Mein Mann möchte nicht, dass ich arbeiten gehe, hat aber kein Geld!

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Nachtschichtlerin 06.04.11 - 11:28 Uhr

Hallo,

mein Mann (45) und ich (39) sind seit einem Jahr verheiratet, ich habe Kinder (5 und 12) und ein Haus mit in die Ehe gebracht, mein Mann erwachsene Kinder (ohne Kontakt) und Schulden (soll jetzt nicht abwertend klingen).

Da ich nach der Geburt meines jüngsten Kindes aufgrund psychischer Probleme aus der Partnerschaft mit diesem Kindsvater (Gewalt, Alkohol) lange zu kämpfen hatte und mein jüngstes Kind mehr krank als gesund war, konnte ich erst vor etwa 2 Jahren beruflich langsam wieder ins Arbeitsleben einsteigen. Finanziell war die "Auszeit" nur mit Unterstützung meiner Eltern möglich. Ich fing mit Aushilfsjobs oder auf 400-Euro-Basis an.

Als ich meinen jetzigen Mann kennen lernte (arbeitet Vollzeit auf dem Bau, im Sommer viele Überstunden, im Herbst & Winter viel Kurzarbeit und somit wenig Geld), arbeitete ich vormittags 4 Stunden. Nach ein paar Monaten wechselte ich den Job und arbeitete nachmittags 3 Stunden. Vor 2 Monaten bekam ich einen um das dreifache besser bezahlten Job angeboten, allerdings in der Nacht. Ich hatte nicht lange Zeit, zu überlegen und sagte zu. Befristeter Vertrag bis Dezember. Jede Nacht 2 Stunden und 1-2 mal pro Woche eine ganze Nachtschicht.

Mit meinen Kindern klappt das prima, sie müssen zwar manchmal nachmittags eine schlafende Mama "ertragen", aber ich entlohne sie, wo ich kann, wir gehen Eis essen oder mal spontan shoppen. Speziell die 12-jährige genießt das, dass die Mama tagsüber zuhause ist. Den Haushalt mache ich, wenn ich vormittags mal keinen Schlaf brauche oder nachmittags, wenn wir nichts vorhaben oder Hausaufgaben gemacht werden müssen.

Einzig und allein meinem Mann passt es gar nicht, dass ich keinen geregelten Tag mehr habe. Mal schlafe ich vormittags, nachmittags Haushalt oder ich schlafe vormittags nicht und gehe dafür abends gegen 20 Uhr ins Bett. Er kommt aber erst um 18.30 Uhr heim. Bleibt noch Zeit für ein gemeinsames Abendessen, danach mache ich die Kinder bettfertig und bin dann selbst verschwunden. Oder ich lege mich bis 21.30 Uhr hin und muss dann zur Nachtschicht.

Ich will jetzt nicht negativ meinem Mann gegenüber sein, aber ich habe für seine Haltung kein Verständnis. Ich arbeite ebenso schwer wie er, habe aber noch Kinder und Haushalt und er hat "nur" seinen Job und ihm ist es zu viel, wenn er nach der Arbeit noch Kleinigkeiten erledigen soll (Waschmaschine be- oder entladen, Tiere versorgen oder was Aufräumen, Geschirrspüler ausräumen).

Natürlich beschwert er sich auch, dass wir kaum noch freie Zeit miteinander haben (allerdings ist er, als ich noch tagsüber gearbeitet habe, jeden Abend um 21 Uhr auf dem Sofa eingeschlafen und ich habe mich da auch nie beschwert, wenn sein Körper den Schlaf braucht, ist es halt so).

Ich muss dazu sagen, bei meiner wenigen Freizeit sehe ich zu, dass die Kinder was von mir haben, die gehen bei mir vor. Mein Mann ist erwachsen und sollte zurückstecken können. Mein Mann verdient zwar gutes Geld, aber leider hat er aus 1. Ehe noch enorm viele Schulden, so dass ich zwangsläufig dazu verdienen muss, wenn wir uns denn nebenbei auch mal was leisten möchten. Denn sein Verdienst würde gerade für uns zum Überleben reichen, ohne Extras. Außerdem muss er ja die vielen Schulden bezahlen, von denen ich übrigens vor der Ehe auch nichts wusste, danach kamen immer kleckerweise hier mal Mahnbescheide, dort mal Vollstreckungsbescheide usw. Ab Ehebeginn kam erst seine Post zu mir. Angeblich wusste er von den ganzen Schulden auch nichts und meinte, seine Ex-Frau hat alles auf seinen Namen gekauft, bestellt etc. Dann hat er mit seiner Ex-Frau noch einen Kredit, den mein Mann alleine abträgt.

