Welche Aufgaben haben eure Kinder mit 13?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von enni12 05.04.11 - 23:30 Uhr

Hallo,

ich habe das Gefühl, als wenn wir hier dringend mal was tun müssen. Unsere Tochter hat nämlich im Moment nur eine einzige Aufgabe (Biomüll runter bringen) und selbst daran muss ich sie dauernd erinnern #augen

Will jetzt eine Art Plan aufstellen, was an welchen Tagen gemacht wird und mich würde mal interessieren, welche kleinen Aufgaben eure Kinder in dem Alter übernehmen müssen?

Ist jetzt nicht so, dass mir nichts einfallen würde aber ich möchte gern meinen Horizont erweitern bevor ich das anpacke :-)

Danke

Dani

Beitrag von jazzbassist 06.04.11 - 00:51 Uhr

Also die Hauptaufgabe von Meinem (12) ist, einfach nur gut durch die Schule zu kommen. Das hat oberste Priorität. Ansonsten standen wir irgendwie noch nie vor der Fragestelle, welche Aufgaben wir jetzt erfinden könnten, damit unser Sohn die erledigen kann.

Was in seinem Aufgabenbereich liegt, ist sein Kinderzimmer. Da gehen Mama und Papa nämlich nicht mehr rein; okay - Fensterputzen macht meine Frau noch, da sie Angst hat, dass unser Kurzer sonst aus dem Fenster plumpst #kratz. Aber - der Rest liegt im Organisationskonzept eines 12-Jährigen mit leichten Tipps von der Mama. Ansonsten herrscht bei uns so eine Art Pfadfindergrundsatz: Verlasse einen Ort stets ein klitzekleines bisschen besser, als du ihn vorgefunden hast. Heißt für unseren Sohn einfach nur, dass, wenn er selbst Dreck verursacht, er diesen auch wieder wegräumt. Geschirr in den Geschirrspüler, dreckige Wäsche in den Wäschekorb, Bad rudimentär trocken machen, wenn er duscht etc.

Ansonsten hat der mit Schule, Hobbys und Kindheit eigentlich einen ziemlich vollen Zeitplan - wenn wir dort jetzt irgendwelche Aufgaben erfinden würden - nur des erfindenwillens - würde sich das wahrscheinlich kontraproduktiv auswirken. Wenn ein Kind freiwillig ab und an mal hilft, in dem es z.B. mal kurz in den Supermarkt fährt o.ä. ist mir persönlich das zumindest viel viel lieber, als, wenn ich hier unter ständigen hinterherrennen ein Kind dazu bewege, den Biomüll runterzubringen, was ich auch genausogut machen kann, wenn ich zur Arbeit fahre. Sähe ich jetzt persönlich keinen großen Sinn darin. Wenn mein Kurzer später mal eine eigene Wohnung hat, wird er den Müll noch oft genug rausbringen müssen; dass wird er dann schon feststellen, dass das nicht automatisch geschieht.

Beitrag von enni12 06.04.11 - 11:42 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort. Das klingt schon sehr sinnvoll #schein

Zimmer und Ordnung ist bei uns nämlich ständiges Streitthema weil sie so faul ist #schmoll

Und so Dinge wie ihre Sachen in den Geschirrspüler räumen oder Bad nach dem Duschen aufräumen geschehen auch nur nach mehrfacher Aufforderung.

Vielleicht hast du Recht und wir sollten sie von der dämlichen Aufgabe Biomüll befreien und uns echt darauf konzentrieren, dass sie das von sich verursachte Chaos wieder in Ordnung bringt.

Ihr Zimmer saugen und wischen war nämlich bisher immer meine Aufgabe.

Danke für deine Meinung,war sehr hilfreich für mich!

