Meine Mutter, sie wird immer komischer....

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von manyatta 06.04.11 - 07:36 Uhr

Hallo!

Ich brauche mal einen Rat bzw. nur mal Meinungen.

Meine Mutter ist schon immer "komisch" und es wird immer schlimmer. Ich steige einfach nicht dahinter und verstehe sie immer weniger....

Das tollste Verhältnis haben wir nicht, zumindest nicht "innerlich". Äußerlich scheint es immer eng und vertrauensvoll, aber irgendwie ist es komisch.

Ich weiß dass ich immer mit ihr rechnen kann wenn ich sie brauche, klar (wohnen auch nur um die Ecke). Leider ist das auch schon oft der Fall gewesen, da meine Kinder krank sind und es da schon sehr viele Schwierigkeiten gab und immer wieder gibt wo ich auf Hilfe angewiesen bin.

Aber sonst ist sie nie da. Es ist eine Last für sie (auch meinen Vater), sich um ihre Enkel zu kümmern. Ich durfte mir auch schon anhören, dass es schließlich meine Kinder wären und ich sie haben wollte, sie hätten damit nichts mehr zu tun, sie wären froh dass ihre Kinder (ich und mein BrudeR) groß wären)
Sie lieben sie sehr, aber Großeltern sind sie nicht. Sie unternehmen nie etwas mit den Kindern, nehmen sie nie. Meine Mutter kommt ab und zu mal vorbei und spielt mit dem Kleinen (wenn der Große in der Schule ist) kurz oder geht eine Runde spazieren mit ihm. Das wars.
Mein Großer hat vielleicht 4x bisher (er wird bald 8) bei Oma geschlafen, das auch nur wenn er wirklich genervt hat vorher. Obwohl es keine Probleme gibt und meine Mutter auch immer sagte, dass er sehr lieb sei und es keine Probleme geben würde. Der Kleine war fast noch nie bei Oma zu Hause.
Meine Eltern haben die Kinder noch nie am wochenende irgendwo hin mitgenommen. Da wollen sie ihre Ruhe haben sagen sie. Ich weiß nur nicht wo das Problem ist die Kinder einfach mal zum Spazieren gehen mitzunehmen.
Typische Großeltern-Enkel-Aktivitäten gibt es überhaupt nicht. Einmal war Opa mit den Kindern im Zirkus, ich musste aber mit.

usw.

Nun wird meine Mutter auch immer unsensibler.
Sie weiß, dass es mir gerade beschissen geht aber hackt nur auf mir rum, hat keinerlei Verständnis.

Ihr Vater ist vor wenigen Monaten gestorben, sie hat bisher noch nie getrauert (nach eigener Aussage). Tränen gab es noch nie. Ans Grab geht sie zwar, aber nur ihrer Mutter zuliebe. Die Beerdigung war nur eine Last.
Auch zu ihr ist sie extrem unsensibel und verletzt sie oft sehr. Sie hat kein Verständnis dafür, dass meine Oma trauert und es ihr schwer fällt alleine zu sein. "Ich bin gern allein" kam schon als Aussage. Das Sachen-Aussortieren meines Opas war für sie ein "Tür-auf-und-Sachen-in-den-Sack-schmeißen". Verständnis für die Trauer meiner Oma hat sie nicht. Ich hab schon oft mit ihr darüber diskutiert aber sie sieht auch nicht ein, dass sie mal etwas Mitgefühl haben könnte oder etwas Verständnis für meine Oma, wenn sie sie schon nicht verstehen kann.


Es sind zwei total verschiedene Dinge, klar. Aber es soll mal einen kleinen Einblick darin geben, was mein Problem mit ihr ist.
Kann mir das jemand erklären?! Meine Mutter weiß wie ich darüber denke und ich habe es schon oft genug angesprochen aber es bringt rein gar nichts.
Ich steige da einfach nicht mehr hinter und ich frag mich immer mehr, was sie (eigentlich beide, Mutter und Vater) für Menschen sind.... Sie sind so völlig anders als der Rest der Familie und alle verstehen es nicht. Es ist eine Belastung, für mich als Tochter natürlich auch.

