Erzieherin macht Kinder systematisch fertig

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von twins 07.04.11 - 13:37 Uhr

Hi,
unser Sohn wurde 3 Jahre systematisch fertig gemacht, das Ende vom Lied war, das wir den Kindergarten gewechselt haben und er jetzt endlich zur Ruhe gekommen ist.
Wir hatten mit diesem Thema abgeschlossen und fertig.

Jetzt höre ich gerade von einer anderen Mutter, das die selber Erzieherin genau das gleiche mit ihrem Sohn macht, haargenau.

Wir hatten damals alles -echt alles- versucht, aber der Bürgermeister - Träger des Kiga - hatte ein Verhältnis mit Kiga-Leitung und die ist seid 10 Jahren unberechenbar. Also konnten wir da nichts erreichen.
In einem Jahr hatten sich alle Eltern zusammengetan und eine Erzieherin mußte gehen. Aber danach hatten die Eltern die Nase voll. Viele Kinder kamen in die Schule, andere haben ihre Kinder 1 Jahr vorher in die Schule gesteckt oder einfach den Kiga gewechselt.
Die Einheimischen Eltern wollen auch keinen Ärger haben, damit die Dorfgemeinschaft in Frieden vor sich hertümpeln kann....

Mir tun einfach das Kind leid, das echt fertig gemacht wird von dieser einen Erzieherin. DIe Mama hat jetzt auch den Kindergarten gekündigt aber es kann doch nicht sein, das man immer das Übel verlassen muss anstatt dagegen anzugehen.
Wir haben festgestellt, das unsere beiden Jungs gleich sind: eher ruhiger, keine Fußballer, keine Raufbolden, etc. einfach nur lieb, einfach zu handhaben. Die wilden Kerle werden von ihr viel mehr in Ruhe gelassen....

Habt ihr einen Tipp für mich was wir machen können?!?!?

Grüße
Lisa

Beitrag von thea21 07.04.11 - 13:44 Uhr

Was heißt denn systematisch fertig machen!?

Beitrag von yilwyna 07.04.11 - 13:52 Uhr

Geht damit an die öffentlichkeit, tut euch zusammen.
Nur um des Friedens willen würde ich mein Kind nicht fertig machen lassen.
Wenn sich viele Eltern zusammentun, kann der Bürgermeister auch nicht mehr wegsehen.
LG:Yilwyna

Beitrag von agostea 07.04.11 - 13:52 Uhr

>>
Habt ihr einen Tipp für mich was wir machen können?!?!? <<

Wenn man erfahren könnte, was für dich "systematisch fertigmachen" bedeutet?

Gruss
agostea

Beitrag von juniorette 07.04.11 - 14:09 Uhr

Hallo,

ich schließe mich den anderen an:
was meinst du mit "systematisch fertig machen"?

LG,
J.

Beitrag von nadeschka 07.04.11 - 14:16 Uhr

Ja, mich würde auch interessieren, was die Frau tut?

Beitrag von leahmaus 07.04.11 - 14:32 Uhr

Sorry,aber könntest du mal bitte genauer Erklären,was die Gute Frau im Kiga mit deinem Sohn gemacht hat???

Könntest ruhig ein bisschen mehr ins Detail gehen,damit man diech auch besser verstehen kann!!!

Beitrag von twins 07.04.11 - 18:15 Uhr

Also,
hier ein kleiner Auszug von zwei Fällen hintereinander:

- schwächster Junge aus der Gruppe wird auserkoren
(also keine Schläger oder dominate Jungs)

- diese beiden, obwohl ruhig und ausgeglichen werden von der Erzieherin als AHDS Kinder ausgewählt, obwohl keinerlei Symtome dafür da sind - beide Kinder wurden von verschiedenen Ärzten geprüft und diese haben den Kopf geschüttelt

- beide Kinder (4 Jahre) sollen zum Kinderpsychologen, da beide Probleme haben mit älteren Kindern (Vorschulkinder) zu spielen. Die beiden mögen aber kein Fußball, etc. da sie eher ruhiger sind. Aussage "Macht nichts, sind ja Jungs und da müssen sie durch, wenn sie es nicht können sollen sie in eine Spieltherapie zum Kinderpsychologen...."