So gesehen wird meine Stimme immer schärfer, wenn er mal wieder beleidigt reagiert, weil ich eine Nachtschicht schieben muss oder um 19 Uhr ins Bett gehe. Er möchte am liebsten, dass ich gar nicht arbeite.

Meine Gedanken sind dann nur "Du kriegst es nicht auf die Reihe, uns zu ernähren, es häufen sich immer mehr Schulden bei dir an, aber ich soll nicht arbeiten, sondern auf der Couch bei dir sitzen und Händchen halten...aha.

^^Natürlich spreche ich das nicht aus, aber langsam geht mir sein Gerede auf die Nerven. Er hat nämlich überhaupt keinen Plan vom Geld. Ihm sind Schulden egal. Er kümmert sich auch nicht drum, wenn die 5. Zahlungsaufforderung kommt. Und ich habe es aufgegeben, mich um seine Finanzen zu kümmern, weil er noch nicht mal selbst den Überblick hat.

Er tut nichts für mich, jammert, weil er den Geschirrspüler ausräumen soll, daher koche ich inzwischen auch nicht mehr jeden Abend für ihn. Für mich kocht schließlich auch niemand. Nun ist er deswegen sauer! Aber ich esse schon mittags eine Kleinigkeit mit meinen Kindern, so dass wir abends nur noch Brot essen. Mein Mann ist aber mit Brot logischerweise nicht zufrieden. Sein Taschengeld geht für 2 Schachteln Zigaretten täglich drauf und wenn ich von meinem Taschengeld Naschi kaufen oder mit den Kindern ein Eis essen gehe, meckert er rum, dass er außen vor ist. Auf den Vorschlag von mir, mal 2-3 Schachteln Zigaretten im Monat einzusparen und von den 10-15 Euro uns auf ein Eis einzuladen, reagiert er nicht, außer: Ach ja, nun soll ich also auch noch aufs Rauchen verzichten????????

Solange er so viel raucht, sehe ich es aber auch nicht ein, ihm irgendwelche Extras zu finanzieren, denn dafür gehe ich nachts nicht arbeiten, damit er weiter seine Gesundheit und seinen Geldbeutel ruiniert.

Fazit: Mein Mann kann unser Leben also nicht finanzieren, von ihm bekomme ich gerade mal einen Betrag, der Hausrate und Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser) abdeckt. Um den Rest muss ich mich alleine kümmern. Tue ich ja auch gerade, aber es passt ihm nicht. Da er auch in jeglicher Hinsicht keine Verantwortung übernehmen kann (er ist einfach nicht der Typ dafür und gibt es auch zu), lastet alles auf meinen Schultern.

Er kriegt es nicht mal hin, wenn er als letzter ins Bett geht, überall Licht auszumachen. Er lässt Haustür oder Terassentür auf, Waschmaschine an, Kaffeemaschine, Fernseher, DVD, PC usw.) Wenn ich mir nicht gegen 23 Uhr meistens einen Wecker stelle, um nach dem Rechten zu sehen, würde alles die ganze Nacht durchlaufen und wir bei offenen Türen schlafen!<<----Das gehört doch auch zu Verantwortungsbewusstsein!

Reden hilft da nicht, er verspricht Besserung und am nächsten Tag ist wieder alles der gleiche Käse.

Was also soll ich tun, um aus diesem Kreislauf rauszukommen?
Ich möchte doch nur ein bißchen Unterstützung von meinem Mann! Mannometer, da kriege ich echt mehr Unterstützung von meinem 5-jährigen Kind!











Beitrag von manavgat 06.04.11 - 11:36 Uhr

Natürlich spreche ich das nicht aus,


da liegt der Hase im Pfeffer!


