meine kleine ist zu "sozial" Was kann ich tun?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von christine_20 06.04.11 - 22:06 Uhr

mein maus ist jetzt 5 jahre alt und wie die kindergartentante sagt "einfach durch und durch sozial"

kling ja im ersten moment total super, aber es wird mir jetzt einfach zu viel, bzw. ich hab so angst, dass es ihr zu viel wird.

mal ein paar beispiele, damit ihr versteht was ich meine:

- morgens steht sie ganz leise auf, zieht sich an und weckt mich erst dann, damit mama ja schön lang schlafen kann.... "die arme mama geht ja auch erst später als ich ins bett"

- während ich mich dann fertig mache deckt sie den frühstückstisch und wenn sie bemerkt das was fehlt, holt sie sich ihre jacke und fragt mich nach geld, damit sie schnell in den laden neben uns laufen kann um das zu kaufen (milch oder brot oder butter)

- im kindergarten angekommen schaut sie erst mal wer schon alles da ist und ob ein kind probleme hat wenn die mama geht.... ist dies der fall bleibt sie so lange bei dem kind und versucht es mit sich zu nehmen, damit es nicht so traurig ist

- hat sie mal ein spielzeug dabei im kiga (es gibt bei uns "spielzeug-tage) hat sie es spätestens bis mittag jemandem geschenkt, da derjenige das gerne hätte.... egal ob es ihr liebslingsspielzeug ist.... "carolin hat nicht so eine schöne puppe zu hause und ich hab ja noch so tolle kuscheltiere mit denen ich auch spielen kann...." (natürlich muss sie beim abholen das spielzeug wieder zurückholen auf meinen befehl hin, sonst geht das irgendwann zu weit) dann ist sie aber ewig traurig und hat einmal sogar ihre puppe zu ihrer freundin geschmuggelt, damit ich es nicht mitbekomme...

- beginnt ein kind im kiga ein anderes zu schlagen... geht sie gleich dazwischen und bekommt alles ab.... "mir tut das nicht so weh, wie der kleinen leonie"

- nach dem kiga läuft sie schnell nach hause zu ihrem bruder (6 Monate), damit der kleine ja nicht zu lange ohne sie ist, er könnte ja sehnsucht nach ihr haben

- gibt es süßigkeiten im kiga, verschenkt sie di sofort wenn sie jemand fragt... sie sagt dann "der hat das lieber wie ich..." obwohl ich genau weiß, dass es ihr schwer fällt darauf zu verzichten...

- sie wurde bei der geburtstagsfeier einer freundin eingeladen, hat aber gesehen dass ein anderes mädchen traurig war, weil es nicht eingeladen war.... dem hat sie dann die einladung weitergegeben (obwohl sie sich soooo auf die geburtstagsfeier gefreut hat) wir (kiga-tante und ich haben ihr dann versucht zu erklären, das das nicht geht, dann war sie aber endlos traurig, dass sie nicht helfen konnte)

- wenn sie sieht dass ich müde bin, versuch sie stundenlang mit ihrem bruder zu spielen "dann kann mama sich ausruhen..."

- neulich kam sie heulend aus dem kindergarten, weil ein junge gemein zu einem anderen kind war...

- im kiga müssen beim spazierengehen reihen gemacht werden.... dann dürfen die kinder wählen mit wem sie gehen möchten.... meiner kleinen ist schnurzegal wer sie auwählt oder ob sie überhaupt erwählt wird, wichtiger ist, dass ihre besten freunde ja zusammen gehen können....

- einer ihrer freunde hat in die hosen gemacht und sich mega geschämpt, dann ist meine kleine mit ihm zur tante und hat gesagt, dass sie ihn mit wasser bekläckert hat und das das gar nicht pipi ist....

- niemals, wirklich niemals würde es ihr in den sinn kommen ein anderes kind bei der tante zu verpetzen, aus angst das könnte dann geschimpft werden (auch nicht, wenn es ihr weh getan hat....)