LG

Beitrag von lene77 06.04.11 - 07:55 Uhr

Ich kenne das was Du beschreibst zum Teil auch ein wenig. Vielleicht nicht ganz so krass.
Nun gut, das Deine Mutter sagt das das Deine Kinder sind und Du sie haben wolltest stimmt schon, sie ist nicht verpflichtet die Kids zu nehmen. Und das sie sich "freut" das ihre aus dem Haus sind und sie nun ihre Ruhe hat kann ich auch nachvollziehen. Aber Dir geht es ja explizit nicht um dieses "Oma-Enkelkind" Problem, sondern um das Nichtverstehen der Probleme anderer, um ihre Unsensibilität.
Das sich Ehepartner mit den Jahren angleichen (sogar äußerlich!![Ausnahmen bestätigen nat. die Regel]) ist wissenschaftlich bewiesen. Deine Mutter scheint da die treibende Kraft gewesen zu sein deshalb sind Beide so "komisch".
Du hast ja schon mit ihr darüber gesprochen und es hat nicht wirklich was gebracht ... das sie sich vielleicht etwas zurücknimmt .... Keine Ahnung was man da sonst noch machen kann ....
Entweder es hinnehmen und den Kontakt aufs Nötigste beschränken oder halt immer mal wieder das Gespräch suchen. Ihr sagen das Menschen unterschiedlich sind und sie sich nicht immer als "Messlatte" nehmen soll.
Gibt es denn nicht irgend etwas was Deiner Mutter "Schwierigkeiten" bereitet, wo Du vielleicht denkst "Pipifax" ? ...
Sie muß, meiner Meinung, verstehen, das die Probleme die ein Mensch hat für denjenigen von großer Bedeutung sind und ihn innerlich auffressen können, ob sie da locker drüber stehen würde ist total unrelevant. Dem anderen Menschen bereitet ein gewisser Umstand Magenschmerzen, das ist ausschlaggebend und dann sollte man eigentlich in der Lage sein denjenigen nach besten Kräften zu unterstützen und Trost zu spenden und nicht einfach sagen das man selber ja ohne mit der Wimper zu zucken damit klar kommen würde ...

Vielleicht hast Du die Gespräche mit Deiner Mutter diesbezüglich falsch angefasst?

Wenn Du die Kraft und die Ausdauer hast dann versuch es immer weiter .... sie ist immerhin Deine Mutter und ihr solltet doch schon gut miteinander auskommen ....
Wobei ich aber auch der Meinung bin das gerade bei älteren Menschen eine gedankliche Umstellung sehr schwer zu erreichen ist ...


LG, Lena

Beitrag von manyatta 06.04.11 - 08:47 Uhr

Hi!

Naja, ich finde es für meine Jungs sehr traurig und schlimm, dass sie eigentlich keine Großeltern haben. Sie kennen es nicht anders aber es belastet sie schon, zumindest meinen großen Sohn. Er ist sowieso belastet und bräuchte es dringend, dass nicht nur ich als Mama etwas mit ihm mache. Meine Mutter weiß das, es ändert aber nichts daran.
Ihm wird es immer mehr bewusst, da in der Schule natürlich immer erzählt wird von Urlauben etc mit den Großeltern. Seine Großeltern waren fast noch nie mit ihm irgendwo (vor Jahren einmal im Tierpark, an mehr kann ich mich nicht erinnern).
In letzter Zeit werden nichtmal Geburtstage gefeiert bei Ihnen bzw. wird niemand eingeladen.

Schon oft kam es so rüber, dass ich damals so "frech" war und meine Eltern nicht gefragt habe, ob ich ihnen Enkelkinder schenken durfte. Immer wieder kommt es durch, dass es eine Belastung ist.
Auch meine Probleme mit den Kindern (gesundheitlich) sind ihnen zu viel, aber ich kann doch nichts dafür! Vor allem haben sie direkt auch gar nichts damit zu tun, sie muss dann nur ab und an mal einsprigen wenns wieder ins Krankenhaus o.ä. geht.

