wie lange habt ihr voll gestillt?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Wann soll ich mit dem Abstillen beginnen und mit Beikost starten? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von anne-maus 06.04.11 - 21:28 Uhr

guten abend liebe mamis :-)

ich beschäftige mich momentan sehr viel mit dem thema beikost.
meine tochter ist 5 1/2 monate und wird voll gestillt. ich wollte sie bis sie 7monate ist weiter voll stillen. ist das realisierbar? bestimmt, oder?
ich werde dann mit dem mittagsbrei beginnen wollen und nach 3-4 wochen soll sie abends brei bekommen. dann wäre sie ca 8monate.

wird es denn reichen, wenn die anderen mahlzeiten bis dahin gestillt werden? ich lese hier so viel über frauen, die ihren babys mit 4,5 oder 6 monaten schon brei geben. deshalb frage ich mich, ob ein kind was mit 7monaten noch voll gestillt wird und mit 8monaten 1 beikostmahlzeit und eine eingeführte (also vielleicht grade mal halbe) mahlzeit bekommt, trotzdem satt wird?

wie habt ihr das gemacht und wann habt ihr mit dem zufüttern begonnen?

bin gespannt auf eure antworten!

LG, anne mit #baby cassandra (24 wochen)

Beitrag von zweiunddreissig-32 06.04.11 - 21:52 Uhr

Wenn deine Kleine nicht meckert, dann wird sie satt auch ohne Beikost. Der hat ja viel weniger Kalorien als Mumilch und heisst deshlab Beikost, weil die Muttermilch bzw. Flaschenmilch das erste Lebensjahr die Hauptnahrung sind und bleiben.

Ich hab mit 4,5 Monaten angefangen, weil mein Kleiner einfach soweit war. Die erste Zeit wurde sowieso noch dazu gestillt.

Beitrag von claerchen81 06.04.11 - 21:54 Uhr

Hi,

ich habe den Großen 10 Monate voll gestillt. Das war nicht geplant, er hat bis dahin keine Beikostreife gezeigt und ich habe ihm seine Zeit gelassen (nachdem sich die anfängliche Panik gelegt hatte). Söhnchen war immer propper und zufrieden, hat allerdings auch von Geburt an alle 2h gestillt. Insgesamt war er 14 Monate Milch-Junkie, 12 davon überwiegend, erst seit er bei der TaMu war, aß er - von da an aber mit unglaublichem Appetit.

Die Lütte lässt sich ähnlich an, bislang verweigert sie überhaupt irgendetwas anderes als ihre Hände oder meine Brustwarze in ihrem Mund #kratz. Aber sie hat ja auch noch reichlich Zeit. Mit 7 Monaten werde ich ihr mal ein Stückchen gekochtest Gemüse oder so in die Hand drücken, mal sehen, was sie dann macht.

Gruß, C.

PS: Was sind deinen Gründe für langes Vollstillen?

Beitrag von anne-maus 06.04.11 - 22:13 Uhr

hallo :-)

naja, um ehrlich zu sein habe ich das empfohlen bekommen. meine tochter ist allergiegefährdet, da ihr vater und ich auch an ein paar (wenigen) allergien leiden. ich finde es super, zu stillen und wir zwei genießen das vollkommen!

ich möchte das zufüttern aber langsam und schonend angehen, daher meine bedenken, dass sie nachher nicht satt wird, wenn sie mit 8monaten nur eine vollständige mahlzeit zugefüttert bekommt.

danke für deine antwort!

Beitrag von widowwadman 06.04.11 - 22:05 Uhr

Richte dich doch bitte nach dem Kind und nicht nach dem Kalender. Wenn es Interesse an fester Nahrung zeigt, dann ist es doch Schwachsinn das kuenstlich hinauszuzoegern.
Wenn sie kein Interesse hat ist ja ok, aber ich find's furchtbar sich vorzunehmen mindestens 8 Monate vollstillen zu wollen. Das ist doch kein Wettbewerb.