Bevor Du ihm sagt, was Sache ist, solltest Du für Dich klären, wie Du weiter machen kannst, wenn Du Dich entscheidest ohne ihn leben zu wollen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von bettibox 06.04.11 - 11:40 Uhr

Ich weiss ehrlich nicht, was ich Dir raten soll, nur gib auf keinen Fall Deinen Job auf, der bewahrt DIr zumindest ein kleines Stückchen Unabhängigkeit und dann hilft nur noch reden reden reden.

Was ich nicht verstehe, ihr seid gerade mal ein Jahr verheiratet, Du hast ihn doch so kennengelernt, mit Schulden etc. Warum hast Du ihn geheiratet?

Viel Glück

Beitrag von Nachtschichtlerin 06.04.11 - 11:46 Uhr

Ich wusste von den Schulden nichts. Erst mit Ehebeginn kam seine Post zu mir....vorher hatte er eine eigene Wohnung, zwar nie genutzt, aber sie war vorhanden und die Post ging dort hin und ich habe von der Post nie was gesehen.

Ich wusste nur von dem Kredit, dessen Raten ich zu verkraften fand. Außerdem war er da noch im Rechtsstreit mit seiner Ex-Frau, um zu erwirken, dass sie die Hälfte der Kreditrate trägt, hat diesen Prozess aber verloren.

Beitrag von litalia 06.04.11 - 11:59 Uhr

wäre mein mann mit solchen lügen bzw ohne mich in seine schulden einzuweihen mit mir die ehe eingegangen wäre der nächste weg für mich die scheidung gewesen.

Beitrag von lichtchen67 06.04.11 - 11:40 Uhr

Da stellen sich mir zwei Fragen... wie konnte der Looser, den du hier beschreibst und der gar nichts auf die Reihe kriegt, 45 Jahre alt werden. Wer hat ihm vorher das Licht ausgemacht und die Türen geschlossen?

Und wieso bist Du mit jemanden, den Du offensichtlich so wenig achtest und der Dir überhaupt nicht zur Seite steht geschweige denn Dich versteht und unterstützt verheiratet? War er vor der Ehe ein anderer Mensch?

Ihr seht alle irgendwas nicht ein.... weiter kommt ihr so aber nicht. Konstruktiven Rat außer Reden kann man aber fürchte ich auch nicht geben....

Lichtchen

Beitrag von Nachtschichtlerin 06.04.11 - 11:49 Uhr

Vorher habe ich die Türen geschlossen und das Licht ausgemacht, denn da habe ich tagsüber gearbeitet und musste nicht vor ihm ins Bett. Da er jeden Abend schon um 21 Uhr spätestens auf dem Sofa eingeschlafen ist, habe ich den letzten Rundgang durchs Haus gemacht und ihn dann geweckt und ins Bett "geschickt".

Wie er das vor meiner Zeit gemacht hat, weiß ich nicht.

Ja, er war zu Anfang ein anderer Mensch. Zwar auch schon ein schwacher Charakter, aber er hat sich mehr engagiert zuhause. Inzwischen verlässt er sich aus Bequemlichkeit voll und ganz auf mich.....was er auch zugibt. Sei es finanziell oder in anderen alltäglichen Dingen.

Beitrag von lichtchen67 06.04.11 - 11:57 Uhr

Na war er wirklich so viel anders? Oder war er nur anders, weil ihr anders gelebt habt, Du ihm alles abgenommen hast und er gar nichts tun musste?

Soll nicht böse sein, aber er hat Kinder, zu denen er keinen Kontakt hat, liegt mit seiner Ex-Frau vor Gericht und hat den Arsch voll mit Schulden und kriegt Mahnbescheide nach Hause, von denen er angeblich nie was hörte....

Das klingt nicht wirklich nach einen Mann, der alles "im Griff" hat oder? Ändert jetzt aber auch nichts an der Situation, die ist wie sie ist.

Es ist jedenfalls gewaltig viel Frust in Dir, wenn auch verständlich ist der jedoch hinterlich für ein Miteinander. Und WO ist euer Miteinander überhaupt nach nur 1 Jahr Ehe?

