ICSI im Spontanzyklus

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Beitrag von sedona72 07.04.11 - 10:38 Uhr

Hallo zusammen,
da für meinen Partner und mich voraussichtlich ICSI die einzige Methode sein wird, da das SG sehr sehr schlecht ist (trotz Varikozelen OP im November), ich aber Bedenken und Ängste hinsichtlich der Hormonbehandlung habe, wollte ich Euch fragen, ob Ihr Erfahrungen mit Spontanzyklen und ICSI habt? Wieviel geringer sind die Erfolgsaussichten im Vergleich mit stimulierten Zyklen? Und gibt es auch die Möglichkeit, mild zu stimulieren (oral mit Clomifen zB) anstatt DR, Hormonspritzen und Auslösespritzen etc?
Laut KiWu Klinik sollen wir noch bis Sommer mit der Entscheidung warten, da das Sperma sich noch verbessern kann (man sagt ca 3/4Jahr nach OP - wenn es sich überhaupt verbessert, was vollkommen unklar ist)...
Gruß, Sedona

Beitrag von sesa26 07.04.11 - 11:03 Uhr

Hallo Sedona,

also ich hab noch nie von einer ICSI im Spontanzyklus gehört. Die Erfolgschancen sind denkbar gering.
Selbst mit Stimu "nur" bei ca. 40%
Die PU ist kein Spaß und das nur für eine Eizelle? Das würde ich nicht machen. Wenn die sich dann nicht befruchten lässt, war alles umsonst.
Für mich war die PU schlimmer als die Hormone.
Ans Spritzen gewöhnst du dich schnell, das ist halb so wild und ich hatte als Nebenwirkungen eigentlich nur Kopfschmerzen und gegen die darfst du Tabletten nehmen.
Lass sich das alles mal setzen, ihr habt ja noch ein bisschen Zeit für die Entscheidung. Manche Entscheidungen müssen wachsen, das war bei uns auch so.

LG,
sesa

Beitrag von sedona72 07.04.11 - 11:12 Uhr

Danke Sesa für deine Antwort :-)
Ich glaub, vor den Spritzen hab ich weniger Angst als vor den Nebenwirkungen..... :-(

PU läuft doch unter Narkose, oder nicht? Hattest du danach Beschwerden oder weshalb hast du es als schlimm empfunden?

Der FA von der KiWu Klinik meinte, ich solle niedrigdosiert einfach schonmal mit Clomifen (halbe Tablette) anfangen, da ich recht kurze Zyklen habe... angeblich normalisiert sich der Zyklus dadurch. Schon allein wegen Clomifen mach ich mir Sorgen, wenn ich die Nebewirkungen lese. Frage mich, wozu Hormone schlucken (in diesem Fall) wenn das SG meines Partners (noch) so schlecht ist??? Bin mir nicht sicher, ob ich nicht doch lieber etwas damit warte...?

Beitrag von bw1975 07.04.11 - 11:38 Uhr

Hallo,

das gibt es! Die PU kann dann ohne Narkose stattfinden. Du hast weniger Kosten, weniger Nebenwirkungen udn weniger Stress. allerdings natürlich auch weniger Erfolgsaussichten! Aber wenn Du 20 Eizellen ranzüchtest, künstlich, dann ist da auch jede Menge "Schrott" bei, ist ja klar.

das kann man vermeiden.

Es gibt auch ne sogannte Mini-ICSI, man stimuliert mild und hat vielleicht 2-3 Eizellen, im besten fall, guter Qualität. Für eine Kryo wird es natürlich nicht reichen, aber du hast weniger Nebenwirkungen und auch-meistens- bessere Qualität der Ez!

LG

Beitrag von tabeya70 07.04.11 - 12:16 Uhr

hallo sedona,
da stimme ich bw zu!

es gibt diese möglichkeit, sie wird v.a. bei älteren frauen und low respondern genutzt, die trotz hoher stimulation nur wenige follikel reifen lassen. dies ist dann ja sehr ineffizient: belastend, teuer, wenig ausbeute.
da ist es, so natürlich wie möglich, schon sinnvoll. schau mal post von puiu gestern - sie macht das auch!

kann übrigens deine bedenken sehr gut verstehen, habe auch "angst" vor arzneimitteln und nehme immer nur das unbedingt nötige. wenn du dir meine VK ansiehst, kannst du es erkennen - immer wieder IUI im spontanzyklus versucht, weil die spermien nun soooo schlecht auch nicht waren. wollten dann zu IVF wechseln, weil mir mein alter davon lief, da wurde ich plötzlich spontan schwanger! das hat wieder mut gemacht, wieder spontan IUI weiter versucht, dann doch aufgegeben und - dann war mein AMH für die stimu schon zu niedrig, sodass nur wenig dabei raus kam, nichts für kryo blieb, und einmal sogar vor PU abgebrochen wurde.
aber: bei meinen wenigen follis waren immerhin zumeist EZ drin und lie0en sich auch befruchten, waren reif.
eine so hohe quote erhalten die hoch stimulierten mädels mit 20 follis nicht, da ist wirklcih viel ausschuss dabei, so schrumpft sich das ergebnis durch - leere follikel, schlechte und unreife EZ, fehlende befruchtungen und schlechte teilung so zurecht, dass es auch ggf. nur 2 zum TF gibt und nichts zum einfrieren.
ich finde also schon, auch wegen deines alters, dass es einen versuch wert ist, eine mini-icsi anzugehen mit niedirger stimu, da gibt es (kurzes protokoll, also nur im behandlungszyklus) clomi+menogon z.b.
auch noch interessant wäre dein AMH wert - dann wüsstest du gleich, wie eilig es bei euch ist, ode ob ihr eher gelassen die paar monate abwarten könnt!

wünsch dir viel glück!

