Wieviel Geld steht mir zu? Bekommt man was vom Staat?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von juli2009 06.04.11 - 22:25 Uhr

Hallo zusammen,

mein Mann hat mal so eben unsere Beziehung hingeschmissen.
Auf der Strecke bleiben mal eben ein Haus welches wir erst vor einem Jahr gekauft haben und mein 1 3/4 Jahre alter Sohn und ich natürlich.

Nun Frage ich mich, wie ich nur in Gottes Namen mit dem Unterhalt auskommen soll?
Mein Sohn ist noch nicht in einer Betreuung. Wir sind dringend auf der Suche, damit ich wieder arbeiten kann. Aber sieht halt erst mal echt schlecht aus.

Mein Mann will mir dann in Zukunft 1.000 Euro Unterhalt monatlich zur Verfügung stellen. Inkl. Kindesunterhalt natürlich. Mit dem Kindergeld kommt man dann ja auch 1184 Euro.

Aber wie soll man denn bitte in Gottes Namen davon eine Wohnung inkl. der ganzen treuen Nebenkosten, Essen, Windeln, Kleidung und Schuhe für den Kleinen etc. bezahlen?

Sicher werden wir unseren gewohnten Lebensstandart einschränken müssen. Ich bin auch auf der Suche nach einer kleinen 2 Raum Wohnung, damit es nicht zuuuuu teuer wird, aber in der Stadt sind die Mietpreise hoch.

Bekommt man noch etwas Unterstützung vom Staat? Wo kann ich mich danach am Besten erkundigen?

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Viele Grüße
Nina

Beitrag von mamavonyannick 06.04.11 - 23:03 Uhr

Hallo,

wie kommt denn dein Mann pauschal auf 1000 €? Das würd ich erstmal prüfen lassen. Wende dich am besten umgehend an eine Anwalt, der auf Familienrecht spezialisiert ist bzw. ans Jugendamt. Ich denke auch, dass ProFamilia dir dort grundsätzlich weiter helfen kann und dir sagt, was du jetzt zu machen hast.

Ich wünsch dir alles Gute, vg, m.

Beitrag von mellibaby 07.04.11 - 00:26 Uhr

abend

ich hatte nicht mal 1000€ und habs irgendwie geschafft.

melli

Beitrag von frau-pepsi 07.04.11 - 01:38 Uhr

"Mein Mann will mir dann in Zukunft 1.000 Euro Unterhalt monatlich zur Verfügung stellen."

Der ist wirklich grosszügig, hast Glück. Für noch mehr Geld wäre z.B. arbeiten gehen eine Option. Ach nein wir haben ja den Staat... Arbeiten also nur für Dumme?

Von 1000 Euro freiwilligen Unterhalt träumen die meisten Alleinerziehenden nur...

Beitrag von juli2009 07.04.11 - 07:43 Uhr

echt nett eure Antworten.

Natürlich werde ich mir einen Job suchen, sobald wir eine Wohnung haben und mein Sohn eine Betreuung. Aber solange er keinen Kita Platz hat oder eine Tagesmutter ist das wohl kaum möglich.

Super konstruktiv hier. danke.

Beitrag von susanne85 07.04.11 - 08:24 Uhr

hallo

geh heute noch zum jugendamt und frag ob die einen platz hat. das muss jetzt nicht der wunschkita sein, hauptsache du hast ne basis

du wirst mit dem unterhalt kein hartz mehr bekommen... höchstens wohngeld.

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 11:14 Uhr

Zuerst einmal solltest Du den Unterhaltsanspruch Deinem Ex gegenüber genau berechnen lassen.
Wenn er freiwillig 1000 Euro zahlt, kann es ja gut sein, dass er so "großzügig" ist, weil er regulär mehr zahlen müßte...

Gruß,

W

Beitrag von kyra1977 07.04.11 - 20:08 Uhr

genau das glaube ich auch :-)

Beitrag von mellibaby 07.04.11 - 11:50 Uhr

hmm was war an meiner antwort nicht nett? oder hast du mich nicht angesprochen?

