Zu viel Lohnsteuer zurückbekommen, vieeel zu viel

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von bellesarah 06.04.11 - 14:10 Uhr

Hmm, was würdet ihr tun wenn ihr viel zu viel Lohnsteuer zurückbekommen hättet? So eine große Summe, das es wirklich nicht sein kann! Auf dem Bescheid steht es schwarz auf weiss , und das Geld ist auch schon auf dem Konto .... #augen

Beitrag von thea21 06.04.11 - 14:20 Uhr

Wieviel ist denn für dich viel!?

Beitrag von coppeliaa 06.04.11 - 14:29 Uhr


melden und um überprüfung bitten. wenn es wirklich viel zu viel(!) ist und sie dir später draufkommen kannst du immense schwierigkeiten bekommen.

lg

Beitrag von landmaus 06.04.11 - 15:08 Uhr

Was sollen denn diese immensen Schwierigkeiten sein?

Beitrag von kati543 06.04.11 - 15:13 Uhr

Na Rückzahlung natürlich. Und falls man das Geld schon ausgegeben hat, wird es übel.

Beitrag von coppeliaa 06.04.11 - 15:28 Uhr


falles es sich um große(!) summen handelt ev unterschlagung. und damit wäre nicht zu spaßen.

Beitrag von landmaus 06.04.11 - 15:34 Uhr

Na Du bist ja lustig, wo soll den Raum für eine Unterschlagung, die bei kleinen wie großen Summen möglich ist, sein, wenn sie doch einen entsprechenden Einkommenssteuerbescheid bekommen hat. Da kann wohl nicht von einer rechtswidrigen Zuegnung gesprochen werden

Beitrag von oberhuhnprillan 06.04.11 - 15:51 Uhr

Mhm, da wäre ich nicht so sicher, wenn der Fehler so offensichtlich ist ...

Beitrag von landmaus 06.04.11 - 16:01 Uhr

Na und? Der Bescheid ist gesetzt und rechtswirksam. Wo soll denn die Pflicht herkommen, dass Finanzamt darauf hin zu weisen. Die Offensichtlichkeit des Fehlers führt nur dazu, dass man auf keinen Fall mit Entreicherung argumentieren kann, wenn die Rückforderung kommen sollte.

Beitrag von oberhuhnprillan 06.04.11 - 16:14 Uhr

Ich hab gerade mal ein bisschen rumgelesen. Es gibt da § 129 AO hinsichtlich offenbarer Unrichtigkeiten. Aber wenn ich das richtig verstehe, kommt es darauf an, wie der Fehler entstanden ist.

Aber ob sich daraus eine Pflicht ergibt, den Fehler anzuzeigen ... keine Ahnung.

Beitrag von kati543 06.04.11 - 15:53 Uhr

Also als Unterschlagung würde ich das vielleicht auch nicht titulieren, aber gravierende Fehler fallen immer auf.

Beitrag von landmaus 06.04.11 - 15:12 Uhr

Tja, wenn es wirklich nicht sein kann, würde ich wahrscheinlich den überzahlten Teil parken und warten, ob das Finanzamt noch drauf kommt. Möglicher Rückforderungszeitraum sind hier - glaube ich - 10 Jahre.

Wenn es Dich nervös macht und Du Dich schlecht fühlst, gib Bescheid und lass es überprüfen. Guter Schlaf mit ruhigem Gewissen ist durch kein Geld der Welt zu ersetzen.

Beitrag von catch-up 06.04.11 - 15:26 Uhr

Ich würd auch noch mal dort anrufen und fragen, ob das alles seine Richtigkeit hat!

1. Kannst du nachts besser schlafen
2. wird dir deine SB ihr Leben lang dankbar sein
3. du hast ne gute Tat getan!

Und drauf kommen tun sie früher oder später, da kannste einen drauf lassen!

Beitrag von joy1975 06.04.11 - 15:58 Uhr

Ehrlich, ich würde es behalten und erstmal parken, zumindest die nächsten 3-4 Jahre. Kann gut sein, dass sie es nie merken.
In meiner Familie gibt es da so einen "Klassiker". Meine Mutter (Finanzbeamtin) hat schon in frühen Jahren ihres Berufes immer die EKSt Erklärung für meine Großeltern gemacht. Damals lebte von meinen Onkels/Tanten nur noch ein Kind zuhause, dass dann entsprechend bei der Erklärung mit angegeben wurde.
Irgendjemandem beim Amt ist bei Eingabe der Daten aber ein Fehler unterlaufen und statt "1" wurden "10" Kinder berücksichtigt. Da gabs natürlich auch richtig ordentlich Kohle zurück.
Meine Mutter hat sich über den Fehler der Kollegin kaputtgelacht (war ein anderes Finanzamt, man kannte sich nicht persönlich) und meine Großeltern sind davon fett in Urlaub gefahren. Gut, das war vor 30-40 Jahren, aber häufig merken so Ämter das auch im Nachhinein nicht unbedingt. Meine Mutter arbeitet immer noch im EKSt-Bereich (sehr praktisch, ich kriege jedes Jahr ziemlich hohe Beträge zurück, da sie natürlich jeden "Trick" kennt) und was sie da immer mal so erzählt... ok, keine Interna. :-p

Beitrag von bellesarah 06.04.11 - 16:05 Uhr

Ok, hier die Zahlen;

4.728,00 EUR einbezahlte Lohnsteuer laut Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung

21.936,46 EUR erstattete Lohnsteuer laut Bescheid

Das Elster Programm hat vor der Abgabe der Erklärung natürlich eine kleinere Rückzahlungssumme im Hunderterbereich berechnet.

Beitrag von landmaus 06.04.11 - 16:08 Uhr

Wow, das ist viel mehr, als mir vorgeschwebt ist.

