eben Kündigung bekommen - brauche Hilfe!!!

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von lalunia 07.04.11 - 15:16 Uhr

hallo zusammen,

ich bin grad völlig aus dem häuschen! habe eben eine kündigung bekommen!!!! erst bei dem gespräch hab ich aber meiner chefin gesagt, daß ich schwanger bin. sie stellte mir trotzdem ein kündigungsschreiben aus und ich bin ab montag frei gestellt. geld bekomm ich bis ende mai noch bezahlt.
dann sprach ich sie aber wegen kündigungsschutz an, sie meinte dann, am besten umgehen wir das, wenn wir nen aufhebungsvertag machen! das will ich nicht, weil ich krieg dann kein arbeitslosengeld!
habe eben meine fä angerufen, sie ist bereit mir ein beschäftigungsverbot zu schreiben.

was soll ich machen???

lg
lalunia

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 15:18 Uhr

Warum ein BV?
Du solltest direkt einen Anwalt konsultieren und gegen die Kündigung vorgehen.

Gruß,

W

Beitrag von lalunia 07.04.11 - 15:20 Uhr

weil dann ja nen teil die krankenkasse zahlt!

ich will zwar nicht weiter hier angestellt sein, aber ich will auch kein aufhebungsvertag machen.

dennoch danke für deine schnelle antwort!

lg
lalunia

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 15:26 Uhr

Was willst Du DANN?
Für ein BV gibt es doch keinen Anlaß und das ist auch keine Option, um Dir oder dem AG Unannehmlichkeiten zu ersparen.

Gruß,

W

Beitrag von j.d. 07.04.11 - 15:31 Uhr

Wenn außer der Kündigung keine anderen Gründe für ein BV vorliegen, darf der Arzt das nicht ausstellen! Mit welcher Begründung denn??? Und die Krankenkasse (=Allgemeinheit zahlen lassen) is ja auch nicht wirklich fair. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, also echte Gründe für ein BV vorliegen, is das absolut ok, weil es geht um die Gesundheit von Mutter+ Kind aber so #contra . Da muss mal schön der AG durch wenn er dich los haben möchte!
In solchen Fällen stellt dann ja der AG oft komplett bis MuSchu bezahlt frei. Falls dein AG das nicht macht und es z.B. zu Mobbing etc. kommt, und die Gründe für ein BV vorliegen, kann der FA das immer noch ausstellen. Du bist doch jetzt eh erstmal bezahlt freigestellt, deshalb hast du doch Zeit.

Beitrag von schorti 07.04.11 - 15:21 Uhr

Aber wenn deine Chefin noch nichts von deiner SS wusste, hast du doch auch eigentlich kein Sonderkündigungsschutz, oder?
#kratz

Beitrag von mamavonyannick 07.04.11 - 15:22 Uhr

Doch hat sie. Sie muss es nur in einer gewissen Frist sagen und die Kü damit anfechten.

vg, m.

Beitrag von frau-seltsam 07.04.11 - 15:25 Uhr

Ja, sie hat Kündigungsschutz.
Man kann nach einer Kündigung innerhalb 2 Wochen von der Schwangerschaft erzählen, dann besteht Kündigungsschutz!!!!

Ich würde mich auf keinen Fall mit einem Aufhebungsvertrag zufrieden geben. Das wirkt sich nicht nur auf´s Arbeitslosengeld aus, sondern auch auf Elterngeld.

Beitrag von katrin1989nms 07.04.11 - 15:24 Uhr

Mann darf bis zu 2 Wochen nach der kündigung dem Chef sagen das man schwanger ist denn ist die Kündigung unwirksam.

Beitrag von mira24 07.04.11 - 16:54 Uhr

In meinen Unterlagen von der KK zum Mutterschutz/ Beschäftigungsverhältnis steht:

"Spricht man Ihnen die Kündigung aus, bevor sie Ihrem AG von der SS unterrichtet haben, können sie das schriftlich innerhalb 14 Tagen nachholen. Die Kündigung wird dann sofort unwirksam."


Da solltest du auch drauf bestehen, wird aber scheinbar ein "harter Kampf" wenn dei AG jetzt mit aufhebungsvertrag kommt. Geh sonst zum Rechtsanwalt. Das Recht liegt auf deiner Seite.

