Der lbl. Vater meiner Tochter klagt das geteilte Sorgerecht ein.

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Forum: Familienleben

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Beitrag von junay 07.04.11 - 09:47 Uhr

Hallo an Alle,

ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Der lbl. Vater meiner Tochter klagt nach 8 Jahren das geteilte Sorgerecht ein. Grund dafür, meine bevorstehende Hochzeit mit meinem neuen Lebensgefährten und der Namensänderung von unserer Tochter. In der Vergangenheit hat er regelmäßigen Umgang mit ihr gehabt (Aller 2 Wochen von Freitag zu Sonntag, halbe Ferien, Feiertage + Zusatztage). Er hat in der Zeit kein einziges WE, geschweige denn Urlaub mit ihr alleine verbracht, sondern immer nur bei seinen Eltern und probiert alles zu tun das sie lieber dort bleiben will. Sie kommt sehr oft gestört nach Hause, ist total übermüdet, verzogen etc. Sogar ihre Lehrein bezeugt schriftlich das sie nach dem Papawochenende wie ausgewechselt ist. In der Vergangenheit sind schlimme Sachen in der Beziehung (Alkoholismus, Fremdgehen, mehrfach gedroht mit Selbstmord und am ende handgreiflich gegenüber mir) passiert und auch viele Vorgänge seit unserer Trennung (rumschnüffeln in Schränken, streit vor unserer Tochter angefangen, beleidigungen gegenüber dritten, nie Unterhaltserhöhung selbstständig gezahlt noch die Differnez davon, mehrfach umgezogen ohne neue Adressen zu nennen, noch nie Hausaufgabenheft vorgetragen...). Das, und noch mehr, sind Sachen die mir sagen das ich ihm das geteilte Sorgerecht nicht geben kann. Er würde sich zu sehr in alles rein hängen und wahrscheinlich ständig streit provozieren. Als wir diese Woche bei Gericht waren kam es mir von Anfang an so vor als ob alle auf seiner Seite waren. Er wurde gar nicht befragt aber mich hatten sie mit Fragen gelöschert was dagegen sprechen sollte aber aus meinem Mund kam nichts raus, ich war so aufgeregt, hab gezittert am ganzen Körper, kalte Hände etc. War ja noch nie in so einer Situation auf einer Anklagebank zu sitzen. Vor Gericht gab er an er hätte kein Mitsprachrecht bei der Schulwahl von unserer Tochter gehabt, ich hätte ihn nie mit einbezogen. Ein Lügner ohne ende!!! Er hat mich kein einziges mal nur gefragt auf welche Schule sie gehen soll und ob es alternativen gäbe. Er hat sich auch überhaupt nicht für ihren Schulanfang interessiert, geschweige denn mit organisiert oder einen Cent dazu gegeben. Vor Protokoll gab er am ende, mit einem ganz bösen Gesicht, zum Glück an das unserer Tochter den neuen Namen bei meiner Hochzeit annehmen kann und sie in Zukunft auch immer ihr Aufenthalt bei mir hat. Hätte er das verneint hätte er auch nie die Chance das geteilte Sorgerecht zu erlangen. Da ich so aufgeregt vor Gericht war schreibt mein Anwalt nun einen Schriftsatz an die Richterin und das Schreiben von der Lehrein meiner Tochter das sie verzogen, unkonzentriert, schlecht...ist nach dem Papawochenende wird auch noch zu geschickt. Ich hoffe dass das gericht doch ein positives Urteil fällt.

Nun probiere ich mich überall zu erkundigen was ich nun für Pflichten hätte wenn er das Sorgerecht mit bekommt. Klar, ich muss ihm Auskunft erteilen und zu schwerwiegenden Sachen, wie Schulauswahl, Kontoeröffnung, religiöse Erziehung, Ausweis beantragen muss er sein Einverständnis geben, sowie umgekehrt natürlich auch. Aber man sagt "Sachen des alltäglichen Lebens" gehen ihn nichts an. Stimmt das, dass z.B. die Schule ihn trotzdem keine Auskunft erteile muss weil ich das Aufenthaltsbestimmungsrecht habe? Das er dennoch nicht zu Elternabenden und Veranstaltungen dabei sein darf wenn ich es ihm verweigere?
Und wie sieht das aus, ich lese überall wenn die Kindsmutter neu verheiratet ist hat der lbl. Vater kein Anrecht mehr auf das geteilte Sorgerecht! Stimmt das? Ich gehe davon aus dass er deshalb auf einmal so schnell alle Register zieht. Wenn das Gericht am 06.05.11 seine Entscheidung für ein geteiltes Sorgerecht fällt und ich dann in Berufung gehe und vor das OLG trete, ist dann in der Zwischenzeit das Urteil rechtskräftig oder Nichtig bis das OLG seine Entscheidung fällt? Da ich am 28.05.11 heiraten werde ist es wahrscheinlich so das ich schon längst verheiratet bin bevor ich vor's OLG trete und dann die Regelung, wenn sie stimmt, eintrifft das der lbl. Vater kein Anspruch mehr auf das geteilte Sorgerecht hat.