Dani

Beitrag von 280869 06.04.11 - 08:01 Uhr

Ich mußte ab 12 Jahre(da ist meine Mutter wieder Arbeiten gegangen) Wäsche waschen(nur mit der Hand weil wir keine Waschmaschine hatten), Staubwischen, Saugen, Aufwaschen, Abtrocknen, Küche wischen.
mein Zimmer sowieso, später kam noch Bügeln und Fenster putzen dazu.
Müll runterbringen und Einkaufen war eh klar, ab und zu in den Ferien kochen. Nebenbei noch im Garten Unkraut ziehen(da habe ich schnell gelernt wenn ich Planzen rausziehe brauche ich das nie wieder machen, so wuchs bei uns erst nur Unkraut;-), oder was sonst anfiel wie Holz hacken, Kohlen schaufel (hat Spaß gemacht), Feuern, Schnee schieben, Hausordnung, Straße kehren.Da wir 3 Kinder waren haben wir uns in die Arbeiten geteilt.

Für meine Kinder 19,15,11 steht an erster Stelle die Schule.
Feste Aufgaben hat keine,sie helfen freiwillig manchmal auch unfreiwillig mit,wenn sie mal Stall misten(Meerschweinchen/Zwergkaninchen)müssen, oder Essen zur Omas bringen, oder einfach mal Omis beschäftigen.
Sie kochen auch gern und da gehört dann Küche putzen mit dazu

Glas Papier, und so ein Zeug sowie Müll wird auf dem Weg zum Einkaufen erledigt.
Ihre Zimmer sind sauber bis relativ sauber. Das machen sie selbst, müssen aber auch nicht,ich sauge da auch schnell mal durch, oder wische Staub.Ich bestehe darauf das kein Eßzeug oder Getränke da steht und das die Wäsche abends vor der Tür im Korb liegt. Ihr Bad putzen sie selbst da gehe ich nur einmal die Woche gründlich drüber.

VG 280869

Beitrag von enni12 06.04.11 - 11:45 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Ich bin gerade total schockiert, welche Aufgaben du zu erledigen hattest!
Ich würde nie wollen, dass meine Kinder den Haushalt erledigen weil ich arbeiten gehe!

Ich werde mich wirklich auf die Reinigung ihres Zimmer und ihres Bades konzentrieren. Das erledige ich nämlich größtenteils zur Zeit!

LG

Dani

Beitrag von katzeleonie 06.04.11 - 08:16 Uhr

Hallo,

ganz vorne steht: Schule und Hausaufgaben und lernen. Meine Tochter meint sie wäre damit völlig ausgelastet.#rofl

Nichts desto trotz muß sie den Wellikäfig saubermachen, da es ihr Vogel ist. Damit ist sie dann völlig überarbeitet.#klatsch

Ich hätte gerne daß sie regelmäßig den Müll runterträgt und die Spüli ausräumt. Sie ist mitten in der Pubertät richtig heftig und bevor ich mir den Mund fusselig rede, mache ich es selbe, da ist es gemacht. Momentan null Plan, wie das werden soll, daß sie mal was tut. Stinkefaul.

lg
Anja

Beitrag von enni12 06.04.11 - 11:47 Uhr

Hallo Anja,

redest du von meinem Kind?! #rofl

Mir geht es zur Zeit auch so, dass ich lieber was selbst mache, als ihr stundenlang was zu erzählen, was am Ende irgendwie doch nicht ankommt!

Aber ich will davon weg. Das kostet unnötig Neven!

Ich fand die Tipps hier, dass sie sich um ihr Zimmer und das von ihr verursachte Chaos kümmern soll sehr gut. Und vorher kann sie halt nicht zu ihren geliebten Pferden :-p

Mal sehen. Ich wünsch dir weiterhin gute Nerven, können wir brauchen!

Dani

Beitrag von katzeleonie 06.04.11 - 15:32 Uhr

Hi Du,

ich will auch weg davon finde aber keinen Weg. Meine Tochter ist einfach stärker als ich, sie bequatscht mich fast immer irgendwie und dann ärgere ich mich weil die Versprechen natürlich selten eingehalten werden.
Sie ist 12 gewesen im Dezember.
In ihrem Zimmer gehts. Da ist einigermaßen Ordnung. Und hier unten würde sie alles liegen und stehen laßen, wenn ich nicht 100 mal sage "bitte weg".

