Sorgerecht teilen obwohl getrennt?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von sarah...85 06.04.11 - 14:05 Uhr

Hallo ihr Lieben...

meine Situation ist etwas verzwickt. Ich lebe vom Vaters meines ungeborenem getrennt. In 5 Wochen ist ET !!!

Er kümmert sich jetzt während der Schwangerschaft schon prima um mich und möchte sich um das Kind kümmern.

Was haltet ihr vom geteiltem Sorgerecht trotz Trennung?

Beitrag von cunababy 06.04.11 - 14:14 Uhr

Prinzipiell, wenn keine extremen Gründe (Kind aus Misshandlung etc. entstanden) vorliegen, dann bin ich persönlich dafür das Sorgerecht zu teilen, schließlich hat ein Kind zwei Elternteile und diese sollten auch im Sinne des Kindes gemeinsam für dessen wohl entscheiden.

Ihr scheint euch ja noch gut zu verstehen und einig zu sein, also würde ich ihm das halbe Sorgerecht geben.

VG Cunababy

Beitrag von october 06.04.11 - 14:26 Uhr

Hallo,

ich hab es nicht gemacht. Wir waren getrennt und damit gut.
Das heißt ja nicht, dass er nicht am Leben meiner Tochter beteiligt ist. Er darf sie jederzeit sehen, sowohl besuchen als auch anholen. In Entscheidungen wird er mit einbezogen.

LG Annika

Beitrag von thea21 06.04.11 - 14:31 Uhr

Und warum dann nicht das Sorgerecht?

Beitrag von october 06.04.11 - 14:44 Uhr

Weil wir uns einig sind, es in der Form handhaben zu wollen.

Beitrag von parzifal 06.04.11 - 16:13 Uhr

Hast Du ihm explizit angeboten das Sorgerecht zu teilen und er möchte trotzdem, dass es so beibehalten wird wie es ist?

Was ist denn der Grund für den Vater kein Sorgerecht haben zu wollen, obwohl Du es ihm geben würdest? Das würde mich wirklich interessieren.

Oder meintest Du mit einig, dass Du es nicht teilen willst und er es dies notgedrungen akzeptiert? Das wäre dann aber nicht wirklich "einig".

Beitrag von october 06.04.11 - 20:49 Uhr

Wir waren während der Schwangerschaft bis nach der Geburt getrennt. Er hatte große Schwierigkeiten sich mit dem Kind anzufreunden, deshalb waren weder er noch ich an einer Sorgerechtserklärung interessiert.
Später kamen wir uns wieder für ein halbes Jahr näher. Während dieser Zeit habe ich ihn auch nach seinen Vorstellungen bezüglich des Sorgerechts befragt. Er wollte alles beim Alten lassen.

Gründe kann ich nur vermuten, ich habe nicht hinterfragt. Meine Vermutung: Er ist nicht bereit die große Verantwortung zu tragen und ist froh, dass ich sämtliche Pflichten allein übernehmen.

Beitrag von parzifal 07.04.11 - 08:53 Uhr

Zunächst mal danke für die Rückinfo.

Grund meiner Nachfrage war, dass viele Frauen nämlich nie ernsthaft in Erwägung gezogen haben das Sorgerecht zu teilen (von ihrer Warte aus auch warum; es bringt ja keinen ersichtlichen Vorteil).

Das wird dann gerne als "sich einig darüber" verkauft.

Erst wenn klar das Sorgerecht angeboten wurde und abgelehnt wurde kann von einem echten "einig sein" gesprochen werden. Das entnehme ich Deinem Beitrag.

Mir ist zwar ein Rätsel wie einen das Sorgerecht überfordern kann, dass in der Praxis nur sehr selten zum Zug kommt (Schulwahl, Reisepass, Op etc.) aber das muss jeder srlbst wissen.