- bei den vorschulübungen kam ihr banknachbar nicht ganz mit, dann hat sie ihm alle aufgaben gemacht und konnte ihre nicht mehr richtig erledigen

- beim mittagessen ist für sie wichtiger dass es die leibspeise der anderen gibt, als ihre "weil die das ja sooo gern haben...)

die liste könnte ich noch ewig lange so weiter führen.

ich hab einfach angst, dass es ihr alles zu viel wird, da sie bei ihren ganzen guten taten ihre eigenen bedürfnisse immer hinten an stellt....

geht es jemadem ähnlich oder hat jemand eine idee, was ich machen könnte?

glg
Christine

Beitrag von mamavonyannick 06.04.11 - 22:15 Uhr

Hallo,

also ich kenne das nicht. Und während ich die ersten Beispiele noch ganz süß fand, find ich das Verhalten deiner Tochter jetzt so eigenartig, dass ich gar nciht glauben kann, dass das wahr ist (Will dir nicht unterstellen, dass du lügst). Ich frage mich, ob das ein Fall für den Kinderpsychologen ist.#kratz

vg, m.

Beitrag von christine_20 06.04.11 - 22:26 Uhr

hallo,

genau das selbe hab ich mich auch schon gefragt und erstmal mit der kindergartentante gesprochen wie sie das sieht... sie meinte die kleine wäre einfach nur "durch und durch sozial" und würde schon irgendwann erkennen, dass sie auch auf sich selbst achten müsste....

... aber da ich darauf ja nicht warten will und angst habe dass das dann ein großer schock für sie wird, wollte ich auch schon zum psychologen mit ihr um sie langsam darauf vorzubereiten...

und genau das werde ich auch machen. ich werde morgen mal mit meiner kinderärztin sprechen, ob sie mir eine empfehlen kann....

ganz liebe grüße
Christine

Beitrag von mamavonyannick 06.04.11 - 22:29 Uhr

Vllt antwortet dir ja noch jemand hier, der dahin gehend ausgebildet ist. Ist sicher besser, als meine Laienmeinung. Ich wünsch euch alles Gute.

vg, m.

Beitrag von maya2308 06.04.11 - 22:28 Uhr

Okay....
da gibt es mehrere Möglichkeiten...

1. deine Tochter ist ein Alien
2. deine Tochter ist ernsthaft krank und muss dringend zum Doc.
3. meine Tochter ist ein Alien (weil so ganz anders als deine!!!!)
4. du erzählst uns einen vom Pferd
5. wir haben immer noch den 1. April (was NR. 4 mit einschließt)
6. ich seh das alles zu eng, und dein Fall ist völlig normal
...

LG

Beitrag von christine_20 06.04.11 - 22:36 Uhr

hi,

nein, meine tochter ist kein alien und warscheinlich auch dein nicht.

dass sie ernsthaft krank ist bezweifle ich, aber es kann gut sein, dass sie ein psychisches problem hat, was allerdings eher ein grund zu großen sorgen ist und nicht zum lachen.

ich werde mich gleich morgen informieren, damit ich bald eine sprechstunde bei einem psychologen bekomme.

LG

Beitrag von josili0208 07.04.11 - 00:15 Uhr

Ich glaube auch, was andere Kinder (meine zB.) zu wenig haben, hat Deine zuviel. Sowas nennt man emotionale Intelligenz, und ja, ich würde Dir auch dringend empfehlen, einen Psychologen zu suchen, da Deine Tochter früher oder später übelst ausgenutzt werden wird :-( so traurig das auch ist. Für mich hört es sich so an, als hätte sie ein Problem mit ihrer eigenen Wahrnehmung, sie fühlt sich selber nicht.
Alles Liebe, jo

Beitrag von 221170 06.04.11 - 22:32 Uhr

Viele gleichgesinnte wirst du wohl nicht antreffen....

Normal finde ich das nicht und geradezu unglaublich.

