Stillproblem - hat jemand einen Rat?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von honeybunny1981 07.04.11 - 16:41 Uhr

Hallo liebe erfahrenen Mütter,

Mein kleiner wird morgen 2 Wochen alt. Er kam in Woche 38 zur Welt mit 2880g / 50cm. Inzwischen wiegt er knapp 3 Kilo.

Unser Problem liegt am Stillen. Inzwischen kommt bei mir genügend Milch. Wir mussten am Anfang 1-2 mal am Tag zufuttern. Inzwischen müsste ich das nicht, nur mein Kleiner ist etwas trinkfaul. Wenn ich ihn lassen würde, würde ich 1-1,5 Std. Stunden stillen, bevor er satt und zufrieden einschläft. Er macht aber beim Stillen immer sehr lange Pausen oder fängt an zu nuckeln. Er trinkt einfach noch nicht ausdauernd.

Meine Hebamme empfiehlt mir jetzt, den Kleinen max. 15min auf jeder Seite anzulegen und wenn er anfängt zu nuckeln, ihn von der Brust zu nehmen und aufhören mit stillen. Dann frühestens nach 2 Stunden wieder anzulegen und ihn solange mit dem Schnuller hinhalten.

Was meint ihr, braucht der Kleine einfach noch ein wenig Zeit um kräftiger Trinken zu können? Ich bin gerade in den Abendstunden recht verzweifelt, weil er da nach 30 min schon wieder hunger hatte - dann aber wieder nur 3 min richtig trinkt und dann wieder einschläft. Ich versuche dann mit Ohrkraulen und Kinnkraulen ihn zum trinken zu bringen, aber meist nickt er ein und wacht aber nach 5 min. wieder auf und will weitertrinken. Nun haben wir es zwei Tage geschafft ohne abends zuzufüttern - jetzt wars gestern wieder so weit, dass ich an meine Grenzen kam und mein Mann ihm ein Fläschchen geben musste. Ich hab 2 Std. lang gestillt - wieder aufgehört - wieder angelegt... er gab keine Ruhe. Bis ich keine Kraft mehr hatte.


Ich möchte schon weiter stillen. Aber es zehrt im Moment. Wir haben jetzt beschlossen, bis Sonntag wirklich zuhause zu bleiben und uns aufs Stillen zu konzentrieren - wenn es dann bis zum Wochenende nicht besser wird, muss ich überlegen, ob ich weiterhin die Kraft habe. Ich habe immer das Gefühl, er wird nicht satt, weil er nach dem Stillen weiter mit der Zunge schnalzt. Einen Schnuller nimmer er noch nicht wirklich ausdauernd. Wir haben es mit MAM Schnullern probiert und mit NUK.

Hat mir jemand einen Tipp?

LG Honeybunny

Beitrag von zweiunddreissig-32 07.04.11 - 16:55 Uhr

Das, was du beschreibst, ist am Anfang absolut normal! Das nennt sich Clusterfeeding. Google mal;-)
Leg ihn weiterhin so oft er will. Du steigerst damit die Milchproduktion.
Hinauszögern mit dem Schnuller bzw. Flasche zu geben ist falsch und irritiert den Kleinen nur.
Mein Kleiner kam mit 4 Kilo zur Welt, hat am Anfang trotzdem über 1 Stunde gebraucht, um satt zu werden. Die Babys haben zwar ein Saugreflex, aber an der Brust zu trinken bedarf viel Übung und Geduld deinerseits;-)
Du bist noch im Wochenbett! Leg dich mit dem Kleinen hin, lass die anderen den Haushalt machen, und kuschel und still einfach so, wie er das will.
Bald kommt noch ein 5-Wochen Schub, dann wird er wieder dauernd an der Brust hängen.

Beitrag von gruene-hexe 07.04.11 - 17:07 Uhr

Sehe das wie meine Vorschreiberin. Das was du da beschreibst ist Clusterfeeding und das sollte deine Hebi wissen.

Meine Tochter hing gut und gerne den ganzen Abend an der Brust. Mit einem guten Buch oder auch Fernsehprogramm lässt es sich aushalten. Oder aber du nutzt die Zeit zum Schlafen ;-) Ich habe zu Hause nur im Liegen gestillt. #pro Besser kann man seine Zeit nicht nutzen mit einem Baby (natürlich nur, wenn man nicht noch mehr rumspringen hat ) :-)

Beitrag von nadja.1304 07.04.11 - 17:19 Uhr

Hi,

also leider hilft da nur eins: Lass ihn trinken wie er will und dann Geduld, Geduld, Geduld. Du wirst merken, sobald du dich voll und ganz auf ihn einlässt, dann wirst du schonmal ruhiger und das Trinken wird damit nicht zum Stressfaktor. Außerdem ist er erst zwei Wochen alt. Du solltest sowieso noch viel zuhaus sein und dich ganz auf ihn konzentrieren. ;-) Ich hab dann irgendwann viel im Liegen gestillt. Wenn die Maus dann eingeschlafen ist, dann hat sie auch losgelassen und ich konnte mich entspannt hinlegen, war aber "greifbar" zum weiternuckeln. Machs dir auf dem Sofa oder im Bett bequem und dann wart ab. Es wird weniger und besser. Aber er braucht eben nicht nur die Milch, sondern auch die Nähe zu dir. Das ist vollkommen natürlich und auch ok, natürlich nimmt er lieber Mamas Brust als den Schnuller. :-)

LG Nadja mit Mikaela, die irgendwann vom Dauernuckeln zu Stillabständen von 3 Stunden gewechselt ist, ganz von allein.

