Für vergessene Hausaufgabe sofort die 6

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Beitrag von lolia1 07.04.11 - 14:33 Uhr

Hallo,

uneser Tochter besucht die Orientierungsstufe (Klasse 5) einer Regionalschule.

Dort wurde festgelegt das es für vergessene Hausaufgaben sofort eine 6 gibt. Die Kinder können die Hausaufgabe nach reichen und die zweite Note wird dann dagegen gesetzt, macht aber wenn es gut läut insgesamt nur ne 4.
Ist doch total daneben, jedem passiert es mal das er was vergisst. Keiner ist vollkommen, auch nicht die Lehrer.

Meine Frage: dürfen nur die bewertet werden die keine Hausaufgabe mit haben? Ich glaube mal gehört zu haben wenn dann müssen alle bewertet werden.

Hoffe es kennt sich jemand damit aus.

Liebe Grüße
Petra

Beitrag von rienchen77 07.04.11 - 14:53 Uhr

ist zwar hart die Strafe, aber dran ändern kannst du nichts...

aber ich finde es gut das man seine Note wieder ausbügeln kann....

Beitrag von meringue 07.04.11 - 15:02 Uhr

Hallo,
das ist hart, aber vllt hat die Schule die Erfahrung gemacht, dass HA sonst nicht ernst genommen werden. Bei unserer Schule gibt es diese Regelung nicht.



Naja:
Ein Anlass, auch wirklich jede Hausaufgabe zu machen.#huepf




Ist eigentlich auch machbar....

Beitrag von leiahenny 07.04.11 - 15:02 Uhr

Sie ist in der 5 Klasse und nicht mehr bei den Kleinen.

Bei uns ist das bereits seit Klasse 3 so - also wo ist dein Problem. Wenn es einmal im Schuljahr passiert wird es sicher keinen Einfluss auf die Note haben.
Bei 10 mal ohne Hausaufgaben ist es sicher gerechtfertigt, oder ?

Beitrag von mc3 07.04.11 - 15:05 Uhr

> Meine Frage: dürfen nur die bewertet werden die keine Hausaufgabe
> mit haben? Ich glaube mal gehört zu haben wenn dann müssen alle
> bewertet werden.

Mündliche Noten dürfen natürlich einzelnen Schülern gegeben werden. Wie sollte das anders funktionieren? Man kann ja z. B. auch nicht die ganze Klasse während einer Stunde ausfragen.

Fraglich ist vielmehr, ob Hausaufgaben überhaupt als mündliche Note gewertet werden dürfen. Darüber zu streiten, dürfte aber nicht viel bringen. Die Notengebung liegt bei den mündlichen Noten ja eh mehr oder weniger im Ermessen des Lehrers. Zur Not wird man halt über den Inhalt der HA abgefragt und bekommt darauf die 6, damit auch formal alles 100% korrekt ist.

> Ist doch total daneben, jedem passiert es mal das er was vergisst.

Die Regelung wird ja nicht ohne Grund so sein. Wenn die Hausaufgaben nicht freiwillig gemacht werden, muss halt irgendeine Art von Zwang her.

Natürlich kanns jedem passieren, dass er ertwas vergisst, aber dann muss er eben mit der 6 leben. Wenn man zu lernen vergisst und abgefragt wird oder eine Ex geschrieben wird, hätte man genauso eine 6.

Beitrag von luka22 09.04.11 - 15:36 Uhr

"Die Regelung wird ja nicht ohne Grund so sein. Wenn die Hausaufgaben nicht freiwillig gemacht werden, muss halt irgendeine Art von Zwang her."

Es ist rechtlich nicht erlaubt Noten als Disziplinierungsmaßnahme zu vergeben.

Grüße
Luka

Beitrag von itsmyday 07.04.11 - 19:01 Uhr

Hi Petra!