(Fwiw, wir haben BLW gemacht und meine Tochter fing mit 22 Wochen an auf Fingerfood herumzukauen, weil sie klar gezeigt hat, dass sie es wollte)

Beitrag von anne-maus 06.04.11 - 22:10 Uhr

hm??
ich sehe das doch nicht als wettbewerb - wie kommst du darauf?
ich möchte nicht aus prinzip vollstillen, sondern, weil ich es liebe, zu stillen! ich fragte nur aus interesse, ob ein baby auch satt wird, oder habe ich mich falsch ausgedrückt?
meine tochter kennt noch keinerlei andere nahrung -also zeigt sie auch kein interesse. sie findet es zwar witzig, mir dabei zu zusehen, wie ich mir das essen unter die nase schiebe, aber mehr nicht.

Beitrag von widowwadman 06.04.11 - 22:25 Uhr

Aber ist es nicht voellig egal ob es vollstillen oder teilstillen ist? Ich hab nur wegen des will "7 Monate vollstillen" reagiert - das ist nach Kalender gehen, sogar ein Monat laenger als allgemeine Empfehlungsrichtlinien sind, und die Frage steht, warum 7 Monate, und nicht einfach bis das Kind Interesse an anderem zeigt?

Ich hab insgesamt 18 Monate gestillt, 22 Wochen davon voll, und ab da hat sie halt auch auf fester Nahrung rumgelutscht. Mahlzeiten ersetzt haben wir nie, nur weiter zusaetzlich nach Bedarf gestillt

Beitrag von anne-maus 06.04.11 - 22:33 Uhr

ich muss mir termine setzen, sondern wird das nie etwas. ich bin wirklich so! und die who empfiehlt nunmal 7 monate bei allergiegefährdeten kindern (was meins ist).
ich würde niemals auf die idee kommen, meine tochter zu stillen, wenn sie verdeutlicht, dass sie nicht mehr will!!!
davon gehe ich allerdings nicht aus.
und wenn doch, werde ich es nicht erzwingen #schock das geht doch garnicht!

Beitrag von sarahjane 06.04.11 - 23:10 Uhr

Was einen etwaigen Allergieschutz betrifft, so reicht es neuesten Erkenntnissen nach, 4 Monate ausschließlich Frauen- und/oder hypoallergene Säuglingsmilch zu füttern.
Wobei Allergien meist nur aufgeschoben werden. Zudem können beide Milcharten nur vor ganz bestimmten Allergien schützen (wenn überhaupt).

Idealerweise startet man frühestens mit 5 Monaten, spätestens mit 7 Monaten mit B(r)eikost, zumal es nach dem 6. Monat zu Mangelerscheinungen beim Baby kommen kann (egal, ob vorher ausschließlich mit Frauen- und/oder Premilch ernährt).

Es wäre falsch, einem Kind B(r)eikost zu verwehren, nur weil eine Mutter es möglichst lange ausschließlich per Brust füttern möchte.

Das ist nicht böse gemeint, aber die Bedürfnisse eines Kindes sollten beachtet werden.

Überdies würdest Du ja erst nach und nach (in der Regel monatlich) eine Brustmahlzeit ersetzen, so dass noch einige Brustmahlzeiten übrig bleiben würden.

Und dass ein Kind sich nach und nach von der Brust der Mutter und/oder vom Milchfläschchen entwöhnt, ist ein ganz natürlicher Vorgang, ein wichtiger Entwicklungsschritt, über den man sich als Mutter freuen sollte.

Als Trost vielleicht noch dies:
So manches Brustkind möchte, nachdem alle Hauptmahlzeiten durch B(r)eikost ersetzt wurden, frühmorgens und nachts noch aus den mütterlichen Brüsten trinken. Es kann durchaus sein, dass es bei Deinem Kind auch so sein wird, und Du die Chance hast, es bis ins Grundschulalter hinein per Brust zu ernähren, wenn Du und das Kind dies möchten.

Beitrag von bilbo2007 07.04.11 - 09:45 Uhr

Hi,
mit dem Brei nach ca. 6 Monaten anfangen hat ja nicht unbedingt nur was mit sattwerden zu tun, sondern auch mit der tatsache, dass die muttermilch von der quallität her nachläßt. sprich, das baby braucht vermehrt eisen zum wachstum. die mumi kann diesen erhöhten eisenbedarf nicht mehr so gut decken. deshalb ist eben die empfehlung nach ca. 6 monaten mit brei anzufangen. ist ja eh, dass du am anfang fast nix ins baby reinkriegst und es ist wieder ein neuer schritt für die mäuse zum groß werden.
aber wenn du noch weiter voll stillen möchtest dann tu es einfach. es muss a auch dein bauchgefühl stimmen.

