Neurodermitis ausgebrochen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sahra0609 05.04.11 - 19:35 Uhr

Hallo meine Lieben

meine Saskia ist 3 bald 4 Jahre alt. Es war bisher immer alles in Ordnung, bis ich vor ca. 4 Wochen an ihren Hals schaute und mich fragte was das denn ist . Sie hatte dort aber nur dort Schuppenflechten, nicht groß aber sie waren da. Ich habe dann Linola Fett geholt und geschmiert was auch gut ging. Ja und 2 Wochen später fing es dann auch im Gesicht an , was mich doch etwas stutzig machte und ich bin zum Kinderarzt. Die Kinderärztin meinte ich solle erstmal weiter mit Linola Fett schmieren, es wären Trockenflechten .
Dann hat aber das Linola nicht mehr gewirkt und ich bin wieder zum Doc, sie hab mir eine Cortison haltige creme die ich ganz dünn 2 mal täglich auf die stellen schmieren soll.
Gesagt getan und nach 4 tagen war dann alles so gut wie weg , und ich machte wieder mit Linola weiter .
Ich fragte auch die Kinderärztin was das ist und das ich angst habe, das es neurodermitis werden könnte, da sagte sie es ist schon neurodermitis.
Sie haben dann auch einen Abstrich von den Trockenen Stellen gemacht , und ziemlich viel Blut abgenomme um einen Allergietest zu machen .
Ich habe dann ein paar tage später angerufen und die Ergebnisse waren , gott sei dank Alle ohne auffällikeiten .
Nun ist seit 3 Tagen so das sie an den Handgelenken und auch an den Ellenbeugen auch diese Stellen bekommt und am Rücken in der Lendenwirbelgegend.
Was kann ich denn noch machen, ich möchte sie nicht unbedingt am ganzen Körper mit Cortisonhaltigen cremes eincremen . Ich habe sie
auch schon in Babyöl öfter baden lassen .
Was ich aber sagen muss sie kratzt sich nicht, also scheint es gott sei dank nicht zu jucken .
Hat denn jemand erfahrung und tips ?
geht das irgendwann auch wieder weg oder wird sie das nun behalten ?
ich habe die ärztin gefragt warum das jetzt aufeinmal kommt, da sagte sie es kann sein weil sie einen Infekt hatte,. das der dies zum Ausbruch brachte.
Ich wäre über tips dankbar.
lg und einen schönen abend noch

Beitrag von hugendugel 05.04.11 - 20:18 Uhr

Hallo sahra0609.
Unsere Tochter ( wird im Mai 3) hat seit letzten November auch schuppige Flecken auf den Wangen. Mal mehr, mal weniger. Jucken tut es auch nicht.
Nach drei Versuchen mit Salben haben wir dann auch eine cortisonhaltige Salbe bekommen, damit die Stellen mal wieder abklingen. Das sollte aber natürlich keine Dauerlösung sein.
Wir haben nun auch einen Allergietest machen lassen, bei dem auf Kuhmilch, Hausstaubmilben, Weizenmehl usw. getestet wurde, aber zum Glück ist sie allergiefrei und die Ärztin meinte, es handle sich um eine Art Neurodermitis, die im Winter ausbricht und übersetzt irgendwas mit "münzförmig" heißt. Wir sollten nichts daran machen, weil es unsere Tochter nicht stört, es würde halt nur uns stören, weil es nicht so schön aussieht. Ab und zu mache ich eine harmlose Pflegecreme drauf.
Angeblich geht es in der warmen Jahreszeit weg und verwächst sich dann mit dem Alter. Naja, dann glauben wir das mal. Wir können ja nichts machen und der Kleinen geht es gut, das ist die Hauptsache.
Alles Gute für Euch!
Gruß
hugendugel

Beitrag von maja1104 05.04.11 - 20:32 Uhr

Hi,

mein großer (bald 3) hat, seit er 6 monate alt ist, probleme mit der haut. nach und nach stellte sich heraus das es neurodermitis ist. leider halfen die allbekannten cremes und lotions bei uns auch nicht und nur cortison wollte ich auch nicht.
welche uns jetzt ganz gut tut ist die ganz normale lotion von baby first (bübchen). natürlich nur als basis aber besser als nichts.

als tip lass deine kleine nicht allzu oft in stresssituationen geraten und sorge für eine gut klimatisierung der haut (kein schwitzen und so) und dusche sie lieber als zu baden.

hoffe deiner kleiner geht es bald besser mit ihrer haut
alles gute und liebe grüße

maja1104 mit fynn und zoé

Beitrag von sunflower.1976 05.04.11 - 20:38 Uhr

Hallo!