Beitrag von kyra1977 06.04.11 - 14:47 Uhr

Es spricht ja nichts gegen ein gemeinsames Sorgerecht oder? Wenn man verheiratet ist und sich trennt, hat man ja auch erstmal automatisch das gemeinsame Sorgerecht....ich finds besser, falls mal demjenigen was passiert, bei dem das Kind lebt, macht es, glaube ich für das Kind und dessen Betreuung vieles einfache und vor allem glaube ich, dass es für viele Väter einen Unterschied macht, da sie sich mehr eingebunden fühlen, auch wenn es nur ein Schriftstück ist...

Beitrag von lene77 06.04.11 - 15:30 Uhr

Natürlich geteiltes Sorgerecht. Wieso nicht. Er kümmert sich und es ist auch sein Kind. Nur weil wir die Kinder gebären gehören sie nicht uns allein.
Ich finde es sowieso nicht gut das uns Frauen die Entscheidung überlassen wird ...
Was, wenn es die Männer wären, die Kinder bekommen würden und sie hätten die vollkommene Entscheidungsgewalt?!
Ok, wenn wir Frauen es dann nicht anders kennen würden, klar ...
Aber nehmen wir mal an von jetzt auf gleich hätten Männer die alleinige Bestimmung ob die Frau, bzw. Mutter das Sorgerecht des Kindes zur Hälfte bekommt oder eben nicht?!
Oh wei .. .was würden wir uns dann ungerecht behandelt fühlen ...
Tja ... damit müssen die Männer schon Zeit ihres Lebens klarkommen ...

Und ... es gibt genau so viele schlechte Mütter wie es gute Väter gibt!!

LG, Lena

Beitrag von kruemlschen 06.04.11 - 15:46 Uhr

Hi,

nachdem Du noch nicht abschätzen kannst in wie weit er sich in Zukunft um Euer Kind kümmert und welche Reibungspunkte Ihr evtl. noch haben werdet würde ich das Sorgerecht im Moment NICHT freiweillig teilen!

Warum soll man sich freiwillig Probleme schaffen?

Sicherlich kann das alles gut funktionieren zwischen Euch, aber denk mal darüber nach was los ist wenn es eben NICHT gut funktioniert?

Warte ab wie sich die Dinge bei Euch entwickeln, ob ihr eine gute Elternebene aufbauen könnt, ob er problemlos den Unterhalt zahlt usw. und wenn das alles gut läuft, kannst Du das Sorgerecht immer noch teilen.
Allerdings würde ich das nur unter der Bedingung des alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrechts freiwillig machen.

Gruß K.

Beitrag von parzifal 06.04.11 - 16:26 Uhr

Das ist wirklich gerecht.

Du entscheidest wann es für das gemeinsame Sorgerecht Zeit ist. Leider fehlen die konkreten Daten. Wielange muss Unterhalt gezahlt werden? Wann ist zeitliche Vorgaben erfüllt?

Und dann natürlich trotzdem nur unter Bedingungen.

Du bist ein Beispiel dafür, dass Gerechtigkeit nicht von denen praktiziert wird die durch Ungerechtigkeit einen Vorteil haben.

Man stelle sich vor, dass bei unehelichen Kindern immer nur der Vater das alleinige Sorgerecht hätte.

Oder man als "Ausgleich" für das alleinige Sorgerecht der Mütter bei unehelichen Kindern bei ehelichen Kindern dem Vater das alleinige Sorgerecht gäbe.

Ungerechter als die jetzige Lage wäre das alles nicht. Der Schrei der Frauen wegen der Ungerechtigkeit würde man dann aber noch in der Arktis hören.

Beitrag von kruemlschen 06.04.11 - 18:39 Uhr

Die Frage war nicht ob es gerecht ist oder nicht, sondern wie andere handeln würden.

Ich gebe Dir recht, dass es nicht gerecht ist, keine Frage. Ebensowenig wie es gerecht ist, dass ein Vater jederzeit frei entscheiden kann ob und wie viel er seiner SorgePFLICHT nachkommt.
Es gibt aber eben einen Unterschied zwischen RECHT und GErecht.