Ist bei uns genau so.....nur dass man nicht ausbessern kann! #augen

Als mein Sohn in Latein dann bis zum Halbjahr 3 (!!) Sechsen gesammelt hatte, habe ich mir einen Termin geben lassen und mal nachgefragt, wie das gewertet wird, weil er auf die Klassenarbeiten nur Zweien hatte und sich eigentlich eine recht gute Note erhofft hat. #schwitz

Sie meinte, diese Noten wären in erster Linie "Erziehungsmaßnahmen", weil manchen Kindern (z.B. meinem Sohn #hicks) anders nicht beizukommen sei. #zitter

Am Ende hat er dann eine 3 ins Zeugnis gekriegt.....also recht human. #cool

LG Itsy

Beitrag von maxi03 07.04.11 - 20:35 Uhr

Ich kenne es so, dass Hausaufgabe gar nicht bewertet werden dürfen.

Bei uns gilt die Regel, dass die Eltern nach 3x eine Mitteilung bekommen mit dem Hinweis, dass nach weitere 3x ein ungenügend (sprich 6) als Bewertung hinzukommt.

LG

Beitrag von hubbelabbel 07.04.11 - 20:54 Uhr

Guten Abend!
Eine Sechs bei nichtgemachten Hausaufgaben ist überhaupt nicht zulässig! Ich bin immer wieder entsetzt, wenn ich so etwas lese. Wehrt euch! Ich setze bei 3 Mal versäumten HA z.B. die Epochalnote eine Stufe nach unten. Das wird den Eltern im Hausaufgabenheft mitgeteilt und ist für die Schüler , die NIE ihre Arbeiten erledigen, eine herbe Erfahrung, die aber ab und zu hilft. Für die Kinder, die MAL ihre Sachen vergessen, ist das zu verschmerzen.
Ich gebe generell wenig HA auf, ich bin der Meinung, dass man im Unterricht genug Möglichkeiten hat zu üben.
Liebe Grüße

Beitrag von lolia1 08.04.11 - 12:42 Uhr

Hallo,

das habe ich auch schon mehrfach gehört u.a. auch von Lehrern. Gibt es eine Quelle wo man das nach lesen kann oder wie kann ich argumentieren.
Es war vom Schulelternrat vorgeschlagen, bei nicht gemachter HA eine Bleistift 6 zu geben und die Kinder hätten dann die Möglichkeit unaufgefordert die HA nachzureichen, dann verschwindet die sech. Tun sie es nicht, wird daraus eine richtige. Das finde ich total i.O.
Dieser Vorschlag wurde von der Schulleitung dann nicht angenommen.

Im Moment bin ich so sauer auf diese Schule, weil so viele Dinge nicht richtig laufen, die Motivation der Lehrer gleich null ist und die Meinung der Eltern zwar erfragt wird (wohl weil sie es müssen) aber es eigentlich nicht wirklich interessiert.

Liebe Grüße

Beitrag von luka22 08.04.11 - 14:43 Uhr

Auch wir haben im Seminar gelernt, dass es nicht zulässig ist. Aber dazu gibt es keinen richtigen Paragraphen, sondern das ergibt sich wohl aus der Ableitung des §70 des Landesbeamtengesetzes.

Für BaWü gilt insbesondere:

"Bei der Notengebung ist die Gleichbehandlung aller Schüler zu beachten sowie - in BW nach § 70 Landesbeamtengesetz - eine "unparteiische und gerechte Amstführung" zu leisten.

Es ist deshalb unzulässig, nicht gemachte Hausaufgaben mit "6" zu bewerten, wenn man die gemachten Hausaufgaben nicht mit "1", "2" usw. bewertet. Es ist also verboten, gemachte Aufgaben nur "abzuhaken" und nicht gemachte als "ungenügend" einzustufen, weil dies Leute, die zuhause nicht arbeiten, überproportional negativ belastet."

Das habe ich aus einem Lehrerforum und so auch selber gelernt.

Grüße
Luka

Beitrag von delfinchen 08.04.11 - 19:49 Uhr

Hallo,

ich habe das im Seminar - Bayern - auch so gelernt, dass Hausaufgaben nicht benotet werden dürfen.