Beitrag von anne-maus 07.04.11 - 10:30 Uhr

ich verwehre meinem kind essen???? #rofl sorry, aber das ist jetzt nicht ernst gemeint?

das mit dem eisenbedarf weiß ich ganz speziell, dass das nicht stimmt. die muttermilch reicht volkommen aus, um den eisenbedarf bei einem säugling zu decken! (zumindest wenn man voll stillt!)

ich hätte gerne eine antwort auf meine frage (wie lange habt ihr voll gestillt?).

Beitrag von wunki 07.04.11 - 11:05 Uhr

Dass mit dem Eisenbedarf ist quatsch, wie du schon sagst. Es ist zwar wahr, dass das Baby weniger Eisen über die Mumi aufnimmt, aber das besser verwerten kann, wie Eisen aus normaler Kost (wurde mir erklärt).

LG Wunki

Beitrag von wunki 07.04.11 - 10:44 Uhr

Wir haben 7 Monate vollgestillt. Aber ich stille nach wie vor nach Bedarf. Er möchte auf jedenfall zum Mittagsschlaf gestillt werden sowie abends vorm Zubettgehen.Nach dem Zubettgehen stillt er abends/nachts ca. 5 Mal.

Warum sollte sie nicht satt werden? Vor allem muss man ja mal sagen, dass Brei usw weniger Kalorien hat wie Mumi.

Mein Sohn isst im Moment seeeeeeeehr schlecht was Brei angeht. Er isst mal hier ein Stückchen Banane und im Moment liebt er Brot, isst aber auch davon nicht viel. Aber stillen, das tut er hauptsächlich und er entwickelt sich super...er ist total fit. Ich mache mir keine Sorgen, dass er nicht satt wird. Schließlich ist er nun 10 Monate satt geworden...


LG Wunki

Beitrag von anne-maus 07.04.11 - 10:51 Uhr

danke für deine antwort :-)

ich hab jetzt nochmal die who empfehlung genau nachgelesen, weil mich einige mit mangelernährung hier verunsichert haben...
dort steht ausdrücklich, dass man MINDESTENS 6monate ausschließlich stillen soll.
klar würde ich ihr brei geben, wenn ich das gefühl hätte, sie verlangt danach.

aber ist schon lustig, dass man in einem STILLFORUM vorwürfe der art "essensverwehrung" bekommt ^^

ich bin gespannt, wie es weitergeht mit dem füttern zwischen meiner maus und mir :-)

Beitrag von krischi-1508 07.04.11 - 11:18 Uhr

Hallo Anne,

ich habe meinen Kleinen 6 Monate voll gestillt und dann mit Gemüsebrei mittags angefangen.
Momentan, mit 7,5 Monaten bekommt er auch nachmittags noch etwas GOB.

Er isst mittlerweile mittags eine ordentliche Prtion auf und wollte bisher danach trotzdem noch stillen, da er Tee oder Wasser verweigert hat. Seit 2 Tagen nimmt er jetzt den Tee aus nem Trinklernbecher. Ich wollte jegliche Flaschen vermeiden und es funktioniert ;-)

Wir haben jetzt also 2 Mahlzeiten "ersetzt", auch wenn mir das nicht so gefällt, er mag die Brust nach dem Brei nun nicht mehr. #heul

Mit den anderen Mahlzeiten warte ich noch etwas ab. Abendbrei gibts nicht vor dem 10. Monat, sonst ist mir die Milchmenge zu gering, die er zu sich nimmt. Das ist nämlich die Gefahr, wenn man zu viel Mahlzeiten ersetzt. Milch sollte das Hauptnahrungsmittel im ersten Lebensjahr sein.

Ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen. Ich habe mich sehr schwer getan, überhaupt mit Beikost zu beginnen. Ich kann die Mamas einfach nicht verstehen, die es gar nicht abwarten können, mit Brei zu beginnen. Mein Kleiner war immer zufrieden mit der Milch und mir ging es auch gut dabei. Jetzt sind wir viel abhängiger von der Uhr. Positiv daran ist natürlich, dass sich langsam ein Rhythmus einstellt.

