Brille !!Wieso??

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mareike30 07.04.11 - 15:08 Uhr

Hallo,

bin gerade ziemlich durcheinander.Mein Sohn ist 6 Jahre und laut augenarzt gerade soll er eine Brille bekommen.
Die teste Ohne tropfen sahen so aus das er alles lesen konnte bis auf dem linken auge,da konnte er die allerletzte zeile (allso das minikleine)nicht lesen.
Jetzt hat er diese augentropfen drin und konnte gar nichts lesen.Und jetzt soll er eine Brille bekommen.
Ich verstehe das nicht.Bis auf diese kleine ziele konnte er alles sehen wieso eine brille.Kleinere unterschiede hat doch fast jeder aber trotzdem laufen diese alle ohne brille rum.

Habt ihr damit schon einmal erfahrungen gemacht??

Beitrag von janimausi 07.04.11 - 15:10 Uhr

Der Augenarzt von meinem Freund war auch ein wenig übereifrig...
Obwohl er als Kind nie Probleme mit dem Sehen hatte, hat alles erst angefangen, nachdem er die Brille hatte und war dann mit 18 bei fast 10 Dioptrin.

Ich würde dir raten noch zu einem anderen Augenarzt zu gehen und eine zweite Meinung einzuholen.

LG

Beitrag von jabberwock 07.04.11 - 15:12 Uhr

Hi,
nicht wirklich Erfahrung, mein Sohn ist auch erst 4. Aber unser Augenarzt hat erklärt, dass seiner Mn bis zu 2/3 aller bis zum Schulalter verordneten Brillen überflüssig seien. Eine leichte Sehschwäche ist bis dahin normal, die Augen wachsen sich ja auch erst zurecht.
Natürlich kann ich deinen Fall nicht beurteilen. Aber vielleicht holst du noch mal eine zweite Meinung vom Fachmann ein?

LG, jb

Beitrag von basket 07.04.11 - 15:26 Uhr

Wenn die Augen aufgetropft werde sehen die Kinder nur noch verschwommen, dass ist ganz normal! Mein Großer (4 und Kurzsichtig) hat seit zwei Jahren eine Brille. Bei uns wird erst immer der Sehtest in der Augenschule gemacht und danach "Aufgetropft" und noch mal mit einem Gerät nachgemessen. Es wird getropft, damit man die Sehschärfe genau bestimmen kann.
Aber wenn du unsicher bist, dann hole dir doch noch eine zweite Meinung!
Lg Basket

Beitrag von monroe25 07.04.11 - 16:03 Uhr

Huhu,

ich berichte mal wie es bei uns war.

Unser Sohn hat mit etwas über einem Jahr seine Brille bekommen. Unser KInderarzt bat eine freiwillige Augenuntersuchung und wir haben das einfach gemacht obwohl wir keine Anhaltspunkte hatten, er würde schlecht sehen, im Gegenteil.

Da kam dann raus das er weitsichtig ist. Wir wurden zum Augenarzt überwiesen, gleiches Prozedere nochmal und es stimmt. Ich war auch erstmal durch den Wind.

Aber es ist so, dass die Kinder viel durch anstrengung kompensieren, d.h. sie strengen das Auge viel mehr an und für uns scheint es als würden sie normal sehen. Unser Sohn hat auch jeden Flusen auf dem Boden gesehen etc. Ungünstg ist immer wenn sowas nicht erkannt wird, weil daher auch oft Kopfweh oder Migräne herkommen.
Uns hat man gesagt, je eher man anfängt, desto schneller besteht die chance das er bald keine Brille mehr braucht.

Wichtig ist das Du Dein Kind bei der Brille unterstützt, ihm motivierst und ihm nicht das Gefühl vermittelst eine Brille sei etwas schlimmes. Denn dann wollen die Kinder die Brille auch nicht tragen.

Liebe Grüße
Julia

Beitrag von monroe25 07.04.11 - 16:05 Uhr

Ach so, die Aussage das jede Brille bis zum schulalter nicht benötigt wird, finde ich schon bedenklich.