LG,
delfinchen

Beitrag von shorty23 08.04.11 - 20:16 Uhr

Hallo,

bei uns in BW dürfen HA benotet werden, aber die Frage ist wie.

- Ich rufe Max auf und er liest einen super Haus-Aufsatz vor, ich notiere das und rechne es in die mündliche Note ein - zulässig. Oder ich rufe Alex auf, der hat keinen Aufsatz vorzulesen, da nicht gemacht, ich rechne auch das in die mündliche Note ein - ebenfalls zulässig.

- Ich sammle die schriftlichen HA einer ganzen Klasse ein und gebe jedem eine Note. Ich rechne das in die schriftliche Note ein, zulässig.

Ich muss halt am Anfang sagen, was ich wie einrechne und schriftliche HA dürfen nicht ins Mündliche eingerechnet werden usw. unser Schulrechtstyp beim RP hat aber gesagt, dass die ganze Hausaufgaben-Sache eine totale Grauzone ist #augen.

LG

Beitrag von shorty23 07.04.11 - 21:11 Uhr

Hallo Petra,

ja, das stimmt, es müssten dann die HA der ganzen Klasse eingesammelt werden und alle müssten benotet werden, dann könnte man für nicht gemachte oder nicht vorgelegte HA eine 6 geben, sonst nicht.

Aber: dass die Kinder die Hausaufgaben machen ist doch im Interesse der Eltern, bei mir beklagen sich ständig Eltern, dass die Kinder keine HA machen, aber es ist doch auch der Witz, bei 3 Strichen einen Brief an die Eltern, bei 5 eine Strafarbeit blablabla, da lachen sich meine 8er doch nen Ast, 5x ohne HA und ne kleine Strafarbeit, da ist doch viel mehr Zeit gewonnen als 5x HA und keine Strafarbeit!

Nun denn, sprich doch mal mit den anderen Eltern / den Elternvertretern und schau, was die so denken / meinen. Wie und wo und v.a. zu wie viel wird die HA Note denn eingerechnet?

Gruß

Beitrag von geli0178 08.04.11 - 11:10 Uhr

Hallo,

beim Sohn meiner Freundin war das von Lehrerseite die Notlösung in der sechsten Klasse. Dort hatte im Schnitt die Hälfte der Schüler keine Hausaufgaben gemacht. Die Lehrer sahen es dort als Erziehungsmaßnahme an, da in der sechsten Klasse die Entscheidung über den weiteren schulischen Werdegang entschieden wird. Nachdem der Junior zweimal die Note sechs für vergessene Hausaufgaben und eine Note sechs für vergessenen Hefter incl. den Hausaufgaben erhalten.Den Hefter hat er nach der Schule der Lehrerin nachgereicht und die neue Note wurde gegengerechnet. Nach den ganzen Vorfällen baten die Eltern um ein Gespräch und waren schlauer. Junior hat inzwischen abends wieder die Hausaufgaben vorzulegen und es wird Rucksackkontrolle gemacht. Das stört den Jungen zwar enorm, aber gebracht hat es immerhin was.

Viele Grüße

Geli

Beitrag von luka22 09.04.11 - 15:38 Uhr

Noten dürfen rechtlich keine ERziehungsmaßnahme sein!

Grüße
Luka

Beitrag von geli0178 09.04.11 - 20:53 Uhr

Das ist mir schon klar, aber leider wird das zunehmend von Lehrern als Erziehungsmittel genutzt, anstatt vorher mit den Eltern zu sprechen.

VG

Geli

Beitrag von luka22 09.04.11 - 20:58 Uhr

Das weiß ich und verstehe es sogar dann und wann, richtig ist es trotzdem nicht. :-)

Grüße
Luka

Beitrag von mimi1410 10.04.11 - 12:20 Uhr

Hi,
in welchem Bundesland seid ihr denn? Hier in By dürfen z.B. Hausaufgaben nicht benotet werden, dienen ja der Übung ... an unserer Schule bekommen die Kinder ein Vergessensstricherl und bei 5 Stricherln eine Zusatzarbeit ....

LG MImi