Beitrag von mausimaus18 06.04.11 - 22:34 Uhr

ganz klar psychologe sonst wird deine maus irgendwann eiskalt mit der realität konfrontiert und verliert den guten glauben an die mitmenschen und wird misttrauisch oder sogar böswillig?!


das kann spätfolgen im erwachsenenalter haben, die sich mit verhaltensauffälligkeiten bemerkbar machen

alles gute

Beitrag von christine_20 06.04.11 - 22:38 Uhr

danke,

das bestärkt mich in meiner meinung.

wie gesagt werde ich mich gleich morgen darum kümmern um sie von einem psychologen ansehen zu lassen.

ich kann mich gerne wieder melden wenn ich genauere weiß

Beitrag von mausimaus18 06.04.11 - 22:46 Uhr

ja mach das bitte, ich bin familienpflegerin und habe es schon häufig erlebt, das kinder sich in eine "erwachsene rolle" schieben, sprich sich selbstlos hinten anstellen um andere glücklich zu machen, wenn sie das in der elterliche beziehung( mutter macht alles für den mann und kümmert sich um sich gar nicht ode rnur gering) mitbekommen haben. oder es anderswo erlebn, dass solch ein verhalten anerkannt wird. ( das beispielu MUSS ja nciht auf dich zutreffen)

du solltest ihr erklären, dass ihr verhalten nicht gut ist und das es menschen gibt, die ihr verhalten ausnutzen! bitte kindergerecht!

halt mich auf dem laufenden


lg

Beitrag von lisasimpson 06.04.11 - 22:35 Uhr

seit wann fällt dir das so auf?
war das schon vor dem Geschwisterchen oder erst mit der Schwangerschaft?
Gab es Ereignisse, die sie mitbekommen hat wie krankheiten in der familie- sowas wie einen "ausfall" bei dir- durch krankheit oder etwas, was dich gebunden hat- depression, tod eines verwandten...

Es hört sich sehr stark danach an, daß deine tochter gelernt hat, sich voll und ganz zurückzunehmen und es als positiv erlebt, ihre eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken.

ich würde auf jeden fall darauf achten, wann und wie sie selbst für sich sorgt (tut sie das durch diese altruistisches Gehabe oder hat sie andere strategien). jede andere Strategie würde ich sofort belohnen ihr sofort Zuspruch für geben und sie sofort zum ziel kommen lassen.
Den Altruismus würde ich ignorieren (ich gehe jetzt davon aus, daß dieses verhalten noch nicht immer so massiv ausgeprägt war).
Sollte das schon länger als 6 monate so massiv auffallen, würde ich auch dazu raten das nochmal mit einem fachmann/frau zu besprechen.

wie erklärst du dir denn ihr verhalten?

lisasimpson

Beitrag von christine_20 06.04.11 - 22:42 Uhr

hallo und danke fürs ernst nehmen.

es ist jetzt seit ca. einem halben jahr so, manchmal mehr manchmal weniger.

deine tipps sind gut und ich werde sie versuchen umzusetzen.

wie ich hier sehe scheint es wirklich außergewöhnlich zu sein und ich werde mich gleich um einen termin bei einem psychologen bemühen.

vielleicht finden wir dann auch den grund und wir können uns das verhalten erklären und eine lösung finden.

ich werd mich bei dir melden!

glg
Christine

Beitrag von arielle11 06.04.11 - 22:36 Uhr

Hallo!

Mal davon ab, das ich Deine Tochter mehr als nur merkwürdig finde, was ich aber ehrlich nicht ganz glauben kann.

Wie alt ist Dein Kind? 6 oder 5?

Weißte, wer so einen Thread verfasst, sollte immer schön bei der Wahrheit bleiben.

Denn Deine Vk und das Alter was Du in dem Thread geschrieben hast, stimmen nicht so ganz.

arielle

Beitrag von christine_20 06.04.11 - 22:43 Uhr

Hallo Arielle,

meine Tochter ist 5 Jahre alt, wird im Dezember 6. Ich weiß jetzt leider nicht warum ich dich damit irgendwie beleidigt haben sollte dass du mich so anfahren musst, aber was solls.

liebe grüße
Christine

Beitrag von arielle11 06.04.11 - 22:46 Uhr

Worin siehst Du denn jetzt eine Beleidigung? #kratz

Warum steht denn in der Vk das sie 6 ist?