Und jetzt sein wir doch mal ehrlich, warum sollte ich mich in solch eine unangenehme Lage bringen wenn ich die Möglichkeit habe auch anders zu entscheiden?

Bei mir versuchst Du Deinen Gerechtigkeitstrip der Väter übrigens an der falschen Stelle. Ich bin ein gebranntes Kind und es fällt mir daher wirklich schwer total objektiv zu sein ;-)

K.

Beitrag von krypa 06.04.11 - 19:34 Uhr

Hallo kruemelchen,

''wie andere handeln würden...'' ist eine Frage nach der beliebigen Willkür.

Man/frau könnte dann auch würfeln.

Es könnte sein, dass der Vater dann ohne geS sein Engagement fürs Kind minimiert, es könnte auch sein, dass er Probleme macht mit geS.....etc...

Es liegt in der Natur der Sache, dass Sorgepflicht im persönlichen Bereich sich nicht erzwingen lässt. Frauen können sich einer angenommenen Sorgepflicht auch entziehen.

Was ist den a piori eine ''unangenehme Lage'' an der gemeinsamen elterlichen Sorge?

Die ''falsche Stelle'' spielt doch bei Gerechtigkeitserörterungen (eigentlich) keine Rolle.

MfG krypa

Beitrag von kruemlschen 06.04.11 - 20:04 Uhr

Hi Krypa,

wenn ein Vater "nur" weil er "offiziell" kein Sorgerecht hat seiner Aufgabe als Vater weniger pflichtbewusst nachkommt, dann wurde die Entscheidung ihm das Sorgerecht nicht zu geben in meinen Augen völlig richtig getroffen.
Eine Mutter lässt ihr Kind schließlich auch nicht hungern oder kauft weniger Spielzeug, Kleidung, etc. nur weil der Vater keinen Unterhalt bezahlt, ganz im Gegenteil, meist stellt die Mutter ihre persönlichen Bedürfnisse in den Hintergrund damit es dem Kind trozdem an nichts mangelt.

"Es liegt in der Natur der Sache, dass Sorgepflicht im persönlichen Bereich sich nicht erzwingen lässt. Frauen können sich einer angenommenen Sorgepflicht auch entziehen."

Da gebe ich Dir bedingt recht. Und gerade darum sollte man die Bedigungen unter welchen Eltern Sorgerecht gegeben wird grundlegend überdenken, völlig egal ob es sich dabei um KM oder KV dreht.
Darüber gab es vor ein paar Tagen schon einmal eine Diskussion (ich weiß grad nicht ob Du daran beteiligt warst) und meine Meinung deckt sich da ziemlich mit der von hedda.gabler.

Aber im Moment ist die Rechtslage nun einmal so wie sie ist und diese gibt einer ledigen Mutter das Recht darüber zu entscheiden ob sie das Sorgerecht für ihr Kind mit dessen Vater teilen möchte oder nicht.

Du weißt was ich mit einer "unangenehmen Lage" meine und ich werde das nicht näher ausführen um Dir nochmehr Diskussionsfutter zu geben, denn eine Gerechtigkeitserörterung liegt nicht in meinem Interesse.

Gruß K.

Beitrag von krypa 06.04.11 - 21:32 Uhr

Hallo kruemelchen,

wieso sollte er intensive persönliche Nähe und Engagement zum und fürs Kind suchen und betreiben wenn er jederzeit befürchten muss, dieser Nähe von der Mutter nach ihrem persönlichen Belieben und gemäß ihrer persönlichen Willkür jederzeit beraubt werden zu können?

Kein (vernünftiges) Elternteil kann sich unvoreingenommen, frei und selbstbestimmt auf eine (enge) Beziehung zu seinem Kind einlassen wenn es permanent befürchten muss, vom anderen Elternteil dieser besonderen Beziehung beraubt zu werden.

MfG krypa

Beitrag von a11ure 06.04.11 - 22:05 Uhr

Für alle KVs geht es auch um ihre Kinder. Ihre Liebe und Zuwendung zu den eigenen Kindern sollte nicht von formalen Voraussetzungen, die die Kinder selbst in der Regel nicht mal beeinflussen, abhängen?