Da revidiere ich doch glatt meinen Rat. Anrufen und neu berechnen lassen. Bei den Summen hast Du ja keine ruhige Minute mehr.

Beitrag von 16061986 06.04.11 - 16:10 Uhr

Ui das is ja ein haufen. da würd ich auch nochmal anrufen und nachfragen und das geld vorerst einmal stehen lassen und warten was noch weiter raus kommt weil bei soooo einer großen summe kann wirklich was nicht stimmen

Beitrag von anna031977 06.04.11 - 17:18 Uhr

Hast Du einen Sachbearbeiter?
Dann rufst Du an und sagst: wenn Sie versprechen mich zum Essen einzuladen, dann verrate ich Ihnen ein Geheimnis

Hast Du eine Sachbearbeiterin?
Gegen einen Gutschein von meinem Lieblingsitaliener, Griechen, was auch immer, verrate ich Ihnen ein Geheimnis...

Soll natürlich ein Scherz sein, aber lockert die Atmosphäre auf. Kannst ja sagen, dass Du Dich über diesen unverhofften Reichtum sehr freust und dann darauf hinweisen, dass die Rückzahlung die Lohnsteuer um das 5-fache übersteigt...aber trotzdem glaubst, dass es für alle Beteiligten besser ist das nochmal durchzuschauen....

So würde ich es machen und so hab ich es auch schon gemacht, als ich bei der Beihilfe mal mehr als doppelt soviel ausbezahlt bekam, wie die Belege wert waren....

Auch beim Essen gehen, sag ich es immer wenn sich die Bedienung verrechnet, egal zu wessen Gunsten...

Schließlich hab ich noch zu erzählen, dass ich ma 60 DM, also einen Fuffi und nen Zehner zusammengefaltet auf nem Weg gefunden habe. Ich habs ins Fundbüro gebracht und nach 6 Monaten ging es in meinen rechtmäßigen Besitz über, ohne schlechtes Gewissen.


Aber letztendlich muss es jeder mit seinem Gewissen vereinbaren.

Man träumt immer von einem solchen Fehler, aber wenn er dann passiert ist man doch aufgewühlt.

lg

Beitrag von birti 07.04.11 - 09:12 Uhr

Hi bellesarah,

da kann man beim besten Willen nicht mehr sagen, dass Ihr das "nicht hättet merken können" oder so ähnlich.

Ich würde kurz von der Kohle träumen, ihr gedanklich nachwinken und sofort das FA anrufen. Dass hier ein Fehler vorliegt, ist mehr als offensichtlich.

Hach, das ist traurig.

b.

Beitrag von litalia 07.04.11 - 09:45 Uhr

ich würde es beiseite packen und gut.

die 10 jahre der verjährung würde ich gemütlich aussitzen ;-) (wenns denn 10 jahre sind)

Beitrag von thea21 07.04.11 - 11:13 Uhr

Das Problem ist, das eine solche Summe ja "auffällt" und kommt das Finanzamt dahinter, nach meinetwegen 3 Jahren (noch nicht verjährt also), dann gibt es mächtig eins auf den Knüppel, weil das dann nämlich in die Sparte Steuerhinterziehung fällt und nicht unempfindlich bestraft wird.

Und ehrlich, 10 Jahre schwitzen für Geld was ich nie hätte besitzen "dürfen"?

10 Jahre = 120 Monate...

Pack jeden Monat 100 Euro beiseite, hätteste in 10 Jahren auch 12000 Euro und die könnteste sogar ohne Schweißperlen im Schlüpper behalten.

Beitrag von bruchetta 06.04.11 - 16:07 Uhr

Mich würde mal interessieren, wie sie das im Nachhinein merken sollten.

Die Steuererklärung wurde abgeschlossen, der Bescheid ist raus, das Geld auch, das sollte dann doch zu den Akten gelegt werden, oder?

Es ist ja nicht so wie mit einer Kassenabrechnung, wo nachher Geld fehlt!

Beitrag von landmaus 06.04.11 - 16:09 Uhr

Soweit ich weiss kann man die alten Steuererklärungen bei der nächsten Erklärung im Computersystem zumindest in der Summe sehen. Da würde eine solche Diskrepanz dann deutlich.

Beitrag von kati543 06.04.11 - 17:00 Uhr

"Die Steuererklärung wurde abgeschlossen, der Bescheid ist raus, das Geld auch, das sollte dann doch zu den Akten gelegt werden, oder?
Es ist ja nicht so wie mit einer Kassenabrechnung, wo nachher Geld fehlt! "
Oder...
Du hast schon mitbekommen, dass die TE mehr Geld an Steuern zurückbezahlt bekommen hat, als sie überhaupt gezahlt hat... ein vielfaches mehr.
Es gibt heutzutage überall Kontrollen. Nicht umsonst ist so ein Bescheid auf Jahre hinweg vorläufig.

Der nächste Punkt ist dann das nächste Jahr. Beim nächsten Jahr wird die "Akte" des alten Jahres definitiv wieder hervorgeholt, Unterlagen daraus verglichen,...

Dann überprüft ja das FA heutzutage auch alle größeren Geldeingänge auf das Konto und könnte da auch stutzig werden.

Beitrag von fuxx 06.04.11 - 16:57 Uhr

Ohh, ich glaube über so einen Fall haben wir seinerzeit mal in einer Vorlesung gesprochen. Ich glaube hier gibt es auch eine Verjährung (keine Ahnung wie lange). Alle Kursteilnehmer hatten sich gewünscht, dass dem Finanzamt mal so ein Fehler passiert....

Schwierige Frage, die Summe ist ja schon so krass überhöht, dass man nicht mal eben den Mund halten und abwarten kann.

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