Meinem kleinen SOhn hilft die "Hautruhe" Lotion von Eubos sehr gut.Er hat teilweise großflächig gerötete Haut, aber mit der Lotion geht alles sehr gut weg und wenn ich regelmäßig creme,. bleibt es eigentlich bei kleinenStellen, die ihn nicht so sehr stören. Cortison war bisher zum Glück nicht nötig *auf Holz klopf*

LG Silvia

Beitrag von littlebaer 05.04.11 - 20:40 Uhr

Hallo,

sei schon mal froh, dass beim Allergietest nichts rauskam und sie sich auch nicht juckt.
Neurodermitis wird mal gan schnell "diagnostiziert" und Haut ist eh so ein schwieriges Thema.
An Deiner Stelle schmier weiter mit Linola Fett ( die Linola Hautmilch ist auch noch ganz gut).
Was bei Luis auch gut hilft ist die simple "Panthenol-Creme" von Penaten. (Und bei ihm juckt es wirklich im Gesicht wenn er grad nen Allergieschub hat). Ansnonsten gibt es rezeptfrei in der Apotheke noch die Linola Akut, da ist nicht ganz so viel Cortison drin.
Frag Deine Ärztin auch mal nach "Dermatop". Die hat mir eine Hautärztin mal verschrieben und die hatt ich jetzt in letzter Zeit bei Luis immer auf die betroffenen Stellen, allerdings hat es ihn auch gejuckt.
Von daher, wenn es Deine Kleine nicht stört, schmier erst mal nur mit Linola weiter.

Alles Gute für Euch weiterhin.
Grüße Dani

Beitrag von lagefrau78 05.04.11 - 20:43 Uhr

Hallo!

Ich schließe mich meiner Vorschreiberin an. Solange die Stellen nicht jucken und die Kleine nicht stören, würde ich gar nichts machen.
Empfehlenswert finde ich Bäder in Meersalz. Entsprechende Badezusätze bekommst Du in der Apotheke, im Reformhaus und wahrscheinlich sogar in größeren Drogerie- und Supermärkten.
Erfahrungsgemäß wird die Haut tatsächlich in der warmen Jahreszeit besser, wenn viel Luft an die Haut kommt.

Wie es nun weiter geht, kann man nicht mit Gewissheit sagen. Soweit ich weiß, leiden viel mehr Kinder an Neurodermitis als Erwachsene; wenn Ihr Glück habt, verwächst es sich bei Deiner Tochter wieder.

Ich selbst habe Erfahrung damit, weil ich selbst betroffen bin, mein Kind zum Glück (noch) nicht. Ich selbst habe Neurodermitis fast von Geburt an, in der Pubertät war sie mal weg, inzwischen seit gut 10 Jahren wieder da... Soweit ich weiß, kann man die Entwicklung kaum voraussagen.

Wenn Du Dich austauschen magst, schreib mir ruhig eine PN.

Viele Grüße!

Beitrag von lagefrau78 05.04.11 - 20:45 Uhr

Sorry, da hab ich wohl zu lange gebraucht...

Ich beziehe mich mit meiner Zustimmung auf die erste Antwort, die Du erhalten hast.

Beste Grüße!

Beitrag von cori0815 05.04.11 - 21:17 Uhr

hi sahra!

Ich denke, erstmal solltest du möglichst wenig aufgeregt sein ob dieser Diagnose. Denn Neurodermitis heißt ja letztendlich nichts anderes, als dass es um einen entzündlichen Hautzustand geht, der nicht genauer zugeordnet werden kann. NEUROdermitis heißt sie nur, weil man früher mal dachte, es sei eine Nervenentzündung, die die Ekzeme auslöste (ist aber wohl nicht so).

Zum Zweiten wäre ich mir mal gar nicht so sicher, dass es sich um eine "waschechte" Neurodermitis handelt, denn ein wirklich wesentliches Symptom - der Juckreiz - fehlt.

Zum Dritten ist durch das Fehlen von Allergien der Formenkreis der Atopie ja nicht voll zum "Ausbruch" gekommen (da zählen Heuschnupfen, Allergien, Asthma neben Neurodermitis zu).

