Konsequenz für ständiges "Verlieren" im Schwimmbad?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von h-m 07.04.11 - 13:02 Uhr

Hallo zusammen,

gerne möchte ich Eure Meinungen zu unserer Situation lesen.

Meine Tochter (7 Jahre, 1. Klasse) ist seit geraumer Zeit im Schwimmverein. Sie geht gerne dorthin. Seit ein paar Monaten findet das Training in einem neu eröffneten Schwimmbad statt, welches auch sehr nah an der Schule ist. Somit geht sie dort von der Nachmittagsbetreuung der Schule aus allein dort hin - zu der Uhrzeit muss ich noch arbeiten. Ich hole sie nach dem Training dort ab. Also soweit erst mal optimal. Anfangs lief auch alles bestens.

Im 2. Schulhalbjahr fing es jedoch an, dass sie begann, dort Sachen zu verlieren. Zuerst nur ein Handtuch - OK, kann ja mal passieren. Einige Wochen später der Badeanzug - da war ich schon verärgert. Sie hat ihn nach dem Ausziehen auf die Bank in der Sammelumkleide gelegt und als sie ihn kurz danach in die Tasche stecken wollte, war er weg. Die Sammelumkleiden sind auch sehr klein und ziemlich überfüllt.

Dann ging es wieder ein paar Wochen gut und nun fehlt schon das 3. Teil. Wieder aufgetaucht ist leider nichts von unseren Sachen (obwohl zumindest im Badeanzug der Name stand). :-( Wir haben an der Kasse im Schwimmbad wie auch bei den Schwimm-Übungsleiterinnen nachgefragt.

Da sie ihre gesamten Sachen (Jacke, Schulranzen) von der Schule mitnehmen muss, habe ich Bedenken, das bald mal etwas höherwertiges abhanden kommt. Ich weiß jetzt nicht so genau, wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich bin sicher, dass meine Tochter nicht mit Absicht ihre Sachen verliert. In der Schule oder auch sonst haben wir das Problem nicht...

Sollte sie die Sachen von ihrem Taschengeld neu kaufen müssen? Finde ich auch irgendwie nicht gut, bis sie einen Badeanzug zusammengespart hat, dauert es ja Wochen.
Aus dem Schwimmverein rausnehmen, obwohl sie gerne hingeht? Kommt mir viel zu hart vor.
Nichts tun und zähneknirschend abwarten, was als Nächstes verloren geht? Die Variante gefällt mir auch nicht.

Ach ja, leider dürfen die Schwimmverein-Kinder nicht in die Einzel-Umkleidekabinen ausweichen. Auch dürfen werden die Eltern nicht reingelassen, um den Kindern beim Abtrocknen und Anziehen zu helfen, da es auch schon ohne Eltern viel zu überfüllt ist. An der Umkleide-Situation kann ich also leider nichts verändern.

Beitrag von engelchen28 07.04.11 - 13:32 Uhr

huhu!
ich würde ihr an den schwimmtagen keine höherwertigen sachen mitgeben. außerdem würde ich sie ermahnen, auf ihre sachen acht zu geben, da sie sonst dazu beitragen muss, neue zu kaufen. ich würde mir tatsächlich einen teil des taschengeldes geben lassen, damit ihr neues zeug kaufen könnt. ist eher symbolisch, aber ich finde es auch wichtig, zu lernen, dass ein neuer badeanzug viel geld kostet.
lg
julia

Beitrag von scotland 07.04.11 - 14:11 Uhr

Hallo,

ich habe das Problem mit meinem kleinen Schusselchen auch. Ich bin einfach dazu übergangen, ihr keine richtig hochwertigen Sachen mitzugeben (ich meine, Winterjacke okay, das merkt sie bei -10°C gleich, ob sie die vergessen hat). Ansonsten gebe ich ihr die Handtücher mit, von denen ich denke, sie sind nicht so schön und habe ihr drei Badeanzüge auf einem Kinderflohmarkt gekauft - für je 2€ - und siehe da, alles, was bisher verloren ging, ist sofort wieder aufgetaucht.

Gibt für mich keinen Stress und ich hoffe, dass sie das besser organisiert bekommt, wenn sie später etwas älter ist.
GLG
Scotland

Beitrag von parzifal 07.04.11 - 14:24 Uhr

Du solltest aber strikt trennen zwischen verlieren/vergessen und Diebstahl/Ansichnahme Dritter.

Der Fall mit dem Badeanzug ist ja kein verlieren. Sie hat sogar an ihn gedacht und ihn einstecken wollen. Wenn jemand anders ihn weggenommen hat ist das hier erst mal nicht ihre schuld.

Das sie den von ihrem Taschengeld bezahlen soll wäre vollkommen ungerechtfertigt.

Bis jetzt solltest Du sie dazu anhalten ihre Schwimmsachen sofort nach dem ausziehen in die Tasche zu packen und nicht zwischenzulagern (notfalls auch nass in eine Tüte).

Beitrag von h-m 07.04.11 - 14:32 Uhr

"Das sie den von ihrem Taschengeld bezahlen soll wäre vollkommen ungerechtfertigt."

Na ja, aber so trage ich den Schaden, obwohl ich auch nichts dazu kann...

Danke, das habe ich ihr nach dem Vorfall auch sofort gesagt, alles sofort in die Schwimmtasche packen, nichts hinlegen. Nur ob sie das immer so umsetzen wird, weiß ich natürlich nicht.