Beitrag von mamavonyannick 07.04.11 - 08:34 Uhr

Natürlich sind 1000 € viel. Aber woher weißt du denn, dass er nicht 1500 € zahlen müsste? Kennst doch die Verhältnisse gar nicht. Und wie ist das bei dir? Wenn dein Mann morgen dich verlässt, dann schnipsst du mit dem Finder und hast übermorgen plötzlich eine Wohnung, einen Kitaplatz und einen Job?

Eigenartig manche hier...

m.

Beitrag von ..fruchtzwerg.. 07.04.11 - 09:35 Uhr

au man urbia echt... haste du nicht gelesen das sie such aber nocht keine gefunden hat ??
-.- das ärgert mich immer wieder aufs neue hier...

Beitrag von kyra1977 07.04.11 - 20:07 Uhr

Wieso denn freiwilliger Unterhalt an den Nochehegatten????
DAS IST PFLICHT!!!! Zumindest hat mir das mein Anwalt so erklärt und im Fall des Falles muss man das halt einklagen.

Beitrag von stormkite 07.04.11 - 07:43 Uhr

Muss auch sagen - fast 1200,- Euro, und nur ein Kleinkind?

Mädel, da hast du keinen Grund zur Panik. Außerdem ist es eh nur für ne begrenzte Zeit, ab nächsten Sommer hast du den Kleinen im Kindergarten gut untergebracht. Such dir am besten ERST einen Ganztagesplatz für das Kind und dann die passende Bude in der Nähe.

Bis dahin kannst du vielleicht auch daheim was dazuverdienen, du könntest dir ne Tagesmutter suchen, du könntest dir ne andere Alleinerziehende suchen, und dich mit der in der Kinderbetreuung abwechseln und jeden zweiten Tag arbeiten ...

In einem hast du allerdings recht: den gewohnten Lebensstandard wirst du einschränken müssen.

Kite

Beitrag von ninsche-1980 07.04.11 - 09:59 Uhr

Ich habe auch nicht mehr Geld zur verfügung, obwohl ich 30 std. arbeiten gehe. Ich bekomme 130 € Unterhaltsvorschuss. Ist nicht wirklich viel.

Versuch mal Wohngeld und Kinderzuschlag zu beantragen. Es macht aber wirklich sinn, genau auszurechnen, wieviel Unterhalt dir und deinem Kind tatsächlich zusteht, beovor du den Weg zu den Ämtern gehst.


Schöne Grüsse Nina

Beitrag von juli2009 07.04.11 - 11:18 Uhr

Hey Nina,
vielen Dank. Wenigstens eine die hier konstruktiv antwortet und mich nicht gleich verurteilt.
Manche sind hier echt seltsam und müssen anscheinend ihren Frust an anderen auslassen.
Werde mich hier nun zurück ziehen. Ist mir hier echt zu blöd.
Danke und Grüße
Nina

Beitrag von lisboeta 07.04.11 - 16:41 Uhr

Hallo Nina,

ich würde mich auf jeden Fall von einem Anwalt beraten lassen, ob die 1.000 € der richtige Wert ist.

Was ist mit dem Haus gehört Euch das gemeinsam oder nur deinem Mann?

Lg
lisboeta

Beitrag von kyra1977 07.04.11 - 20:06 Uhr

Hallo Nina,

also Du bist absolut noch nicht verpflichtet zu arbeiten. Laut Gesetzt musst Du erst mit dem dritten Geburtstag Deines Kindes - sprich, wenn er in den Ki-Garten kommt - wieder arbeiten gehen.

Dein Noch-Mann muss sowohl den Kindesunterhalt als auch den sogenannten Ehegattenunterhalt bezahlen. Das heisst, Du bekommst für den Kleinen das, was Dir laut Düsseldorfer Tabelle zusteht und für Dich bekommst Du extra was! Das kann Dir ein Anwalt ausrechnen. Dafür brauchst Du eine Lohnabrechnung Deines Ex - denk dran, sein Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld oder Prämien miteinzuberechnen. Der Anwalt errechnet Dir dann mit einem Programm wieviel Dir zusteht.

Pauschal sagt man: Dir steht im Prinzip die Hälfte von seinem Verdienst zu.