Erst einmal finde ich deine Einstellung sehr gut, erstmal mit Linola Fett zu "schmieren", denn das ist wirklich eine gute Basiscreme für die ... ich nenne sie jetzt mal "empfindliche, sehr trockene Haut mit Juckreiz". Mein Sohn hat auch solche Ekzeme (ich weigere mich, sie als Neurodermitis zu bezeichnen) und ich sorge auch gern vor mit Linola-PRodukten - und es funktioniert sogar. Alternativ kannst du auch Linola Milch nehmen und es gibt auch ein tolles Linola Ölbad, das die Haut schön pflegt/fettet.

Dass die Ärztin gleich sagt, es ist eine Neurodermitis, ist - finde ich - immer etwas blöd. Weil Eltern dann gern reagieren wie du: leicht panisch. Stattdessen hätte sie dir ja mal erklären können, was die Bezeichnung ausmacht und warum sie die Hauterkrankung deiner Tochter als Neurodermitis bezeichnet - schade, ich würde den Arzt wechseln.

Das mit dem Cortison ist zwar nicht schön und auch nicht wünschenswert, aber als Ausschlussdiagnose ist es sicher anfangs eine Lösung. Gingen die Beschwerden davon nicht weg, müsste nämlich weiter nach der Ursache gesucht werden. Nur dauerhaft solltest du sicher nicht - wie du ja auch selbst schon sagtest - mit Cortison cremen. Bei uns kommt sie nur zum Einsatz, wenn mein Sohn nachts aufwacht, weil er sich mal eine Stelle kaputt gekratzt hat und es schmerzt.

Eine Bekannte gab mir übrigens einen Tipp, der bei ihr (und ihrer starken Neurodermitis) funktionierte: Juckreiz (noch hat deine Tochter ja noch keinen, aber falls welcher dazu kommt:) wird prima gelindert durch das Auftragen von ordinärer DOSENMILCH. Keine Ahnung, ob es wirkt, aber sie schwört darauf und wendet es auch selbst an, wenn die Neurodermitis mal wieder bei ihr ausbricht.

Meine Tipps zusammengefasst:
-Wasche deine Tochter ohne Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe (Pflegereihen gibts mittlerweile in fast jeder Drogerie, wir nehmen die von dm)
-Wasche ihre Kleidung möglichst duftfrei (nimmst du Weichspüler? Lass ihn weg! Oder hast du vielleicht kürzlich das Waschmittel gewechselt, so dass ihre Hautveränderungen eine Reaktion darauf sein könnte?)
-Pflege die Haut deiner Tochter TÄGLICH mit einer Basispflege wie z.B. Linola, es gibt aber auch jede Menge anderer Präparate, frag den Arzt oder die Apotheke
-Denke darüber nach, ob du Vertrauen zur Homöopathie hast und suche dir ggf. einen guten Homöopathen, der sich mit der Behandlung von Neurodermitis-Erkrankungen auskennt
- Mach dich nicht verrückt, weil sich das auf deine Tochter übertragen und ihren Hautzustand verschlimmern wird

Ich wünsche euch alles Gute
LG
cori

Beitrag von gisele 05.04.11 - 21:40 Uhr

hallo.googel mal nach bioresonanztherapie!!uns hat es zu 100 % geholfen...kannst mich bei fragen gerne anschreiben!!
ach ja,die ursache liegt im darm und entsteht durch allergien meistens nahrungsmittel wie gluten,lactose.
lieben gruss,nadine

Beitrag von pinklady666 05.04.11 - 21:47 Uhr

Hallo

Da der Ausschlag deiner Tochter nicht juckt, denke ich eher nicht dass es eine echte Neurodermitis ist.
Ward ihr bisher nur bei der Kinderärztin oder habt ihr auch mal einen Allergologen aufgesucht? Das würde ich zuerst mal machen, da Kinderärzte gerne mal bei Hautauffälligkeiten Neurodermitis diagnostizieren.
Von Linola halte ich generell nicht so viel. Da ist Erdnussöl drin, was bei meiner Tochter das ganze noch verschlimmert hat. Ich habe selbst auch Neurodermitis und vertrage die Creme auch nicht.
Was bei Marie recht gut hilft ist Optiderm - Lotion. Die haben wir zusätzlich zur normalen Cortisoncreme.
Einen Allergietest haben wir bisher noch nie machen lassen. Laut unserem Allergologen kann sowas gerade bei Neurodermikern gerne mal umschlagen bzw. widersprüchliche Ergebnisse anzeigen.
Wir haben eher ein Tagebuch geführt. Da habe ich neben der Ernährung täglich alles relevante eingetragen (Waschmittel, Duschgel, Shampoo, Besuche bei Freunden mit Tieren etc), auch das Aussehen der Haut, Schübe etc.
Das haben wir regelmäßig mit dem Allergologen ausgewertet und so herausgefunden auf was Marie reagiert.
Natürlich kann es auch sein, dass wir so Dinge, auf welche sie wenig reagiert übersehen haben, aber wir fahren mit dieser Merhode ganz gut (nicht nur bei Marie sondern auch bei mir selbst).
Mach dich nicht verrückt.

