Sich anbahnender Familienkrach - was würdet ihr machen?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von das tantchen 07.04.11 - 14:08 Uhr

Hi,

ich weiß, dass das nicht hierher gehört, aber ich will schwarz schreiben. Ich versuche es kurz zu machen. Ich lebe mit Mann und drei Kindern in einem kleinen idyllischen Dorf. Wir habe uns ein kleines Bauernhaus gekauft, das wir nach und nach renovieren (je nach Zeit und Geld). Also so ein Langzeitprojekt.

Im gleichen Dorf leben noch meine Eltern und die beiden verwitweten Schwestern meines Vaters (die leben getrennt, nicht zusammen). Jede dieser Parteien hat ein Haus mit großen Gärten. Jetzt gibt es in diesen Gärten im Sommer ja nicht wenig zu tun. Mein Mann arbeitet halbtags (oft am WE, dass das passt), ist mittags für die Kinder da, macht den Haushalt, und hilft meinen Eltern auch ums Haus. Ich arbeite Ganztags, z.T. noch mit 20% Überstunden, da zwei Kollegen ausgefallen sind.

Meine eine Tante hat eine kleine Rente, ist alt und recht gebrechlich, hatte nie Kinder - da ist es klar, dass wir schauen und mithelfen (im Winter Schneeräumen, etc.), das würde nicht anders gehen.

Jetzt die andere Schwester meines Vaters: Sie ist verwitwet. Sie hatte drei Kinder, aber mein ältester Cousin ist gemeinsam mit seinem Vater vor einigen Jahren tötllich verunglückt. Das war schlimm und wir haben uns damals wirklich um sie gekümmert - aber es war nicht einfach, da sie schon vor dem Unglück wirklich anstrengend und kratzbürstig war. Auf jeden Fall ist meine Tante sehr wohlhabend, sehr auf Etikette bedacht .... und hat sich nun in den Kopf gesetzt, dass mein Mann dort einen Vormittag in der Woche im Garten helfen könnte, da er "allen anderen ja auch hilft".

Ich sehe es nicht wirklich ein. Mein jüngerer Cousin lebt zu Hause (langzeitarbeitsloser Musiker, lebt von dem, was meine Tante ihm gibt und von wenigen privaten Musikstunden - Kommentar von meiner Tante "als Pianist kann man nicht im Garten arbeiten"). Dann gibt es noch meine Cousine und ihr Mann, die wohnen ca. 30 Minuten weg, kommen aber so gut wie nie. Dann hätte meine Tante noch die Option, einfach jemanden anzustellen (Geld wäre da).

Ich denke einfach, dass wir schon so wenig Zeit haben, bei uns viel liegen bleibt und ich es ehrlich nicht einsehe, da ich finde, dass die eigenen Kinder meiner Tante da ran müssten. Das mag nun egoistisch klingen. Daher wollte ich mal fragen, wie ihr das seht?

Beitrag von diebina 07.04.11 - 14:14 Uhr

ich sehe das ganz genauso und würde das der Tante auch klipp und klar sagen.

Dein Mann hilft der (kinderlosen) Tante ja nicht, weil er zu viel Zeit hat, sondern weil sie KEINE Kinder, die ihr helfen könnten.

sollten die Kinder der anderen Tante mal alle zusammen ein Weltreise machen oder sich alle gleichtzeitig ein Bein brechen, so steht Dein Mann bestimmt als "Aushilfe" zu Verfügung :-)

lass Dich nicht einschüchtern, ihr seid kein bißchen egoistisch!

gruß
die bina

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 14:19 Uhr

Ja, die Tante kann doch aber nichts dafür, dass ihre Kinder nicht helfen...

Beitrag von frieda05 07.04.11 - 14:43 Uhr

klar kann sie was dafür, was verzieht sie ihre Gören so, daß sie sich zu einer undankbaren Brut entwickeln? #rofl#rofl#rofl... - Hilfsbereitschaft wird vorgelebt. Scheint sie versäumt zu haben.....

