Warum lästert ihr über die Essensratschläge der Omas?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von cooky2007 07.04.11 - 22:10 Uhr


Möhren mit 10 Wochen, ein Ei reinschlagen... das hat man eben früher so gemacht. Das war normal, stand wahrscheinlich auch so in der Ratgebern früherer Zeiten. Und... WIR sind die Kinder und wir sind alle groß geworden - mit diesen Sachen. SO wurden WIR gefüttert!!!

Heute ist eben eine andere Zeit - und das ist für die Omas schwer zu verstehen, dass man neue Erkenntnisse hat etc. Das ist eben nun UNSERE Generation, die es so macht.Das kann man auch nett & höflich formulieren (ohne Augenrollen).

Also - bitte seid lieb - denn viele von euch werden in 20-40 Jahren selbst die Oma sein, die dann gute Ratschläge austeilt. Und UNSERE Kinder werden dann über unsere ach so altmodischen Sachen lästern...

Beitrag von zauberli 07.04.11 - 22:12 Uhr

#winke

Genau!

Und deswegen lästern wir jetzt über unsere Mütter/Schwiegermütter, weil unsere Kinder/Schwiegerkinder das auch machen werden :-p

Beitrag von kleine-mama79 07.04.11 - 22:17 Uhr

da stimm ich dir vollkommen zu..die damalige Zeit war anders als heute..Früher gab es auch nicht Gläschen so wie heute..wir sind alle groß geworden..meine Oma hat mir damals oft Spinat mit Milch angerührt gegeben und mir hat es scheinbar damals gut geschmeckt..ich glaub heute würd ich es nicht mehr essen..

Meine älteste Schwester hat früher nur Spinat mit Zucker gegessen,wenn der normal war hat sie ihn nicht gegessen..

Jede Generation ist wieder anders und die nächste Generation wird wieder noch anders sein als unsere..

dir noch einen schönen restabend und liebe Grüße von kleine-mama79 und Lucia-Marie(die jetzt friedlich schläft)

Beitrag von berry26 08.04.11 - 07:53 Uhr

"Früher gab es auch nicht Gläschen so wie heute."

Äähhmm.... Du bist ein Jahr älter als ich und Gläser gab es schoooon viel eher!!! Das ist also absoluter Blödsinn.

Ich mochte die Obstgläser als Baby und Kleinkind sehr gern.;-)

Beitrag von sunflower.1976 07.04.11 - 23:24 Uhr

Hallo!

Da gebe ich Dir vollkommen recht!
Das Wissen und die Empfehlungen bzgl. der Kinderernährung haben sich immer geändert und werden sich auch weiterhin ändern.

Selbst innerhalb der letzten paar Jahre war das so. Als mein großer Sohn im Babyalter war, wurde empfohlen, dass allergiegefährdete Babyss möglichste sechs Monate voll gestillt werden und dann neue Lebensmittel nur sehr langsam eingeführt werden sollten. Zudem sollten einige Lebensmittel im ersten Lebensajahr ganz gemieden werden. Schon bei meinem kleinen Sohn drei Jahre später hieß es, dass auch bei allergiegefährdeten Kindern 4 Monate komplett stillen ausreicht und auch im ersten Lebensjahr alle Lebensmittel in kleinen Mengen gegeben werden dürfen.

Die Zeit unserer Großeltern ist mit unserer nicht zu vergleichen, zum einen Aufgrund der fertigen Babynahrung, aber auch wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Situation. In der Kriegs-/Nachkriegszeit waren die Menschen froh, wenn sie genügend nahrhafte Lebensmittel hatten und ihr Baby gut versorgen konnten. Dann gab es eben das Ei mit ein bißchen Milch o.ä. für ein dreimionatiges Baby.

Ich denke, dass es bei allen Ratschlägen und Gesprächen auf den Ton ankommt - von beiden Seiten.

LG Silvia

Beitrag von pegsi 08.04.11 - 06:16 Uhr

Wann hieß es denn, daß nur noch 4 Monate komplett stillen ausreicht (wofür eigentlich ausreichen)?
Die WHO empfiehlt doch immer noch 6 Monate voll und mindestens 2 Jahre insgesamt?

Ich hab leider gar keine Oma mehr, die mir Ratschläge geben könnte.

Beitrag von sunflower.1976 08.04.11 - 21:24 Uhr

Hallo!