Wieviele (unvernünftige?) Kinder haben sich auf intensive persönliche Nähe eingelassen und wurden dieser durch sich abwendende KVs - mit und ohne SR - beraubt?

Hier unterstellst Du per se, dass KMs willkürlich und egoistisch und ohne Rücksicht auf ihre Kinder handeln würden, wenn sie das ASR haben. Verurteilst aber, wenn ähnliches per se KVs in SR-Fragen unterstellt wird?

Beitrag von krypa 06.04.11 - 22:25 Uhr

Hallo a11ure,

Du schriebst doch selbst direkt im Posting hier drunter:

***''... Stichworte wären hier Kinderbetreuung, Umzug etc....''***

und zwar im Zusammenhang mit ''Konsequenzen''.


Leiden Anderer lassen sich nicht zur Rechtfertigung evtl. weiterer Leiden einsetzen, wie Du gegenteilig durch Deine Frage in der Mitte Deines Posting vielleicht insinuieren möchtest?


Wenn neue Lover im Schwange sind, sind auch Mütter zeitweilig willkürlich und egoistisch - was dann freilich als 'gesunder Egoismus'' verkauft wird nach dem Motto: ''gehts Mutti gut, gehts auch dem Kind gut'' im Sinne einer emanzipatorischen Selbstüberhöhung.

Ich unterstelle gar nichts, sondern ich schildere Befürchtungen eines Vaters.

Wenn eine Mutter geS verweigert, macht sie sich doch besonders verdächtig hinsichtlich ihrer potentiellen Absicht, z.B. weit weg zu ziehen, wie Du doch selbst mit Konsequenz ''Umzug'' verdeutlichst.

Sollen wohl doch immer wieder 'gute' Väter behindert werden, weil es 'schlechte' Väter gibt?


MfG krypa

Beitrag von a11ure 06.04.11 - 22:48 Uhr

<<<Sollen wohl doch immer wieder 'gute' Väter behindert werden, weil es 'schlechte' Väter gibt? <<<

Ich denke an dieser Stelle können wir dann wieder verweisen auf all die anderen Postings in dieser Sache...#bla

Was Du übersiehst, ist mein Hinweis darauf, dass KVs im Falle des gSR nicht nur für das Kind mitentscheiden, sondern das auch direkte Konsequenzen für die Handlungsfähigkeit des betreuenden ETs hat. Dessen sollte man sich geschlechtsunabhängig bewußt sein.

Trotzdem würde mich interessieren, warum KVs eine formale Rechtsgrundlage für die Liebe zu ihren Kindern benötigen sollten?

Beitrag von krypa 06.04.11 - 23:08 Uhr

Hallo a11ure,

welche ''anderen Postings'' meinst Du? Es ist absurd in einer Diskussion, nebulös plötzlich auf ''andere Postings''polemisch per #bla hinzuweisen.

Ich 'übersehe' in dem Punkt nichts, weil sog. 'Handlungsfähigkeit' des betreuenden Elternteils ein Phantom ist. Was verstehst du denn unter ''Handlungsfähigkeit'' und welche ''Konsequenzen'' soll denn da geS haben?

Offenbar ist ja für Dich geS keine ''formale Rechtsgrundlage'', sondern ihre Nichtexistenz Gewähr für konsequenzloses (= ungestörtes, willkürliches, fragloses) Betreuen und Umziehen von Mutti (Väter mit Alleinsorge kann man/frau als relevante Gruppe vernachlässigen in dem Zusammenhang).

Mfg krypa

Beitrag von parzifal 07.04.11 - 09:18 Uhr

"Was Du übersiehst, ist mein Hinweis darauf, dass KVs im Falle des gSR nicht nur für das Kind mitentscheiden, sondern das auch direkte Konsequenzen für die Handlungsfähigkeit des betreuenden ETs hat. Dessen sollte man sich geschlechtsunabhängig bewußt sein. "

Das ist richtig. Und trotzdem sollte es nicht daran hindern fair und gerecht zu handeln statt egoistisch und ungerecht.

