Ratschläge????

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von heimchen82 06.04.11 - 19:37 Uhr

Sorry für´s Crossposting, aber im anderen Forum bekomme ich keine Antwort!

Hallo :-)

Louis ist 2,5 und hat seinen Wollen entdeckt. Mich würde mal intererssieren, ob Ihr anders reagiert hättet:
Waren den Nachmittag auf dem Spielplatz und mein Sohn hat echt schön gespielt. 2 mal wollte er weglaufen, aber nach der 1. Aufforderung kam er auch zurück. Dann habe ich gesagt, dass wir gleich gehen. Meine Freundin und ich haben dann kurze Zeit später eingeräumt - kein Thema. Wollten dann gehen und da rastet Louis aus - volles Programm: Schreien, auf den Boden werfen, mit Sand schmeißen. Wollte ihn an die Hand nehmen > er will mich beißen. Habe ihn mir dann ganz ruhig unter den Arm geklemmt (das er mich nicht Beißen/Hauen kann) und bin mit ihm zum Auto. Natürlich unter den Blicken der anderen Müttern etc Und louis schreit echt laut Die Fahrt nach Hause hat er noch weiter geschrein, bei uns in der Straße war er wieder ruhig....
Hättet Ihr an irgendeinem Punkt anders reagiert? Wäre für Anregungen dankbar.

LG, Jenny

Andere Situation: Montag hatten wir einen Termin beim KiA. Louis hat den selben Terz gemacht wie oben beschrieben, er hat sogar etwas gespuckt Alles Beruhigen, Festhalten etc hat nicht geholfen.Habe ihn dann "mit Gewalt" angezogen - draußen war dann auch wieder alles okay.....

Beitrag von twins 06.04.11 - 20:49 Uhr

...unterm Arm geklemmt.....kenne ich auch#rofl und die anderen Mütter im Kiga haben mich angeschaut, als hätte ich die Pest#schwitz.

Aber manchmal hilft gut zureden nicht, um bockige Kinder nach Hause zu bringen....die wollen dann einfach nicht.
Ich habe dann meinen Sohn mal zur Brust genommen und es ist nie wieder passiert.

Grüße
Lisa

...mache Dein Ding und denke nicht nach, was andere denken!!!

Beitrag von heimchen82 06.04.11 - 21:36 Uhr

Habe auch das Gefühl, dass ihn gut zureden & ihn festhalten noch wütender machen... #gruebel Da hilft echt nur durchsetzen....

LG

Beitrag von twins 06.04.11 - 21:51 Uhr

Unser Junior ist am Abend hin und wieder mal richtig stinckig...aber nur weil er müde ist. Und da hilft gar nichts, einfach nur ins Bett, Bussi und gute Nacht. Alles andere macht ihn dann narrisch.

Ich finde solche Eltern eher witzig, die in solch einer Situation gut zureden, betüteln,....und die Kinder flippen immer mehr aus....aber die ruhige Tour muss durchgesetzt werden. Ich frage mich nur, ob es die sanfte Erziehungsmethode ist oder nur Angst vor der Umwelt.

Wenn wir im Media Markt gehen und er will unbedingt eine DVD haben und macht einen Larry....dann kommt er ins Auto. Das haben wir 1x gemacht und nie wieder Probleme gehabt. Sonst ist er einfach zu handhaben, nur im Media Markt bekommt er seinen Dickkopf....ist halt der Spielwarenladen für Männer, gell.

Grüße
Lisa

Beitrag von sunflower.1976 06.04.11 - 21:36 Uhr

Hallo!

Mein kleiner Sohn (auch 2,5) hat einen extrem starken Willen. Das ist erstmal ganz neu für mich, denn sein großer Bruder war längst nicht sooo heftig.

Ich hätte genauso reagiert, wie Du. In solchen Situationen hilft viel reden nicht sondern nur Handlungen.

Insgesamt versuche ich schon, zu erklären, warum wir etwas machen, er etwas nicht machen darf usw. Aber wenn er erstmal angefangen hat zu brüllen, bringt das gar nichts.

Wenn ich merke, dass eine "Brüllattacke" kommen wird, bringt es manchmal was, wenn ich seine Gefühle in Worte fasse, also im Beispiel mit dem Spielplatz sage, dass er noch weiter spielen möchte, traurig ist, dass wir gehen #bla Aber das geht nur, bevor er anfängt zu weinen. Naja, weinen ist schon harmlos....er brüllt als würde ich ihn verprügeln.

Aber irgendwann wird´s besser...

