Kleinkind Horror vor Krippe

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von monali85 06.04.11 - 11:15 Uhr

Hallo ihr lieben,

meine Tochter, sie wird im Mai 3 Jahre, ist seit September in der Kinderkrippe. Es ist eine wirklich tolle Krippe, sehr nette und liebe Erzieherinnen, es wird jeden Tag viel gebastelt usw. Die Kinder werden gefordert und gefördert. Der Einstieg lief über das Berliner Model, also ganz sanft. Sie hat nach 2 Wochen den Punkt überwunden und ist seitdem 3 Tage die Woche 3 Stunden in der Krippe.

Sie ist immer sehr gerne runter, hat mir viel erzählt, und gesungen und und und. Vor 3 Wochen waren wir im Urlaub und die Woche darauf war die Krippe zu. Seitdem ist es der Horror für sie. Die erste Woche dachte ich, es waren jetzt die 2 Wochen frei, dass sie sich schwer tat. Seit letzter Woche ist eine Erzieherin krank und die fehlt ihr. Doch nach einem Tag Gewöhnung mag sie auch die neue eigentlich gerne, malt mit ihr usw. Daheim weint sie den ganzen früh wenn sie in KIGA muss, der Abschied ist schlimm. Sie schreit und klammert und weint und zittert.... Der letzte Satz vor dem Einschlafen ist: Ich geh morgen nicht in Kindergarten. Der erste Satz beim aufwachen ist: Ich geh nicht in Kindergarten.

Ich hab schon sehr viel versucht, mit ihr Kindergarten "gespielt" , mit ihr geredet, in Ruhe usw. Ich komm nicht an sie ran. Und so kenn ich meine Tochter nicht !!!!

Ich hoffe ihr könnt mir Tipps geben, was wir machen könnten .

Viele Grüße

Beitrag von meandco 06.04.11 - 11:27 Uhr

a) ihre bezugsperson ist weg ... auch wenn sie mit der anderen zurechtkommt, die bezugsperson ist die bezugsperson ...
hatten wir im nov bei uns im kiga auch - die bezugsperson der 3jährigen ist für 2 monate wegen lungenentzündung ausgefallen. sie haben sich auf das andere personal umgestellt - aber wie schlimm es für sie war, hat sich gezeigt als sie zurückkam #schwitz mir hat sie schon fast leid getan ;-) meine hat sie zb tagelang nicht mehr aus den augen gelassen bis sie geglaubt hat, dass sie jetzt bleibt ...

b) nach ca. 1/2 jahr kennen die kids alles im kiga - und merken: ich soll da ja jeden tag hin, ob ich will oder nicht. dann kommt die "ich will nicht in den kiga phase". kann gaaaanz schlimm werden (meine hat noch immer aussetzer in die richtung, zb heute morgen #schock). vergeht aber auch wieder ...
kann sein, das das bei deiner tochter auch grade so ist.

lg
me

Beitrag von marjatta 06.04.11 - 11:37 Uhr

Bei uns hieß es von Anfang an, dass es auch solche Phasen wieder gibt. Dumm natürlich, wenn eine der bereits bekannten Bezugspersonen nicht da ist.

Das ist natürlich hart, vor allen Dingen, wenn man beruflich gezwungen ist, das Kind in den Kindergarten zu geben. Mein Sohn hat nach "längeren" Auszeiten auch mal solche Anwandlungen. Die vergehen aber meist nach einer Woche. Ich lege Wert darauf, die Unterbrechung nie über 2 Wochen hinausgehen zu lassen.

Das letzte Mal war er erst eine Woche krank, dann 4 Tage in der Krippe und danach waren wir bei Oma für 5 Tage zu Besuch. In der Zwischenzeit kamen ein paar neue Kinder hinzu im Rahmen der Eingewöhnung und morgens war seine Lieblingsbetreuerin auch nicht da.... da hatten wir beim Abgeben schon ziemlich Theater. Die Betreuer haben das auch so kommentiert.

Letztlich bin ich aufgrund meiner Berufstätigkeit darauf angewiesen, dass er dort hingeht. Witzig ist immer, dass er abends dann trotzdem oft gar noch nicht abgeholt werden wollte, bzw. dass er lieber noch spielen wollte.

Wenn Deine Tochter nicht panikartig die Kita beim Abholen verlässt, sehe ich das nur als eine Phase an. Gleichzeitig ist es so, dass die Anzahl der Stunden bei ihr ja auch nicht wirklich hoch ist und es somit viel schwieriger ist (in meinen Augen), den Kindern die Notwendigkeit zu vermitteln. Bei uns ist es jeden Wochentag bis zu 8h. Und zuhause erzählt mein noch nicht mal 2jähriger ständig von den anderen Kindern, erwähnt ihre Namen, den der Lieblingsbetreuerin.

In dem Moment, wo Du selbst unentspannt bist während der Situation, spürt das Deine Tochter und diese Phase wird sich so schnell nicht geben. Bei uns läuft so ziemlich alles, was "sein muss" in einer sachlichen Athmosphäre ab. Und wenn es Knatsch gibt, dann respektiere ich das, heißt aber auch, Mama muss jetzt arbeiten. Und dann ist das so. Punkt. An dieser Stelle übe ich mich in absoluter Konsequenz. Und somit wird es dann auch klar für meinen Sohn.

Vielleicht hilft Dir das ein wenig.

Gruß
marjatta

Beitrag von steferl1979 06.04.11 - 12:51 Uhr

Hallo,

wir haben auch schon Phasen gehabt, wo Maximilian nicht gerne in die Krippe ging.

Bei dir könnte es aber auch die "Unregelmäßigkeit" sein.

Unsere Krippe besteht darauf, dass die Kinder an 5 Tagen für min. 4 Stunden (08.30 - 12.00) in der Krippe sind. Sie haben wohl schon die Erfahrungen gemacht, dass das tageweise nur für ein paar Stunden den Kindern nicht gut tut, weil der regelmäßige Besuch fehlt und sie keine Routine bekommen.
Außerdem laufen einige Projekte wochenweise und so würden die Kinder, die nur Tagesweise kommen, die ja versäumen.

LG

Steffi