Hormonimplantat

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Forum: Verhütung

Pille, Kondom oder doch Spirale? Im Laufe der Jahre probieren die meisten Frauen verschiedene Methoden der Verhütung aus. Da tauchen eine Menge Fragen auf, für die hier der Raum ist. Übrigens: Medikamente und Verhütungsmittel dürfen bei uns nicht weitergegeben werden.

Beitrag von verheiratet22 05.04.11 - 22:20 Uhr

Hallo,

also Ich habe im Februar mein zweites Kind bekommen und suche nun nach einem sicheren Verhütungsmittel.
Hatte oder hat von Euch jemand Erfahrung mit dem Hormonimplantat gemacht und kann mi darüber berichten wie das ist mit dem einsetzen, die schmerzen und ob man die stelle am Oberarm dann sieht?

hab bissle bammel davor, kann mir aber erst ab dem 11.04 nen Termin geben lassen zu meinem Gyn, da er im mom. im Urlaub ist.

Danke im Voraus für die Antworten

Beitrag von 19face84 06.04.11 - 10:14 Uhr

ich hatte fast die vollen 3 Jahre eins. Und es war grauenvoll! Ich kann wirklich keiner Frau dazu raten.

Das Einsetzten und Rausziehen war die Hölle, trotz lokaler Betäubung. Und mindestens eine Woche danach hatte ich noch Schmerzen. Das war also schon mal Mist.
Dann muss ich sagen, am Anfang fand ich es gut, dass ich meine Tage nicht mehr gekriegt hab. Aber dann irgend wann kommt das eben doch. Und dann, wow! 3 Tage Schmerzmittel oder gar nicht mehr laufen können vor Schmerzen. Und: dieses Gefühl, das die Mens kommt hatte ich fast ständig! Nicht mehr so wie vorher halt nur alle 4 Wochen.
Die Stelle am Arm sieht man nur wenn man ganz genau hinsieht und es weiß. Das ist also nicht so schlimm finde ich.
Schlimm fand cih auch, dass cih zwar wärend der Pubertät von Pickeln fast vollständig verschont worden war, aber dafür hatte ich dann wärend ich dieses Implantat hatte das "Vergnügen".
Das allerschlimmste war allerdings was mir nach dem Rausnehmen pasiert ist. Ich hatte noch keine Kinder aber natürlich wollte ich irgend wann später auf jeden Fall Kinder haben. Dann letztes jahr im November war es dann so weit. Oder zu mindest war es nicht mehr schlimm wenn es passieren würde. Da es ja bei der Pille manchmal auch etwas dauert bis der Körper die Reste abgebaut hat, war uns schon klar, dass es mit dem Kind noch etwas dauern würde, was auch trotzdem irgend wie schon okay war. Nur nach einem Jahr bekam ich meine Mens immer noch unregelmäßig. Ich war dann mal wieder beim Gyn zur normalen Untersuchung und wir sprachen auch über unseren Kidnerwunsch. Er untersuchte mich dann mal etwas näher und stellte fest, dass meine Eizellen nicht entwickelt waren. Durch das Implantat wurde die Eizellenproduktion eingestellt und ist danach nicht wieder in Gang gekommen. Ich musste dann über ein halbes Jahr Tabletten schlucken bis mir der Arzt endlich gratulieren konnte. Das hat mich echt fertig gemacht. Ich weiß nicht, ob du dir später noch weitere Kidner wünscht, dann würde ich dir auf jeden Fall davon abraten. Aber wenn du keine Kinder mehr willst, musste du selbst entscheiden, ob du das alles auf dich nehmen willst. Ich werde es definitiv niemals wieder tun!

Ich hoffe, dass dir das helfen konnte!

Gruß

Karin + Würmchen 15. Woche

Beitrag von himmelblau85 08.04.11 - 06:07 Uhr

Ich kann den Beitrag leider nicht so ganz unterstützen.

Ich verhüte seit meinem 14ten Lebensjahr mit dem Implanon. Ich kann nichts wirklich schlechtes dagegen sagen. Gut das einsetzen ist ein piks und das herausnehmen kann etwas schwieriger sein wenn es verwachsen ist, aber es ist ja betäubt. Nicht so schlimm wie ein Termin beim Zahnarzt. Ich habe "normal" viele Pickelchen, Haarausfall ist nicht mehr als bei anderen (zumindest nicht viel), stark zunehmen usw tu ich nur wenn ich mich selber nicht stoppe und und und.