Wünsch Euch auch gute Nerven unddaß die Phase vorbei geht.

lg
Anja

Beitrag von nightwitch1988 06.04.11 - 09:15 Uhr

hi

mein kind ist zwar nicht in dem alter, aber ich berichte einfach mal von mir:

ich musste müll rausbringen im wechsel mit meiner mutter, mein zimmer reinhalten und die hausordnung machen. staubsaugen und abwasch machte meine mutter.

wir hatten auch einen haushaltsplan, bestimmt seit ich 11 war.

und daran musste ich mich halten, wenn nicht, gabs taschngeldabzug. einmal erinnern war noch ok, aber wenn ich dann nicht gleich losgesprintet bin, wurde mir das taschengeld um 2,50 gekürzt.
das hat gezogen.

lg

Beitrag von enni12 06.04.11 - 11:49 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Taschengeldentzug wirkt bei uns leider gar nicht #augen
Was aber wirkt, ist Pferdeentzug! Sie geht nämlich jeden Tag zum Nachbar, der hat Pferde. Und ich habe mir vorgenommen, dass sie halt zukünftig erst geht, wenn ein paar Dinge erledigt sind!

Liebe Grüße

Dani

Beitrag von krokolady 06.04.11 - 09:42 Uhr

bei all meinen 4 Kindern gab es immer wieder Trouble wegen festen Aufgaben........" der hat....die hat weniger....blah....motz"

Jetzt wo nur noch die knapp 12jährige hier ist ( die 5jährige zähle ich nicht, die fällt eh "weg" ) hat sie nur die Aufgabe ihr Zimmer in Ordnung zu halten.....ihre Schmutzwäsche zu entsorgen und ihre saubere Wäsche in ihre Schränke zu räumen.
Aber nichtmal das klappt.....wochenlang wird teils nicht gesaugt oder aufgeräumt.

Mittlerweile erpresse ich sie halt - ist ihr Zimmer noch soweit ok kann sie nicht an den PC

Beitrag von enni12 06.04.11 - 11:51 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Weißt du, genauso ist es bei uns! Sie hat eigentlich keine Aufgaben und wenn sie dann mal ihr Zimmer saugen soll oder ihre Wäsche einräumen, dann geht kein Weg ran :-[

Ich werde meine zukünftig auch "erpressen". Es gibt nix zu den Pferden, bevor im Zimmer nicht wenigstens Grundordnung und Sauberkeit herrscht. Ich hoffe, dass die ewigen Diskussionen dann endlich mal ein Ende haben!!!

Liebe Grüße

Dani

Beitrag von krokolady 06.04.11 - 12:13 Uhr

meine mault dann immer rum....von wegen das wär Erpressung.

Ich sag dann immer das es keine Erpressung ist.......sie hat ja die Wahl ob sie es tut oder nicht.

Beitrag von enni12 06.04.11 - 12:23 Uhr

#rofl

Die Antwort merk ich mir schonmal vor!

Beitrag von derhimmelmusswarten 06.04.11 - 11:01 Uhr

Ich musste beim Abwasch helfen, kleinere Einkäufe für meine Oma erledigen (im Dorfladen halt), Laub kehren (wir wohnen am Waldrand mit entsprechend starkem Laubfall im Herbst). Ich hatte echt wenig Aufgaben. Da war ich doch recht verwöhnt. Bei meinen Kindern (das dauert ja noch ein wenig) werde ich das mit Sicherheit ganz ganz anders handhaben. Die werden im Haushalt mit anpacken müssen. Mit Sicherheit ziehe ich mir keine Gören ran, die nachmittags vor der Glotze liegen oder vor dem PC oder draußen rumlungern. Ich finde, Kinder in dem Alter können machen: Staubsaugen, kleinere Einkäufe, Wäsche falten, kehren, ihr Zimmer in Ordnung halten, Müll weg bringen. Wann, wenn nicht in diesem Alter?