arielle

Beitrag von christine_20 07.04.11 - 18:01 Uhr

beileidigung deshalb, weil mir vorgekommen ist, dass du dich angegriffen gefühlt hast.

keine ahnung warum da 6 steht, kann gut sein, dass urbia das so macht? ich werde mich erkundigen. hab grad nachgeschaut, aber auch ihr geburtsdatum hab ich richtig eingegeben.

liebe grüße
Christine

Beitrag von christine_20 06.04.11 - 22:44 Uhr

achso und was ich noch kurz bemerken wollte.

es tut weh, wenn du jemanden als merkwürdig bezeichnest, es wäre vielleicht besser ihr verhalten als merkwürdig zu bezeichnen.

liege grüße

Beitrag von arielle11 06.04.11 - 22:48 Uhr

Ok den Schuh ziehe ich mir an.

Ich finde das Verhalten Deiner Tochter merkwürdig, denn normal ist das nicht!

arielle

Beitrag von christine_20 06.04.11 - 22:50 Uhr

hallo arielle

und genau deshalb mach ich mir ja die sorgen! auch mir kommt das nicht normal vor.

aber ich werde mich darum kümmern und bin ganz optimistisch das ich das in den griff bekomme.

christine

Beitrag von asile 06.04.11 - 23:22 Uhr

Hallo,

also ganz so ungewöhnlich ist es nun auch nicht.
Es reihen sich viele Dinge aneinander, die aber viele Eltern beim genaueren Nachdenken des eigenen Kindes auch aufreihen könnte.

Ich bin Erzieherin und Heilpädagogin, ich erlebe häufiger Kinder die "übereifrig " reagieren und sich eher zurücknehmen.

Alle von Dir benannten Punkte hab ich in einem normalen Kitaalltag schon erlebt, mal mehr- mal weniger oft.

Bei manchen Kindern ausgeprägter als bei anderen.

Ich denke auch, dass es viel mit der Geburt des Geschwisterkindes zu tun hat und eine Art Phase darstellt.
Man kümmert sich automatisch mehr um ein Neugeborenes, da versucht dann das ältere Kind alles recht zu machen.
Jedes Kind kompensiert diese Art der Aufmerksamkeit anders, die einen fangen an zu bocken, die anderen nässen wieder ein andere entwickeln Ängste usw.usw....

Meine Jüngste hat streckenweise auch solche Phasen und kümmert sich viel und fürsorglich um andere.

Man kann das aufbauschen oder auch einfach nur beobachten und abwarten, denn meist kommen und gehen solche Phasen von ganz allein.

Du kennst Dein Kind am Besten, hast Du das Gefühl sie sei unglücklich oder müsse dies tun um Aufmerksamkeit zu bekommen ???

Viele Grüße asile

Beitrag von christine_20 06.04.11 - 23:25 Uhr

hallo,

damit ihr mich richtig versteht:

meine kleine rennt jetzt nicht den ganzen tag rum und schaut nach wo sie denn helfen könnte. das alles waren die sachen, die in den letzten 6 monaten passiert sind. ansonten ist ihr verhalten ganz "normal". es gibt tage und wochen wo sie nichts von den genannten beispielen gemacht hat.

auch sie zickt rum, wenn sie mal nicht den kinderfilm schauen darf den sie gerade will, wenn mama mal bügeln muss anstatt mit ihr zu spielen oder wenn sie keine lust hat abends ins bett zu gehen usw. eben so, wie warscheinlich eure mäuse auch

es sind aber eben die genannten sachen, di mich schon sehr beunruhigen auch wenn sie nur sporadisch auftreten, da man das bei anderen kindern nicht so bemerkt....

auch im kindergarten ist sie mal mürrisch, mal sauer, mal gut gelaunt.... deshalb hat die tante auch gesagt es sind eben manchmal so phasen.

trotzdem lass ich das natürlich abklären.

liebe grüße
Christine

Beitrag von zahnweh 07.04.11 - 01:30 Uhr

Hallo,

da sie ab und zu rumzickt, ist das schon mal ein ganz guter Ausgleich :-)

Als ich deinen ersten Text gelesen habe (oben), fand ich es auch etwas seltsam "besonders beachtens wert" mal einen Blick drauf werfen...