Gerade in dem Alter wo sich das Auge nocht entwickelt, kam man Sehfehler mit einer Brille viel besser in den Griff bekommen als hinterher wenn sich das Auge ausgewachsen hat. Von daher macht eine Brille auch bei kleineren Kindern schon Sinn.

Ansonsten wenn Du ganz unsicher bist, geh zu einem zweiten Arzt und lass ihn da nochmal untersuchen.

LG
Julia

Beitrag von juniorette 07.04.11 - 16:44 Uhr

Hallo,

warum hast du genau diese Frage nicht dem Augenaezt gestellt? #kratz

Ich kann dir nur sagen:
es gibt mehr "Augenkrankheiten" als "nur" schlecht sehen.

LG,
J.

Beitrag von cherry19.. 07.04.11 - 16:49 Uhr

Mit Augentropfen kann man doch gar nichts lesen!
Ich hatte mal Tests mit Augentropfen. Als ich dann zum Bus bin, konnte ich den Fahrplan gar nicht lesen.
Von daher denke ich, dass dies wohl vollkommen normal ist. Und die letzte Zeile ist nicht soooo wichtig. Sagt mein Augenarzt zumindest immer.

Ich würde mir aber ganz sicher ne zweite Meinung einholen.

Alles Gute
Janine

Beitrag von twins 07.04.11 - 18:31 Uhr

Hi,
also ich will nichts falsches sagen aber...

- zuerst wir bei der Sehschule geprüft, ob das Kind schielt, sei es nach oben oder nach innen
- dann müssen die Kinder Zeichen die weiter weg sind erkennen. Bei uns Kreis die kl. Öffnungen haben, die die Kinder erkennen müssen.
- dann wird der Augenabstand gemessen

- und dann wenn sie etwas festgestellt haben, was nicht "normal" ist, und sei es noch so kleine Abweichung, dann werden Augentropfen gegeben, und das Auge besser zu Untersuchen, da wird nochmals gemessen,etc.

Bei minimaler Abweichung wird kaum was unternommen. Sicherlich, beim Wachstum kann sich vieles wieder ergeben aber leider auch anders herum, das es schlechter werden kann.

Such Dir einen Kinder-Augenarzt!
Wir waren auch das erste Mal bei einem NORMALEN aber der hat auch nur Mist erzählt. Dann waren wir bei zwei Kinder-Augenärzten und beide haben zu einer OP geraten. Also haben wir die jetzt auch hinter uns.

Grüße
Lisa

Beitrag von heimchen82 07.04.11 - 19:11 Uhr

Dein Kind hat wahrscheinlich einen angeborenen Sehfehler, den es aber gut ausgleicht (bis auf das eine Auge). Durch die Augentropfen, kann er den Sehfehler nicht mehr ausgleichen (akkomodieren > die Linse kann den Sehfehler nicht mehr ausgleichen) und darum sieht er mit Tropfen schlechter.
Auch wenn Kinder einen Sehfehler locker ausgleichen können, ist es auf Dauer + ab einem bestimmten Wert nicht gut >> kann zu Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Schwachsichtigkeit etc führen.

LG

Beitrag von zahnweh 07.04.11 - 19:41 Uhr

Hallo,

was hat denn der Augenarzt genau gesagt?

Ist er Kurzsichtig, weitsichtig?
Schielt er?
Hat er eine Hornhautverkrümmung?
Nystagmus?
wie ist die Diagnose?

Fakt ist, mit Augentropfen kann man nix sehen. Damit werden die Pupillen weitgetropft, damit man das Auge innen besser ausmessen kann.

Was wurde gemacht außer dem Zeilen lesen?
Schillerbild? Ein Auge zugehalten, damit jedes einzeln schauen muss?

Meine 3,5 Jahre hat bisher immer super gesehen - dachte ich. Sie erkennt die allerkleinsten Fusselchen und erkennt Menschen und Dinge in der Ferne sehr viel besser als ich mit stimmender Brille.