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Felix (ET 22.06.2011)

Beitrag von mimibite 06.04.11 - 08:11 Uhr

Hallo,

da ich den Tipp beim Überfliegen der anderen Antworten nicht entdecken konnte - probier es mal mit Mandelölsalbe (gibt es von Spirig oder angemischt in der Apo)! Das hat uns der Kinderarzt verschrieben, weil er die Diagnose Neurodermitis nicht gerne so schnell stellt, weil es soviel Verunsicherung auslöst! Bei uns wirkt die Salbe wirklich toll und Mandelöl ist entzündungshemmend!!! Allerdings macht dich wegen des Cortisons nicht verrückt, es ist überall so verschrien, aber dennoch nötig und sehr hilfreich - über einen kurzen Zeitraum schadet es Deiner Tochter nicht!

LG und gute Besserung!

Mimi

Beitrag von nashivadespina 06.04.11 - 14:00 Uhr

Mein Kind hat verschiedene Formen von chronische Urtikaria, Neurodermitis seit 4 Jahren und Allergien und reagiert auf so vieles.. auf den eigene schweiß, auf kälte, auf Cremes, auf Lebensmittel, auf Tierhaare uvm.. doch bei uns hat es sehr lange gedauert bis wir diese Dinge herausgefunden haben und es kann ja sein dass es bei deienm Kind auch nur einen Auslöser gibt :)

Wenn bei den Allergietests auf verschiedene Allergene ohne Reaktion getestet wurde bedeutet das leider nicht, dass es sich bei deinem Kind nicht auch um ein allergisch induziertes atopisches Ekzem (Ableitung von Neurodermitis) handelt. Theoretisch kann alles Neurodermitis auslösen was man in einem Bluttest garnicht erkennen kann (sei es jetzt Aroma/-Zusatzstoffestoffe, Gewürze, Shampoos, Cremes, Waschmittel, Umwelteinflüsse und und und)
Deshalb soltet ihr unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen welcher Allergologe ist und sich auf Atopisches Ekzem/Neurodemitis spezialisiert hat. Adressen kann ich dir auch über die PN schicken. Dieser kann dann auch weitere Tests durchführen und euch über die sehr wichtige eigene Anamnese aufklären -es ist erforderlich so ein paar Sachen zu wissen um den Auslöser des atopischen Ekzems schnellstmöglich herauszufinden um dieses dann meiden zu können usw. ZB. kommt es innerhalb von o-78 Stunden zu einer Reaktion des atopischen Ekzem ab Kontakt des Auslösers. Das sind so Sachen die man immer im Hinterkopf haben sollte.. und es ist auch wichtig nicht zu viele Sachen gleichzeitig auf die Verträglichkeit zu prüfen bzw anderseits nicht auf zu viele unnötige Dinge zu verzichten. Weiterhin ist es sehr sinnvoll ein Tagebuch zu führen.. solche Bögen zum Ausfüllen (Hautzustand, Nahrungsmittel, Wetter, Anlässe etc.) gibt es auch beim Allergologen -kann ich dir aber auch über die PN zuschicken wenn du willst.

Wichtig ist es eben zu beobachten -doch bis man den Auslöser/die Auslöser gefunden hat dauerts auch normalerweise länger-deshalb ist auch Geduld das A und O.


Ich würde mich an deiner Stelle jetzt erstmal für EIN EINZIGES Pflegemittel für die Haut entscheiden (maximal 2 zb Linolashampoo und Linolacreme wenn diese definitiv verträglich sind) und für den Notfall eben die Kortisonhaltige Creme. Umso mehr Pflegemittel du nun anwendest desto undurchsichtiger wird es ob diese Verträglich sind oder nicht. Auch das Waschmittel nicht häufig wechseln! Kortisoncreme sollte allerdings wirklich nur im Notfall aufgetragen werden wenn der Juckreiz nicht anders gelindert werden kann (zb durch Antihistamin aus der Apotheke) Denn Kortison ist mit Vorsicht anzuwenden (siehe Packungsbeilage)

Gute Besserung