LG Nadine

Beitrag von elena-mike 07.04.11 - 15:21 Uhr

Hallo,

ich habe aus einem ähnlichen Grund ein BV bekommen und schlage mich jetzt seit Januar mit meinem Arbeitgeber vor Gericht rum. Mein Anwalt meinte, wenn das Verhältnis zwischen AG und AN einmal einen Knacks hat bleibt es auch so....

Liebe Grüße

Beitrag von flugtier 07.04.11 - 15:21 Uhr

Ich stimme Windsbraut zu!

Selbst wenn du dich entscheidest nach der Elternzeit dort nicht weiter zu arbeiten! Sie KANN und DARF dich nicht kündigen - denn offensichtlich wusste sie ja vorher von deiner SChwangerschaft. Sobald sie es also weiß, kannst du nicht gekündigt werden.

Lass dich bloß nicht auf einen Aufhebungsvertrag ein sondern ruf heute noch einen Anwalt für Arbeitsrecht an! Ein BV nutzt dir dann höchstens später wenn die Kündigung aufgehoben ist aber die Chefin sich im Alltag doof anstellt.

Beitrag von alagdolwen 07.04.11 - 15:22 Uhr

Erstmal tief durchatmen. #liebdrueck

Es heisst nicht umsonst Kündigungsschutz! Sie kann Dir nicht kündigen und den Schutz mit einem Aufhebungsvertrag zu umgehen finde ich ziemlich frech.

Am besten besorgst Du Dir sofort eine schriftliche Bestätigung vom FA über Deine Schwangerschaft und reichst diese ganz offiziell noch ein.

Was für einen Arbeitsvertrag hast Du denn, ist es ein unbefristeter, oder ein befristeter? Habt Ihr einen Betriebsrat, an den Du Dich noch wenden kannst?

Dann würde ich mich umgehend bei einem Anwalt beraten lassen, wie die weiteren Schritte sind.

Beitrag von lucas2009 07.04.11 - 15:23 Uhr

Nein deine Kündigung ist nichtig. Selbst wenn deine Chefin eben erst von der SS erfahren hat, muss sie die Kündigung zurück nehmen. Mach auf keinenfall nen Aufhebungsvertrag sondern rede nochmal mit ihr und sage ihr, das du dir notfalls nen Anwalt nimmst.

LG und viel Glück

Beitrag von j.d. 07.04.11 - 15:25 Uhr

Hallo,

erstmal eine #tasse Tee für dich.

Dass Sie die Kündigung dennoch ausstellt versteh ich absolut. Ich kann mir vorstellen, dass es darum geht, dass sie das auch beweisen kann, dass sie dir gekündigt hat. Aber is ja nicht schlimm: Du kannst gegen diese vorgehen wg. Kündigungsschutz in der SS. Ich würde mir umgehend vom Arzt eine Bescheinigung über die SS besorgen und diese beim AG vorlegen. (falls du das nicht eh schon gemacht hast).

Aber ein BV auszustellen ist nicht notwendig, bzw. der Arzt kann dieses ja auch nicht begründen, also kann er das gar nicht ausstellen. Da gibts nämlich ganz klar Regeln für.

ggf. einen Anwalt zu Rate ziehen, aber auf KEINEN FALL einen Aufhebungsvertrag unterschreiben!!!

LG und alles Gute!

Julchen mit #ei 12+2

Beitrag von lucy121 07.04.11 - 15:26 Uhr

Ich würde auch gleich mal n Anwalt anrufen!Viel Glück!

Beitrag von schaf5214 07.04.11 - 15:28 Uhr

hol Dir rechtlichen Beistand. Es gibts auch Schwangerschaftsbertungsstellen! die kennen sich damit auch aus. Die Kündigung ist nicht rechtens wenn sie Dir die Kündigung erst danach gegeben hat! Auch wenns im selben Gespräch war! Lass Dich aber evtl erstmal Krankschreiben damit du nicht Ärger bekommst wenn du morgen nicht in die Arbeit gehst! BV ist hier aber falsch!