Beitrag von starshine 06.04.11 - 12:12 Uhr

Kind sein, lernen und ein guter Mensch werden ;-)

Wir haben keinen "Plan", Mithilfe passiert dann, wenn es passt oder wir besprechen es. Die kids helfen regelmässig den Hund auszuführen, aber auch das mal mehr und mal weniger.

Ihre Zimmer aufräumen, das müssen sie allerdings schon.

Beitrag von minouche67 06.04.11 - 12:25 Uhr

Moin,

meine beiden sind zwar noch nicht 13, sondern 10 und 11, aber sie haben natürlich ihre täglichen Aufgaben. Oberste Priorität hat zweifelsohne die Schule!
Sie haben jedoch die Aufgabe sich um die Katzenklos zu kümmern(wird immer wöchentlich getauscht), Altpapier rausbringen, Getränkeflaschen in den Keller bringen und neue hochbringen. In den Ferien Geschirrspüler aus-/einräumen.

Freiwillig bereiten sie am WE das Frühstück samt brötchenkaufen und wenn Zeit ist putzen sie auch schon mal die Waschbecken oder saugen Staub(haupsächlich macht das mein Kleiner).

Wenn ich zwischendurch mal irgendwie Hilfe benötige, frage ich nach und meistens ist das kein Problem.

Beitrag von viv66 06.04.11 - 15:04 Uhr

hallo,
meine ist inzwischen 15 und ihre aufgabe ist es die katzen zu füttern :-) das macht sie auch ohne zu murren, genauso wie ihr zimmer sauberhalten, klappt sehr gut, und die gewaschene wäsche in ihren schrank einsortieren, auch kein problem :-) Andere Dinge tut sie nur, wenn sie grad mal gut drauf ist oder eher eben nicht. ich reg mich nicht darüber auf und leg mich möglichst auch nicht deswegen mit ihr an, was solls, - das ist das alter. Wichtig ist, dass es in der schule läuft, die hausaufgaben und auch alles andere im grünen bereich ist. dann bin ich schon zufrieden.
lg viv

Beitrag von coffeefreak 06.04.11 - 22:38 Uhr

Mit 12 war meine primäre Aufgabe die Schule. Da ich dort aber immer sehr gute Leistungen erbrachte, waren meine Eltern ganz zufrieden mit mir.
Ich erledigte auch Aufgaben wie Staubsaugen, Geschirrspüler ausräumen, Socken zusammenlegen, Staub wischen, Pflanzen giessen, Tisch decken, etc. jedoch hatten wir nicht so nen "Ämtli- oder Haushaltsplan" wie das viele Haushalte gerne führen, meine Mutter fand das immer doof.

Sie bat mich, was zu tun und ich erledigte es.

Heute mit 18, bald 19, gehört das natürlich alles dazu und wird als selbstverständlich angesehen, dass ich die Dinge, die gemacht werden müssen auch von selber entdecke :-)
Wenn ich mal so die Wäsche nicht aufhänge oder so, schimpft meine Mum schon manchmal, grundsätzlich bemühe ich mich aber schon, ihr so viel wie möglich zu helfen, neben dem Studium.

Beitrag von karo_austria 06.04.11 - 22:53 Uhr

Servus Dani!

Also, wenn ich hier die ganzen Antworten lese, muss ich sagen, dass meine Mädchen echt viel machen (müssen).

Die 3 sind bald 14, 12 und 6 Jahre alt.

Isabel, die Jüngste, ist für ihr Zimmer zuständig (aufräumen und saugen), fürs Tisch decken und für das Ordnen der Schuhe im Vorzimmer.

Ich mache den Einkauf und das tägliche Kochen (nur im schlimmsten Notfall mal Fertigfutter - ansonsten immer frisch) - und der Rest wird im Wechsel zwischen meinen 2 Großen, meinem Freund und mir aufgeteilt.