- beide Jungs werden als DUMM dargestellt. Einer wurde extra in der Frühförderstelle getestet und es stellte sich heraus, das er 1/2 Jahr altersentsprechend voraus ist und nicht dumm, sondern ruhig.
Werden aber immer wieder von der Erzieherin angesprochen, ist egal was sie gebastelt haben, das das nicht gut genug ist, obwohl es eher oberer Durchschnitt ist (lt. Doc). Beide Jungs sind eher feinmotorisch und nicht grobmotorisch orientiert, was bei Jungs ja eher selten ist.

- es kommen Aussagen wie " er hat den Inhalt der Karaffe beim Tragen verschüttet, weil er über einen Rucksack gestolpert ist. Er kann wohl nicht sehen und muss zum Augenarzt. Wir sollten doch bitte Bestätigung bringen, das er dort war" (ist Brillenträger und muss alle 6 Monate zur Kontrolle)

- sie stolpern 2x beim Waldspaziergang und schon wird für beide Jungs Ergotherapie angedroht, da sie Gleichgewichtsstörungen haben
(beide fahren seid ihrem 3 Lebensjahr Rad und meiner reitet seid Jahren)
Beide Kids wurden von Ergotherapeuten geprüft und es wurde nichts festgestellt

- beide Kinder hätten Wahrnemungsstörungen

- unser Junior konnte mit 4 Jahren einen Buchstaben nicht aussprechen, sollte sofort zur Logopädin (die Logopädin kannte unseren Sohn recht gut und es mußte in diesem Alter nicht behandelt werden)

- beide Kinder sollen "umerzogen" werden, weil sie eine zu "weibliche" Ader haben, da sie gerne mit Puppen und Mädchen spielen: O-Ton: DAS WÄRE JA NICHT NORMAL

....das ist jetzt echt ein kleiner Auszug.

Wir waren nach dem letzten Elterngespräch bei 6 (!) Spezialisten, um alles mögliche abchecken zu lassen und keiner hat auch nur den kleinsten Verdacht auf irgendeine Kindergarten Diagnose geäußert!!!!

Und jetzt habe ich von dem zweiten Jungen erfahren, der genauso wie unser behandelt wird. Nachdem wir den Kiga verlassen hat, ist er in unsere Fußstapfen getreten. Die Mutter hat auch viele Arztbesuche hinter sich und nichts wurde festgestellt. Wir haben auch nur durch Zufall von uns erfahren, da wir nicht aus einem Ort sind. Sogar der schriftliche Bericht über das Elterngespräch wurde stellenweise einfach nur kopiert - von meinem Bericht findet sich vieles 1zu1 bei der anderen Mutter wieder.

Im neuen Kiga - die wußten gar nicht vom alten Kiga - war unser dann am Anfang "auffällig" weil er immer gefragt hat,
- ob er in die Puppenecke darf....,
- bei jedem Strich den er gemalt hat hat er nachgefragt ob das so OK ist,
- ist den Erziehern aus dem Weg gegangen
- war immer erschrocken, wenn er direkt von den Erziehern angesprochen worden ist
....

Im ersten Elterngespräch im neuen Kiga haben wir dann nur kurz mitgeteilt, das wir Probleme im alten Kiga (paar Beschilderungen) und denen war dann das Verhalten unserer Sohnes sofort klar. Jetzt nach 7 Monaten ist er ganz normal, spielt, hat viele Freunde und er ist unheimlich hilfsbereit, höflich und der ruhigste von den ganzen Jungs aber trotzdem sehr aufgeschlossen.

Er wird wie jeder andere im Kiga behandelt und es geht ihm richtig gut!
Und mir tut es sooo unheimlich weh zu wissen, das jetzt ein anderer Jungs so getrietzt wird.

Achja, damals mußten von 25 Kindern 18 Kindern in Therapien (Logo, Ergo...... ) also wohl auch nicht der normale Durchschnitt, oder?!?!
Diese Erzieherin wurde aus dem letzten Kiga mit :-[..entlassen....

Grüße
Lisa



Beitrag von caidori 07.04.11 - 19:11 Uhr

Liest sich etwas wie ein schlechter Film, aber ich habe wirklich mal eine Frage an dich dazu.

Rennst du wirklich zu zig Spezialisten nur weil 1! Erzieherin dir das sagt, wenn du das Gefühl hast es hat nichts auf´m Nacken und wenn es mit deinem Kind ansonsten keine Probleme gab?

