Allergietests noch nicht möglich???

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von whiteangel1986 06.04.11 - 10:20 Uhr

Hallo mami´s

ab wann sind eigendlich allergietests möglich? Im allgemeinen Volksmund waren mir ab 2 jahre bekannt. Hier im magazin mein uria habe ich irgendwo gelesen, das selbst bei einigen säuglingen schon tests durchgeführt wurden. Gestern rief ich dann mal meinen Kinderarzt an und fragte nach. Antwort: Ich solle mich da an einem Hautarzt wenden aber so viel sie wissen werden solche tests frühstens mit 4 jahren druchgeführt. Mit der begründung, das die tests vorher NICHT aussagtekräftig sind.
Heute rief ich dann beim Hautarzt an und er sagte mir, das diese frühstens ab 3 jahre möglich seien, mit der begründung: Da die medikamente noch nicht für so keinen kinder geeignet sind :-( dabei will ich doch nur wissen: OB mein kleiner auf irgendwas reagiert und wenn ja, auf was.

Er hat seit geburt an neurodermitis und ich habe schon seit längerem die vermutung das er auf einige lebensmittel reagiert. Z.b. zu weihnachten auch orangen und clementinen. Im februar hatte er einen rießigen ausschlag von Po bis zu den knien. Der ging nicht weg, aber in der zeit hat er ausschließlich schonkost bekommen da er immer mal einen virusinfekt hatte. (also keine milchprodukte und ähnliches) und es wurde schlimmer. Seitdem es jetzt auch so warm wurde, hat er immer mal anzeichen für eine bindehautentzündung. ich bekomme die rötung NICHT weg. Dazu leichten schnupfen, OK, kann wieder ein infekt sein, aber ich bin mir eben nicht so ganz sicher. Ich selber kenne micht mit allergien überhaupt nicht aus, ich habe keine einzige. Aber der papi scheint auch auf irgendwas zu reagieren in den sommermonaten. nur er hat es noch nie testen lassen er kann damit leben. Aber bei unseren sohn wäre ich schon gern mal auf der sicheren seite.

Was würdet ihr mir raten?

LG

Beitrag von new-mom 06.04.11 - 10:29 Uhr

Hallo,

viele Aerzte machen so frueh keine Tests weil sich der Schweregrad und Allergieart (also Lebensmittel/Pollen usw) so schnell aendern koennen bei Saeuglingen/Kleinkindern.

Wir haben dennoch unseren 1. Test zum 1. LJ (es wurde Blut und Hauttest gemacht) und jetzt wieder kurz vor dem 2. LJ.

Weil so die Allergien "nachgewiesen" sind haben wir Spezialnahrung (Neocate) und Pflegemittel auf Rezept bekommen und mussten nicht alles selbst bezahlen.

Vielleicht willst du dich nochmal nach speziellen Kinderaerzten fuer Hautkrankheiten und Dermatologie umschauen? Normaler Hautarzt hilft glaube ich nicht viel.

LG
new mom

Beitrag von andrea761 06.04.11 - 10:33 Uhr

Hallo
Ich habe 17Jahre die Allergologie in einer dermatologischen Praxis geleitet und wir haben so kleine Kinder äusserst ungerne getestet. Du musst bedenken, dass es mit einem einzigen Test nicht getan ist-das sind mehrere Sitzungen und kann ganz schnell mal zu 10Terminen führen. Die Tests sind nicht angenehm für so ein kleines Kind und damit kann man auch eine Arztphobie auslösen oder eben normal Angst mit viel weinen, bei jedem weiteren Arztbesuch.
Wir haben Kinder in so jungen Jahren nur getestet, wenn die allergischen Reaktionen, schlimmer als der Allergietest war-alles andere ergibt keinen Sinn, weil es für die meissten kleinen Kinder eine Tortour ist.
Ich würde also wenn er nur ab und an mal eine Allergie hat und seine Neurodermitis nicht stetig blutige Haut hervorruft noch warten mit dem Testen.
lg

Beitrag von new-mom 06.04.11 - 10:42 Uhr

Weiss ja nicht was ihr fuer Tests gemacht habt, aber eine Arztphobie hat das bei uns nicht ausgeloest!