Ganz selten passt meine Mutter auch mal auf die Kinder auf, wenn ich etwas Dringendes zu erledigen habe. Aber selbst wenn es wirklich wichtig ist und ich die Kinder absolut nicht mitnehmen kann, muss ich mich beeilen wiederzukommen und ich muss es mir später immer wieder vorwerfen lassen. Auch die Kinder sind enttäuscht, wenn Oma dann immer schnell wieder geht.
Selbst an meinem Geburtstag, an dem ich mir erlaubt habe mit meinem Freund essen zu gehen und sie sich als Betreuung angeboten hat, mussten wir uns beeilen und vorher genau sagen, wann wir wiederkommen etc. Es ist eine einzige Hetzerei immer und ich muss immer ein schlechtes Gewissen haben.
Es sind absolute Ausnahmen, dass ich allein unterwegs bin und dann auch wirklich zu 99 % unvermeidbare Termine die nur ohne Kinder möglich sind.


Ich habe den Kontakt schon eingeschränkt, kann auch ganz normal mit ihr umgehen. Meist ist sie es dann, die sich meldet oder mir mal schnell etwas vorbeibringt oder so. Probleme erzähle ich ihr schon gar nicht mehr.

Sie ist seit vielen Jahren (ca. 16 Jahre) zu Hause, sie ist berentet krankheitsbedingt. Es geht ihr soweit aber gut, nur phasenweise (1 - 2x Mal im Jahr) gehts ihr nicht gut. Es ist eine Belastung, weiß ich. Aber Hilfe nimmt sie nicht an. Alle paar Jahre muss sie zur Begutachtung und auch zum Psychologen etc. wegen einer Verlängerung aber davon hält sie gar nichts und macht nur den Pflichttermin, lässt sich aber nicht darauf ein. Sie hat keinerlei Kontakte, geht immer nur spazieren und rennt durch die Gegend. Sie will es aber so. Brauche ich sie mal, dann kommt es mir schon fast zwanghaft vor (sie hat keine Zeit, sie muss spazieren, muss nach Hause, kochen usw.)Dabei kommt mein Vater erst spät abends, manchmal nachts. Sie hätte also keine Eile.
Es ist ihr sogar zu viel sich um ihre Mutter zu kümmern seitdem sie alleine ist weil Opa gestorben ist "Sie muss langsam mal lernen allein klar zu kommen, sie ist es nunmal jetzt". Dabei wohnt Oma auch nicht weit weg...


Sorry für das viele blabla ;-)
Irgendwie belastet es mich schon, gerade der Kinder wegen

Beitrag von lene77 06.04.11 - 08:03 Uhr

was mir da noch einfällt ...
Wenn das Problem mit Deiner Ma/Deinen Eltern so gravierend ist, vielleicht solltet ihr mal zum Therapeuten und eine Familienaufstellung machen.
D.h. ihr tauscht die Rollen und agiert dann miteinander so wie ihr den anderen wahrnehmt. Also Du wie Deine Mutter, wie Du sie wahrnimmst und Deine Mutter wie sie Dich wahrnimmt.
Eine Fam.-Aufstellung wird nicht nur mit Dir und Deiner Mutter stattfinden, sondern es wird die ganze Familie anwesend sein ...
Vielleicht wäre das mal eine Möglichkeit?!

Beitrag von ajl138 06.04.11 - 08:43 Uhr

>>Wenn das Problem mit Deiner Ma/Deinen Eltern so gravierend ist, vielleicht solltet ihr mal zum Therapeuten und eine Familienaufstellung machen. <<

Bisschen albern ist es schon,jemanden sowas vorzuschlagen,nur weil er sich nicht so benimmt wie die Tochter es gern hätte oder?

Beitrag von manyatta 06.04.11 - 08:57 Uhr

Finde ich nicht albern, würde es sogar machen. Aber meine Eltern nie im Leben.
Es gibt durchaus auch einige Dinge von früher, wo ich mir mit meinen Eltern uneins bin (keine Dramen, aber allgemein). Sie wissen das, interessiert sie aber nicht bzw. sie sehen es nicht so und fertig.