Erzieherinnen in allen Ehren, (ich bin hin und weg von unseren,mal nebenher angemerkt) aber wenn ich doch nirgendwo Probleme mit meinem Kind habe und Beschwerden dieser Art von 1 Erzieherin kommen, würde ich der Dame ein paar Takte dazu sagen und damit wäre das Thema für mich durch.

(Wenn man selber merkt da sind irgendwo Probleme und man wird von den Erziehern angesprochen ist das was anderes, dann ist man ja irgendwo froh das auch andere die Probleme sehen und man dagegen etwas tun kann.)

LG Caidori

Beitrag von twins 07.04.11 - 19:24 Uhr

Hi,
tja, jetzt bin ich auch schlauer...wir sind am Anfang wirklich immer gelaufen, nicht das doch was "wahres" dran ist.
Wir hatten echt vertrauen und haben gedacht, wenn das eine Erzieherin sagt, die ja eigentlich Profi in Sachen Kinder sein sollte, dann muss doch was dran sein.

Zum Schluss war es nur noch den "Gegenbeweiß" zu erbringen, das es nicht wahr ist und das sie aufhören soll immer etwas zu behaupten, was definitiv nicht wahr ist. Es war nur noch ein Spießrutenlaufen....

Tja, bei uns auf dem Dorf ist es so, das der Bürgermeister entscheidet, ob Du den Kiga wechseln darfst (in andere Gemeinde) oder nicht, da die Gemeinde für jeden besetzen Kiga-Platz Zuschüsse bekommt und diesen Zuschuss muss die Gemeinde dann der nächsten Gemeinde überweisen. Unser Bgm. hat es dann einmal verweigert und der neue Kindergarten in der "Verwaltungsgemeinschaft" wollte uns deswegen auch nicht nehmen.
Jetzt sind wir in einer ganz anderen Gemeinde und der dortige Bgm. hat für uns alles recht schnell möglich gemacht....

Das andere Kind geht auch gleich 10km entfernt in einen anderen Kiga - auch nicht mehr in der Verwaltungsgemeinschaft....die hat auch eine Absage bekommen....

Bei uns hat die alte Kiga Leitung noch alle Kindergärten die in Frage kamen angerufen um nachzufragen, wo ich hingehe...hat dann erwähnt, das wir Querolanten sein....

Grüße
Lisa

Beitrag von caidori 07.04.11 - 20:48 Uhr

Hallo,

puh das ist echt eine bescheidene Situation, da glaube ich dir gern das man heilfroh ist wenn man endlich einen neuen Platz bekommt.

Ich weiß nicht ich glaube ich wäre da äusserst unangenehm geworden, auch wenn das schwierig zu sagen ist, da man ja nicht in so einer Zwickmühle sitzt.

Ich versteh ein Stück weit das man sich sorgt wenn man von den Erziehern angesprochen wird und glaube in der Situation ist man auch schnell verunsichert. Andererseits (liegt evtl an der Persönlichkeit + den eigenen Erfahrungen) lasse ich mich nicht so arg schnell verrückt machen, und besonders wenn sie euch wirklich noch schlecht gemacht hat bei den anderen Kindergärten, hätte sie von mir wirklich Ärger bekommen.

Geht das bei euch nicht erstmal über die Stadt? Das ist bei uns nämlich so, glaube damit bei uns der Bürgermeister sich einschaltet da müsste man vermutlich einen der KiGa´s in die Luft sprengen ^^

Weil wenn die in so einer Beziehung zueinander stehen, wird das natürlich ganz schwer da irgendwas zu erreichen, ausser alle Eltern gehen da geschlossen gegen so ein Verhalten vor.
Kann man nur für die Kinder hoffen das sich die Eltern da zusammen tun.

LG Caidori

Beitrag von mondfluesterin 07.04.11 - 20:59 Uhr

Also ich frage mich manchmal, wo hier manche wohnen bzw. was in deren KIGAS so "abgeht"... Meine Güte, das bisschen Kritik, die ich gegen unseren KIGA vorbringen könnte, ist ein Witz dagegen. Wenn die nächste Regionalzeitung nicht gerade aus Eurem komischen Dorf kommt oder mit dem Bürgermeister schläft, würde ich es dort pubkik machen. Auf jeden Fall ist so etwas echt unmöglich und hört sich an, wie aus einem schlechten Film...