Leider bedarf es dazu bei vielen erst den Zwang des Gesetzgebers unrechtmäßig erworbene Vorteile wieder abzugeben.

Letzlich ist das für mich eine Frage der persönlichen Charakterstärke und des persönlichen Glaubens wie Wichtig einem bestimmte Werte sind.

Den Satz verstehe ich nicht:
"Trotzdem würde mich interessieren, warum KVs eine formale Rechtsgrundlage für die Liebe zu ihren Kindern benötigen sollten? "

Eine Rechtsgrundlage für die Liebe benötigt keiner.

Heißt das jetzt wer liebt braucht keine Rechtsgrundlage und Väter sollen immer das alleinige Sorgerecht erhalten, weil Mütter ihre Kinder trotzdem lieben? Oder umgekehrt?

Beitrag von kruemlschen 07.04.11 - 08:49 Uhr

Jetzt erklär mir doch bitte noch was das Sorgerecht mit dem Umgangsrecht zu tun hat?

Beitrag von krypa 07.04.11 - 10:09 Uhr

Hallo kruemelchen,


Umgangs- und Sorgerecht habe ich gar nicht gegenübergestellt. Welche meiner Aussagen veranlasst Dich zu Deiner Frage?

Im weiteren Sinne hat natürlich die elterliche Sorge was mit dem Umgangsrecht zu tun.

Ein ue Vater ohne geS z.B. hat kein eigenständiges Recht, Elternzeit zu nehmen. Elternzeit ist ein sehr intensives 'Umgangsrecht'.

Tägliche Nähe zum Kind und Beteiligung in Alltagsangerlegenheiten ist auch eine intensive Form des 'Umgangsrechtes'.

Eine Mutter mit Alleinsorge kann jederzeit fraglos diese Nähe zerstören durch einen (weiten) Wegzug.

Umgangsrecht im herkömmlichen Sinne (alle 14 Tage) ist kein Ersatz für elterliche Sorge (Erziehungsrecht).

Jetzt klar?

MfG krypa


Beitrag von a11ure 06.04.11 - 19:46 Uhr

Schließe mich dem weitestgehend an und ergänze darum, dass man sich darüber im Klaren sein muß, was für Konsequenzen es nicht nur für die Kinder, sondern auch das eigene Leben hat, wenn man das GSR wählt - Stichworte wären hier Kinderbetreuung, Umzug etc.

Und sollte sich herausstellen, dass es eben nicht gut funktioniert, ist es alles andere als leicht, das ASR (zurück)zubekommen. Nämlich fast unmöglich.

Beitrag von parzifal 07.04.11 - 09:07 Uhr

Du hast es auf den Punkt gebracht und siehst die Lage realistisch.

Du erkennst auch reffenhd den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit.

Ein Richter spricht nicht Gerechtigkeit sondern Recht. Das ist das wichtigste was man sich einprägen sollte.

Das Gesetz selbst sollte aber auf Gerechtigkeit und Gleichbehandlung aufgebaut sein.

Da die Gesetzeslage aber nicht nur ungerecht ist, sondern richterlich festgestellt letztlich auch Unrecht sollte man schon überlegen, ob persönliche Werte wie eben Gerechtigkeitsempfinden und unrechtmäßige Gesetzeslage etc. einen leiten sollten oder nicht.

Wer nur egoistisch seine eigene Interessen verfolgt wird so handeln wie Du, das ist klar. Und das ist menschlich. Das heißt aber nicht das es richtig ist.

Da Du aber sogar einräumst ein gebranntes Kind zu sein, kannst Du auch nicht mehr objektiv urteilen.

P.S.

Das ganze als "Gerechtigskeitstrip" zu verunglimpfen finde ich im Übrigen nicht korrekt.

War das Wahlrecht für Frauen nur ein "Gerechtigkeitstrip" von dem man wieder runterkommen soll?

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