Es wurde lediglich Blut abgenommen fuer den Bluttest und verschiedene Allergene (oder wie man das auch immer nennt) in die Haut geritzt (ganz klein!!!) fuer den Hauttest.

Ich weiss das es vielleicht fuer Kinder nicht leicht ist aber es kommt auch darauf an wie man als Eltern damit umgeht.

Wir konnten so zum Glueck schweren Reaktionen vorbeugen und auch die Krippe so super vorbereiten (die kochen dort selber)! Habe meinen Sohn zum Glueck nur einmal gesehen wo er reagiert hat, als die Krippe einen Fehler gemacht hat mit dem Essen. Zum Glueck waren Notfallmedizin und Arzt gleich zur Stelle weil alle so gut darauf vorbereitet waren.

Beitrag von kruemlschen 06.04.11 - 11:10 Uhr

Es ist schon richtig was sie sagt. Nicht immer ist es mit einem Bluttest getan und alleine der Prick-Test ist schon ganz schön arg für so kleine Kinder.

Mein Sohn hat bisher schon 1 Bluttest, 2 Prick-Tests und einen Epikutantest über sich ergehen lassen müssen.
Gerade die Prick-Tests waren wirklich schlimm für ihn, wir mussten insgesamt etwa 50 Lebensmittel testen, also 50x die Hauteinritzen und er war da schon 2 bzw. 2,5 Jahre alt. Das war alles andere als ein Spaß, das würde ich einem Kind das noch jünger ist erst recht ersparen wollen.

Beitrag von new-mom 06.04.11 - 11:33 Uhr

Hmmm, also wir haben den Prick Test nicht als so schlimm empfunden. Ich hatte damals noch gestillt und habe ihn einfach angelegt und er ist eingeschlafen!!!!

Danach hat er Antihistamin bekommen wegen dem Juckreiz. Blutabnehmen war auch wirklich nicht schlimm, ging ruckzuck und er war abgelenkt durch eine tanzende Ente! Geweint hat er garnicht.

Ich fand die Impfungen wesentlich schlimmer!!!

Vielleicht habe ich auch nur einen kleinen Kaempfer :-)

Beitrag von andrea761 06.04.11 - 11:41 Uhr

Klar gibt es Kinder, die das super mitmachen, aber es gibt auch Kinder, die eben mit wahnsinniger Angst vor Arztpraxen reagieren.
Wenn ihr "nur" die Pricktests benötigt habt, dann könnt ihr auch froh sein (wobei die schon für Kinder nicht so schön sind), aber es gibt auch Menschen, die beim Pricktest nicht anschlagen und diese brauchen einen Intracutantest (es werden Quaddeln unter die Haut gespritzt) und dieser Test ist selbst für Erwachsene alles andere als angenehm. Und je mehr Allergien vorhanden umso mehr Tests müssen gemacht werden.
Es kommt nicht sehr darauf an, wie die Eltern mit dem Kind umgehen, sondern vielmehr, wie sehr die Arzthelferin oder Arzt, die/der den Test ausführt mit dem Kind umgeht. Ich habe mir immer sehr sehr viel Zeit genommen und versucht, die Kinder abzulenken-trotzdem gab es Kinder, die nach einigen Terminen schon schreiend in die Praxis kamen.
Wie schon gesagt man sollte immer abwägen, was für das Kind scjlimmer ist, Test oder allergische Reaktionen. Und das müssen jeder Eltern für ihr Kind entscheiden.
lg

Beitrag von kruemlschen 06.04.11 - 11:06 Uhr

Hi,

ich schätze das Problem ist, dass sich Allergien bei Kindern häufig verändern.
Sprich, im einen Jahr sind sie z.B. auf Clementinen allergisch, im nächsten dann auf Milch, o.ä. darum scheuen viele Ärzte Allergietests bei Kleinkindern.