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 15:42 Uhr

#augen

Beitrag von stormkite 07.04.11 - 14:54 Uhr

Na ja, wenn da stehen würde:

Sie ist verzweifelt, weil ihre Kinder sich weigern ihr zu Helfen und Sie ist arm wie eine Kirchenmaus, dann könnte man da ja noch mal drüber nachdenken.

Aber ein Hiwi, der jede Woche einmal kommt, und 3 Stunden im Garten schafft - der kostet im (Sommer) Monat vielleicht 120,- - 150,- Euro.

Das kann einem der eigene Garten schon wert sein, nicht? Oder man kann man auch Parzellen abstecken, und die als Schrebergarten weitervermieten? Oder den Bauern von nebenan anbieten, das er die Pferde drauf weiden lassen darf? Interessierten Gartenfreunden die Nutzung der Beerensträucher und Obstbäume erlauben gegen Gartenpflege?

Kite

Beitrag von agostea 07.04.11 - 15:43 Uhr

Stimmt. Alle anderen aber auch nicht:-)

Gruss
agostea

Beitrag von diebina 07.04.11 - 17:27 Uhr

klar, kann sie was dafür. es sind ja schließlich IHRE Kinder. und wenn ich höre, dass Sohn sogar im haus wohnt und sie ihn finaziert, sorry, dann kann ich nicht den Mann meiner Nichte einspannen!!

Beitrag von masolu 07.04.11 - 14:14 Uhr

Hey,
also ich finde deinen Gedankengang absolut nachvollziehbar und würde es genauso sehen. Ihr seid doch nicht die Lastentiere vom Dienst. Familiäre Hilfe schön und gut,aber ihr müsst nicht alles alleine Schultern! Richtig so!

Beitrag von frischerduft 07.04.11 - 14:16 Uhr

Hallo,

ich sehe das genauso wie du.

Würde sie deinen Mann denn für seine Hilfe bezahlen wollen oder soll er es einfach machen, weil er den anderen eben auch hilft?

Ich finde es recht komisch von Tantchen, dass ihr eigener Sohn im Haus lebt (und wahrscheinlich keinen Finger rührt) während der Vater von drei Kindern ihr im Garten helfen soll.
M. E. sollte sie ihrem Sohn mal in den Popo treten statt ihn zu verteidigen, dass er mit seinen Künstlerhänden nicht für grobe Arbeiten taugt.

LG

Nici

Beitrag von das tantchen 07.04.11 - 14:54 Uhr

Hallo,

nein, Großzügigkeit ist nicht Tantchens Stärke - sie würde ihm einen leckeren Kaffee kochen - aber Bezahlung? Nein, da könnte man ja gleich jemanden einstellen!

Ihre Argumentation = klar haben wir viel zu tun ABER sie sieht doch, dass wir es mit unserem Haushalt nicht so genau nehmen und auch Zeit für alle anderen Verwandten haben, nur für sie eben nicht = wenn Zeit für alle da ist, dann eben auch Zeit für sie UND wenn mein Mann bei ihrer Schwester nicht bezahlt wird, dann bei ihr auch nicht.

Beitrag von frieda05 07.04.11 - 15:05 Uhr

Die ist ja süß..#rofl.... -

frei nach dem Motto: "bei Euch verlottert sowieso schon alles, da kommt es nicht mehr drauf an" ?

Wie alt ist Tantchen denn so? Vielleicht könnte sie, während Dein Mann ihren Garten macht im Gegenzug Deine Wäsche bügeln oder kurz bei Dir durchwischen, mit den Kindern Mathe üben und grad noch schnell für Dich einkaufen? Sollte man doch an einem schlappen Vormittag gebacken bekommen, oder #rofl?

GzG
Irmi

Beitrag von das tantchen 07.04.11 - 16:03 Uhr

Hallo,

das arm wie eine Kirchenmaustantchen geht auf die 80 zu (die wir unterstützen) - besagte Tante wurde letztes Jahr 70 (und lud uns nicht ein, mit der Begründung - nur allerengste Familie!). Aber man will ja nicht lästern. #schwitz

Man muss fairerweise sagen, dass sie wirklich immer eine tolle Hausfrau war und unsere Haushaltsführung wirklich etwas unperfekt wirken muss - aber wir arbeiten mit völlig anderen Zeitfenstern und logisch daraus folgenden minimalistischeren Standards.