Als mein großer Sohn ein Säugling war, hieß es, dass allergiegefährdete Babys mindestens 6 Monate voll gestillt werden sollen um einen optimalen Allergieschutz zu erreichen (was nie heißt, dass keine Allergien auftreten können). Mittlerweile wird gesagt, es wisseschaftlich nicht belegbar sei, dass eine Vollstillzeit über vier Monate hinaus einen positiven Effekt auf die Senkung des Allergierisikos hat und daher auch nicht empfohlen werden könne (was nicht heißt, dass man es nicht darf ;-))

Schau zum Beispiel hier:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/allergien/article/611356/stillen-beikost-endlich-klare-empfehlungen-eltern.html
http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=932

LG Silvia

Beitrag von gruene-hexe 08.04.11 - 07:47 Uhr

Ich habe meine Tochter gestillt, meine Mutter hat mich gestillt, meine Oma meine Mutter und so was wie Ei rein schlagen oder Möhren rein gab es nicht. Wurde mir auch nie seitens meiner Familie so vermittelt. Ich denke nicht, dass das was mit Generationenwissen zu tun hat, denn ich kenne genügend "Omas" und auch "Uromas" die so was nie gemacht haben. Vielleicht liegt es daran, dass diese nicht in Industriestaaten beheimatet waren oder aber "einfacher" gelebt haben.

Wie auch immer, Mumi gab es immer #pro Jedem das seine, ich muss es ja nicht machen ;-)

Beitrag von udlangel 08.04.11 - 08:03 Uhr

Huhu,

ich gehöre auch zu den "entnervten" Muttis, die sich regelmäßig über veraltete Ratschläge aufregen, wenn auch nicht hier im Forum.
Bei mir ist es nicht die Oma, sondern eine Generation später. Allen vorran meine Schwiegermama, die mit ihren "guten" Tips nicht hinter'm Berg halten kann. Sei es das klassische: "Stillst du immer noch? Aber mit sechs Monaten hörst du dann bitte auf!" oder "Gib dem Kind doch mal was Weiches vom Brötchen! Das darf sie schon!". Ich habe mich gerechtfertigt, weil meine Tochter mit drei Monaten sowohl gestillt wurde, als auch keine Kartoffelsuppe, Pudding, Schokolade oder das "Weiche" vom Brötchen bekam. Und nein, auch keinen Kuchen. Und mit vier Monaten wurde pünktlich angefragt, wann es denn nun ENDLICH Brei gibt.

Mir ist auch klar, dass diese Generation es so kennt und ihre Kinder eben so groß gezogen hat, aber um mal den Unterschied klarzumachen: Habe ich meiner Mama gesagt "Mama, das ist heute nicht mehr so, heute weiß man mehr und es ist vieles anders...", dann war das Thema vom Tisch. Aber ich denke die meisten Menschen, die damals Kinder hatten, gucken einen an, wie vom anderen Stern und bestehen auf ihre Erfahrungen. Meine Schwiegermutter hat mit mir erbitterte Disskusionen zum Thema Honignuckel geführt und selbst, als ich ihr drei Honiggläser gezeigt habe, auf denen eine ausdrückliche Warnung für Kinder unter einem Jahr stand, wurde das als "neumodischer Quatsch" abgetan.

Ich will damit sagen, dass wenn meine Kinder mich später aufklären, weil alles anders ist mit der Kinderbetreuung, werde ich versuchen offen und zugänglich zu sein, DANN lästern sie vielleicht auch nicht im Internet ;-)

LG udlangel

Beitrag von honey013 08.04.11 - 08:16 Uhr

Ganz einfach...gegen Ratschläge ist nichts einzuwnden,aber es nervt einfach wenn die Entscheidung es anders zu machen eben nicht akzeptiert werden und es einem dann noch krumm genommen wird,wenn man seinem 10 Wochen alten Kind noch keine Möhre geben will.:-[ Mir ihre Tipps anzuhören ist ja nicht das Ding,aber dann die kalte Schulter gezeigt bekommen find ich affig!