Wir sind zum Augenarzt. Die Zeilen kann sie sehr gut erkennen, wenn sie mitmacht. Auch die allerkleinsten.
Aber sie braucht eine Brille. Sie ist weitsichtig.

Der Augenarzt hat es mit und ohne Tropfen ausgemessen.
Er hat ihr dann ohne Tropfen ein Glas vor das betreffende Auge gehalten und sie damit schauen lassen (+3 dpt). Sie konnte durch dieses Glas etwas erkennen. Ein gesundes Auge sieht damit gar nichts.


Was ich allerdings empfehlen würde: zweite Meinung einholen!
mein Augenarzt damals konnte zwar feststellen, dass ich dringend eine Brille brauchte (wobei das schon sehr offensichtlich war: fiel überall runter, schielte sehr stark...) aber er war nicht in der Lage mir eine passende zu verpassen. Das schaffte dann ein anderer Augenarzt.

Letzterer konnte mir auch meine Fragen genau beantworten und klärte mich über Einzelheiten auf, die ich wissen wollte.

Beitrag von rockyve 07.04.11 - 21:05 Uhr

Hallo,
vielleicht kann ich dir weiterhelfen. Ich bin seit 10 Jahren ( oh, gott, schon 10 Jahre#schock) Arzthelferin beim Augenarzt.
Kinder können eine gewisse Fehlsichtigkeit ausgleichen( akkomodieren), deshalb bemerken viele Eltern die Fehlsichtigkeit auch nicht. Darum konnte dein Sohn, den Sehtest auch relativ gut absolvieren. Wenn die Augen getropft werden, können die Kinder den Sehfehler nicht mehr ausgleichen, weil die Pupille gelähmt ist. Dann kann man den richtigen Sehfehler ( Dioptrien) ausmessen. Bekommen die Kinder keine Brille, kann das Sehen mit der Zeit schlechter werden, da sie mit zunehmenden Alter den Fehler nicht mehr ausgleichen können. Genauso kann ein Auge schlechter werden, das dann anfängt zu schielen.
An deiner Stelle würde ich, wenn du unsicher bis dir eine zweite Meinung einholen.
Und bitte nicht auf Aussagen hören, das 2von 3 Brillen in dem Alter unnötig sind#augen. Leider werden viel zu viele Fehlsichtigkeiten bei Kinder übersehn, die später im Leben Probleme bereiten können( Führerschein, Berufswahl).
Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Lg Yve mit Elaine#verliebt und Emily#verliebt

Beitrag von heimchen82 07.04.11 - 21:28 Uhr

#pro
Da ist wieder die fähige Augenarzthelferin! ;-)

LG von Augenarzthelferin zu Augenarzthelferin

Beitrag von rockyve 08.04.11 - 09:16 Uhr

:-D Danke!
Von dir hätte sie wahrscheinlich auch eine gute Antwort bekommen :-D

Lg Yve

Beitrag von mareike30 09.04.11 - 16:01 Uhr

Hallo,

Danke für deine Antwort.Auf dem rezept für die Brille steht folgendes:

R Sphäre +2,25 Zylinder -0,50
L Sphäre + 3,50 zylinder 0.00

Kannsr du damit was anfangen??

Beitrag von rockyve 09.04.11 - 18:06 Uhr

Hi,
laut den Werten ist er Weitsichtig. Das ist genau das was ich beschrieben habe, das die Kinder das ausgleichen können. Er hat auch noch nicht besonders hohe Werte, glaube ich dir gern das er den Sehtest gut bestanden hat. Aber im zunehmenden Alter wir er dies dann nicht mehr können und das kann dann zu einer Sehverschlechterung führen. Dieses -0,50 zyl. heisst,das er eine minimale Hornhautverkrümmung hat. Haben aber sehr viele Menschen.
Ich denke, er wird die Brille schon brauchen. Er sollte sie tragen. Bist du dir aber immer noch nicht sicher, dann lass nochmal einen anderen Doc draufschauen. Schaden kann es ja nicht.

Lg Yve