Beitrag von lene77 06.04.11 - 11:56 Uhr

Aufgrund Deiner Aussage gehe ich davon aus das Du keine Ahnung von Familienaufstellungen hast.
Man benutzt diese Aufstellung um die Problematiken hinter gespannten Verhältnissen etwas zu lockern und dem Kern des ganzen auf den Grund zu gehen.
Belastungen (psychisch sowie physisch) machen einen Menschen krank. Und das ist eine Möglichkeit seelische Belastungen abzubauen, bzw. erstmal zu erkennen was letztendlich zwischen den verschiedenen Parteien steht.
Das ist alles andere als Albern ...

Beitrag von ajl138 06.04.11 - 13:38 Uhr

Und aufgrund der Aussagen der Mutter, gehe ich davon aus,dass sie sowas nicht mitmachen wird.
Warum nicht einfach lernen mit jemanden umzugehen,so wie er ist,als zu versuchen zu ändern?

Physisch sowie psychisch krank werden durch Belastungen kann nur der werden,der nicht weiß mit einer Situation umzugehen.Sie kann das gerne einem Psychologen alles erzählen,doch der wird ihr auch nicht wirklich helfen können,bevor sie Toleranz und Akzeptanz gelernt hat und dies auch auf ihre Mutter umsetzen kann.

Beitrag von ajl138 06.04.11 - 13:42 Uhr

Habe jetzt erst den Rest der Antworten durchgelesen.
Komischerweise schlagen die meisten das gleiche vor wie ich:
Toleranz und Akzeptanz.
Keiner kommt auf die Idee, dass die Mutter sich ändern muß,geschweige denn zu einem Therapeuten sollte.

Beitrag von lene77 06.04.11 - 14:45 Uhr

Du hast es immer noch nicht verstanden!

Es geht nicht um Toleranz od. Akzeptanz. Eine Stellung dient lediglich dazu die eigene Person aus dem Blickwinkel eines anderen zu betrachten und sich selbst so besser zu erkennen oder das eigene Handeln besser zu verstehen oder zu erklären in gewisser Weise.
Das hat weder was mit Akzeptanz noch Toleranz zu tun.
Und wieso muss man Menschen immer nehmen wie sie sind? Wieso kann man nicht versuchen sich zu ändern wenn es denn gerechtfertig ist und man einsieht das man hier und da Angewohnheiten hat die nicht sonderlich nett sind?!
Nein, ich finde ganz und gar nicht das man jeden Menschen so nehmen muss/sollte wie er ist ... Menschen können sich auch ändern ... Und damit meine ich in diesem Fall nicht nur die Mutter.

Ich hasse übrigens den Ausspruch "Entweder Du nimmst mich so wie ich bin oder gar nicht" ...

Beitrag von purpur100 06.04.11 - 15:40 Uhr

na, du bist ja lustig.

Niemand muß einen Menschen so nehmen, wie er ist. Wenn einem etwas partout an jemandem nicht paßt, dann zieht man eben seine Konsequenzen.

Kein Mensch kann einen anderen Menschen ändern. Es kann nur jemand selbst entscheiden, ob er sich ändern will oder nicht.

du schreibst:
"Und wieso muss man Menschen immer nehmen wie sie sind? Wieso kann man nicht versuchen sich zu ändern wenn es denn gerechtfertig ist und man einsieht das man hier und da Angewohnheiten hat die nicht sonderlich nett sind?! "

Hurra! Na dann wünsch ich den Leuten, die allen gefallen wollen schon mal viel Spaß dabei, sich dahin gehend zu ändern, daß es jedem genehm ist.

"Dein Lachen ist mir zu laut".
"Ok, dann versuche ich -extra für dich- leiser zu lachen".
#klatsch

"Du kümmerst dich nicht genug um deine Enkelkinder, bist eine schlechte Oma"
"Äh, was muß ich denn tun, um in deinen Augen eine gute Oma zu sein?"

usw.

