Radiusköpfchenfraktur Schmerzensgeld

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Beitrag von l1b2s3f4 08.04.11 - 08:30 Uhr

Hallo,

angenommen Person A hat einen Unfall bei dem es eine Radiusköpfchenfraktur mit Lähmung des Armes und der Finger davonträgt;eine sofortige OP stattfinden muss;4 Tage stationärer Aufenthalt;4 Wochen Gips,14 x Physiotherapie;nochmalige OP nach fast 4 Monaten zur Entfernung der Drähte;im Moment noch 10% Einschränkung.Person A möchte Leistungssportler werden.Auch noch angenommen,dass die Schule 4 Wochen nicht besucht werden kann und 6 Monate kein Sport gemacht werden darf.Man will hoffen,das man trotzdem noch Leistungssportler werden kann.
Wie hoch wäre in etwa das Schmerzensgeld?

Danke
VG Ina

Beitrag von kathi.net 08.04.11 - 08:49 Uhr

Wer soll denn auf Schmerzensgeld verklagt werden? Was war das für ein Unfall?

Beitrag von l1b2s3f4 08.04.11 - 09:20 Uhr

Es passierte in einem Kletterpark im Rahmen eines Festes.Die Aufsichtspflicht wurde verletzt.

Beitrag von kathi.net 08.04.11 - 09:31 Uhr

Wer hatte denn die Aufsichtspflicht?

Beitrag von l1b2s3f4 08.04.11 - 17:56 Uhr

Der Kletterpark

Beitrag von rienchen77 08.04.11 - 11:16 Uhr

der Veranstalter muß sich ja versichern....

wie ist der Unfall passiert...grob fahrlässig oder trifft ihn keine Schuld, wurde er geschupst oder ist er einfach nur gestürzt


war die Aufsichtperson ein Angestellter des Veranstalters wäre die Berufsgenossenschaft der Träger der Kosten für Behandlung...aber wie das mit Schmerzengeld ist?

hat die Person eine private Unfallversicherung?

Beitrag von rienchen77 08.04.11 - 11:18 Uhr

ich habe was falsch verstanden, bitte mein Postin ignorieren...

Beitrag von arkti 08.04.11 - 08:51 Uhr

Bei 4 tagen stationären Aufenthalt kann man die Schule 4 Wochen nicht besuchen? #kratz#kratz#kratz

Wer sollte denn Schmerzensgeld bezahlen?
Ist noch eine Person B beteiligt?

Da du von Schule sprichst handelt es sich wohl um ein Kind.
Bei einem Kind zu sagen es will Leistungssportler werden wird wohl nirgendwo ziehen, denn Kinder ändern ihre Meinung häufig.

Beitrag von l1b2s3f4 08.04.11 - 09:24 Uhr

Natürlich gibt es eine Person B(siehe Antwort von vorausgegangener Frage)

Bei fast allen Kindern ja,bei meiner Tochter-nein-.Sie trainiert seit 5 Jahren 2x täglich,fragt ständig wann sie wierder trainieren darf.Will an Wettkämpfen teilnehmen,die sie in diesem Jahr wohl leider nicht machen kann,da der Heilungsprozess bis zu 1 Jahr dauert.

Und ja,sie durfte die Schule 4 Wochen nicht besuchen

Beitrag von maischnuppe 08.04.11 - 09:16 Uhr

Das ist Verhandlungssache des Anwaltes. oder- wie Manavgat sagen würde: einer Anwältin:-D
GG
Schnuppi

Beitrag von l1b2s3f4 08.04.11 - 09:28 Uhr

Ich habe zwar im Moment keine Anwältin,aber eine Mediatorin ;-)
Noch möchte ich nicht vor Gericht gehen müssen.Sie fragte mich nämlich,wie hoch ich mir die Schmerzensgeldsumme vorstelle.Ich habe zwar eine Vorstellung,aber vielleicht ist ja jemand im Forum,der ähnliches erlebt hat oder kennt.
Die gegnerische Versicherung reagiert nicht mal auf das Schreiben unserer Krankenkasse,zumindest war dass der letzte Stand vor 2 Wochen
VG Ina

Beitrag von ich-habe-zwei-davon 08.04.11 - 10:25 Uhr

hallo,

ich hatte einen arbeitsunfall gehabt, verklagt werden kann niemand, denn es passierte bei einer ganz normalen handlung. ich war auf einem 1.30€ job beschäftigt.

die berufsgenossenschaft der arbeitsstelle kam für alle kosten auf, die durch ärzte, fahrereien zwecks untersuchungen von spezialärzten, therapien zum aufbau von kräften, behandlungschienen usw. an fielen.

insgesamt war ich fast ein jahr krank geschrieben, habe 165 physiotherapietermine wahr genommen und musste viele schmerzmittel einnehmen - diese wurden fast bestandteil meiner nahrung am tag.

hinzu kam, das es auf kippe stand ob ich meinen beruf jemals wieder ausüben kann, da ich einen kapselriss im linken handgelenk hatte/ habe, mit wassereinlagerungen in den weichteilen die drum herum liegen.

nach all den therapien, konstantes tragen der schienen, heim-kraft-übungen usw. bin ich nun an einem punkt angekommen an dem es mir besser geht.

es sind 3jahre (!!!!) seit dem vergangen. ein abschlussbericht meines behandelnden arztes liegt nich nicht vor.
eingeschränkt bin ich seit dem, die prozentzahl wird jedoch erst nach einem jahr fest gelegt, nachdem der unfall war, vorher bestehen behandlungsmöglichkeiten. in meinem fall ist der zeitrahmen schon geschafft aber wie viel das ist, muss noch eine erneute untersuchung zeigen. bei meiner kk sagten sie auch, das von vielen unfallopfern der bericht nach 4 bis 5 jahren noch nicht vor liegt. also kann ich noch hoffen das es schneller geht bei mir #schwitz

vom wem bekomme ich geld? von niemanden weiter bis auf meine private unfallversicherung. das sind pinatz die schlussendlich dabei heraus kommen.