Lichtchen

Beitrag von Nachtschichtlerin 06.04.11 - 12:09 Uhr

Naja, jetzt wo ich deinen ersten Satz lese, muss ich wohl einsehen, dass er gar nicht so viel anders war, sondern ich ihm alles abgenommen habe, da magst du Recht haben.

Stimmt, er musste eigentlich gar nichts tun. Er kam von der Arbeit, hatte frische Wäsche, ein warmes Essen, ein gemütliches, sauberes Heim und einen vollen Kühlschrank.

Aber da hatte ich ja auch noch die Zeit! Weil ich gar nicht bzw. nur vormittags gearbeitet habe. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet, ich arbeitete ebenso schwer wie er und es ist unabdinglich, dass er sich jetzt auch mal einbringt.

Ein "Miteinander" gab es - glaube ich - noch nie. MITEINANDER trifft man Entscheidungen z.B. Das ist aber etwas, was mein Mann nicht kann. Alle Entscheidungen überlässt er mir. Das war aber schon immer so. Wenn er was gefragt wird, z.B. von einem Kumpel "kommt ihr Samstag zum Essen"?und ich stehe daneben, guckt er mich an, so als Zeichen, dass ich die Entscheidung treffen soll. Ich komme mir da auch schon blöd vor, weil die Kumpels dann meistens denken, er MUSS mich um Erlaubnis fragen. Er steht dann da wie mein 5-jähriges Kind, dass mich auch immer anguckt, mit großen Augen, wenn es was möchte und auf mein Einverständnis wartet.

Ein "Schatz, wie ist es ... haben wir denn Samstag Zeit"? kommt nicht vor dem Kumpel über seine Lippen, er guckt mich nur mit großen Augen an.

Mein 12-jähriges Kind nimmt meinen Mann übrigens auch gar nicht mehr für voll. Leider. Ich will echt nicht negativ klingen, aber meine Kinder sind wirklich schon selbständiger und wortgewandter als er.



Beitrag von juju0980 06.04.11 - 12:12 Uhr

Das tut jetzt nichts zur Sache - aber wie lange kennst Du den Mann schon und wie lange wohnt ihr zusammen?

Beitrag von Nachtschichtlerin 06.04.11 - 13:51 Uhr

3 Jahre kennen, 2 Jahre zusammen wohnen.

Beitrag von lichtchen67 06.04.11 - 12:13 Uhr

Mehr als erschreckend. Wenn es nie ein Miteinander gab.... bleibt die frage, warum habt ihr geheiratet? Warum lebst Du mit dem Mann zusammen? Warum ist er bei Dir eingezogen?

Du hast Dich doch mal für ihn entschieden....sehr komisch.

Ihr befruchtet euch nicht gegenseitig, ihr seid gar nicht auf einer Ebene... Du bist übermächtig und er winzig klein.... das kann gar nicht gut gehen.

Lichtchen

Beitrag von unilein 06.04.11 - 13:56 Uhr

Sie hat ja geschrieben, dass sie nach ihrer letzten Ehe psychische Probleme hatte. Vielleicht war ihr nach dem letzten Kerl ein "Schluck Wasser" als Partner zunächst eine willkommene Abwechslung ...

Beitrag von windsbraut69 06.04.11 - 14:51 Uhr

Warum hast Du jemanden geheiratet, der zu nichts Nutze ist?

Beitrag von anira 06.04.11 - 11:41 Uhr

öhmmm und jetzt atmest du tief durch
und zählst die positiven seiten eures lebens auf;)

und wo unterstützt du ihn
und wo seid ihr ein paar?

ohne ihn eis essen zu gehen find ich trotz zigaretten sehr unfair
auch wenn ich es aus deiner sicht verstehen kann

aber dasis doch keine liebe

Beitrag von widowwadman 06.04.11 - 11:43 Uhr

"Ich muss dazu sagen, bei meiner wenigen Freizeit sehe ich zu, dass die Kinder was von mir haben, die gehen bei mir vor. Mein Mann ist erwachsen und sollte zurückstecken können. "

Liegt da der Knackpunkt? Unternehmt ihr auch mal was als Familie oder trennst du strikt zwischen Mann und Kindern?

