Fall würde ich die gleiche Brust wieder anbieten, da die Mahlzeit ja noch nicht beendet war. Geh einfach danach was dein Gefühl dir sagt und richte dich nach deinem Kind, dann regelt sich das automatisch.
Und anlegen kannst und soltest du immer, wenn dein Kind möchte egal ob die letzte Mahlzeit 3 Minuten , 30 Minuten oder 3 Stunden her ist. Einfach nicht zuviel drüber nachdenken bzw. nicht nachwiegen, denn solange Baby zunimmt, munter ist und volle Windeln hat ist alles gut!:-D


LG Yvonne

Beitrag von 221170 05.04.11 - 20:14 Uhr

Die Frage beantwortet sich so doch von alleine.

Er kann an der Brust trinken, laß ihn trinken so lange er will.

Er wird wohl nicht satt sein, sonst würdest du ihn einfacher "ab" bekommen.

Laß ihn stillen oder nuckeln so lange er will, alles andere macht es doch nur total kompliziert.

Beitrag von hebigabi 06.04.11 - 11:14 Uhr

Sei mir nicht bse, aber wiegen vorher und nachher ist nur unnötiger Stress und auch das Begrenzen der Milchmenge.

Leg ihn an solange und soviel er will und wenn´s echt hakt kannst du den Rest noch nachfüttern, alles andere ist nur Stressmacherei und wenn er satt ist "fällt" er alleine von der Brust.

Dein Kind verhungert nicht und wird sich melden, wenn er was braucht, auch wenn er zu früh gekommen ist und da noch etwas kraftlos war.

LG

Gabi

PS: Sorry wenn ich da der Kollegin in den Rücken falle, aber durch 21 Jahre Nachsorgeerfahrung hab ich gelernt den Kindern zu vertrauen- die machen das schon selbst und meist auch absolut richtig

Beitrag von jumarie1982 05.04.11 - 19:55 Uhr

Ich schliesse mich den Fragen der anderen an.
Wieso willst du ihn denn runter kriegen?
Kinder docken schon von alleine ab, wenn sie alle Bedürfnisse gestillt haben.
Das ist nicht immer nur der Hunger #aha

LG
Jumarie

Beitrag von jindabyne 05.04.11 - 22:10 Uhr

Hallo Sindy,

ich glaube, ich verstehe genau was Du meinst ;-)

Mein Sohn hat anfangs auch immer zugebissen - also nach dem Trinken zugebissen und nicht mehr losgelassen. Meine Brustwarzen waren ganz plattgebissen und blau... #aerger Ja, das tut VERDAMMT weh! Ich habe ihn gelöst, indem ich den kleinen Finger in seinen Mundwinkel geschoben habe (aber wirklich ganz tief, bis zwischen die Kauleisten).

Tatsächlich war er auch wirklich satt, schlief nach dem Abdocken ein und war zufrieden. Er hat sich nur von Anfang an angewöhnt, zuzubeißen, wenn er fertig war. Er hat nicht mehr gesaugt, nicht mehr genuckelt, nur zugebissen... Mittlerweile hat er gelernt, von sich aus abzudocken, wenn er satt ist, das ist eine riesige Erleichterung ;-)

Lg Steffi

Beitrag von steffi0413 06.04.11 - 01:32 Uhr

Hallo Sindy,

würde er dann noch trinken/nuckeln oder ist er schon im Halbschlaf wenn er draufbeisst?

Wenn er noch trinken oder nuckeln möchte, dann lasse ihn. Das ist sehr wichtig, dass er nach Bedarf gestillt wird. Dh. so oft und so lange an der Brust bleiben darf, wie er möchte. So kann dein Körper genug Milch produzieren, so kann er genug Milch bekommen bzw. so kann er bestimmen wieviel milchzuckerreiche Vordermilch bzw. wieviel fette Hintermilch trinkt.
Wenn Du ihn zu schnell ablösen möchtest, dann kann er zu viel von Vordermilch trinken, was Blähungen, Bauchschmerzen verursachen kann.

Wenn er korrekt angelegt ist und mit richtiger Technik trinkt, dann verursacht Stillen nach Bedarf 100% keine Probleme. Er darf von Mumi aus der Brust soviel trinken, wieviel er möchte.

Wenn ein Baby auf die Brust beisst, verursacht sehr oft der Schnuller und/oder Flasche. Die muss mann mit der Zahnleiste halten....#zitter

Lasse also Flasche und Schnuller weg, die können leider noch weitere Stillprobleme verursachen.
Wenn Du noch unbedingt zufüttern müsstest, versuche mit Fingerfeeder, Spritze oder aus einem Becher.
http://www.stillgruppe-ml.de/becherfuetterung.htm

Wenn er auf die Brust kneift, kannst Du versuchen Deinen Kleinfinger in seinen Mundwinkel bzw. zwischen die Zahnleisten zu stecken.
Eine andere Möglichkeit wäre seine Oberlippe leicht zu berühren, streicheln, dann sollte er den Mund öffnen.