Beitrag von lilly7686 07.04.11 - 17:40 Uhr

Hallo!

Ich schließe mich auch an. Das Clusterfeeding ist normal am Anfang.
Leg dich mit deinem Baby ins Bett, kuschelt viel, leg an, sooft und so lange dein Kleiner das möchte.

Ein Baby hin zu halten finde ich ziemlich gemein. Der Tipp deiner Hebamme ist also nicht wirklich gut.

Lg

Beitrag von maylin84 07.04.11 - 18:15 Uhr

Wenn ich das so lese ärgere ich mich immer mehr das ich abgestillt habe. Aber psychisch fand ich es ganz schlimm mein Kind 1,5 Std. immer zu stillen, dann war er ne Stunde ruhig, oder meistens auch nicht und dann wieder 1,5 Std. zu stillen und das Tag UND Nacht. ISt das wirklich sooo normal???? Wochenlang???? Andere stillen ihr Kind und dann ist es erstmal satt ein paar Stunden, das hatten wir nie :-(....ich konnte nichtmal duschen und frühstücken ohne das er an die Brust wollte!
Habs 3 Wochen ausgehalten mit Stillen und pumoen etc. dann war ich mit den Nerven und Kräften am Ende. Leider!!!! Ich wollte sehr gerne voll stillen, fand es schon schön, aber nicht den ganzen Tag!!

Beitrag von honeybunny1981 07.04.11 - 19:04 Uhr

hallo maylin84,

genau das meinte ich. ich kann ja nicht den ganzen tag stillen. ich muss ja auch mal auf die toilette, duschen oder essen. die letzten tag kam ich kaum dazu - immer fing der kleine an. außerdem kann ich ja nicht den ganzen tag im bett bleiben, da werd ich echt unruhig. kuscheln und schlafen und stillen tu ich mit dem kleinen, stundenlang, aber das geht nicht den ganzen tag.

mein kleiner kommt nicht nur in den abendstunden so oft. auch morgens (ca. 4uhr bis mittag) möchte er dauernd an die brust. aber dann trinkt er eben nicht, sondern nuckelt nur oder hängt einfach nur an der brust. ich muss dazu sagen, dass ich nur mit stillhütchen stillen kann, da ich ganz flache brustwarzen habe, die trotz brustwarzenformer ihm nicht ausreichen zum trinken. mit hütchen klappt es aber ganz gut.

deshalb hat mir ja meine hebamme geraten, das stillen zu begrenzen und wenn der kleine eben nur noch nuckelt, ihn von der brust zu nehmen.

Beitrag von jamelie41 07.04.11 - 22:06 Uhr

Hallo!

Hast du mal versucht ihn in den wenigen Pausen ins Tragetuch zu nehmen?
So spürt er immer deine Nähe, deinen Duft.... vielleicht hilft es, deine
Stillpausen etwas zu verlängern.

Ansonsten durchhalten und weiterstillen. Es wird in jedem Fall besser!

Ich habe nun das dritte Stillkind zu Hause. Und es gibt eben Zeiten, da ist
man gefühlte 24 Stunden am Stillen. Dann sind wieder Zeiten, da stillt man alle 3 bis 4 Stunden. Ganz normal.

Ich wünsche alles Gute!

Jamelie41

Beitrag von honeybunny1981 08.04.11 - 08:51 Uhr

Leider hab ich keine Tragehilfe. Aber ich trage ihn viel im Arm umher. Aber das beruhigt ihn kaum. Einzig eine lange Eunde im Kinderwagen lässt ihn einschlafen.

Beitrag von jumarie1982 07.04.11 - 20:14 Uhr

Ja, das ist normal.
Ich kenne KEINE Frau, bei der das nicht irgendwann in den ersten 6 Wochen so war.
Aber es wird dann schlagartig besser. Wirklich.
Man muss nur durchhalten.

Wenn ich auch nur ein Lôffelchen Milchpulver im Haus gehabt hätte, mein Sohn wäre nichtmal 2 Wochen gestillt worden #hicks
JEDEN Abend hab ich Anfangs heulend auf der Couch gesessen und meinen Mann angebrüllt, dass er jetzt sofort Pulver kaufen gehen soll, ich mach den Scheiß nicht mehr mit.

Und jeden Morgen war ich froh, dass er sich geweigert hat.

Heute ist unser Sohn fast 23 Monate alt und stillt noch immer sehr gern.
Und bei jeder Magen-Darm-Grippe, in jeder Zahnnacht, bei jedem Alptraum und jedem Wehwehchen, wo sonst nichts hilft, bin ich sooooo froh, dass ich ihm so einfach die Welt retten kann #verliebt

Es lohnt sich!!!!!
Durchhalten!!!! #klee #klee #klee

Beitrag von marleni 08.04.11 - 12:25 Uhr

Danke für diesen Beitrag. Du hast so recht. Es lohnt sich absolut und das Dauerstillen ist anstrengend, aber absolut normal und gesund.

LG
M.

Beitrag von sarahjane 07.04.11 - 22:42 Uhr

Wenn er nur noch nuckelt, biete einen Schnuller an.