Hoffe Ihr könnt mir helfen!!!
Danke Euch

Beitrag von suess82 07.04.11 - 09:52 Uhr

Klar hat er auch nach deiner Hochzeit anspruch auf das geteilte Sorgerecht. Aber auch den namen kannst du nicht einfach so ändern lassen wenn er der Vater ist. Da muss er schon zustimmen meines Wissens nach. Mein Ex-Mann würde nie einer Namensänderung zustimmen. Den neuen Namen von dir und deinem neuen Mann kann das Kind doch nur annehmen wenn er der leibliche Vater wäre.

Beitrag von junay 07.04.11 - 09:59 Uhr

Laut, wie ich es im Gesetz hier im Internet lese hat er dann kein Anrecht mehr auf geteiltes Sorgerecht.
Doch, die Namensänderung geht. Er hat kein Sorgerecht bis jetzt und unserer Tochter trägt meinen Nachnamen. Somit wird beim Standesamt der Antrag auf Namensumbenennung gestellt und wurde bei uns auch schon bewilligt. Nur wenn der lbl. Vater Sorgerecht hat, oder unsere Tochter seinen Nachnamen hätte, hat er mitspracherecht. Das ist beides nicht der Fall.

Beitrag von pupsismum 07.04.11 - 10:35 Uhr

Wo willst du das denn gelesen haben? Das gemeinsame Sorgerecht steht doch in gar keinem Zusammenhang mit einer eventuellen (neuen) Heirat.

Beitrag von junay 07.04.11 - 10:48 Uhr

http://www.raemkb.de/schwerpunkte/sorgerecht/index.html

unter dem Punkt: Elterliche Sorge des nichtehelichen Vaters-allgemeines

Beitrag von junay 07.04.11 - 11:06 Uhr

In diesem Text steht selbst gleich auf den ersten Zeilen:

Das Recht "unverheirateter" Mütter, mit einfachem Veto das Sorgerecht des Vaters zu verhindern, ist Vergangenheit.

Und wie ist es wenn sie verheiratet ist?????????????

Beitrag von junay 07.04.11 - 11:07 Uhr

Des weiterem existiert das "Neue Gesetz" noch gar nicht. Es ist noch nicht in Kraft getreten.

Beitrag von ppg 07.04.11 - 11:39 Uhr

Unverheiratet bezieht sich auf den Zeitpunkt der Geburt des Kindes.

Bist Du bei der Geburt eines Kindes mit jemand anderen verheiratet, als dem leiblichen Kindesvaters, dann gilt das Kind dennoch als ehelich.

Und ja, das neue Gesetz gibt es noch nicht, aber die Klagemöglichkeit für nichtsorgeberechtigter Elternteile.

Das ist das was gerade bei Dir vorgeht.
Und Du hast nicht die geringste Chance das gemeinsamme SR zu verhindern, weil die Gerichte jetzt ausnahmslos sehr vaterfreundlich urteilen

Ute

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 11:35 Uhr

Das "unverheiratet" betrifft Mutter und Vater, nicht dessen Nachfolger!

Beitrag von suess82 07.04.11 - 10:29 Uhr

Das Kind ist aber nicht von deinem neuen...
Mir tut es leid für die kleine... ihr wird nicht mal die Möglichkeit gegeben den Vater kennen zu lernen.
Mein Freund hat auch eine Tochter und die Mutter verweigert grundlos jeden Kontakt.... Die sagt sicher auch mein Freund interessiert sich nicht für sein Kind weil er sich nicht meldet. Aber wie auch wenn sie von anfang an alles abgeblockt hat. Und ein Kind mit Anwälten jetzt aus der gewohnten Umgebung ziehen. Sorry solche Mütter wie du verstehe ich nicht da ich so etwas ja selber mitbekomme gerade.