Viel Glück und egal was passiert dein Baby ist am wichtigsten#liebdrueck

Beitrag von diabola1000 07.04.11 - 15:30 Uhr

also fakt ist, dass dir nicht gekündigt werden kann und auch ein aufhebungsvertrag funktioniert nicht. da muss dein AG jetzt wohl durch. ich würde mir auf jeden fall ein Beschäftigungsverbot geben lassen, denn da weiterzuarbeiten (worauf du theoretisch anspruch hättest) wäre für beide beteiligten ungünstig.
es spielt auch keine rolle, dass du von der SS erzählt hast, NACHDEM die kündigung ausgesprochen wurde. Entscheidend ist das datum, ab dem du schwanger bist, welches dir den FA bestätigt.

alles gute...

Beitrag von nack-nack 07.04.11 - 15:31 Uhr

Also...

Das Mutterschutzsgesetz sieht vor das wenn du eine Kündigung bekommst und bis zu zwei Wochen NACH Kündigungserhalt deinen AG von der Schwangerschaft informierst, die Kündigung unwirksam ist.

Also: Gehe zum Anwalt und lasse ein Schreiben für deinen AG aufsetzen. Unterschreibe KEINEN Aufhebungsvertrag. Gehe dann zum FA und schildere diene Situation das du einen rechtsstreit gegen deine AG hast und lasse dir ein BV ausstellen.
Es ist klar das du nach der Elternzeit dort nichtmehr arbeiten wirst weil sie dich spätestens dann raus schmeißen. Aber bis dahin willst du ja auch noch dein Geld haben.

Und da deine AG heute sogar noch von deiner Ss erfahren hat kann man ihr unterstellen das sie dich aus diesem Grund kündigen will.
Bevolge die Schritte und dann lehne dich zurück. Stress tut nie gut aber du brauchst ja schließlich auch eine finanzielle Absicherung (zumindest in der Schwangerschaft).

Alles Gute

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 15:34 Uhr

Eine Kündigung allein ist ja kein Grund für ein BV.

Beitrag von j.d. 07.04.11 - 15:37 Uhr

So sehe ich das auch!
Ich finde es sehr fraglich, wie schnell viele Schwanger nach einem BV schreien und auch FÄ das ausstellen #kratz

Es kann doch net sein, dass das immer hergenommen wird, damit die Allgemeinheit zahlt, nur wegen solchen "Gründen". Nicht umsonst gibt es ganz genaue Vorschriften, wann ein BV ausgestellt werden darf #nanana

Beitrag von frau-seltsam 07.04.11 - 15:41 Uhr

Naja, aber wie ist denn das "Verhältnis" bei der Arbeit?

In meinem alten Büro und bei meinem alten Chef (Choleriker) wäre ich auch ungern in dem Zustand arbeiten gegangen... Er saß mir gegenüber. (Gut, ich wurde nicht gekündigt, sondern mein Chef, aber egal).

Jetzt stellt euch mal vor, der Chef, der einen gekündigt haben will, aber nicht darf, sitzt einem gegenüber und man muss noch monatelang jeden Tag 8 Stunden mit dieser Person in einem Büro sitzen. Da gibt´s sicher ständig Stress.

Das finde ich nicht zumutbar (zumindest nicht wenn man schwanger ist). Es geht schließlich auch um´s Kindeswohl.

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 16:15 Uhr

Sie arbeitet aber nicht bei Deinem alten Chef und von einer cholerischen Chefin war bislang keine Rede.

Sollte irgendetwas in der Richtung tatsächlich eintreten, kann sie sich immer noch um ein BV bemühen aber rein vorsorglich ist das nicht angebracht.

Beitrag von windsbraut69 07.04.11 - 16:13 Uhr

Scheint die bequemste Lösung zu sein, Zuhause zu bleiben und keine finanziellen Einbußen zu haben, auch für den AG...

Gruß,

W

Beitrag von nack-nack 07.04.11 - 15:40 Uhr

Das vielleicht nicht. Aber sobald sie wieder auf Arbeit geht wird ihr ein Kugelschreiber oder ähnliches in die Tasche gelegt, einen Diebstahl unterstellt und schon kann man sie dann auch trotz Mutterschutz kündigen!

geht sie JETZT wieder auf Arbeit wenn sie gegen die Kündigung vorgeht (und das ist ihr gutes Recht), dann wird ihr definitiv etwas untergeschoben!!!!

Glaub mir, wir haben selbst einige Sachen durch und sind daher um so glücklicher nun selbstständig zu sein und keinen Machenschaften ausgeliefert zu sein.

  • 1
  • 2