Sie ist mit ihrem Haus wirklich gefordert, andererseits zwingt sie wirklich niemand dazu, mit meinem Cousin auf 250qm Wohnfläche zu wohnen. Da könnte man super eine Wohnung abtrennen. Uns helfen? Nö, wir sind ja nicht verwandt und sie ist alt und hat in ihrem Leben so viel gearbeitet und wir haben ja noch meine Eltern. Sie hatte nie jemand .... ich lästere schon wieder. Ich werde sicher auch mal ein böses Tantchen #schwitz

Mir ging es echt nur drum, dass mal ein paar neutrale Leute sagen, ob man das -dem Familienfrienden zuliebe- machen sollte.





Beitrag von agostea 07.04.11 - 16:07 Uhr

>> aber wir arbeiten mit völlig anderen Zeitfenstern und logisch daraus folgenden minimalistischeren Standards.<<

Einwandfreier Satz, astrein! DEN muss ich mir merken *notier* #rofl

Grussa
gostea

Beitrag von frieda05 07.04.11 - 16:12 Uhr

kommt gleich nebens Türschild...#rofl

Beitrag von bensu1 07.04.11 - 15:50 Uhr

hallo,

dieses tantchen ist schlichtweg unverschämt.

ich würde mich auch weigern, ihr zu helfen, aber ohne schlechtem gewissen.

lg
karin

Beitrag von lichtchen67 07.04.11 - 14:19 Uhr

Als Pianist kann man sich derbe Handschuhe über die zarten Fingerchen ziehen und sehr wohl im Garten arbeiten.

Ich seh das genau wie Du. Außerdem bleibt hilfe immer noch freiwillig, einfordern geht gar nicht. Soll das Tantchen entweder ihre Kinder ranziehen oder jemanden bezahlen, fertig.

lichtchen

Beitrag von frieda05 07.04.11 - 14:48 Uhr

wie soll Dein Mann regelmäßig vormittags im verwandschaftlichen Garten zu Kehr gehen, wenn er halbtags arbeitet und danach für die Kiddies da ist?

Lehne freundlich aber bestimmt ab oder frage sie, ob sie während der von ihm investierten Zeit eine Haushaltshilfe/Handwerker für Eure anfallenden Dinge finanziert.

GzG
Irmi
Ps.manche Menschen haben Einfälle wie ein altes Haus...#augen.....

Beitrag von umsche 07.04.11 - 15:08 Uhr

Ich sehe das genauso wie du. Lasst euch nicht ausnutzen!!!

LG
umsche

Beitrag von agostea 07.04.11 - 15:54 Uhr

Sie ist wohlhabend. Haut rein #schein

Gruss
agostea

Beitrag von frieda05 07.04.11 - 16:01 Uhr

in die Fr.... #cool,

oder als Erbschleicher?

Beitrag von seelenspiegel 07.04.11 - 16:03 Uhr

Unaffällig genau in der Reihenfolge #schein

Beitrag von agostea 07.04.11 - 16:06 Uhr

Also "haut rein" meinte ich natürlich im übertragenen Sinne....obwohl.....#schein

Beitrag von schwarz-weiß 07.04.11 - 19:11 Uhr

Ich hoffe doch sehr für deinen Cousin, dass ihm seine Mama auch das Essen in mundgerechte Stücke schneidet und ihn füttert, ebenso nach dem Badbesuch den Allerwertesten abwischt. Nicht auszudenken was passiert, wenn er sich mit der Gabel abrutscht oder mit nem Finger an einer Stelle stecken bleibt, wo die Sonne nicht scheint. Seine komplette Karriere wäre ruiniert #zitter

Beitrag von kanojak2011 07.04.11 - 20:14 Uhr

Das muss man nicht sehen, die Antwort ist klar...und im Falle der doofen Entscheidung gehören dazu immer zwei.

ihr könnt aber sehr diplomatisch sein und sagen:
Tante, wenn du nicht mehr kannst, dann helfe ich dir doch jemanden finden, der für dich arbeiten könnte, sag doch, wenn ich mich umschauen soll, ich habe leider dafür keine Zeit mehr!