Wann ist etwas denn gerechtfertigt und was muß man einsehen?

Beitrag von lene77 06.04.11 - 16:20 Uhr

Nö, jetzt gerade bin ich nicht lustig#cool.

Natürlich kann niemand einen Menschen ändern, aber jeder Mensch, so sehe ich das, sollte gewillt sein sich zu ändern (also nicht von wegen "Nimm mich wie ich bin oder lass es")
Und natürlich soll man sich nicht für jeden Dahergelaufenen ändern. Es geht ja auch nicht um so etwas Banales wie ein zu lautes Lachen, oder das offen lassen der Zahnpastatube ...
Natürlich darf derjenige der ein gewisses PRoblem mit dem der ein od. anderen Verhaltensweise seines Partners/seines Familienangehörigen nicht einfach verlangen das derjenige sein Verhalten abstellt nur damit man selber zufrieden ist.
Man sollte halt einfach miteinander reden, Kompromisse finden, feinfühliger für das Wesen des anderen werden und vor allem: sich nicht als Messlatte für Alles ansehen (wie die TE schrieb mit dem Alleinsein "Ich bin gern allein" ... das mag ja für die Mutter gelten, nur muss die Mutter verstehen das nicht jeder so denkt wie sie ...) Darum geht es mir ...
Sie sollte es ändern immer nur von sich auszugehen und wie sie die Dinge sieht ... DAS bedarf einer Änderung und nicht "Lach leiser" ...

Beitrag von purpur100 06.04.11 - 17:40 Uhr

"sich nicht als Messlatte für Alles ansehen "

da gebe ich dir Recht. Man darf nicht von sich auf andere schließen.

du schreibst auch das hier:
""Ich bin gern allein" ... das mag ja für die Mutter gelten, nur muss die Mutter verstehen das nicht jeder so denkt wie sie ...) Darum geht es mir ...
Sie sollte es ändern immer nur von sich auszugehen und wie sie die Dinge sieht ... DAS bedarf einer Änderung und nicht "Lach leiser" ..."

du machst also Unterschiede, was zu ändern wäre und was nicht. Aber, wer kann denn so genau bestimmen, was für einen so furchtbar schlimm ist, daß es der andere ändern sollte?

Du gibts als Beispiel die Mutter an, die von sich sagt, daß sie gerne allein ist und das sie verstehen soll, daß die Oma (also ihre Mutter) eben nicht gerne allein ist.

Ich bin mir sicher, daß die Mutter das durchaus jetzt schon versteht; blos, sieht sie selbst sich eben nicht in der Lage, das zu ändern bzw. persönlich als "Programm gegen das Alleinsein" in Kraft zu treten. Muß sie ja auch nicht.
Gut, sie könnte dann die Oma vielleicht irgendwo hin packen, wo die gute Frau eben nicht mehr alleine ist und wo Menschen sind, die ihr zuhören und Mitgefühl zeigen. Das wäre dann aber auch nicht recht, oder?;-)

Also was soll diese Frau denn tun?

Sich anpassen, genau so kommts rüber. Und daß sie das nicht will, ja, das kann ich absolut verstehen.

Beitrag von gh1954 06.04.11 - 15:55 Uhr

>>>Aufgrund Deiner Aussage gehe ich davon aus das Du keine Ahnung von Familienaufstellungen hast.<<<

Hast DU Ahnung davon? Ich habe noch nie gehört, dass eine Aufstellung mit Familienangehörigen gemacht wird, sondern nur mit Stellvertretern.

Beitrag von lene77 06.04.11 - 17:01 Uhr

Es wird auch mit den Angehörigen gemacht
In meinem Fall war es eine Aufstellung mit der Familie meines Mannes, da die Mutter nicht wußte woher ihre Depressionen kommen. So waren wir alle (mein Mann, ich, der Vater meines Mannes, die Mutter, die Schwester und der Bruder meines Mannes) bei der Aufstellung dabei.
Nein, ich habe nicht wirklich Ahnung davon, habe nur mal eine mitgemacht, mich diesbezüglich damals etwas belesen ... das wars ... Finde ich aber ausreichend um zu einer Aufstellung zu raten ... mir, bzw. der Mutter meines Mannes hat es damals nämlich geholfen zu erkennen wo der Hund begraben liegt ...