dein kind hat den WUNSCH nach leistungssport, sie ist jedoch kein sportler, sie hat keine ausbildung bisher in der tasche, so das man sagen kann das der beruf auf kippe steht. verstehe mich hier bitte nicht falsch.

du hast die frage nach der aufsichtspflicht noch nicht beantwortet, wer diese im besagten fall hatte.

wenn du deinem kind ein besuch in solch einem park gestattest, musst du auch davon ausgehen das was passieren kann. dem betreiber selbst kannst du nicht zur veranwortung ziehen, es sei denn das gerät, oder was auch immer hatte einen technischen defekt gehabt.


schlussentlich, es wird nicht viel bei raus kommen.

was sagt denn diene mediatorin dazu?

wenn es dir so wichtig ist, dann würde ich jedoch über einen anwalt gehen wenn ihr euch so gute chancen errechnet.

vg und alles gute

Beitrag von l1b2s3f4 08.04.11 - 17:55 Uhr

Erst einmal alles Gute für dich.
Der Unfall ereignete sich in einem Kletterpark,im Rahmen einer Geburtstagsfeier.Die Eltern des Geburtstagskindes hatten ein Angebot gebucht.Dieses Angebot enthielt auch,das eine Mitarbeiterin des Parks bei den Kindern ist.Dies war leider nicht so.
Meine Mediatorin räumt uns Chancen im 5stelligen Bereich ein.
Ich weiß selbst,dass das Geld nichts rückgängig machen kann.
Aber ich habe immer noch die Schreie meines Kindes im Ohr;ihre Schmerzen,ihre Angst.So was kann man nicht vergessen.

Wenn es sich herausstellt das sie keinen Leistungssport mehr machen kann...,ich mag gar nicht daran denken.Eine Welt würde für sie zusammenbrechen.Sie macht seit 4 Jahren Leistungssport.
VG Ina

Beitrag von seikon 08.04.11 - 13:07 Uhr

Ich denke realistisch ist eine Summe von maximal 4000 Euro. Natürlich immer in Abhängigkeit, ob Folgeschäden bleiben, wie alt das Kind war und ob tatsächlich eine Aufsichtspflichtverletzung vorlag.

Ich denke das Argument mit dem Leistungssport wird hier nichts an der Summe ändern. Denn das würde nur dann zählen, wenn sie bereits Leistungssportlerin IST und nicht erst werden möchte. Denn wie schon geschrieben wurde könnte ja sonst jeder behaupten mein Kind wäre Starpianist o.ä. geworden.

Beitrag von elofant 08.04.11 - 10:23 Uhr

Meine Mutter macht grad einen Gerichtsprozess wegen Schmerzensgeld. Sie wurde ärztl. falsch behandelt.

Sie wurde maßlos enttäuscht, was die Höhe des Schmerzensgeldes angeht. Von anfangs gedachter Höhe von 4Stellen sind wir nun im unteren 3stelligen Bereich angekommen.

Ich würde mir auf alle Fälle einen Anwalt suchen und es auf einen Prozess ankommen lassen. Ein Mediator ist doch nur zum Vermitteln da. Oder glaubst Du, dass der Veranstalter (sollte er wirklich schuld sein) freiwillig(!) eine hohe Summe zahlen wird.

Du musst Dir aber sicher sein, dass Du das wirklich durch ziehen willst. Es warten sicher Gutachten etc. auf Dich bzw. Deine Tochter. Und es wird sicher auch nichts von heute auf morgen entschieden. Bei meiner Mutter geht es nunmehr schon 7 (in Worten sieben) Jahre. Den nächsten Termin hat sie dieses Jahr Sommer.

Beitrag von elofant 08.04.11 - 10:50 Uhr

In Deutschland wird dieses Thema Schmerzensgeld immer überbewertet. Zumindest vom Betroffenen. Was ich verstehen kann. Wir haben selbst überlegt, ob wir den Arzt unseres Sohnes vor Gericht ziehen. Aber das ist was anderes.

Wir hören immer nur von diesen Monsterzahlungen aus den USA. Aber das ist bei uns leider nicht so. Und in meinen Augen kann Geld die Gesundheit eines Menschen nicht wieder herstellen. Erträglicher machen vielleicht ja, weil man gewisse Sachen tun kann, die man ohne dieses Geld nicht könnte.







Beitrag von ich-habe-zwei-davon 08.04.11 - 11:16 Uhr

#pro

Beitrag von kleinesbambi 08.04.11 - 14:20 Uhr

Trümmerfraktur des rechten Ellenbogens, Radiusköpfchenabriss (nicht wieder herstellbar)
10 Wochen Oberarmgibs, insgesamt 4 OP´s, unzählige Physiotherapien (alle zwei Tage für ein dreiviertel Jahr)
Dauerhaftes Beuge- und Streckdefizit von 20 Grad. Probleme in Pro- und Supination.
zu 20 % erwerbsvermindert

Das ganze war ein Arbeitsunfall, hatte aber nen tollen Anwalt, der über 30Tsd. rausgeholt hat

Grüsse

Beitrag von kleinesbambi 08.04.11 - 14:21 Uhr

#klatsch

zu schnell abgeschickt...

Allerdings bin ich über 30

Wie sich das bei Kindern verhält- keine Ahnung.
Sucht Euch nen guten Anwalt, der auf sowas spezialisiert ist :-)

Grüsse

Beitrag von l1b2s3f4 08.04.11 - 17:45 Uhr

danke
Gruß Ina