Bei mir ist das so, dass mein Sohn und ich mit Ki-Geld, Ki-Unterhalt und Ehegattenunterhalt genauso viel zum Leben haben wir mein Ex...find ich zwar immer noch etwas ungerecht, weil wir ja zu zweit sind, aber wir leben sehr gut damit. ICh geh 21 Stunden arbeiten und wenn er jetzt im September drei wird, wieder Vollzeit. Dann hab ich absurderweise fast 300Euro weniger als jetzt aber mein Ex ist Gott sei Dank sehr entgegenkommend.

Aber wie gesagt: Ehegattenunterhalt STEHT DIR ZU!!! Und lass Dir da nichts anderes einreden!!!!!

LG Tine

Beitrag von juli2009 07.04.11 - 20:25 Uhr

Hallo Tine,

lieben Dank für deine Antwort.

Ich habe momentan noch Kontenzugriff und Zugriff auf alle Unterlagen.
Wohne leider noch gemeinsam unter einem Dach und bin auf der Suche nach einer kleinen Wohnung für meinen Sohn und mich.

Wir haben den Unterhalt gemeinsam ausgerechnet und es kommt tatsächlich hin. Mein Sohn und ich haben dann genau 100 Euro weniger im Monat zur Verfügung als mein Mann.

Es kommt noch dazu, dass wir unser Haus verkaufen müssen und ggf. auf Schulden sitzen bleiben, da man ja nicht so einfach aus einem Kreditvertrag aussteigen kann.

Wie hast du das nach der Trennung alles gemeistert? ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Mein Kopf ist so dicht.
Morgen und Montag habe ich die ersten Besichtigungstermine. Leider alles 2 Raumwohnungen. Sodass mein Sohn ein Zimmer bekommen wird und ich dann einen Wohn- Schlafraum haben werde. Wie ist das bei euch?

Wenn ich an den Umzug denke und das ganze Chaos mit Kleinkind wird mir ganz anders. ich habe hier niemanden der auf meinen Sohn mal eben aufpassen könnte. naja... geht ja immer irgendwie weiter... andere haben ja nicht mal so viel Unterhalt.

Euch auch alles Liebe.
Nina

Beitrag von mulle0805 07.04.11 - 21:22 Uhr

Hallo

Ich habe auch eine 2 Zi wohnung.Dafür aber recht groß.Meine Tochter hat das Schlafzimmer als Kizi und ich schlaf im Wohnzimmer auf einer ausklappbaren Couch.Ich kann dir sagen man gewöhnt sich dran.Ist zwar lästig jeden abend aufklappen und beziehen,aber es ist ok.Uns gefällt die wohnung hier super.#huepf

Wegen dem Unterhalt brauch ich ja nicht groß was zu sagen,da hast du schon einige gute antworten bekommen.Sei froh das er soviel zahlen kann und will aber ich rate dir dennoch geh zum Anwalt und lass alles schriftlich aufsetzten.Was ist wenn er seine meinung ändert und nicht zahlt?Dann stehst du da.

Mein Mann zahlt mir keinen und somit bekomm ich den von der Arge ausgezahlt,weil mir das Geld halt einfach zum Leben fehlt trotz arbeit.
Aber da diskutieren die Anwälte eh noch drüber,von daher mach ich mir keinen großen Kopf darum.

Und den Umzug wirst du hinkriegen.Auch wenn du denkst am anfang ich schaff das nicht,lass den Kopf nicht hängen,du schaffst das.Ich bin vor 2 monaten ausgezogen und hab soweit alles fertig.Ich hab viel allein gemacht,weil ich das so wollte.Und den rest was ich nicht kann,sowie Spülmaschine anschliessen das erledigt mein Papa für mich.Du hast doch bestimmt Freunde oder Verwandte die dir mitanpacken können oder nicht?

Keine Sorge der anfang ist immer schwer,aber wenn der anfang getan ist geht der rest meist von ganz allein.


LG :-)



Beitrag von juli2009 07.04.11 - 21:30 Uhr

Ja ich werde sicherlich Unterstützung bekommen.
Mein Mann wird mir bei der Renovierung etc. auch helfen. Wir versuchen kein großes Fass auf zu machen und im Frieden zumindest halbwegs auseinander zu gehen.
Wenn man noch unter einem Dach lebt, fällt mir das jedoch recht schwer.
ich bin so wütend, traurig, ratlos, sauer...
So ein riesen Scherbenhaufen... mit Kleinkind...
Ist doch wohl klar, dass man da erst mal nicht weiter weiß oder?