Beitrag von Nachtschichtlerin 06.04.11 - 11:55 Uhr

Natürlich unternehmen wir was als Familie, so ziemlich jedes Wochenende. Aber da liegt ja der Knackpunkt. Immer muss ich es finanzieren, weil mein Mann kein Geld hat. Ich würde es auch gerne finanzieren, ich gehe ja schließlich für solche Extras arbeiten, aber wenn ich dann mal zu meinem Mann sage "Rauch mal 2 Schachteln weniger und lade uns mal ein", dann wirft er mir vor, dass er aufs Rauchen verzichten soll. Oder wenn ich eine kleine Unterstützung im Haushalt erwarte, zieht er ein Gesicht.

Hier geht es mir nicht um die 10 Euro für 2 Schachteln Zigaretten, sondern dass mein Mann einfach mal die Führung übernimmt und sich mal was nettes für uns ausdenkt. Weil ich sonst uneingeschränkt den Bespasser für alle spielen muss.

Und gerade jetzt, wo es milder wird, haben die Kinder natürlich viele Ideen, Zoo, Freizeitpark usw. Das geht ins Geld. Wie gesagt, ich finanziere es gerne, aber in meinen Augen hat mein Mann es nicht verdient, sich bei mir nur die Rosinen rauszupicken, sich schöne Wochenenden zu machen und wenn er mal was für mich tun soll, reagiert er beleidigt oder sauer.

Ich würde es nur mal gerne sehen, dass er was für uns tut, Geld einspart indem er aufs Rauchen verzichtet und uns mal symbolisch gesehen, an die Hand nimmt uns ausführt. Es muss ja nichts Großartiges sein.

Beitrag von oha-ja 06.04.11 - 12:06 Uhr

Habt ihr getrennte Kassen???


Also bei uns geht alles in einen Topf, bei uns gibt es kein Mein und Dein... es ist unser...

sorry aber mein Mann hätte was zu tun, er ist Selbständig, Hauptversorger... und egal, was wir oder die Kinder wollen, wir bekommen es.... da gibt und gab es noch nie den Spruch, z.b. iß du mal weniger Eis, damit du den Eintritt für so und so zahlen kannst...

Nach 1 Jahr Ehe?? Also ich weiß ja nicht was du für nen Mann geheiratet hast, einen Waschlappen, geh ich davon aus...

aber du wusstest doch vorher auch schon das er Schulden etc. hat??


Mir leuchtet es überhaupt nicht ein, wie man über seinen Partner so "schimpfen" kann....

erzähl uns doch mal die Positiven Seiten deines Mannes...


Beitrag von Nachtschichtlerin 06.04.11 - 12:18 Uhr

Wir haben insofern getrennte Kassen, dass wir jeder unser Konto nach der Ehe behalten haben. Aufgrund dessen, dass sich nun so viele Schulden bei ihm angehäuft haben, wo diverse Ratenzahlungen laufen, habe ich kaum einen Plan, wann bei ihm was abgebucht wird. Aus dem Grunde habe ich mein Konto behalten, wo ich genau weiss, wann was abgebucht wird und wieviel Spielraum ich habe.

Wenn mein Geld auch auf sein Konto käme, wäre alles weg, weil er keinen Überblick hat und von meinem Geld seine (und die seiner Ex!) bezahlen würde.

Ich habe auch nicht zu ihm gesagt, er soll weniger Eis essen, sondern das Rauchen (!) einschränken. Etwas, was eh nur seine Gesundheit ruiniert.
Ich finde 2 Schachteln am Tag heftig, das kann er sich leisten, aber für mich hat er keinen Cent übrig. Darum geht es. Aber nach einem langen Tag zu sagen "Hau dich aufs Sofa und lass den Herd aus, ich bestelle uns ne Pizza", das kriegt er nicht hin. Aber Rauchen für 10 Euro am Tag...

Nein, ich wusste von den Schulden vorher nichts, er hatte eine eigene Wohnung, die Post kam dorthin, nicht zu mir.