Beitrag von sedona72 07.04.11 - 12:58 Uhr

Hallo bw und tabeya,

vielen Dank für Eure Antworten. Das macht mir sehr viel Mut und eröffnet für mich vollkommen neue Perspektiven!! Ich glaube, eine Mini-ICSI könnte ich mir vorstellen! Noch eine Frage hierzu: die "milde" Stimulierung erfolgt oral oder auch per Spritze?

Bzgl AMH: Mir wurden beim ersten Termin in der KiWu Klinik 6 Röhrchen Blut abgenommen. Beim zweiten Termin wurde mir das Testergebnis nicht detailliert erklärt, aber man meinte, es sei alles in Ordnung. Eizellenreserve sei auch sehr gut! Die kurzen Zyklen, die ich seit einiger Zeit habe (24-26Tage, wobei die 2.ZH 14 Tage beträgt, der ES aber sehr früh stattfindet) haben damit angeblich nichts zu tun. Dieses sei wohl stressbedingt. Daher hat er mir geringe Dosis Clomifen verordnet... (macht das Sinn, wenn das SG noch immer so schlecht ist?)
FSH Werte seien gut... aber zu AMH hat er jetzt nichts explicit gesagt.
Im US war auch alles gut. Ein kleines Myom in der GM-Wand (also nicht in der Höhle, was eine Einnistung verhindern könnte)... aktive Eierstöcke (ich spüre auch jeden Monat meinen ES und Schleim/Tempi bestätigen regelmäßige ES)
Was genau ist AMH? Vermutlich Hinweis auf EZ-reserve, vermute ich mal?
Danke für Eure Infos und fürs Mutmachen :-)
Euch auch viel Glück #klee

Beitrag von tabeya70 07.04.11 - 13:26 Uhr

Hi,

ja, AMH (Anti-Müller-Hormon) gibt Auskunft über die EZ Reserve.
Das hört sich aber gut an bei dir, zumal auch der FSH für gut befunden wurde (hängt auch damit zusammen).
Ich würde mir die Clomis sparen, solange durch Sex wegen des noch schlechten SGs ohnehin nihcts passieren kann. Der Zyklus ist ja gut. Ist ja viel wichtiger, dass die 2. ZH nicht zu kurz ist. Wenn ihr dann behandelt, klar, dann würd ich (wie ich es ja acuh tun musste) mal über die Beipackzettel hinwegsehen und das Zeugs einwerfen, ist ja nicht auf Dauer. Clomi sind Tabletten, Menogon Spritzen. Aber das ist echt halb so wild. Hatte auch vorm selbst Spritzen und der PU viel Respekt, aber alles gut überstanden - man gewöhnt sich an alles! Echt, keine Angst!

Dann mal gutes Erholen und Gedeihen den Spermien und dann los! :-)
Alles Gute!

Beitrag von sedona72 07.04.11 - 13:42 Uhr

Danke Tabeya :-)
Hab grad in deiner VK gesehen, daß du in der 27.Woche ss bist (und mich gleichzeitig erinnert, daß ich gestern wohl auch auf deine VK gestossen bin) :-D
Das ist schön :-) und macht mir Mut ;-)
Wünsche dir alles Gute weiterhin und eine schöne Kugelzeit, wie man hier so schön sagt :-)

Wir haben zwar den nächsten Termin am 01.06. vereinbart, aber ich denke, daß wir diesen verschieben werden. Am 23.7. heiraten wir standesamtlich - und davor irgendeine Behandlung zu starten, wäre eh keine gute Idee. Danach starte ich dann mit Clomi und dann kann man ja - je nach SG - einen Termin vereinbaren, um eine milde ICSI einzuleiten... (hoffe nur, daß der Arzt nicht "verärgert" reagiert, wenn ich mich vorerst nicht an seinen Rat - mit Clomi im nächsten Zyklus zu beginnen - halte.)

Liebe Grüße,
Sedona

Beitrag von majleen 07.04.11 - 14:54 Uhr

Von den Kosten unterscheiden sich die einzelnen Praxis sehr. Bei uns ist es wirklich recht günstig und deshalb auch ein Vorteil. Kostet nicht mal 1/3 als der Eigenanteil der normalen ICSI bei uns (und das noch als Selbstzahler - also SpontanICSI zahlen wir voll selbst und das macht nicht mal 1/3 des Eigenanteils der normalen ICSI aus ).

Beitrag von majleen 07.04.11 - 14:12 Uhr

Ich habe 2 ICSIs im Spontanzyklus gemacht und bereue is nicht. Es hat zwar nicht geklappt, aber es gibt ja auch bei der normalen ICSI keine Garantie.

PU war bei mir ohne Narkose und nicht schlimm. Konnte alles mitverfolgen.

Natürlich sind die Chancen geringer. Um wieviel kann ich dir nicht sagen. Ist ja aber auch logisch, denn es gibt ja nur 1 Eizelle.

Außerdem muss man auch bei einer ICSI nicht immer eine Downregulierung machen.

Viel Glück #klee

Beitrag von sedona72 11.04.11 - 11:42 Uhr

Danke Majleen (war ein paar Tage nicht online und habe erst jetzt deine beiträge gesehen) :-)

Ich denke auch, daß man am besten mit Spontanzyklen anfängt (oder Mini-ICSIs), da es einfach nicht so belastend ist.

Drücke Euch auch die Daumen, daß es bald klappt #pro#klee

Liebe Grüße,
Sedona