Da sie aber durchaus ihre "Zickzeiten" hat, bin ich beruhigt.

Wichtig ist, dass sie weiterhin Kind sein darf und nicht in der "Erwachsenenrolle gehalten wird". Also so gemeint:
"ich freue mich, dass du kurz in den Laden gehen möchtest. Das können wir gerne zusammen machen."
"es ist lieb von dir, dass du mich morgens schlafen lässt. Du darfst mich sehr gerne wecken. Ich freue mich, wenn ich dich höre"

also sagen, dass a) nichts falsch macht b) du ihr lieb gemeintes Verhalten würdigst c) du sie auch dann lieb hast, wenn sie es nicht macht! d) eigenes Verhalten reflektieren, ob du/ihr ihr soziales Verhalten unbewusst unterstützt (nicht nur in einzelnen Situationen, wo sie auch mal was zurückgeben soll, sondern im allgemeinen) ... freust du dich, wenn sie dir hilft? wie reagierst du, wenn sie es grade nicht macht? wie ausgeprägt ist deine Freude? (siehe dazu c))


was da noch auffällt "seit 6 Monaten" also seit ihr Geschwisterchen da ist.

Es ist auch eine Art zu reagieren auf die große Veränderung. Sie hat erst mal diesen Weg gewählt, statt wie viele zu schreien, noch mehr zu bocken, negative Aufmerksamkeit zu wollen....

So gesehen, sehe ich da jetzt nichts sofort behandlungsbedürftiges. Allerdings im Auge behalten würde ich es schon. (bei negativem Verhalten auf Geschwisterchenankunft allerdings auch).

Interessant wäre auch, ob es sich ändert, wenn das Geschwisterchen mobil wird! Da kommt oft noch mal "Leben in die Bude" wie man so sagt. Neue Konflikte zwischen den Kindern, die bei allerliebe auch mal mit Ärger verbunden sein können.
Steckt sie dann immer noch immer oder extrem häufig zurück ... oder fängt sie dann an sich zu verteidigen. Dann wenn direkt und täglich ihre Sachen/ihr Reich bedroht sind.



Meine eine ist in einigen Punkten ebenfalls sehr sozial.
- wenn ein Kind sie haut, nimmt sie das hin. Wird das andere Kind laut ermahnt, verkraftet sie das oft nicht (Allerdings zurückhauen kommt auch vor)
- sie setzt sich sehr für andere ein. geht auch mal bei Streit dazwischen.
- teilen würde sie am liebsten alles (hin und wieder auch mal nichts). wobei das mit dem Verschenken ist meiner noch nicht bewusst. War mir auch bis ins Grundschulalter nicht bewusst. Überwiegend würde sie alles verschenken und teilen. Sie sieht, dass die andere Person Freude hat in dem Moment. Weiterreichend denken schafft sie noch nicht.
- wenn ein Kind weint, versucht sie zu trösten. Wenn sie es nicht schafft, holt sie die Erzieherin.
- Petzen weiß ich nicht. Bisher sagt sie immer bescheid, wenn sie mit einer Situation überfordert ist. Bekommt jemand deswegen Ärger, geht sie aber dazwischen und "diskutiert"
- andere Kinder umarmen und trösten hat sie schon sehr sehr früh gemacht (allerdings, wenn die Kinder dann gebrüllt haben, weil es ihnen zu viel Nähe war, sah meine als Grund an sie erst recht zu trösten/zu umarmen)
- für mich mitdenken. Wir hatten schon einige viele Situationen, wo meine 3,5 jährige für mich mitgedacht hat "Mama, Bille aufsetzen. Slüssel mitnehmen. Schuhe anziehen" ... in dem Moment hat es mir mehr als geholfen. Ganz klar. Ich habe mir aber ganz bewusst gemacht, dass das MEINE Aufgabe ist und nicht ihre! "Super, danke das du mir hilfst. Finde ich nett. Aber eigentlich ist das meine Aufgabe, dass ich dadran denke"

Was meiner sichtlich gut tut, dass ich ihr in allen Situationen sage, dass ich sie lieb habe.
Durchaus positive Aufmerksamkeit für positives Verhalten. Aber nicht nur da. "Egal was du anstellst, ich hab dich lieb!"