Lg honey013

Beitrag von udlangel 08.04.11 - 08:21 Uhr

Ganz meine Meinung. Ich bin nicht beratungsresistent, ich weiß es einfach besser! Meine Schwiegereltern hören mir im übrigen bei meinen Erklärungen nicht mehr zu, sondern beginnen zum Teil ein anderes Thema- nice!

udlangel

Beitrag von schwilis1 08.04.11 - 09:22 Uhr

ich hab gelsen im Tagebuch meiner Mom, dass meine Schwester mit 6 wochen das erste mal osaft bekommen hatte... und geriebenen apfel ein paar wochen später... krass hab ich mir gedacht. aber es wurde wirklich so gehandhabt. das erste mal saß sie mit 6 monaten auf dem pott (was man da auch immer sitzen nennen ann :) )

meine oma (also juniors uroma) würde ihm am liebsten zucker pur geben, da er halt eher ein schmaler zarter junge ist und kein schwergewichtler)
sie schmiert auf milchbrötchen honig... was wohl eher den sinn hat, dass er es auch ja isst, als den des nährwertes und das macht mich wütend... weil er das zeug nicht essen. milchbrötchen..da ist mich drinnen. gegen honig hab ich nichts...
aber ich schmier ja auch nicht auf schokolade nutella damit das eine noch süßer wird...
ajjjj
im grunde hast du recht... aber manche dinge.... grrrrrrrrrr

Beitrag von krischi-1508 08.04.11 - 10:27 Uhr

Das ist lieb gemeinte Lästerei...;-)

Meine Familie weiß das und wir lachen alle gemeinsam darüber.

Hier im Forum ist nunmal ein Ort, an dem man sich mit anderen Leidensgenossinnen austauschen kann und verstanden wird. Denn nach dem 100. gutgemeinten Tipp kann es schon anfangen zu nerven.

Seht es nicht so eng, klar war füher alles anders und für diese Generation normal. Deswegen kann ich doch trotzdem darüber schmunzeln.


Liebe Grüße von Krischi,
die sich schon darauf freut ihre Schwiegertochter mal mit lieben Tipps zu bereichern #schein

Beitrag von sacagawea 08.04.11 - 11:02 Uhr

Genauso ist es bei mir auch.

Ja, ich bin nach dem 100. Tip genervt, weil Mutter und Schwiegermutter meinen gute Ratschläge geben zu müssen - und manchmal auch nicht verstehen weshalb ich sie nicht umsetze.

Aber deshalb ist unser Verhältnis kein schlechtes und ich glaube auch nicht dass mir das jemand wirklich krumm nimmt.
Ich bin mir auch ziemlich sicher dass meine Schwiemu ggf. gegenüber dritten mal "entsetzt" loslässt dass ich nicht mit 3 Monaten mit Möhren angefangen habe, und? Das ist ihr gutes Recht ^^

Im Endeffekt sind wir alle groß geworden, unsere Kinder werden es auch, und die Enkel auch.

Beitrag von thea21 08.04.11 - 10:48 Uhr

Ach Gott, wird jetzt wieder mit solch polemischem Mist aufgewartet?

Früher früher früher.

Früher als Kind hast du dir mit Sicherheit auch mal die Finger, die vorher an deinem Hintern waren, abgeleckt, heute weißtes besser!

Im Ernst. Der Mensch/ Die Menschheit lernt aus den Erfahrungen und ja, auch aus den Fehlern.

Beitrag von muehlie 08.04.11 - 15:17 Uhr

"Und... WIR sind die Kinder und wir sind alle groß geworden - mit diesen Sachen."

Och nö, so langsam müsste doch auch der/die letzte gemerkt haben, wie unsachlich dieses Argument ist. Menschenskinder, früher sind unsere Eltern/Großeltern auch ohne Sicherheitsgurt Auto gefahren bzw. haben ihre Kinder ohne Kindersitz und Gurt auf dem Rücksitz transportiert. Und sie bzw. wir leben auch noch. Nicht mehr leben tun allerdings Tausende andere, die es schon bei einem - aus heutiger Sicht - harmlosen Auffahrunfall durch die Windschutzscheibe katapultiert hat.

Die heutigen Empfehlungen zu Ernährung und Co. basieren auf den Erkenntnissen systematischer Untersuchungen, weil eben NICHT ALLE heute noch (gesund) leben und die Ursachen dafür zum Teil in der damals üblichen frühkindlichen Ernährung liegen.
Und manche Dinge hätten den Menschen schon damals auffallen müssen oder sind es sicherlich sogar. Meine Schwiegermutter hat mir z.B. erzählt, dass ihr Bruder und ihre Schwägerin ihren Söhnen auch immer schön Honig und/oder Zucker auf den Schnuller gegeben haben. Bereits die Milchzähne der Jungen waren schwarz verfault, und die Eltern waren sich durchaus bewusst, dass das am Honig und Zucker liegt. Wurde eben als unvermeidliches Schicksal so hingenommen. #augen