Das wichtigste: Ich hatte meine Regel immer über Monate nicht und wurde nach dem entfernen SOFORT schwanger. Mir wurde auch gesagt der Körper bräuchte erst mal um sich umzustellen, das Ergebnis liegt nun im Bettchen und schläft *g*


Für mich hat es viele vorteile. 3 Jahre um nichts kümmern. Trotz Grippe usw besteht mein Schutz. Ich kann nichts vergessen. Das Implantat fällt keinem auf der es nicht weiß.

Ich habe mich jetzt da zu entschlossen es auch in der Stillzeit wieder zu nehmen. Habe um 11 den Termin zum einsetzen. In der Zeit ohne das Implanon (Stillzeit), fühlte ich mich ziemlich unsicher.

Jeder der sich sowas einsetzten will sollte aber die Probepille probieren, da es auch Frauen gibt die das nicht vertragen (wie bei vielen anderen Dingen auch). Es gibt viele die es gut vertragen aber auch viele die es nicht vertragen.

Ich hoffe der Beitrag zu dem Thema wird noch gelesen.

Beitrag von fuxx 11.04.11 - 14:45 Uhr

ich habe 6 Jahre mit dem Implanom verhütet und würde es jeder Zeit wieder tun!
Das Einsetzen tat gar nicht weh. Die Stelle sieht man definitv, ich konnte das Implanom auch ein bisschen verschieben im Arm. Aber nichts Schlimmes.
Der erste Wechsel tat höllisch weh. Beim zweiten hatte die FÄ dazugelernt und zunächst Eisspray auf den Arm gesprüht. Danach habe ich überhaupt nichts von der Herausnahme gemerkt.

Die Vorteile des Implanoms liegen klar auf der Hand: nur wenige Hormone, keine Probleme wenn man sich mal übergeben muss, keine Angst es zu vergessen (wie bei der Pilleneinnahme) und es ist egal, auf welchem Erdteil ich mich befinde, ich muss mir nicht erst ausrechnen, wann ich die nächste Pille schlucken muss.

Beitrag von pfirsichbluete81 12.04.11 - 12:43 Uhr

Hallo,

ich habe deinen Beitrag jetzt erst gelesen, würde dir aber auch gerne meine Erfahrung mit dem Implantat erzählen.

Nach dem ersten Informationsgespräch bei meiner damaligen Gyn. habe ich gedacht das Implantat wäre das ideale Verhütungsmittel für mich, da mich das ständige Pille einnehmen genervt hat.
Mir wurde also das Implantat gesetzt was nahezu schmerzfrei war und auch gesehen hat man es nicht, nur wenn man mit dem Finger drübergefahren ist, hat man es gespürt.
Nach ca. 6 Wochen bekam ich dann auf einmal meine Periode, als die Periode nach 2 Wochen noch nicht weniger wurde, bzw. mal aufhörte sprach ich erneut bei meiner Gyn. vor, die mir dann ein Rezept für die Pille mitgab, die ich zusätzlich einnehmen sollte, damit sich das mit der Periode einpendelte. Tat es nur leider nicht ganz so wie erwünscht. Meine Periode hörte zwar kurzzeitig auf, kam aber nach ein paar Tagen wieder.
Da ich durch die Hormonüberdosis innerhalb weniger Wochen ca. 15 kg zunahm (ohne meine Ernährung oder sportliche Aktivitäten zu änder!), ging ich erneut zu meiner Gyn. und wollte das Implantat wieder herausnehmen lassen. Sie gab mir dann allerdings ein anderes Pillenrezept und versicherte mir das wir das alles in den Griff bekommen.

Da ich (auch bedingt durch die Gewichtszunahme) nur noch deprimiert war habe ich die einzige logische Schlussfolgerung gezogen, mich meinem langjährigen Hausarzt (der mich seit Geburt kennt) anvertraut. Er war total entsetzt und hat mir das Implantat dann ohne zu zögern unter örtlicher Betäubung entfernt.
Als Erinnerung an diese Erfahrung trage ich am linken, inneren Oberam eine schöne 2-3 cm lange Narbe. Meine Gyn. habe ich auch direkt gewechselt, weil ich ihr Verhalten unmöglich fand.
Das ganze ist jetzt 9 Jahre her, mittlerweile habe ich alle hormonellen Verhütungsmittel durch und verhüte jetzt mit NFP und Kondomen.

Ich muss dazu auch sagen, dass ich generell keine hormonellen Verhütungsmittel vertrage und das leider sehr spät bei mir festgestellt wurde.