LG Silvia

Beitrag von misscatwalk 06.04.11 - 23:23 Uhr

nein , alles gut . Ich hätte genauso reagiert wie du . Trotzphase halt , kenne ich auch zu gut , hab sie schon zweimal durch . Mittlerweile bin ich was das angeht völlig realxt und kann mich sogar auch noch mit bockendem Kind unterm Arm munter weiter unterhalten ( bei den ersten hab ich aber meist auch noch so schnell wie möglich versucht die Flucht zu ergreifen um diesen Blicken zu entgehen ) mittlerweile stört mich das nicht mehr im geringsten wenn jemand blöd guckt .

Beitrag von merdl 07.04.11 - 09:39 Uhr

Ich hätte auch so reagiert. Wenn Kinder mal spinnen* oh man kenn das nur zu gut.

Unser kleiner ist 6 und tut es heute noch. Bestes Beispiel gestern:
Fussballtraining, Papa hat sich extra Zeit genommen um mal wieder mit ihm hinzugehen. Ich denke alles ist ok..auf einmal kommen sie zurück. Mein Mann stinksauer, rauscht an mir vorbei und der kleine wird ins bett geschickt.

Dann erzählt er mir. der kleine wollte die kurze Sporthose nicht anziehen, lieber beim trainieren in Jeans sein ( was nicht geht) und hat ein Zirkus gemacht mit heulen, brüllen usw.
Der Trainer und alle anderen schauten schon komisch und er fragte dann, was sei? Mein Mann nur: er will das nicht anziehen, also gehen wir jetzt wieder, hat er eben kein Fussball. Der Trainer sagte ja das wäre das beste, denn das geht so nicht.

Manchmal frage ich mich was in den ihren Kinderköpfen vor sich geht.

Beitrag von fbl772 07.04.11 - 10:09 Uhr

Hallo Jenny,

1000 Kinder, 1000 verschiedene Ratschläge wie es funktionieren kann ...

Ich versuche bspw. viel mit Humor und Ablenkung, so dass möglichst wenige derartige "Schlüsselszenen" passieren. Ich versuche schon vorher ein wenig drauf zu achten, in welcher "Stimmung" mein Kleiner aktuell ist. Ich kündige ganz viel an und teste ob sich über Ablenkung was vermeiden lässt.

Beispiel: Spielplatz, er spielt und ich will nach hause

Möglichkeit 1: es reicht wenn ich sage, dass wir gehen ... selten
Möglichkeit 2: ich mache ein Spiel mit ihm (was er halt gerne macht, fangen spielen, Spielzeug zählen ... was ganz oft funktioniert)
Möglichkeit 3: ich besteche - z. B. "oh, ich hab die Gummibärchen im Auto liegen lassen - ob die jetzt schon in der Sonne geschmolzen sind" oder sowas
Möglichkeit 4: ich lasse mich breitschlagen und vereinbare eine Verlängerung (aber nicht zeitlich, sondern - noch 2x auf den Kletterturm oder 3x rutschen oder sowas)

Vielleicht ist irgendwas dabei, was du auch mal probieren willst. Ist mein Streßpegel auch hoch (z.B. beim einkaufen), dann klemm ich ihn mir auch unter den Arm :-)

VG
B

Beitrag von raena 07.04.11 - 11:16 Uhr

Hallo Jenny,

hätte ich genauso gemacht.

Allerdings habe ich noch nen Tipp um vielleicht das ganze zu verhindern bzw. zu mildern.

Bereite deinen Sohn gut darauf vor und warne ihn rechtzeitig, dass jetzt das Spielen bald vorbei ist.

Gerade weil er so "echt schön gespielt" hat ist es ganz wichtig ihn rechtzeitig aus dem spiel zu holen. Kinder in dem Alter haben ein Problem mit den Übergängen von einer Aktion/Situation in eine anderen.

Das nächste Mal, geh auf ihn zu, bekomm seine Aufmerksamkeit, sag ihm dass ihr bald geht und dass er noch "dreimal rutschen kann" "noch die Sandburg fertigbauen kann" "noch einmal schaukeln kann"...... dann hat er ein Abschlussereignis, das er bewußt angeht und ihm hilft die Situation zu beenden.

LG
Tanja

Beitrag von maischnuppe 07.04.11 - 16:42 Uhr

Nö, alles gut. Manchmal verkürzt Handeln das Geschreie. Ansonsten geht der Zirkus endlos weiter. Nur hinterher auch nicht gross thematisieren, das können sich die Zwerge eh nicht einprägen und mit dem "eigenen Willen" müssen sie ja auch ersteinmal umzugehen wissen.
*ohm*;-)
LG
Schnuppi