Ansonsten unterstütze ich sie bei weitreichenden Entscheidungen. Ok, sie ist erst 3,5 Jahre. Aber ich erkläre ihr bereits Folgen ihres Tuns. (in kurzen Sätzen) bzw. habe die Regel aufstellt: es wird nichts verschenkt, was ich ihr nicht ausdrücklich erlaubt habe. Sachen annehmen ebenfalls. Ausleihen ja, verschenken nein. Begründung: ich habe mehr Erfahrung und weiß wann es in Ordnung ist.
Wenn sie teilen möchte, darf sie. Wobei ich sie auch mal dran erinnere, dass nicht alles teilen muss. Kekse in Massenausführung: Gerne #freu. Schokolade von ihrer Oma geschenkt. "es ist lieb von dir. aber die hat dir deine Oma geschenkt. Deine Oma würde sich freuen, wenn DU sie isst"

Klar abklären lassen kann man ja mal. Und wenn es nur zur eigenen Beruhigung ist ;-)

Ansonsten finde ich es beruhigend, dass sie sich nicht nur so sozial verhält, sondern eben gerne auch mal bockt etc. und somit Ausgleich hat/sich schafft.
Und eben wichtig, dass sie ihr euch freut über ihre Mithilfe, aber sie nicht in der Erwachsenenrolle haltet, sondern immer wieder zeigt, dass sie auch mal nein sagen darf oder ihr sie einfach auch liebt, wenn sie es mal nicht tut.
Und begleite sie bei ihren Ideen und Vorhaben. Lenke sie auch eher, als dass ich sie verbiete oder zu oft lobe.


"auch wenn sie nur sporadisch auftreten, da man das bei anderen kindern nicht so bemerkt.... "

dass das beunruhigt erst mal, kann ich verstehen. allerdings, wenn sich viele Kinder bei Geschwisterchen erstmal überwiegend negativ verhalten, wird auch gefragt, warum das so ist und was man anders machen kann. Es wird nur schneller damit in Zusammenhang gebracht und als "Eingewöhnungsphase" "anerkannt" weil es so öfter vorkommt...

wenn es vor der Geburt noch nicht so war und sonst keine einschneidenden Ereignise gab, würde ich evtl. sogar noch abwarten bzw. abwägen. Ein Besuch beim Psychologen kann auch ein einschneidenden Erlebnis sein und die Frage aufwerfen "ich tue alles, um anderen was gutes zu tun? aber das ist nicht richtig?"

Würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn sich vieles mit der Zeit wieder gibt. Z.B. dann wenn der Kleine mobil wird und ihr Revier streitig macht (mit Geschwistern alle Süßigkeiten zu teilen ist dauerhaft nicht leicht). Zwischen uns Geschwistern liegen 13 Jahre. Anfangs war noch alles total toll, was ich kleiner Knirps gemacht habe. Sogar die geliebten Süßigkeiten bekam ich ab.... bis, tja bis ich anfing sie vom Geschwister haben zu wollen :-p ab da relativierte sich alles wieder ganz schnell...

Beitrag von mausmadam 06.04.11 - 23:50 Uhr

Unsere Tochter ist auch sehr sozial, mir wurde hier gesagt, das liege daran, dass wir keine Eifersucht schüren und sie dieses "böse" und nicht zuzulassendes Gefühl damit kompensiert...
Was ich immer noch für Schwachsinn halte und die Psychologin keine Auffälligkeiten feststellen konnte.....
Also geh lieber zum Arzt damit und trage das dort vor.

Beitrag von christine_20 07.04.11 - 09:43 Uhr

danke für deine antwort,

habe gerade einen termin beim arzt gemacht und wir kommen noch diese woche dran.

liebe grüße
Christine

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