Beitrag von parzifal 07.04.11 - 18:33 Uhr

"Na ja, aber so trage ich den Schaden, obwohl ich auch nichts dazu kann... "

Meinst Du das wirklich ernst?

Wenn sie mit SIEBEN! einen Schaden ersetzen soll, dann doch aus erzieherischen Gründen und nicht deshalb um Deinen Geldbeutel zu schonen.

Beitrag von tagpfauenauge 07.04.11 - 14:43 Uhr

Hi,

3 Teile, vom dem eins offensichtlich von jemand anderem eingesteckt worden ist, ist doch nicht "ständig".

Ich finde, du stellst dich an. Das sind Kinder.

Klar, sollen sie auf ihre Sachen achten, aber in einem so heillosen Durcheinander?
Kann vorkommen - wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

vg

Beitrag von meringue 07.04.11 - 17:36 Uhr

Das kenne ich.

Die Schwimmtasche ist eine Wundertüte: man weiß nie, was drin sein wird. Letztens war eine teure Schwimmbrille verschwunden (die jedoch abgegeben wurde, juchuh). Diese Woche waren 1 Paar fremde Badelatschen dabei:-D

Vllt. könntest du die Schulsachen (um die fürchtest du doch auch?) von jemandem aus der Klasse mitnehmen lassen, damit die gar nicht unbewacht im Schwimmbad rumliegen?
Außerdem die Schwimmsachen absolut begrenzen, so dass deine Tochter besser die Übersicht behält im üblichen Umkleidechaos. Ja, und am besten Sachen mitgeben, um die es nicht schade wäre wenn...

Ganz ehrlich: Ich finde mich schon schwer zurecht mit den Klamotten in diesem Gewusel. Kann ich deiner kleinen Tochter nicht verdenken.

#winke

Beitrag von bambolina 07.04.11 - 21:44 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist genauso... ich hab mir das nicht lange angesehen und ihm erklärt dass das Zeug Geld kostet und Mama lange dafür arbeiten muss und dass er etwas sorgsamer damit umgehen soll, sonst muss er das von seinem Geld bezahlen.
In der ersten Klasse habe ich mir sein Schludern noch eher gefallen lassen, aber in der 2. Klasse durfte er mit 7 Jahren seinen ersten Tintenkiller bezahlen.

Plötzlich klappte das auch wieder besser mit dem Aufpassen auf sein Zeug.

Mein Sohn ist inzwischen in der 4.Klasse, 9 Jahre und hat es geschafft, letzten Winter 3x seine Badehose im Schwimmbad zu vergessen. 3x sind wir der Badehose hinterher gefahren, 2x ging es auch gut - aber beim dritten und letzten Mal war sie weg.
So, wenn die ersten Badesachen raus kommen, darf sich mein Sohn eine von seinem Taschengeld kaufen.

Deine Tochter ist natürlich etwas jünger. Zuerst mal könntest du sie beim Abholen im Schwimmbad ihre Sachen durchsuchen lassen, ob sie alles eingepackt hat.
Zu dem Badeanzug. Also ich würde ihr erklären, dass sie das nächste verlorene Teil bezahlen müssen. Sei es nur anteilig.
Es dreht sich ja nicht darum, den Badeanzug zu ersetzen, sondern darum dass sie lernt, dass die Dinge Geld kosten und da würden 2 Wochen kein Taschengeld schon "weh" tun

lg bambolina

Beitrag von manavgat 07.04.11 - 23:07 Uhr

Sie hat ihn nach dem Ausziehen auf die Bank in der Sammelumkleide gelegt und als sie ihn kurz danach in die Tasche stecken wollte, war er weg.

Ich glaube eher, dass der Anzug gestohlen wurde.

Ich würde das beim Schwimmverein thematisieren. Da muss eine Lösung gefunden werden!

Gruß

Manavgat

Beitrag von h-m 08.04.11 - 08:16 Uhr

Danke für Deine Antwort. Ja, bei dem Badeanzug glaube ich das auch. Wobei ich mich trotzdem wundere, denn so besonders toll war der nun auch nicht... Und das den Eltern des anderen Mädchens dies nicht auffällt und sie ihn zurückgeben.

Es haben schon mehrere Eltern die Situation beim Umkleiden angesprochen. Leider sehen die Verantwortlichen keine andere Möglichkeit. Es trainieren verschiedene Gruppen, sogar aus verschiedenen Vereinen, zur gleichen Zeit. Diese Vorgabe kommt vom Schwimmbadbetreiber. Es ist unmöglich, die vielen Kinder in den kleinen Kabinen dort so zu beaufsichtigen, dass solche Dinge nicht passieren können. Und leider wurden in unserer Stadt mehrere ältere, kleinere Bäder geschlossen, so dass jetzt alle auf diesen Neubau angewiesen sind.

Beitrag von h-m 08.04.11 - 08:24 Uhr

Danke für all Eure Antworten.

Bislang kannte ich so etwas halt gar nicht von meiner Tochter.

Ich denke, ich werde den Vorschlag aufgreifen, dass sie sich anteilig an den Verlusten beteiligen soll.

Ich gebe ihr sowieso keine wirklich über-teuren Markenklamotten mit in die Schule oder zum Schwimmen... "Höherwertig" war vielleicht nicht so gut formuliert. Ich meinte die Jacke (auch eine günstige Jacke ist schlechter zu verschmerzen als ein Handtuch) oder aber etwas von den Schulsachen.