So ist zB eines der Mädchen die ganze Wochen über für die Küche zuständig (Geschirrspüler ein- und ausräumen, Arbeitsflächen und Küchentisch sauber machen).
Das andere Kind ist zB für Badezimmer und WC zuständig (eben schauen, dass alles halbwegs ordentlich ist, bei Bedarf putzen).
Ein anderer ist wiederum für die Wäsche zuständig (waschen, aufhängen bzw. abnehmen und zusammenlegen).
Dann bleibt noch für eine Person der Vorraum, Abstellraum und das Wohnzimmer übrig (aufräumen, saugen, etc.)

Samtag ist dann Groß-Putztag. Jeder macht seinen Bereich sauber und übergibt ihn ordentlich an den Nächsten.

Zusätzlich haben wir seit letztem September auch einen Hund. Da vor allem die Kinder unbedingt diesen Hund wollten, teilen wir uns auch das Gassigehen gleichberechtigt auf. Morgens geht eines der Mädchen (jenes, das am Nachmittag später nach Hause kommt), nachmittags dann das andere und abends gehe ich gemeinsam mit meinem Freund noch eine lange Runde, übernehme das Füttern und Bürsten des Hündchens.

Meine Mädchen sind in der Schule recht gut (die Große geht noch ins Gymnasium und besucht ab Herbst eine Höhere Schule). Und die Mittlere geht in die Hauptschule - und wenn sie nicht sooooo chaotisch wäre, würde sie sicher NOCH bessere Noten haben (hatte letztes Jahreszeugnis von 10 Noten 7 Einser!). Die Kleine kommt ja erst im Herbst in die Schule - ist aber auch schon ein helles Köpfchen. Sie kennt fast alle Buchstaben, rechnet bis ca. 50 (auch schon leichte Multiplikationen und "und-wieviel-ist"-Rechnungen. Nun will sie unbedingt das Lesen lernen (sie ist enorm wissbegierig und ehrgeizig). Das Ganze hat sie ganz einfach mit den Großen bzw. mit der Tochter der Tagesmutter mitgelernt und ich bring es einfach nicht übers Herz, sie diesbezüglich "auszubremsen".

Ich muss sagen, dass ich früher auch immer ALLES ALLEIN gemacht habe. Nach meinem Burnout vor 3 1/2 Jahren allerdings muss ich schon sehr auf mich acht geben. Da ich zu den Kindern noch einen Fast-Vollzeit-Job habe (theoretisch 30 Stunden - werden aber meist 35-40 Stunden) ist es wirklich auch notwendig, dass wir alle zusammenhelfen.

Und JA - auch meine Kinder streiken und murren und hin und wieder muss man auch mal mit Sanktionen drohen, aber auf der anderen Seite sind sie auch irrsinnig stolz, wenn sie schon Dinge können, die ihre Klassenkameraden noch nie gemacht haben. zB schaut mir Magdalena sehr gerne beim Kochen zu und möchte auch schon gerne mal probieren...letztens machte sie sogar mal für alle Spaghetti Bolognese (ganz allein - ohne Fertigsugo!!!)...und es schmeckte allen!!!!
Für freiwillige Zusatzaufgaben (Fenster- oder Autoputzen) gibt es dann auch schon mal ein paar Euro Extra-Taschengeld.

Wie sagt man so schön: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!"
Ich denke zwar nicht, dass man nicht auch noch im späteren Leben die Haushaltsführung erlernen kann, aber schaden tut´s ja auch nicht! ;-)

Ich denke, es ist nicht zu viel verlangt, wenn du deiner Tochter in ihrem Alter einen weiteren Verantwortungsbereich anvertraust. Wir hatten anfangs übrigens auch einen Haushaltsplan, der an der Küchentür angebracht war. Jeder hatte seine Farbe und sah so auf einen Blick, wofür er dran war.