Beitrag von ajl138 06.04.11 - 18:47 Uhr

Du verstehst aber nicht,dass nicht ihre Mutter sich ändern will,sondern dass die Tochter will das sich die Mutter ändert.
Wer von beiden hat denn nun ein Problem?
Und wer sollte Probleme zu bewältigen und aus der Welt zu schaffen?

Genau,nämlich der,der welche hat.
In diesem fall also die Tochter nicht die Mutter.
Und dazu brauch die Tochter Akzeptanz und Toleranz zur Lebensweise der Mutter .

Wenn du keine Lust hast nach einer passenden Lösung zu finden,dann schlag doch nich irgendetwas vor,von dem du meinst ahnung zu haben,auch wenn das gar nicht zur Situation paßt.
Hauptsache mal eben mit Halbwissen um sich schmeißen,eh?

P.S.: Es ist vollkommen irrelevant ob ich von deinem Gedöns Anhung habe oder nicht,um zu sehen,dass nur der Vorschlag dazu unnütz und albern ist.

Beitrag von lene77 07.04.11 - 08:03 Uhr

#bla


#cool

Gefrustet vom eigenen Leben?
Dann musst Du mich hier aber nicht so anmachen ...

So ... letztes Statement ...

Manch einer ist einfach nur doof ...


Herzallerliebste Grüße mit ganz viel Sahne#koch

Beitrag von ajl138 07.04.11 - 08:04 Uhr

Typisch zickige Antwort,von Jemandem dem die Argumente ausgehen!

Beitrag von louis.vuitton 06.04.11 - 08:37 Uhr

Ich würde gern nur etwas zur Thematik "Großeltern und Enkel" schreiben.

Deine Mutter hat doch ganz ehrlich gesagt, dass sie froh ist, dass ihr groß seid und das sie ihre Ruhe möchte. Dieses Recht hat sie auch! Sie muss die Enkelkinder nicht nehmen. Meine Mutti macht echt viel und das beschränkt sich aber auch nur darauf, dass sie hier zu uns kommt und mal mit meiner kleinen spielt. Ich würde nie verlangen oder sagen, dass es so sein muss, dass Großeltern einen die Kinder ABNEHMEN. Warum auch, deine Mum hat Recht - es sind DEINE Kinder. Ich würde das ganz klar akzeptieren! Versuche Dich bitte, in deine Mutter hineinzuversetzen. Bei meiner Mum ist es so, dass sie nun mal auch die Nerven nicht mehr so hat und wirklich viel Ruhe braucht und auch nicht mehr soviel Energie wie wir jungen Leute hat... All diese Dinge. Meine Mum ist selbst laaaange Zeit aufopfernde Mutter gewesen, sie hat ein Recht darauf, sich jetzt ein wenig auszuruhen und nur ein wenig Spaß mit den Enkelkindern zu haben. Klar, dass manche Großeltern nicht sonst was mit den Enkeln veranstalten. Das ist viel Arbeit so ein ganzer Nachmittag...
Versuche mal, es zu verstehen und aus der Sicht deiner Eltern zu sehen!

:-)

Beitrag von manyatta 06.04.11 - 08:55 Uhr

Hi!

Ich versteh dich voll und ganz.

Aber findest du es normal, dass meine Kinder ihren Opa kaum kennen?
Es macht mich einfach furchtbar traurig, dass beide Kinder nichts von ihren Großeltern haben.

Ich war als Kind immer gern bei meinen Großeltern, sie sind sogar mit uns in den Urlaub gefahren oder wir waren bei Ihnen. Das war für uns ein riesen Highlight, weil unsere Eltern nie viel mit uns gemacht haben. Die Wochenenden waren immer nur zum spazieren gehen da, an kindgerechte Unternehmungen kann ich mich kaum erinnern.