Es hilft Dir ja aber nicht weiter einfach nichts zu machen, schließlich hat Dein Kind ja JETZT Probleme.

Ich würde Dir also raten Dir einen guten Allergologen zu suchen, am besten einen der auf Kinder spezialisiert ist.

Wir sind bei einer super Allergologin und wir haben inzwischen schon einige Allergietests hinter uns. Das ist sicher nicht angenehm für meinen Sohn, aber nach fast 1 Jahr rennerei und Ursachenforschung weiß ich nun endlich ganz genau worauf mein Sohn allergisch ist bzw. von welchen Lebensmitteln er Neuro bekommt.
Seit wir die erkannten Lebensmittel meiden hat mein Sohn eine Haut wie ein Babypopo ;-)

LG K.

Beitrag von kruemlschen 06.04.11 - 11:13 Uhr

Es ist allerdings immer ein abwägen von Preis und Nutzen.

Wenn die Neuro Deines Sohnes "erträglich" ist und Du schon einige Allergene in Verdacht hast, kannst Du es vllt. noch ein paar Jahre rauszögern.

Bei meinem Sohn war es so schlimm, dass wir rund um sein Bett Blutflecken vom Kratzen an der Wand haben (er hat es besonders schlimm an den Handrücken) und sogar Cortisoncreme nur bedingt geholfen hat.
Darum wurde getestet, wenn auch nicht gerne.

Beitrag von meandco 06.04.11 - 11:22 Uhr

die tests sind definitiv möglich (mit wenigen ausnahmen). aber, wie du hier schon gelesen hast, das kann sich von heut auf morgen ändern - zum positiven wie zum negativen ...

such dir nen allergologen und lass dich da beraten. nur: blutabnehmen wird kein spaß bei so nem kleinen kind #schmoll besteh auf das pflaster zur örtlichen betäubung vorher!

und wie sie sagen: medikamentös kannst du nicht viel machen. und die pollen kannst du im falle eines falles auch nicht wegsperren ...

lg
me

Beitrag von karin3 06.04.11 - 13:10 Uhr

Hallo,

doch Test sind möglich, aber dafür würde ich zu einem Allergelogen gehen.

Da du einen Verdacht zu haben scheinst, hast du schon mal ein Essen und Trinken Tagebuch geführt? Für jeweils 3-4 Wochen solltest du dann konsequent ein Lebensmittel weglassen. Einige allergische Reaktionen können erst nach zwei Wochen auftreten, etwas zwei Wochen zu testen bringt dann herzlich wenig. Da die Industrie Lebensmittel versteckt oder unmöglich deklariert kann es sich zu einer Schwerstarbeit entwickeln etwas, mal eben, weg zu lassen.
Ins Tagebuch muss dann ebenfalls eine tägliche Beobachtung der Haut.

Der Vorteil vom testen ist, wenn die Allergie erkannt wird und das Lebensmittel konsequent 1 Jahr weggelassen wird, kann sich die Allergie häufig in Luft auflösen. Außerdem übernehmen, in der Regel, die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Ernährungsberatung.


LG Karin + Sarah 17 Monate mit bestätigter Eiallergie

Beitrag von whiteangel1986 06.04.11 - 19:33 Uhr

das wird schwierig. Da mein sohn im grunde vom essen lebt. Essen ist sein hobby, obwohl er für seine größe recht leicht ist. (98cm und 14,2kg) Außerdem besucht er von 8 uhr bis ca. 16 uhr die kinderkrippe wo es vollverpflegung gibt. Ich brauche ihn nichts mitgeben. Nichtmal getränke. Und es wird auf abwechslungreiche kost gesetzt.

LG WhiteAngel

Beitrag von mondfluesterin 06.04.11 - 13:33 Uhr

Bei uns wurde kurz nach dem 1. Geburtstag getestet (und leider auch etwas festgestellt), vorher hat es tatsächlich keinen Sinn...