Rheuma

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von nadine1976 07.04.11 - 19:03 Uhr

Hallihallo,

ich habe dieses Jahr Rheuma diagnostiziert bekommen und habe schon Jahre starke Schmerzen in den Händen.

Nehme seit Januar Quensyl und habe das Gefühl es bringt rein gar nichts.

Kann mir jemand eine hilfreiche Therapie nennen? Ich will endlich die Schmerzen weg haben, ich kann bald nicht mehr.

LG Nadine

Beitrag von cooky2007 08.04.11 - 20:55 Uhr

Hallo,

ich habe mir gerade deine Visitenkarte angesehen und Ähnlichkeiten zu mit entdeckt.
2005 wurde bei mir eine Frühathritis diagnostiziert (konnte meine Finger oft nicht mehr bewegen).
Wir hatten einige ICSIs, aus denen 2 Kinder entstanden sind.
Ich war auch bei Dr. Reichel-Fentz und habe vorbeugend Prednisolon und Heparin genommen.
Etwa 4 Wochen nach der 1. Geburt bekam ich Schmerzen in den Händen, Handgelenken, Füßen - diese wurden immer schlimmer. Ich konnte das Kind nicht mehr tragen, heulte nächtelang und lief tagsüber herum wie eine alte Oma. Ich probierte verschiedenes aus - Erhöhung des Prednisolons auf 20mg (da sbrachte mir 10kg Gewicht mehr ein), zusätzlich Voltaren am Abend.
Der 1. Rheumatologe wollte mich auf die psychische Schiene schieben "Solche Schmerzen können Sie gar nicht haben". Und: Nehmen Sie MTX.
Ich suchte mir einen 2. Rheumatologen, der mich dann breitschlug und ich begann mit MTX. Hölle! (für mich) gespritzt habe ich Freitag abends, so dass mein Mann beim Baby sein konnte. Oft konnte ich den gesamten Samstag lang nicht aufstehen, weil mir so schlecht und schwindlig war und kam erst gegen Sonntag zum Mittagessen aus meinem Bett. Auch eine Dosisverringerung brachte nicht viel. Ich machte das 1,5 Jahre durch - ohne jegliches Wochenende mit meiner Familie. Bis ich sagte: So nicht mehr! Dann bekam ich ein anderes Medikament (kann mich an den namen nicht mehr erinnern), was ich aber auch nicht vertrug.

Einen 3. Rheumatologen habe ich aufgesucht, weil ich einen Arzt brauchte, der mir im Fall der Fälle zu Beginn einer SS Immunglobuline als Infusion geben könnte. Er empfahl mir Enbrel.
Ich spritzte es bis kurz vor der Punktion, konnte auch das Cortison runterfahren und begann ca. 5 Monate nach der 2. Geburt wieder.
Jetzt spritze ich alle ca. 3 Tage 25 mg und nehme noch 5 mg Prednisolon täglich. Die Schmerzen liegen im erträglichen bereich, oft spüre ich kaum noch etwas. Allerdings merke ich, wenn ich sehr belastet bin - kann z.B. nicht mehr lange wandern oder so.

Allerdings - Enbrel ist sehr teuer (24 Spritzen über € 5.000,-). Die Versicherungen zahlen nur, wenn bereits 2 herkömmliche Medis genommen worden sind und dies enicht geholfen haben bzw. nicht vertragen werden.

Habe ich dir geholfen?

Alles Gute für dich!!!


PS: Ich habe eine Rheumatoide Athritis, dazu Osteoporose durch das viele Cortison.