Müsste Anton nicht mit einem Jahr in die Kita, hätte ich auch noch etwas länger gewartet. Das war mir aber zu riskant, ich hatte Angst, dass er das Essen dann nicht rechtzeitig lernt.


Hör auf dein Bauchgefühl, du machst das sicher alles richtig.
Alles Liebe, Krischi

Beitrag von anne-maus 07.04.11 - 11:29 Uhr

hallo krischi,

danke für deine antwort! ich geh auch wieder arbeiten wenn sie ein jahr ist und sie also in die krippe. deshalb muss sie bis dahin ja zumindest tagsüber abgestillt sein.
klar, mich reizt das schon ein bisschen, ihr mal ein löffelchen brei anzubieten :-) aber andererseits werde ich sie noch oft genug füttern können und das stillen hört irgendwann auf. außerdem weiß ich nicht, wozu man überhaupt brei gibt, wenn die muttermilch doch eigentlich noch ausreicht?
warum geben manche schon so zeitig den brei? deshalb dachte ich, ich frag mal nach, wie lange denn so die meisten frauen stillen.

ich muss gestehen, einige "antworten" hier machen mich traurig :-(

LG,
anne :-)

Beitrag von krischi-1508 07.04.11 - 11:42 Uhr

Das Füttern macht mittlerweile schon etwas Spaß, aber beim ersten Brei hab ich fast geheult. Das war schon das erste Abnabeln, er ist nicht mehr nur von Mama abhängig, sondern könnte von jedem gefüttert werden.
Ich weiß, ich hör mich an wie ne Oberglucke...

Warum es einige nicht abwarten können verstehe ich auch nicht. Ich habe auch Druck von allen Seiten bekommen, warum ich meinem Kind nix zu essen gebe, aber ich habe alle mit Argumenten überzeugen können. Sie haben mich machen lassen.

Ich verstehe nicht, warum einige lieber auf die veralteten Weisheiten von früher hören, anstatt sich zu informieren???
Bei einigen Mamas in meiner Krabbelgruppe habe ich das Gefühl, dass sie es gar nicht abwarten können, dass die Babys groß werden. Das ist ein schrecklicher Wettbewerb. Eine hat ihre Maus letztens hingesetzt und meinte ganz stolz, dass sie schon allein sitzen kann. Das ist nur ein Beispiel...

Ich reg mich nicht mehr auf, muss jeder selbst wissen.

lg #blume

Beitrag von anne-maus 07.04.11 - 11:49 Uhr

da geb ich dir recht! ich fühle mich so wohl ganz allein aus eigener kraft für mein baby sorgen zu können. ich bin nicht auf industrie und werbung angewiesen, sondern ernähhre mein kind von mir selbst! das ist ein so schönes gefühl und meine tochter und ich sind ein super eingespieltes team! ich gebe das ungern her. andererseits freue ich mich auch darauf, sie wachsen zu sehen und ihre fortschritte zu beobachten. doch solange man die möglichkeit hat, ist es doch schade, darauf zu verzichten.

erst recht, wenn die mutter entscheidet, mit der beikost anzufangen. ist ja ganz klar, dass man dem säugling feste nahrung gibt, wenn man das gefühl hat, er möchte sie.
aber warum können so viele nicht die wenigen wochen noch abwarten?
es muss jeder für sich entscheiden und ich bin wirklich froh, dass ich das privileg habe zu stillen und meine tochter allein damit über ein halbes jahr ernähren zu können.

#winke

Beitrag von krischi-1508 07.04.11 - 13:00 Uhr

Ja, für mich ist und bleibt es auch ein Wunder, wobei es das Natürlichste auf der Welt ist.

Es gibt mir ein sehr gutes Gefühl, etwas richtig zu machen und es schränkt mich auch in keinster Weise ein.

Auf das Stillen...#fest

Alles Gute #sonne

Beitrag von anne-maus 07.04.11 - 13:12 Uhr

jawoll #fest #huepf

dir auch alles gute!

#winke