Ich schimpfe ungern über ihn, aber seit ich ihn fordern muss, weil ich nun auch arbeite, ist er leider nicht mehr der, der er mal war. Ich hatte ihm ja vorher alles abgenommen, weil ich auch die Zeit dazu hatte. Nun habe ich sie nicht mehr und er müsste mal ein wenig selbständiger werden.


Beitrag von derhimmelmusswarten 06.04.11 - 12:21 Uhr

Krass gesagt: Wenn du bei ihm bleiben willst, dann hilf ihm, Privatinsolvenz zu beantragen, damit er aus den Schulden raus kommt. Er könnte schließlich seinen Job verlieren, wenn bei ihm der Lohn gepfändet wird. Und DANN hast du ein echtes Problem. Dann sitzt er nämlich den ganzen Tag zu Hause und lebt noch mehr auf deine Kosten!!!

Wenn du das nicht in Erwägung ziehst, würde ich mich scheiden lassen.

Beitrag von schoene-neue-welt 06.04.11 - 11:46 Uhr

""Du kriegst es nicht auf die Reihe, uns zu ernähren, es häufen sich immer mehr Schulden bei dir an, aber ich soll nicht arbeiten, sondern auf der Couch bei dir sitzen und Händchen halten...aha."

Deine Gedanken sind vollkommen richtig und ich halte es für wichtig, das er sie kennt. Sonst wird sich bei Dir weiter Frust anhäufen - und irgendwann wirst Du explodieren. Und nur, wenn er weiß, was Sache ist, kann er reagieren und umdenken. Und er muss wissen, wie wichtig Dir sie Sache ist und wwelches Bild Du mittlerweile von ihm hast.

Beitrag von thea21 06.04.11 - 12:00 Uhr

<<<^^Natürlich spreche ich das nicht aus>>>

That´s it.

Genau DAS sag ihm. Warum auch nicht? Ist die Wahrheit.

Beitrag von simone_2403 06.04.11 - 12:05 Uhr

Hallo

>>Fazit: Mein Mann kann unser Leben also nicht finanzieren, von ihm bekomme ich gerade mal einen Betrag, der Hausrate und Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser) abdeckt. Um den Rest muss ich mich alleine kümmern.<<

Ist dir schon mal in den Sinn gekommen,das er sich auf Grund der Situation,minderwertig vorkommt?

Er erlebt tagtäglich wie du alles stemmst und erfährt so,das er im Grunde "unnütz" ist denn du "sorgst" ja für alles.Deine Haltung (er zahlt ja grade mal die Rate und Nebenkosten) machen die ganze Sache auch nicht besser.Mir kommt es so vor als fehle ihm das "Gleichwertige".

Mal davon ab...Hausrate und Nebenkosten sind ja auch keine "geringen" Beträge.

Ihr solltet zusehen das bei euch wieder mehr Gleichgewicht herrscht,das ihr euch ,insbesondere Du,ihn nicht als Versager hinstellst der nicht mal in der Lage ist seine Familie zu "ernähren".Ich bin mir sicher das er dann auch sein Verhalten ändert.

Gruß

Beitrag von schoene-neue-welt 06.04.11 - 12:25 Uhr

Er hat nur seinen Beitrag zu leisten, dann muss er sich nicht mehr minderwertig fühlen. Es geht ja nicht nur ums Finanzielle, er leistet ja auch im Haushalt nichts. Und will, dass seine Frau auch nichts mehr leistet, damit es für ihn noch bequemer ist. Er hat sich m.E. ins gemachte Bett gelegt.....und ja, ein Mann, der 2 Schachteln täglich raucht und dabei Schulden hat, ist unverantwortlich. Wieviel macht das doch gleich im Monat? Wie kannst du nur der Frau für sein mieses Verhalten die Schuld geben?

Beitrag von windsbraut69 06.04.11 - 14:55 Uhr

Rauchen ist kein "mieses Verhalten", sondern eine Sucht.
Dass er raucht, wenn er sonst schon nix vom Leben hat und ihm tagtäglich vor Augen gehalten wird, dass er ne Lusche ist.

Entschuldige mal, ob er jetzt viel hilft oder nicht - man kann doch nicht den Kindern "Naschis" kaufen und den Ehemann zugucken lassen, weil der sein "Taschengeld" schon verbraten hat für seine Sucht?!

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