Beitrag von asira 07.04.11 - 10:32 Uhr

*ihr wird nicht mal die Möglichkeit gegeben den Vater kennen zu lernen*

*In der Vergangenheit hat er regelmäßigen Umgang mit ihr gehabt (Aller 2 Wochen von Freitag zu Sonntag, halbe Ferien, Feiertage + Zusatztage)*

Ich verstehe die TE so, das sie möchte, das alles so bleibt, wie es ist! D.h. regelmäßiger Umgang, aber ohne geteiltes Sorgerecht!
LG
asira

Beitrag von junay 07.04.11 - 10:47 Uhr

Genau so meine ich das!
Ich werde hier gleich dargestellt als ob ich Ihn seine Tochter entziehen will oder andersrum.
Er ist ihr lbl. Vater und ich denke er liebt sie auch ohne ende. Von dem her würde ich das nie machen.
Sie haben beide ein Anrecht aufeinander und das werde ich auch nie verwehren.
Ich denke eher das er glaubt das sich durch meine Hochzeit alles ändert und ich Sie Ihm wegnehmen möchte.
Das ist überhaupt nicht der fall.
Ich will das alles so bleibt wie es war aber nicht mehr!

Beitrag von silbermond65 07.04.11 - 10:38 Uhr

Mir tut es leid für die kleine... ihr wird nicht mal die Möglichkeit gegeben den Vater kennen zu lernen.

Wie wäre es mit lesen?
Das KInd sieht den Vater regelmäßig. Hier geht es nur darum ,daß ihm plötzlich nach Jahren einfällt ,eventuell mal zu versuchen ,das gemeinsame Sorgerecht zu bekommen.
Komisch ,daß er dafür Jahre gebraucht hat.Kann ihm vorher wohl so wichtig nicht gewesen sein.

Beitrag von suess82 07.04.11 - 10:47 Uhr

Habe das mit dem anderen Sorgerechtsbeitrag drunter verwechselt.

Beitrag von junay 07.04.11 - 10:55 Uhr

Er wollte bisher 3 x das Sorgerecht, ist aber nie vor das Gericht gezogen.

1 x war wo wir uns getrennt haben. Er wollte das unsere Tochter zu ihm geht. Als Grund meinte er ich wäre zu jung und das Jugendamt hätte angeblich geraten das er es bekommen sollte. Ein Jugendamt rät sowas gar nicht!

2 x war als ich vor 4 Jahren meinen baldigen Mann kennengelernt habe und ich zusammen mit meiner Tochter von Leipzig nach Radebeul gezogen bin. Er wollte verhindern das ich Sie mitnehme.

3 x war jetzt wo wir heiraten damit er verbieten kann das sie den Nachnamen annimmt. Aber seine Tochter hat er nie gefragt. Es ist ihr eigener Wunsch so zu heißen. Sie meint selbst "wir sind die wahre richtige Familie"!

Ich denke er hat einfach nur angst das ich sie ihm wegnehme, das habe ich aber nicht vor. Kinder brauchen ihre lbl. eltern, egal ob mama und papa sich nicht mehr verstehen. Er ist ein teil von ihr und wird es auch immer bleiben aber ich möchte kein geteiltes sorgerecht, dafür ist in der vergangenheit einfach zu viel schlechtes vorgefallen...es soll einfach alles so bleiben wie es ist...

Beitrag von jarmina 07.04.11 - 13:58 Uhr

Hi,

Du ziehst über 100 km weit weg vom Kindsvater und wunderst Dich, dass er mit allen Mitteln versucht den Umzug zu verhindern?
Hat für ihn ja nunmal leider nicht geklappt.

Dir ist aber schon klar, dass, wenn Deine Tochter einbenannt wird, der Name im Regelfall bis zur Hochzeit Deiner Tochter nicht mehr zu ändern ist. Der neue Name wird zum Geburtsnamen.
D. h. auch wenn die Ehe aus irgendeinem Grund beendet wird und Du Deinen Mädchennamen wieder annehmen solltest, der Name nicht mehr geändert werden kann. Sie heißt dann also bis zu ihrer eigenen Hochzeit wie jemand, der mit ihr nicht einmal verwandt ist.