Wie hast du das alles gepackt?

Ja ich finde den Gedanken eigentlich auch nicht so schlimm auf zwei Räumen zu leben. Aber die Wohnungen sind hier alle nur so um die 52 qm. das ist halt nicht viel. oder ist das zu anspruchsvoll?

Es ist halt nicht einfach, wir hatten vorher einen recht hohen Lebensstandard. Vor der Geburt hatte ich alleine für mich 2000 Euro netto.

Jetzt sieht die Sache natürlich anders aus. Wieder bei null anfangen!
Mal sehen...

Beitrag von mellibaby 08.04.11 - 12:15 Uhr

hallo

ich hatte auch nur eine 2 zimmerwohnung mit 50 qm. mit meiner tochter. hab noch einen sohn der allerdings beim vater lebt. er musste sich dann am we und in den ferien das zimmer mit seiner schwester teilen. 2 bette, kleiderschrank, schreibtisch und das wars dann. platz war nicht mehr wirklich.

ich hatte dann wohnzimmer,küche, esszimmer und schlafzimmer in einem raum. und meine tochter war damals 7 jahre alt.

kam sie aus ihrem zimmer, stand sie gleich neben meinem bett. kannst dir ja vorstellen...privatsphäre gleich NULL.

aber man kann damit leben irgendwie.

Beitrag von susanne85 08.04.11 - 22:14 Uhr

hallo

kopf hoch du schaffst das schon

52 qm sind je nach schnitt okay...

schau das du kein durchgangszimmer hast.

das klappt. bin kind einer alleinerziehenden wir haben 18 jahre so gewohnt...

wichtiger ist, dein seelenheil.

lg

Beitrag von mulle0805 09.04.11 - 13:00 Uhr

HI

Mir ging es auch so.Ich war auch wütend,sauer und enttäuscht.Ich hatte tausend sachen zu erledigen und wusste auch nicht wo mir der Kopf steht und was ich zuerst tun soll.
Ich konnte es auch nicht ertragen noch länger mit ihm zusammenzuwohnen.Ich war froh als meine wohnung fertig war und ich einziehen konnte.
Am Anfang war alles super,mir ging es super, alles toll.Jetzt so langsam kommt der trennungsschmerz,aber da muss ich durch.Man hat mir gesagt das wär völlig normal und würde wieder vergehen.Will ich mal hoffen.Trotz allem was vorgefallen ist vergisst man die schönen Tage nicht die man zusammen hatte.

Wie ich das gepackt habe weis ich ehrlich gesagt auch nicht so ganz.Ich hatte viel unterstützung von Familie und Freunden.Bei meiner besten Freundin konnt ich mich ausheulen und meine Tochter hat mir Kraft gegeben.Denn letztendlich hab ich es auch für sie gemacht ,damit sie ein besseres Leben hat und endlich Kind sein darf.Das es richtig war zeigt sie mir jeden Tag indem ich sehe wie gut es ihr geht,sie hat hier in der Nachbarschaft viele Freunde mit denen sie fast jeden tag draussen ist.

Und geht es ihr gut,dann mir ganz klar auch. :-D

Keine Sorge der Anfang ist halt immer schwer und ein Ende scheint nicht in sicht,aber es geht alles.


LG

Beitrag von juli2009 10.04.11 - 11:53 Uhr

So fühle ich mich momentan auch... ich funktioniere aber momentan könnte ich ehrlich gesagt eigentlich nur den ganzen TAg heulen.. .

Mein Sohn merkt natürlich nun auch so langsam das da was nicht stimmt und wird immer anhänglicher... weinerlicher... und will den ganzen TAg auf den Arm. So bekomme ich natürlich nicht wirklich was erledigt...

Ich bin so traurig. Es wird für uns ein kompletter Neustart.
Wir müssen Spielgruppe, Turenen, Tagesmutter alles aufgeben, da wir wieder in meine Heimat zurück gehen. Aber hier halte ich es nicht aus.
Ich hoffe er packt das, ich habe Angst, dass es zuviel für meinen Sohn wird...