Vielleicht ist es für deine Tochter auch interessant zu sehen, welche Aufgaben überhaupt im Haushalt zu erledigen sind und damit auch ableiten kann, was du bzw. dein Mann so alles leisten.
Denn meist weiß man ja erst, wenn es nicht mehr erledigt wird, wieviel da überhaupt dranhängt. Und sollte dein Mann bis dato nicht mitgeholfen haben, wäre das der ideale Zeitpunkt, ihn auch noch das eine oder andere aufs Auge zu drücken! :-p

Ach ja, um keine gänzliche Abwehrreaktion zu erhalten, wäre es ev. auch sinnvoll, deine Tochter vorab zu fragen, welche Tätigkeit sie sich selbst zutrauen/aussuchen würde.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß und vor allem viel Erfolg

Petra

Beitrag von valentina.wien 10.04.11 - 08:53 Uhr

Diese Hänschen-Geschichte mag ich nicht... bei uns war auch die Hauptaufgabe gut (bzw. sehr gut) in der Schule zu sein und möglichst nebenbei noch mindestens ein Instrument und eine Sportart zu perfektionieren.

Und wie schon einmal erwähnt: das eigene Geschirr, die dreckigen Klamotten etc. an den richtigen Platz zu befördern und das eigene Zimmer (bei Bedarf) in Ordnung zu bringen.

Niemals musste ich Wäsche waschen, ein Zimmer putzen, kochen, backen oder sonst was.
Ich habe all dies definitiv zuhause nicht gelernt.

Nach meinem Auszug habe ich viele Jahre in tendenziell eher dreckigen WGs gewohnt und meine Zeit neben dem Studium lieber mit ausgehen verbracht, als mit putzen.

Und trotzdem schaffe ich es heute einen Haushalt zu führen. Ganz ehrlich: es ist keine hochgeistige Tätigkeit und man hat das schnell heraußen. Will man etwas aufgeräumt und/oder sauber haben, tätigt man eben die erforderlichen Handgriffe. Fertig.

Beitrag von karo_austria 10.04.11 - 11:54 Uhr

Hallo!

>>Wie sagt man so schön: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!"
Ich denke zwar nicht, dass man nicht auch noch im späteren Leben die Haushaltsführung erlernen kann, aber schaden tut´s ja auch nicht! <<

Eben - wie gesagt, auch ich finde, dass man es auch ganz sicher im späteren Leben noch gut meistert - aber es schadet auch nichts! ;-)


Wir leben alle hier in diesem Haushalt und da auch ich einem Vollzeit-Job nachgehe, sehe ich es nicht ein, dass ich dann zusätzlich auch zu Hause alles allein machen soll. Vor allem aber könnte ich es gar nicht, weil ich vor 3 Jahren ein schweres Burnout hatte und seit dem nicht mehr so leistungsfähig bin wie zuvor.

Für uns passt es so ganz gut und auch wenn die Kinder hin und wieder mal maulen - sie sind auch stolz, dass sie schon so viel können.

LG und schönen Sonntag
Petra



Beitrag von no-monk 08.04.11 - 10:27 Uhr

Mein Bruder ist 14 und hat nur eine einzige Aufgabe, die er zu erfüllen hat.
15 werden und seine Jugend genießen.
Was er tut, tut er freiwillig und dafür bekommt er den dazu gehörigen Dank und Respekt.

Beitrag von sommertraum0884 16.04.11 - 21:38 Uhr

hoch lebe der pascha- wenn er das gleiche von seiner zukünftigen lebensgefährtin erwartet, na dann...#rofl

Beitrag von ppg 08.04.11 - 19:47 Uhr

Gott, ich bin ein Ausbeuter:

Meine Tochter backt jedes Wochende, und sie muß ein Zimmer in Ordnung brinegen , also entweder Wohnzimmer, Küche oder Bad.

Ihr Bruder ein anderes Zimmer und Müll runter bringen.

Ich mach den Rest , also einkaufen, kochen , waschen, bügeln und am WE auch ein Zimmer - meistens das Bad #winke - neben einem Fulltimejob

Ute

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