LG
Steffi

Beitrag von sindy-sweet 06.04.11 - 12:10 Uhr

Vielen lieben Dank für eure wirklich konstruktiven Vorschläge und Antworten! Ich denke ihr habt mir sehr weitergeholfen fürs erste!!!! #winke Danke!!!

Ich werde heute noch Kontakt zu einer Stillberaterin aufnehmen und einen Termin mit ihr vereinbaren. :-D

Beitrag von sindy-sweet 06.04.11 - 12:21 Uhr

Eine Frage habe ich noch! Reguliert sich denn die Häufigkeit dann von alleine??? Ich habe kein Problem damit mein Kind so oft anzulegen, wie es möchte. Nur sehe ich hier die Gefahr, das es dann merkt das es sich nicht anzustrengen brauch, da es ja so oft wie es möchte auch kleine Mengen trinken kann. Die Schwestern im Krankenhaus, meine Hebamme und auch mein Kinderarzt sagen mir alle, das wir auf einen 4 Std. Rythmus kommen sollen...

Wie seht ihr das? Hat sich das bei euch von alleine wieder reguliert???

Beitrag von muehlie 06.04.11 - 13:03 Uhr

"Die Schwestern im Krankenhaus, meine Hebamme und auch mein Kinderarzt sagen mir alle, das wir auf einen 4 Std. Rythmus kommen sollen..."

Schon wieder so ein Quatsch! Du musst auf keinen Rhythmus kommen und du solltest auf keinen Fall irgendeinen Rhythmus forcieren.
Natürlich regulieren sich die Abstände noch. Irgendwann sind andere Dinge für deinen Zwerg interessanter als die Brust. Die Abstände können andererseits phasenweise aber auch wieder kürzer werden. Und auch das ist okay und sogar äußerst wichtig. In solchen Phasen machen die Kinder nämlich große Wachstumsschübe durch und regen durch das häufigere Stillen deinen Körper dazu an, mehr und vor allem reifere Milch zu produzieren.

Goldene Regel beim Stillen: immer nach Bedarf, nie nach der Uhr füttern. :-)

Beitrag von steffi0413 06.04.11 - 19:44 Uhr

Hallo Sindy,

die Stillberaterin ist eine super Idee! #pro

Ja, die Häufigkeit reguliert sich von alleine. Die meisten nach Bedarf gestillten Babies trinken in diesem Alter mind. 8-12x in 24 Stunden. Die Babies trinken aber normalerweise nicht in gleichen Abständen (also nicht in allen 1-2-3 Stunden), das wäre nur unsere Erwartung. :-( Sie trinken in ihren Wachphasen vielleicht in allen 10 Minuten, dann schlafen sie für eine relativ längere Zeit ein.

Die Häufigkeit ändert sich aber immer wieder. Z.B bei Wachstumsschüben oder wenn das Baby eine andere Entwicklungsphase erreicht möchte er dann vielleicht noch öfters an die Brust. Das ist aber überhaupt kein Problem. Einerseits sind öfters kleinere Mengen idealer für den kleinen Magen und unreifes Verdauungssystem, andererseits ist Stillen nicht nur Nahrung sondern Getränk, Beruhigung, Körpernähe, Schmerzmilderung, Einschlafhilfe, Mamiduft...;-), drittens Mumi ist in 60-90 Minuten verdaut.

Du kannst ihn also ohne Bedenken immer bei den ersten Signalen (er wird unruhig, sucht, dreht seinen Kopf hin und her, streckt die Zunge heraus usw.) anlegen.

Er kann also so viel und auch so wenig auf einmal trinken, wieviel er möchte. Das ist überhaupt kein Problem. Ein 4 Std. Rythmus ist vollkommen abnormal für ein Baby....:-(

Wenn er vielleicht noch zu viel schläft, keine Wachphasen hat, sich nicht alleine meldet, dann kann sein, dass Du in den ersten Zeiten noch eingreifen musst.

Beobachte seine Windel (mind. 6 nasse Stoffwindel oder mind. 4 schwere Einmalwindel pro Tag, Urin nicht konzentriert), das ist das besste Zeichen dafür ob er genug Milch bekommt.

Wenn er beim Stillen zu schnell ein schläft, kannst Du C-Griff verwenden: drück (Daumen oben, andere Finger unten) deine Brust hinten dem Brustwarzenhof zusammen und halte ein bisschen so. Stark, aber weh tun darf es nicht. Das stimuliert den Milchfluss und er fängt wieder an zu schlucken.

Bei weiteren Fragen/Problemen helfe ich sehr gerne!

LG
Steffi