Ich denke ich verlange echt nicht viel, sie müssen die Kinder nicht immer nehmen oder so. Aber ich würde mir wünschen, dass sie vielleicht wie letztens mal in den Zirkus mit ihnen gehen, von mir aus auch nur mit dem Großen und ich muss nicht mit. Oder mal ein Eis essen, mal mitnehmen in den Wald, mal Drachen steigen gehen oder ähnliches. 1-2 Stunden, irgendeine kleine Unternehmung. Oder wenn sie in den Zoo gehen einfach mal ein Kind mitnehmen, oder sogar mich mit den Kindern. Wenn sie zu meinem Opa fahren (ca. 4 Stunden entfernt) mal den Großen mitnehmen. Dass der Große in den Ferien mal dort übernachten kann. Vielleicht mal ein Gang auf den Spielplatz oder irgendwas.
Irgendwie nur, dass man mal merkt dass die Kinder Großeltern haben.

Loswerden will ich die Kinder gar nicht, würde mir nur wünschen dass sie nicht nur als Belastung gesehen werden (was sie eigntlich nicht sind, da sie sehr froh sind wenn Oma mal kommt)

Beitrag von valentina.wien 06.04.11 - 10:51 Uhr

Wenn deine Eltern schon vor zwanzig, dreißig Jahren keine Lust zum Drachensteigen, Zirkusgehen, Versteckenspielen usw. hatten, warum sollten sie das jetzt?

Du hättest gerne, dass deine Kinder jetzt das erleben dürfen, was dir damals gefehlt hat. Und das tun sie: mit euch (!) Eltern.
Die Großeltern wollen nicht. Schließ das für dich ab. Für deine Kinder wird das kein Problem sein. Mach dir das klar. DU wünscht dir das von deinen Eltern. Beziehungsweise hast es dir lange gewünscht, lange vermisst. Aber das ist deine Geschichte.


LG

Beitrag von ajl138 06.04.11 - 08:41 Uhr

Deine Mutter lebt halt ein anderes Leben, sie ist erwachsen.
wenn es dich so sehr belastet,dann brech den Kontakt ab.
Ausserdem geht jeder mit Trauer anders um.
Du hast nichts zu ihrem Verhältnis zu ihren Eltern geschrieben.

Beitrag von manyatta 06.04.11 - 09:08 Uhr

Sie hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Sie wohnen nicht weit weg und es gab wirklich keine Probleme.

Das Einzige war, dass meine Mutter regelmäßig genervt von ihnen war, auch wenn sie sich nicht so oft gesehen haben.
Waren meine Großeltern mal anwesend, gab es immer genervte Kommentare, Meckereien usw. Ohne wirkliche Gründe, sie empfand sie einfach als anstrengend. Sie fuhr aber auch immer ab und zu mit ihnen in den Urlaub etc.
Großartige Familienstreitigkeiten gab es nicht.

#kratz

Beitrag von ajl138 06.04.11 - 09:09 Uhr

Dann versuch einfach zu akzeptieren,dass deine Muttern eben so ist wie sie ist.Ändern wirst du sie eh nicht können.

Beitrag von wuschel63 06.04.11 - 08:49 Uhr

Guten Morgen,

ich schreib hier mal als Oma. Ich kann deine Mutter gut verstehen und das Gleiche habe ich auch meiner Tochter gesagt. Ich habe nie von den Großeltern verlangt, dass sie meine Kinder nehmen, denn ich wollte sie haben und hätte sie auch gar nicht aus der Hand geben wollen.

Ich weiß nicht, warum immer von den Großeltern erwartet wird, dass sie immer und jederzeit für die Enkel da sein müssen. Ich liebe meinen Enkel und nehme ich auch mal, aber dann, wenn ich möchte oder eine Notsituation vorliegt. Ansonsten muss sich meine Tochter schon selbst um ihn kümmern, schließlich wollte sie ihn unbedingt haben.

Vielleicht kannst du deine Mutter besser verstehen, wenn du Enkel hast.:-)

LG

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