Warum schlägst Du Deinem zukünftigen denn nicht einfach vor, dass er Deinen Namen annimmt? Dann muss nur einer den Namen ändern und nicht zwei.

Klar, wenn man heiratet, denkt man erstmal nicht, dass die Ehe scheitern könnte, aber die Scheidungszahlen sagen nunmal was anderes. Also sollte man sich vor der Hochzeit auch darüber Gedanken machen.

Jarmina

Beitrag von king.with.deckchair 07.04.11 - 21:22 Uhr

Unfug.

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 09:57 Uhr

Ich kann den Mann verstehen und Deine "Argumente" klingen zum Großteil sehr an den Haaren herbeigezogen.

Warum bitte sollte der Vater irgendwelche Rechte/Ansprüche verlieren, weil DU heiratest???

Gruß,

W

Beitrag von junay 07.04.11 - 10:05 Uhr

Weiß ich auch nicht. Steht aber geschrieben.
Ich will ihn seine Tochter doch nicht entziehen, ich glaube das kommt hier falsch rüber. Es soll einfach alles so bleiben wie es war und meine Argumente sind bestimmt nicht an den Haaren herbei gezogen oder würdest du es zulassen einem Mann das geteilte Sorgerecht zu geben wenn er dich in der Vergangenheit mehrfach betrogen und sogar geschlagen hat plus die ganzen anderen Gründe die ich hier kurz erwähnt habe?

Beitrag von line81 07.04.11 - 10:32 Uhr

Sorry, aber wenn der Mann angeblich gewalttätig ist, dann geb ich dem nicht mein Kind an irgendwelchen Umgangswochenenden!!!!

Und ob Dich der Mann betragen hat oder nicht, interessiert in diesem Bezug so gar keinen! Zumal da auch immer der/die Betrogene einen Teil zu beiträgt!

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 11:31 Uhr

Wo steht so ein Unsinn denn geschrieben?

Du schreibst, Eure Tochter wäre nach den Wochenden "gestört, verzogen und schlechter"....DAS ist m. E. Unsinn. Dass sie vielleicht durch den Wind ist aufgrund des Wechsels, ist nachvollziehbar aber was soll denn ein Vater an einem Wochenende alle 14 Tage anrichten, dass sie anschließend "gestört und verzogen" ist???

Was den Letzten Satz angeht, würde ich an Deiner Stelle darauf achten, zwischen Euch als ehemaligem Paar und Eltern strikt zu trennen!

Beitrag von hauke-haien 07.04.11 - 15:33 Uhr

"mehrfach betrogen und sogar geschlagen "

Das kommt immer, wenn den TEs hier die Argumente ausgehen und sie merken, dass ihnen nicht uneingeschränkt zugestimmt wird.
Schade, das hat sich schon zu sehr abgenutzt, als das es noch jemand ernst nimmt...

Beitrag von alexa2011 07.04.11 - 10:02 Uhr

Eine erneute Heirat hat keinen Einfluß auf das Verhältnis Vater zum Kind.

Beitrag von line81 07.04.11 - 10:29 Uhr

Hi,

ich denke hier kann Dir keiner richtig helfen. Das Problem ist, dass keiner hier beide Seiten kennt und ich viele der aufgeführten Gründe für mehr als Belanglos finde. Er ist zudem der leibliche Vater und ich verstehe nicht, warum er nicht auch sorgeberechtigt sein soll. Sollte er es bekommen ist er genauso berechtigt an Elternabenden und sonst was teil zu nehmen? M.E. auch wenn er nicht sorgeberechtigt ist, sondern nur der leibliche Vater. Ich kenn auch Väter die das Sorgerecht nicht haben und solch sachen wie Elternabende, Elternnachmittage, Feiern in Kita etc. bewohnen. Warum denn auch nicht???
Er scheint ja auch die Besuchswochenenden einzuhalten udn was er in der Zeit macht, sprich die Großeltern oder wen auch immer zu besuchen geht Dich nichts an. Es ist sein gutes Recht..Es sind doch auch Oma und Opa!

Dein Geschreibe macht bei mir keinen Guten Eindruck und ist auch nicht sachlich...
Ich persönlich denke auch, dass man auch Väter mehr eingehen sollte und diese auch wesentlich mehr Rechte bekommen sollten!!!

LG Line